+++ LFV Ticker 2019-08-17 +++

 

Die Kranichsaison steht vor der Tür

  • Auf Insektensuche
  • Einen Maiskolben ergattert
  • Futtersuche im sandigen Boden
Aufnahmen: Anstrengende Futtersuche 2018

Im August machen sich die Kraniche langsam auf den Weg aus ihren Brutgebieten in Skandinavien, Polen und dem Baltikum in Richtung Süden in die Überwinterungsquartiere.  Auf ihrem Weg nach Südfrankreich und Spanien rasten hoffentlich viele Vögel des Glücks im Rhinluch. Im Frühjahr und Sommer hatten wir leider wenig Regen in der Region. Trotzdem gehen wir davon aus, dass den Kranichen ihre traditionellen Schlafplätze  zur Verfügung stehen werden. Bei der Futtersuche sind die Vögel sehr offen, finden sie nicht genug auf den Maisstoppelfeldern, weichen sie auf Felder mit Düngerpflanzen aus. An Senf- und Rettichgewächsen sitzen kleine Insekten, die die Kraniche mit ihren langen Schnäbeln „abzupfen“.  Wie immer -  gespannt dürfen wir auch in diesem Jahr auf die Kranichsaison sein.

Zwischen Ende September und Mitte November ermitteln wir wöchentlich, wie viele Kraniche  im Rhinluch eine Rast einlegen. Wie gewohnt werden wir uns dienstags vor Sonnenaufgang  in der Naturschutzstation in Linum - gegenüber der Kirche - treffen.

Geplant ist mit den Zählungen am 24.9.2019 zu beginnen. Treffpunkt ist um 6:00 Uhr.

Noch schöne spätsommerliche Tage,

Text & Bild: Helga Müller-Wensky

 


 

Artenvielfalt und Klimawandel

  • 01-Wiedehopf-bei-der-Futtersuche
  • 02-Hübsche-Federhaube
  • 03-Ein-kleiner-Trupp-Bienenfresser
  • 04-Bienenfresser-auf-dem-Ansitzast
  • 05-Gottesanbeterin-in-Lauerstellung
  • 06-Fliege-erbeutet
  • 07-Feuerlibelle
  • 08-Seerose-mit-Grünfrosch
  • 09-Schönes-schlechtes-Wetter-I
  • 10-Schönes-schlechtes-Wetter-II

Immer wieder liest man in den Zeitungen, dass durch die zunehmend heißen Sommer in Deutschland auch viele Tiere bei uns heimisch werden, die es früher nur in südlicheren Gefilden gab.

Das ist ein ganz spannendes Thema. So ist auf den wenigen Brachflächen, die am Rande des Rhinluchs noch verblieben sind, immer öfter der Wiedehopf zu entdecken (Bilder 1 + 2).

Im Spätsommer wurden in den letzten Jahren sogar mehrmals einige Bienenfresser im Oberen Rhinluch beobachtet (Bilder 3 + 4). In den Zeitungen ist häufig zu lesen, dass neue Mücken- und Zeckenarten entdeckt werden, die auch Krankheiten verbreiten können. Völlig ungefährlich hingegen sind andere Insekten, die nun bei uns in Brandenburg neue Lebensräume erobern.

So z. B. die Gottesanbeterin, die man in einem Wiesengebiet in der Nähe von Wittstock/Dosse findet (Bilder 5 + 6). Die Gottesanbeterin ist eine Fangheuschrecke, die mit ihren Dornen bewehrten Vorderbeinen blitzschnell andere Insekten fängt, die in den Blüten ihre Nahrung suchen. Und in einer kleinen Sandgrube bei Tietzow fliegt in diesem Jahr die Feuerlibelle (Bild 7).

Diese Libelle ist eine typische Art des Mittelmeerraumes, die als Wanderlibelle in heißen Sommermonaten auch zunehmend mitteleuropäische Länder aufsucht. Mal sehen, ob sie - ähnlich wie die Gottesanbeterin - bei uns heimisch wird und im nächsten Jahr wieder zu entdecken ist. Wie diese Veränderungen zu bewerten sind, das ist eine ganz andere Frage. Es werden mit der deutlichen Zunahme der sommerlichen Temperaturen sicherlich auch einheimische Arten gefährdet.

