+++ LFV Ticker 2019-11-05 +++

 

Veranstaltungshinweis - „Vogelparadies am Steppensee“

  • 01-flache-Landschaft-mit-Ziehbrunnen
  • 02-Blick-aus-der-Furche
  • 03-oh-wie-niedlich-Kibitzküken
  • 04-Kampfläufer
  • 05-Graugans-mit-Küken
  • 06-Schafstelze-bei-der-Nahrungssuche
  • 07-Schaut-mal-alle her
  • 08-ein-Brachvogel-ruft
  • 09-Abendstimmung

Bereits im LFV-Ticker 2019-10-01 haben wir auf diese Veranstaltung hingewiesen und möchten jetzt noch einmal an diesen Termin erinnern. Wir starten eine neue Vortragsreihe für naturbegeisterte Menschen und beginnen mit einem Bildvortrag über den Nationalpark „Seewinkel“ am Neusiedler See im Burgenland in Österreich. Sie sind herzlich eingeladen – Eintritt frei!

WANN: Samstag, 09.11.2019; Beginn 16:30 Uhr; Dauer ca. 90 Minuten.

WO: In der „Kombüse“ im Kremmener Scheunenviertel, direkt neben dem Theater „Tiefste Provinz“, Scheunenweg 11, 16766 Kremmen.

In diesem Gebiet brüten 800 Silberreiherpaare, es gibt dort mehr als 500 Kiebitzbrutpaare, ungefähr 200 brütende Rotschenkelpaare und rund 100 brütende Uferschnepfenpaare. Insgesamt sind dort 145 regelmäßige Brutvogelarten und 89 regelmäßige Durchzugsarten registriert. Welche ökologischen Besonderheiten führen zu dieser Artenvielfalt? Was können wir vom dortigen Nationalparkmanagement lernen?

Vereinsmitglied und Buchautor* Detlef Hase fotografierte in diesem Gebiet 2 x 14 Tage und hat die schönsten Motive für diesen Vortrag zusammengestellt. Wir freuen uns auf interessierte Vereinsmitglieder und auf Naturfreunde und Vogelliebhaber aus nah und fern.

Text: Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit, Fotos: Detlef Hase

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* „Vögel fotografieren – Ein praktischer Ratgeber“ München 2016, Franzis Verlag

 


 

Die Turteltaube – Vogel des Jahres 2020

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  • 03-Turteltaube

Die Turteltaube wurde als „Vogel des Jahres 2020“ bestimmt, um auf die ganz erhebliche Gefährdung der Art hinzuweisen:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/turteltaube/index.html

Die Turteltaube steht für Glück, Liebe und Frieden – ihre Lebensbedingungen sind allerdings weniger romantisch: Seit 1980 sind fast 90 Prozent ihrer Bestände in Deutschland verloren gegangen. Die hübsche Taube ist die einzige heimische Taubenart, die als Langstreckenzieherin den Winter in Afrika verbringt. Die intensive Jagd entlang des Zugweges ist eine der wesentlichen Ursachen für die extreme Bestandsgefährdung. Allein in den EU-Ländern werden jährlich rund zwei Millionen Turteltauben getötet, obwohl die Taube in der globalen roten Liste steht. Der NABU bittet deswegen alle Vogelliebhaber, sich mit der Unterschrift an der Petition „Jagdstopp für Turteltauben“ zu beteiligen:

https://mitmachen.nabu.de/turteltauben-retten

Die anhaltende Jagd auf diese hübsche Taube wiegt deshalb umso schwerer, weil die Intensivierung der Landwirtschaft auch zu einer massiven Vernichtung von Lebensräumen und Nahrungsgrundlagen geführt hat. Im österreichischen Nationalpark Seewinkel hatte ich das Glück, auch Turteltauben beobachten und fotografieren zu können. Schade, dass wir seit vielen  Jahren diese hübsche Taube im Oberen Rhinluch nicht mehr gesehen haben.

