+++ LFV Ticker 2022-05-24 +++

 

Störche in Linum – die ersten Küken sind geschlüpft!
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Das Storchenjahr in Linum startet positiv, Anfang Mai sind zehn Horste von Brutpaaren besetzt. Auch im letzten Jahr waren es insgesamt zehn Paare, die den Sommer in Linum verbrachten, gebrütet hatten allerdings nur acht.

Ende Juni 2021 sorgten starke Regengüsse dafür, dass ein Großteil der Jungvögel nicht überlebte. So sind im vorigen Jahr nur sechs Jungvögel flügge geworden, auf Dauer nicht genug, um die Population zu erhalten. Für dieses Jahr wird deshalb auf ein besseres Brutergebnis gehofft.

Auf dem Dach der Storchenschmiede liegen seit dem 29. April vier Eier im Horst, die von dem Paar nun abwechselnd bebrütet werden. Aus dem ersten Ei, welches am 29.04. gelegt wurde, schlüpfte etwa drei Wochen später das Küken. Inzwischen sind zwei Junge im Horst zu sehen, die von den Altvögeln gehudert und gefüttert werden.

Das Geschehen auf dem Storchen-Horst kann über die Webcam der Storchenschmiede unter https://storchenschmiede.org/stoerche/#StorchenKamera verfolgt werden.

Text: Lisa Hörig            Fotos: webcam Storchenschmiede

 

 


 

Runder Tisch: Austausch in der Storchenschmiede Linum
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Unser Verein führt seit 2020 ein Kooperationsprojekt zu moorschonender Landnutzung bei Linumhorst durch.

Parallel laufen weitere (und weit größere) Moorschutz-Projekte im Rhinluch an. Da die auf den Moorflächen wirtschaftenden Betriebe in den letzten Monaten sehr intensiv in Planungen und Besprechungen einbezogen wurden, hatte der LFV den Bedarf aufgegriffen, sich mit regionalen Akteuren - unabhängig von der Landwirtschaft - zusammenzusetzen, um über die verschiedenen Vorhaben zu informieren und sich über das Thema Moor auszutauschen.

In der Storchenschmiede wurden mit 15 Teilnehmenden Fragen diskutiert, wie: Welche Chancen bietet der Moorschutz für Tourismus, Bioökonomie, Naturschutz – und: Wo kommt das Wasser her, welches für den Moorschutz so elementar ist. Innerhalb der drei Stunden wurden also große Themen bewegt.

Vielen Dank für die fachliche Unterstützung aus dem Greifswald Moor Centrum und von der Arbeitsgemeinschaft KlimaMoor. Eine Kollegin aus dem Landesamt für Umwelt stellte uns die Pläne des „BluMo Pilotprojektes“ vor (Brandenburgs Luchgebiete moorschonend erhalten), in dessen zehn Jahren auf einer ca. 400 Hektar großen Fläche zwischen Hakenberg und Zietenhorst verschiedene Anbaumethoden und Arten im nassen Moor erprobt werden.

Die Biomasse, die unter den hohen Grundwasserständen wächst und mit angepasster (moorschonender) Technik von unseren Landwirt*innen geerntet wird, soll dann in eine ökologische und rentable Verwertung überführt werden (Stichwort: Bioökonomie). Für den kontinuierlichen Austausch soll im Rahmen des Projektes eine Person für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig sein.

Im zweiten Teil war Vorstellungskraft gefragt: Wie könnte das Rhinluch in zehn Jahren aussehen, wenn es wieder nasser ist. Die Ideen, die kreativ und frei vorgebracht wurden, haben eine ganze Wand gefüllt und werden noch ausgewertet.

Dieser Auftakt sollte unter anderem dazu dienen, Akteure zu (re)aktivieren, um weiterhin mit Engagement und Zuversicht bei der konkreten Ausgestaltung der aktuellen Entwicklungen mitzuwirken, mit dem Ziel, das Beste für die Region herauszuholen.

Text + Foto: Jana Albrecht

 

 


 

Frühlingsboten vor der Haustür
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Wenn es nach den dunklen, langen und kalten Wintertagen endlich wieder heller wird und die zögerlichen Sonnenstrahlen das zarte Frühlingsgrün erstrahlen lassen, zieht es mich in die Natur.

Dann gehe ich innerlich die Plätze durch, zu welcher Jahreszeit ich welche Pflanzen entdeckt habe – und frage mich: Schnappe ich das Fahrrad und fahre in den Krämer Wald, um nach den Buschwindröschen und den Veilchen zu sehen oder Richtung Leegebruch, wo ich vor einiger Zeit weiß und rosa blühenden Lerchensporn entdeckt habe?