Die andauernde Trockenheit bedroht beispielsweise unsere Amphibien (Bild 8), denn in den ausgetrockneten Gräben und Tümpeln können Kaulquappen von Grünfrosch und Moorfrosch, Erdkröte und Knoblauchkröte nicht überleben. Und auch der Wald leidet, wie die Diskussion um "das neue Waldsterben" zeigt. "Ohne Wasser kein Leben", so sagt man. Also wünschen wir uns mal ein großes Tief, das uns fünf Tage Landregen schenkt.

Das angebliche "Schlechtwetter" (Bilder 9 + 10) ist dann eigentlich "Gutwetter", wenn es denn kein Unwetter ist.

Sollten Sie auch große oder kleine "Exoten" entdecken, für eine Information sind wir dankbar: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Text + Bilder: Detlef Hase

 


 

Gemütliches Beisammensein

  • MCK_0716
  • MCK_0717
  • MCK_0725
  • MCK_0738

---> weitere Bilder

Zum mittlerweile 17. Vereinsfest versammelten sich traditionell am 2. Samstag im August im Linumer Teichgebiet an unserem vereinseigenen Turm wieder zahlreiche Mitglieder und Freunde.

Nach der Begrüßung der Gäste durch den Vorsitzenden sowie die Geschäftsführerin und deren kurzen Ausblick auf kommende Aktivitäten, der Vorstellung des brandneuen Vereinskalenders „Im Oberen Rhinluch 2020“ durch Detlef Hase sowie mit neuesten Informationen zur ab September anstehenden Kranichzählsaison versorgt durch Rastplatzbetreuerin Helga Müller-Wensky blieb reichlich Zeit für interessante Gespräche in der und natürlich rund um die Natur. Schließlich begann unser Fest dieses Mal bereits eine Stunde früher. 

Wer zwischendurch eine kleine Gesprächspause benötigte oder sich nach dem vielfältigen Buffet, bestehend aus Obst, Gemüse, diverser Kuchenangebote etc. und selbstverständlich der schmackhaften Vereinsuppe, ein wenig bewegen wollte, konnte sich u.a. auf den Vereinstum begeben. Dort war es möglich, mittels eines Spektivs das muntere Treiben der Wasservögel auf dem Untergrundkoppelteich aus direkter Nähe zu beobachten und seine Beobachtungsergebnisse in eigens ausgelegte Listen einzutragen.

Doch auch für die (Hobby-)Botaniker gab es ein interessantes Angebot: So konnten diverse (aus wilden, heimischen Gärten mitgebrachte) Pflanzen bestimmt und bestaunt werden. Ein Blick auf die angefertigten und den Pflanzen zugeordnete Karteikarten gab schließlich Aufschluss darüber, ob man mit seiner Pflanzenbestimmung richtig lag - oder noch etwas mehr üben muss, um ein echter Pflanzenkenner zu werden.

Selbstverständlich konnte am Info-Stand des Vereins auch der neue Kalender erworben werden, wovon zahlreiche Gäste sogleich Gebrauch machten. Sogar einige der letzten Exemplare der erfolgreichen 1. Buchauflage unseres schönen Rhinluch-Buches wechselten den Besitzer.

Alles in allem war es wieder ein wunderschönes Vereinsfest in gemütlicher Atmosphäre. Allen Beteiligten, die zum Gelingen des Festes in irgendeiner Form beigetragen haben, sei mein herzlicher Dank ausgesprochen.

Text: Sebastian Partzsch, Bilder: Klaus Michalek

 

 


 

Info-Stand-Betreuer gesucht

 Für die noch im August anstehenden Infostände sucht unser Info-Stand-Organisator Axel Radtke dringend die eine oder andere Unterstützung. Der Landschaftsförderverein präsentiert sich zunächst zum Hoffest auf dem "Karolinenhof" in Flatow am 24. und 25. August 2019. Insbesondere für Sonntag, 25.08.2019, wird noch tatkräftige Unterstützung benötigt.

Am Samstag, 31. August 2019, ist unser Verein zu Gast auf dem Kremmener Erntefest. Zur Entlastung der bereits eingeteilten Standbetreuer wäre es wünschenswert, wenn noch eine "zweite Schicht" an Betreuern zur Verfügung stünde.