Text + Fotos: Detlef Hase

 


 

So viele Silberreiher

  • 21-Silberreiher-in-der-Morgensonne
  • 22-Silberreihertrio
  • 23-noch mehr-Silberreiher-im-Anflug
  • 24-die-ersten-Teichsenken-tauen-allmählich-auf
  • 25-Silberreiher-Stockenten-und-Lachmöwen
  • 26-warten-auf-Godot
  • 27-Streit-oder-Balz
  • 28-fotografischer-Beifang
  • 29-viele-Krickenten-landen-im-Teich
  • 30-in-der-aufgetauten-Futtersenke

Eines der Hauptbrutgebiete für die eleganten weißen Silberreiher ist der Nationalpark Seewinkel im österreichischen Burgenland.

In den Herbst- und Wintermonaten können aber auch bei uns zahlreiche Silberreiher gut beobachtet werden. Am 1. November dieses Jahres konnte ich auf dem abgelassenen großen Teich bei der Fischerhütte in Linum morgens um zehn Uhr 96 Silberreiher zählen. Die hübschen Vögel standen auf dem noch gefrorenen Teichboden und warteten darauf, dass das Eis auf den verbliebenen Teichsenken von der Sonne aufgetaut wird. In diesen Teichsenken finden die Reiher anscheinend immer noch genügend Nahrung.

In unserem großen Naturfotobuch „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe“ berichten wir in dem Kapitel „Eleganz in Weiß – Silberreiher bei uns im Luch“ ausführlich über diese Reiher, die bei uns vor 20 Jahren noch zu den ornithologischen Besonderheiten zählten. Das Buch kann über die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bei uns bestellt werden. Zum Buchpreis von 12,00 Euro kommen 5,00 Euro Verpackungs- und Versandkosten hinzu.

Text + Fotos: Detlef Hase

 


 

Spannende Diskussionen zur Windenergie.

Während der Koalitionsverhandlungen der neuen Landesregierung in Brandenburg gab es interessante Beiträge der beteiligten Parteien zur weiteren Vorgehensweise mit der Windenergie.

„Belastet“ durch  Aussagen vor der Wahl forderten SPD und CDU einen Mindestabstand zur Wohnbebauung von 1500 m während die Grünen den jetzigen Abstand von 1000 m beibehalten wollten. Die CDU differenzierte noch mehr und wollte die Kommunen entscheiden lassen unter 1500 m zu gehen. Ebenfalls die CDU forderte mit den Windrädern nicht in Wälder zu gehen. Später wurde differenziert: Nicht in Mischwälder. Die Grünen lehnten zusammen mit der Windradindustrie diese Einschränkungen der bestehenden Ausbauziele ab. Das 2%-Ziel (… der Landesfläche) müsse eingehalten werden und die regionalen Planungsgemeinschaften müssten beauftragt werden alle Pläne dahingehend zu überarbeiten.

Davon steht konkret nichts im Koalitionsvertrag. Allerdings wurde das bereits bestehende Ausbauziel von 10.500 Megawatt bis 2030 festgeschrieben. Im Bestand sind jetzt 7000 Megawatt. Die Vermehrung soll vorrangig durch den Austausch von älteren und lauten Windrädern durch effektive und leise erfolgen. Das jedoch nur bei Windrädern mit einem Abstand über 1000 m von der Wohnbebauung. Das Konzept der Regionalplanung soll überarbeitet werden, um die genannten Ausbauziele zu erreichen. Nur bei besonders belasteten Siedlungen ist ein Abstand von über 1500 m dann zu prüfen. Um die Akzeptanz dafür zu erhöhen, soll das durch Windräder erwirtschaftete Geld möglichst in den betroffenen Orten bleiben. Das Regionalplanungsgesetz soll geändert werden, damit kleinere Kommunen mitwirken können.

Dank der Grünen wird der Druck auf eine Bebauung des bisher nicht genehmigten Windeignungsgebietes 34 im Wald dicht (1000 m) bei Neuendorf, Hohenbruch und Beetz/Sommerfeld nach dem jetzigen Koalitionsvertrag wohl bleiben.

Hartmut Rakow

 


 

Ausgezeichnet

  • Arbeitseinsatz-fledermausquartier-Wall
Eine Ehrung der besonderen Art wird am 08.11.2019 unserem langjährigen Vereinsmitglied Hans Remek zuteil werden. An diesem Tag wird ihm in Hennigsdorf der Barbara-Zürner-Umweltschutzpreis des Landkreises Oberhavel für seine bereits seit Jahrzehnten andauernden Bestrebungen, den Natur- und Umweltschutz im Land weiter voranzubringen, verliehen.