Ich entscheide mich für die wilden Wiesen-Himmelsschlüsselchen, die ganze Wiesen ab April in der Vehlefanzer Schweiz gelb färben. In der glühenden Abendsonne streife ich durch das menschenleere Naturschutzgebiet am Mühlensee. Ich lege mich mit meiner Kamera in die Wiese und genieße... Duft, Ruhe, leuchtende Sonnenstrahlen, die vielen Himmelsschlüsselchen und die Bilder, die davon entstehen. Was für ein Glück, unweit vor der Haustür so wundervolle Natur zu entdecken! Mit frischer Energie aufgeladen radle ich wieder nach Hause.

Das nächste Motiv habe ich schon vor Augen: den futtersuchenden Storch von Kuckswinkel am knallgelben Rapsfeld, vor dem die Kühe vom Müller-Bauern weiden.

Text + Fotos: Madlen Hänsch

 

 


 

Windschutzpflanzung am Reglitzgraben
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Schon seit langem verfolgt der Landschaftsförderverein das Ziel, die für das Rhinluch typischen Windschutzstreifen zu erhalten und umzugestalten.

Grund dafür ist, dass die Pappeln, aus denen sie überwiegend bestehen, altersbedingt absterben, umfallen und dabei Lücken hinterlassen. Damit verlieren die Gehölzstreifen ihre Funktion als Schutz gegen Winderosion, für die sie einst angelegt worden sind – eine Funktion, die im Zeitalter der Klimaveränderung immer wichtiger wird. Sie haben, wenn sie an der Südseite von Gräben anlegt sind, zusätzlich einen positiven Effekt auf die Wasserqualität, weil sie für Schatten und somit für Kühlung sorgen. Dies verhindert allzu üppigen Algenbewuchs, der zur Sauerstoffzehrung und schließlich zum „Umkippen“ des Gewässers führen kann. Wenn die Gehölzstreifen dann noch arten- und strukturreich sind, bieten sie Lebensraum für zahlreiche Tierarten.

Hinter unserer neuen Gehölzpflanzung, die sich von der Linumhorster Straße auf der Südseite des Reglitzgrabens in Richtung Kremmen zieht, steht also ein umfassender ökologischer Ansatz, der Naturschutz mit Klimaschutz verbindet.

Zum Schutz der Bäume und Sträucher vor Verbiss musste ein Wildzaun aufgestellt werden. Hier bot es sich an, altes Zaunmaterial, welches am D-Graben nicht mehr benötigt wurde, wiederzuverwerten und am Reglitzgraben aufzubauen. 

Bei einem Arbeitseinsatz Ende Februar hatten Mitglieder und Freunde des Vereins die ersten 120 m aufgestellt. Zwei Monate später rückte die von uns beauftragte Firma mit den Gehölzen und dem restlichen Zaunmaterial an. Am 29.04. haben wir erneut in Eigenleistung den Anschluss unsres Zaunstückes gemacht und den Pflanzplan im Gelände abgesteckt. Allen Helfern sei herzlich gedankt!

Text: Torsten Seeger         Fotos: Klaus Michalek

 


 

Ein Tag mit Lurch im Luch
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Zu einem Zusammentreffen von 16 natur- und insbesondere amphibienbegeisterten Mitmenschen kam es am Sonnabend, den 07.05.2022, im Oberen Rhinluch. Hierzu hatten der BUND Brandenburg im Rahmen des Projektes "Sumpf & Sand" sowie der Landschaftsförderverein (LFV) Oberes Rhinluch e.V. eingeladen.

Den Auftakt für den Thementag machte ein kurzweiliger Vortrag des Amphibienexperten Manfred Wolf über das Leben und Wirken von Frosch & Co in der Naturschutzstation Rhinluch. Der Wissenshunger unter den Anwesenden, darunter erfreulicherweise auch Kinder und Jugendliche, war enorm. Dies äußerte sich im Besonderen an den vielseitig gestellten Fragen.

Im Anschluss daran - und nun an frischer Linumer Landluft - bekamen die Teilnehmer vom Vortragenden noch eine kleine Hofführung. Danach ging es in das Linumer Teichgebiet. Hier brachte uns Jana Albrecht bei herrlichem Blick vom Aussichtsturm des LFV auf den sog. "Unkenteich" und dessen Umgebung das Wirken des Landschaftsfördervereins näher.

Voller Neugierde wurde dem mysteriösen Plätschern gefolgt, und zum Erstaunen von Jung & Alt ein Biberdamm entdeckt!