Wer Interesse und Freude an einem Engagement hat, möchte sich bitte umgehend mit Axel Radtke unter der Telefonnummer 0171/ 956 53 09 in Verbindung setzen, um nähere Auskünfte zum Ablauf zu erhalten. Vielen Dank!

 Ihre Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit 

 


 

Überraschende Ablehnung der Windradplanung

Eigentlich hatte der Landschaftsförderverein mit einer Genehmigung des Windeignungsgebietes im Wald bei Hohenbruch, Neuendorf und Beetz/Sommerfeld gerechnet und sich auf ein Klageverfahren eingestellt.

Zumal die Planung im vorigen November trotz aller Proteste, Stellungnahmen und einer Petition von der Regionalversammlung in Neuruppin beschlossen wurde. Dass jetzt die fehlende Zustimmung des Umweltministeriums zu 4 der insgesamt 34 beplanten Windeignungsgebiete die Planung zu Fall brachte, überraschte nicht nur die Regionalplaner, sondern auch uns. Weil Artenschutzbedenken bzw. vorhandene Brutstätten von Schwarzstorch und Seeadler mit ihren Schutzbereichen bisher nicht den Bau von Windrädern in vielen anderen Gebieten verhindern konnten.

Ob man im Land jetzt wirklich mehr für den Artenschutz tun will? Ob der Klimawandel oder die unmittelbar bevorstehende Landtagswahl eine Begründung für das Umdenken ist, wissen wir nicht. Die Begründung der Landesverwaltung liegt noch nicht vor. Ein Bild kann man sich nur aus der aktuellen Presseberichterstattung machen. Dazu die folgenden Links:

https://www.maz-online.de/Lokales/Oberhavel/Kremmener-Landschaftsfoerderverein-begruesst-Veto-gegen-Windkraft-im-Wald-zwischen-Sommerfeld-und-Neuhof

https://www.moz.de/landkreise/ostprignitz-ruppin/neuruppin/neuruppin-artikel/dg/0/1/1744961/

https://www.prignitz-oberhavel.de/news/oeffentlich/presseinformation-rep-fw.html

https://www.erneuerbareenergien.de/brandenburg-leitet-zweites-moratorium-gegen-windparks-ein

Hartmut Rakow

 


 

LFV Kalender 2020 - vom Landschaftsförderverein Oberers Rhinluch e.V.

  • 01-jan
  • 03-maerz
  • 04-april
  • 06-juni

Er ist schon wieder da - unser Kalender für das Jahr 2020.

Seine Sichtpremiere feierte er am 10. August zu unserem 17. Vereins (Turm) Fest.

Danke den Fotografen und der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit für diese Arbeit.

Unser Kalender kann unkompliziert in einem Abonnement bezogen werden. Sie senden uns eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit ihrem Wunsch und erhalten damit (fast) druckfrisch jedes Jahr unaufgefordert den Kalender.

Ebenso einfach kann die Bestellung über folgenden Link laufen: Klick zu einer Bestellung

 

 

 


Sollten Sie Aufnahmen auf unserer Website entdecken, die das Persönlichkeitsrecht verletzen, bitten wir um eine Information an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

+++ LFV Ticker 2019-07-02 +++

 

Sommer im Luch

  • 11-Braunkehlchen-auf-dem-Ansitzzweig
  • 12-Weißstorch-in-der-Sommerwiese
  • 13-Erfolgreiche-Mäusejagd
  • 14-An-der-Wiedehopfhöhle
  • 15-Am-Beutelmeisennest
  • 16-Erfolgreiche-Turmfalkenbrut--Schon-fast-flügge
  • 17-Was-für-ein-faszinierendes-Tierchen--Die-Gartenkreuzspinne
  • 18-Brauner-Feuerfalter-im-Trockenrasen
  • 19-Der-Wasserdost-zieht-Schmetterlinge-wie-magisch-an
  • 20-Tagpfauenauge-auf-der-Wasserdostblüte
  • 21-Distelfalter
  • 22-Admiral
  • 23-Pollen-sammeln-bei-der-Schwanenblume
  • 24-Eine-kleine-Federlibelle-am-frühen-Morgen
  • 25-Heidelibelle-auf-abgeblühter-Grasnelke
  • 26-Libelle-erbeutet

Sommerzeit ist vor allem Schmetterlingszeit. Auch sind die blühenden Wasserdoststauden und Schwanenblumen zu sehen. So z. B. im Teichland Linum.