Neben seiner immer noch regen Tätigkeit im Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch, insbesondere bei der Teilnahme an den zahlreichen Arbeitseinsätzen, ist Hans Remek u.a. weiterhin im NABU-Regionalverband Oranienburg aktiv und kümmert sich mit seinen Mitstreitern beispielsweise auch um die Pflege von Biotopen im Naturschutzgebiet "Kremmener Luch". Mit dem Verein Natur Hennigsdorf e.V. realisierte er zuletzt ein umfangreiches Projekt zur Schaffung eines Überwinterungsquartiers für Fledermäuse in einem ehemaligen Bunker auf dem in früheren Zeiten genutzten Flugplatz in Schönwalde-Glien. Somit ist und war sein Engagement für die Natur nicht nur auf den Landkreis Oberhavel beschränkt, sondern auch auf die Nachbarkreise Havelland und Ostprignitz-Ruppin. Der Preis ist mit 1.500 Euro dotiert.

Der Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch e.V. gratuliert dem würdigen Preisträger für seine vielfältigen Verdienste auf´s Herzlichste!

Sebastian Partzsch

 


 

Angepackt

  • 01-auf-geht's-zum-Arbeitseinsatz_D500279
  • 03-passt-doch-noch-durch-die-Lücke
  • 04-trotz-Nieselregen-viel-gute-Laune_D500301
  • 05-jetzt-geht's-los_D500304
  • 06-Blick-auf-die-noch-ungemähte-Fläche_D500313
  • 07-zusammenharken-und-D500323
  • 08-und-wegtragen_D500308
  • 10-Personalwechsel-am-Mähgerät_D500346
  • 11-unser-Kraftpaket-hat-noch-viel-power_D500417
  • 12-unsere-Sensenfrau_D500385
  • 15-Zeit-für-ein-Schwätzchen_D500448
  • 16-Pause_D500480
  • 17-Klaus-meint-der-Baum-muss-von-der-Straße_D500472
  • 18-weiter-geht's-mit-Schneiden-und-Harken_D500398
  • 19-fertig_D500483
  • 20-eine-tolle-Truppe-noch-mehr-gute-Laune-nach-der-Arbeit_D500512
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Anstatt den "Tag der Deutschen Einheit" am 3. Oktober im stillen Kämmerlein zu begehen, vereinten sich an diesem Tag die Kräfte von gut ein Dutzend Freiwilligen zum Arbeitseinsatz im Luch. Am sogenannten "Potsdamer Platz" nahe Linumhorst stand die Schilfmahd rund um das im Rahmen des EU-life-Projektes des Landschaftsfördervereins vor Jahren angelegte Kleingewässer an. Das hauptsächlich als Amphibienlaichgewässer genutzte Gewässer war kaum noch auffindbar und drohte zuzuwachsen und seiner Bestimmung als geeignete Wohnstätte für Moorfrosch & Co. nicht mehr gerecht zu werden. Durch die zunehmende Verschilfung wurde der Uferbereich, der vordergründig als Landlebensraum und zur Nahrungssuche von den Amphibien genutzt wird, immer mehr zurückgedrängt. Dem sollte und musste Abhilfe geschaffen werden. Gesagt, getan und ran an die Sensen! Das gewöhnungsbedürftige Geräusch der Motorsense hallte durch das weite Luch, was die über uns ziehende Schar von mehreren hundert Graugänsen jedoch nicht weiter störte. Aber auch die klassische Handsense kam beim Schilfschnitt zum Einsatz: Nostalgie trifft auf Moderne, Stille auf Lärm.

Innerhalb eines kurzweiligen Vormittags war der größte Teil des Uferbereichs vom Aufwuchs befreit und es bot sich wieder ein einwandfreier Blick auf unser Kleingewässer. Das angefallene Mähgut wurde zusammengetragen und von Landwirt Sebastian Petri aufgenommen, um dem Nährstoffeintrag im Gewässer entgegen zu wirken. Eine tolle "Brotzeit" vor Ort rundete den gelungenen Arbeitseinsatz ab. Allen Beteiligten sei ein herzliches "Dankeschön" ausgesprochen!

Sebastian Partzsch

 


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