Im Anschluss daran fuhren wir zum "Rhinbogen". Hier wurde den Anwesenden über die Wasserhaltung im Luch und von einem künftigen Projekt berichtet, bei dem mit Unterstützung des BUND der trockengefallene Teich im Rhinbogen wieder ausgebaggert, mit Wasser ge- und infolgedessen auch erneut mit Leben erfüllt werden soll. Denn diese kleinen schützens- und erhaltenswerten Tümpel sind wichtige Trittsteine für die Ausbreitung unserer Amphibien!

Den krönenden Abschluss bildete der Abstecher zum Biotop am "Potsdamer Platz", das durch im Herbst erfolgte Pflegemaßnahmen und den optimalen Wasserstand in einem hervorragenden Zustand ist. Hier konnte die Rhinluch-Natur mit allen Sinnen erfahren werden. Neben zahlreichen Teichfröschen und dem Kleinen Wasserfrosch wurde auch die Rotbauchunke verhört und entdeckt.

Nicht nur die Kinder waren begeistert von diesem wunderschönen Erlebnistag in unserer heimischen Natur. Mein herzlicher Dank am Gelingen gebührt, neben den naturliebenden Teilnehmern dieser Veranstaltung, insbesondere Manfred Wolf, Karoline Funk sowie Jana Albrecht für die unvergleichlichen Erlebnisse und ausdrücklich der Naturschutzstation Rhinluch für die zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten.

HIER der Rückblick vom Amphibientag seitens des BUND Brandenburg
https://www.bund-brandenburg.de/service/meldungen/detail/news/die-welt-der-amphibien/
 
Text: Sebastian Partzsch        Fotos: Jana Albrecht / Klaus Michalek

 


 

Luchwiesenspiele der Grundschulen Kremmen und Beetz
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Wandern, spielen und lernen in der Natur - dies haben 77 Kinder aus unserer Region zusammen am 17. Mai erlebt. Dieser gemeinsame Projekttag der 3. Klassen der Grundschulen aus Kremmen und Beetz fand zum 10. Mal statt. Der Landschaftsförderverein ist „Pate“ dieser Initiative. Fast jedes Jahr stehen fachkundige Helfer vom LFV den Kindern bei der Entdeckung und Bestimmung von Pflanzen und Tieren zur Seite.

Um 7.45 Uhr wanderten die Klassen von ihrer Schule los und trafen sich nach fünf Kilometern auf der Wiese bei Klein-Asien zwischen Kremmen und Beetz.
Nach einer kleinen Traumreise – angeleitet durch Frau Mittelstaedt – wurden die Kinder ruhig und ein Klangteppich aus Wind und Vogelstimmen legte sich über die Wiese.

Während der Wiesenkunde wurden Gräser und Blütenpflanzen gesucht. Dazu erhielt jedes Kind ein Forschungsblatt. Außerdem wurden Insekten und Amphibien entdeckt. Manche konnten behutsam aufgenommen und kurzzeitig in Becherlupen, Schraubgefäßen oder Schachteln beobachtet werden.

Solche Erlebnisse in der Natur sind so wichtig!

Wer diese schöne Tradition im nächsten Mai unterstützen und beleben möchte, melde sich bitte beim Landschaftsförderverein.
Vielen Dank an die LehrerInnen Frau Mittelstaedt, Frau Walter, Frau Kuhnert, Frau Schramm und insbesondere Gudrun Grimm.

Text: Jana Albrecht            Foto: Gudrun Grimm 

 

 


 

Veranstaltungshinweis

am 05. Juli 2022 von 16 bis 18 Uhr findet die Auftaktveranstaltung zur Managementplanung im Linumer Landhof statt.

Hintergrund: Von der Stiftung NaturSchutzFonds (NSF) werden Managementpläne für Natura 2000 Schutzgebiete in Brandenburg koordiniert. In diesem Rahmen sollen geeignete Schutz- und Bewirtschaftungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit den regionalen Akteur*innen entwickelt werden.

Es sind daher die Landeigentümer*innen, Landnutzer*innen und weitere Interessierte eingeladen, sich in den Planungsprozess einzubringen.

Um einen fachlichen Austausch zu ermöglichen, werden Informationsveranstaltungen, regionale Arbeitsgruppen und Exkursionen angeboten. Die Termine für diese Veranstaltungen werden in der örtlichen Presse, über einen Mailverteiler sowie auf der Projektseite: www.natura2000-brandenburg.de , unter den jeweiligen Projektgebieten bekannt gegeben.

 

 

 


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