Bei diesen hohen Temperaturen fällt ein Spaziergang nicht leicht. Versuchen Sie es doch mal am frühen Morgen.

Die Libellen sitzen noch an den taunassen Halmen. Laut singen die Drosselrohrsänger im Schilf und die Störche jagen auf den Wiesen Mäuse, um ihre Jungen großzufüttern. Im Hausgiebel oder am Kirchturm warten die jungen Turmfalken auf das Futter.

Alle Bilder zu diesem Text sind aus unserem Buch: „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe.“ Aktuell bereiten wir eine zweite Auflage vor und hoffen, dass wir erneut einen Druckkostenzuschuss einwerben können, um den Preis von 12,00 Euro zu halten. Bitte Daumen drücken, dass das klappt.

Text: Detlef Hase

 

 


 

Wie in der Provence

  • 21-Distelfalter-auf-Lavendel-I
  • 22-Distelfalter-auf-Lavendel-II
  • 23-Distelfalter-auf-Lavendel-III
  • 24-Distelfalter-auf-Lavendel-IV

Die heißen Sommertage erinnern mich an einen Sommerurlaub vor vielen Jahren in der Provence, an die hitzflirrende Luft über den dortigen Lavendelfeldern.

Und ist es Ihnen schon aufgefallen? In diesem Jahr blüht in unseren Gärten und Parks der Lavendel besonders heftig. Das ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch eine Wohltat für viele Insekten. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge summen und schwirren dort so zahlreich, dass man es kaum glauben mag. Vielleicht haben Sie auf ihrem Balkon oder in Ihrem Garten auch Lavendel wachsen. Die wohlduftenden Pflanzen sollen sogar Blattläuse von den Rosen abhalten, deshalb wird Lavendel in vielen Gärten bei den Rosen gepflanzt. Und die getrockneten Blütenrispen gehören dann in den Wäscheschrank.

Wir alle können mit einer insektenfreundlichen Blumeninsel auf dem Balkon oder im Garten etwas gegen das Insektensterben unternehmen. Auf dem Berliner Pflaster habe ich bereits mehrmals tote Mauersegler liegen sehen, Jungvögel, die wahrscheinlich aus dem Nest geworfen wurden wegen Nahrungsmangel. Der blühfreudige und insektenfreundliche Lavendel ist also auch gut für unsere Sommervögel und den Erhalt der Nahrungskette.

Text und Bilder: Detlef Hase

 


 

 

 

+++ LFV Ticker 2019-06-05 +++

 

Erfolgreiche Kranichbruten

 

  • 01 Erfolgreiche Kranichbrut im Oberen Rhinluch I
  • 02 Erfolgreiche Kranichbrut im Oberen Rhinluch II

„Den Kranichen fehlt das Wasser zum Brüten“, so berichtet der international bekannte Kranichexperte Carl-Albrecht von Treuenfels über das diesjährige Brutgeschehen.

Der trockene Sommer 2018, die folgende Wintertrockenheit und das ebenfalls viel zu trockene Frühjahr im Norden und im Osten Deutschlands haben einen erheblichen Wassermangel verursacht, der nicht nur Landwirte beunruhigt, sondern auch vielen Vogelfreunden Sorgenfalten auf die Stirn zeichnet. Kraniche brüten am liebsten im flachen Wasser in unseren Mooren und Erlenbrüchen. Ist das Kranichnest von knietiefem Wasser umgeben, fühlen sich die Vögel bei der Brut sicher. Menschen, Marderhunde, Waschbären und Wildschweine können sich so dem Nest nicht unbemerkt annähern. Und vor den als wasserscheu bekannten Rotfüchsen sind die Kraniche und ihre Küken dann auch sicher.

Viele Kraniche haben in diesem Frühjahr erst gar nicht mit der Brut begonnen oder diese vorzeitig abgebrochen, berichtet von Treuenfels. Hinzu kommen Befürchtungen, dass es aufgrund der Trockenheit auch weniger Insekten und weniger andere Nahrung, wie Kaulquappen und kleine Frösche, geben wird. Die jungen Kraniche brauchen tierisches Eiweiß, denn nur mit dieser Kost kann sich das Knochengerüst so entwickeln, dass die Jungvögel nach zehn bis zwölf Wochen flügge werden und vor dem herbstlichen Start in den Süden ein Gewicht von vier bis sieben Kilogramm erreichen. Bei uns im Oberen Rhinluch waren einige Kranichpaare erfolgreich. Sie führen jetzt ihre Jungvögel. Wir drücken folglich die Daumen, dass genügend Nahrung vorhanden ist, damit sie groß und stark werden.

Text und Bilder: Detlef Hase

 


 

 

Ökologischer Totalschaden bei Ludwigsaue

  • Bild 1 Trockenrasenfläche bei Ludwigsaue im Mai 2019_D509189
  • Bild 2 viele Sandgrasnelken im Trockenrasen
  • Bild 3 Heidenelken mit Dickkopffalter
  • Bild 4 Bergsandglöckchen mit Grünwidderchen

Trockenrasenflächen sehen im Frühjahr nicht besonders hübsch aus (Bild 1), ihren wahren Wert zeigen sie erst im Hochsommer, wenn die zahlreichen Wildblumen blühen. Trockenrasenfluren entstehen auf nährstoffarmen Sandböden, wie z. B. zwischen Ludwigsaue und Rüthnick. Der Nährstoff- und Wassermangel führt zu einer besonderen, trockenresistenten Vegetation. So wachsen dort z. B. Sand-Grasnelken (Bild 2), Heidenelken (Bild 3) oder Bergsandglöckchen (Bild 4).

  • Bild 05 Gemeine Sandwespe am Grashalm
  • Bild 06 Großer-Wollschweber am Schalfhalm
  • Bild 07 Schachbrettfalter
  • Bild 08 Gemeine Sichelschrecke auf Grasnelke
  • Bild 09 Gemeiner Grashüpfer auf Grasnelke
  • Bild 10 Hummel im Morgentau
  • Bild 11 Auch der Admiral besucht den Trockenrasen
  • Bild 12 Heidelerche hat eine Raupe erbeutet
  • Bild 13 Wiedehopf bei der Futtersuche im Trockenrasen

Die auf solchen Flächen lebenden Schrecken, Grillen, Schmetterlinge, Libellen, Schwebfliegen, Hummeln und Bienen ziehen natürlich viele Vögel an, da sie hier ausreichend Nahrung für die Aufzucht ihrer Jungen finden. In der krautigen Trockenrasenvegetation füttert die Heidelerche ihr Junges (Bild 12) und auch der seltene Wiedehopf nutzt solche Flächen, um am Boden Nahrung für seinen Nachwuchs zu suchen (Bild 13). Wir haben in unserem Naturfotobuch „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe“ ausführlich über diesen interessanten Lebensraum berichtet. Wir haben darauf hingewiesen, dass immer mehr der trockenen Flächen unter den Pflug genommen werden, obwohl es im Kreisentwicklungskonzept des Landkreises Oberhavel heißt: „Vorhandene wertvolle Trockenrasenstandorte sind zu erhalten, an geeigneten Standorten sollten sie zur Erhöhung der Struktur- und Biotopvielfalt vergrößert werden.“ (Quelle: 1. Fortschreibung 2012, Kapitel 9)

  • Bild 14 Aus dieser Sandwüste soll nun ein Maisfeld werden
  • Bild 15 Deutliche Spuren für chemische Unkrautvernichtung

Leider ist das genaue Gegenteil festzustellen: Am Ortsrand von Ludwigsaue wurde im Frühjahr eine ökologisch wertvolle Trockenrasenfläche in eine riesige Sandwüste verwandelt (Bilder 14 und 15). Es wurde ein ökologischer Totalschaden an einem wertvollen Lebensraum angerichtet, weil dort Mais wachsen soll.

Zu fragen ist: Was nutzen die ganzen politischen Sonntagsreden über Biodiversität und Artenvielfalt, wenn es rechtens ist, solche wertvollen Lebensräume einfach zu vernichten? Was nutzt uns die scheinheilige Bestürzung über das Sterben der Wildbienen und unzähliger Insektenarten, wenn wirtschaftliche Interessen immer wieder vorrangig sind.

Zu fordern ist deshalb, dass Natur- und Artenschutz endlich ernst genommen werden. Zu fordern ist, dass die flächenorientierte landwirtschaftliche Subventionspolitik in der EU durch eine ökologisch orientierte Subventionspolitik ersetzt wird. Landwirtschaft ist vorrangig Privatwirtschaft, und wer will es dem Landwirt übel nehmen, in diesem System seine Einnahmen so zu steigern, wie es ihm von der Agrarpolitik angeboten wird?

Zu fordern ist deshalb, dass Landwirte großzügig subventioniert werden, wenn sie sich dafür entscheiden, ökologisch wertvolle Flächen durch extensive Bewirtschaftung zu bewahren und zu pflegen.

Eine solche Weichenstellung ist sogar durch das Grundgesetz, dessen 70. Geburtstag gerade gefeiert wurde, gedeckt. So heißt es in Artikel 20a: „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“

Wenn man unser Grundgesetz ernst nimmt, dann ist es höchste Zeit, damit zu beginnen, die natürlichen Lebensgrundlagen einschließlich aller Pflanzen- und Tierarten besser zu schützen.

Text Detlef Hase

Bilder 1 - 4 und 9 - 15 Detlef Hase; Bilder 5 - 8 André Neumann


 

 

Wir brauchen Ihre Beobachtungen

Was ist los im Oberen Rhinluch? Welche Ereignisse oder Beobachtungen gibt es in unseren Naturräumen? Viele Mitglieder des Landschaftsfördervereins sind häufig im Oberen Rhinluch unterwegs, weil es in der Natur viel zu entdecken gibt. Mal sind es schlimme Entdeckungen, wie z. B. der ökologische Totalschaden bei Ludwigsaue. Manchmal sind es schöne Entdeckungen, wie z. B. die erfolgreichen Kranichbruten. Für unsere LFV-Vorstandsarbeit brauchen wir zeitnahe Informationen: Was entwickelt sich positiv, was entwickelt sich negativ? Worum müssen wir uns kümmern? Was sollten wir fördern? Was sollten wir nach Möglichkeit nicht zulassen und verhindern?

Wir können nicht jeden Tag draußen vor Ort sein, um das Naturgeschehen zu beobachten. Deshalb möchten wir Sie herzlich bitten, uns Ihre positiven/negativen Beobachtungen und Informationen per E-Mail mitzuteilen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Das kann unsere Informationsgrundlage für die Vorstands- und Vereinsarbeit verbessern. So können wir Problemfelder früher erkennen. Mit Ihren Informationen können Sie so zu einer noch effektiveren Vereinsarbeit beitragen. Aktuell würde uns z. B. sehr interessieren, wann und wo Sie in der Region Kranichpaare mit Jungvögeln, die noch nicht fliegen können, gesehen haben. Wir bedanken uns für Ihre Zusendungen schon mal im Voraus.

Text: Detlef Hase


 

 

Großflächige Stromproduktion oder europäischer Vogelschutz?

"Keine Photovoltaik-Anlagen im SPA-Gebiet ´Rhin-Havelluch´" lautete die eindeutige Forderung in der Überschrift unseres vorangegangenen Vereinstickers. Unserer diesbezüglichen Positionierung hatten wir mit einer Pressemitteilung Nachdruck verliehen --> Download Pressemitteilung.

Hintergrund sind die in den letzten Monaten vielfach im Bereich des nach EU-Recht gesicherten Vogelschutzgebietes (SPA) "Rhin-Havelluch" gestellten Anfragen und Anträge von auswärtigen Investoren an die Gemeinden Fehrbellin und Kremmen, Bebaungspläne für die Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen aufzustellen. Bevorzugt werden sollen Gebiete, die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz förderungsfähig sind. Hierbei handelt es sich um bis zu 110 m breite Streifen entlang von Autobahnentrassen oder Schienenwegen.

In der Gemeinde Fehrbellin befindet sich derzeit ein Bebauungsplan für eine Freiflächenanlage in der "Luchstraße" in Aufstellung. Die für die Erzeugung regenerativer Energien vorgesehene Fläche ragt zu großen Teilen in das Vogelschutzgebiet hinein. Widerspruch war daher geboten. Der Vorstand hatte sich mit dem unter dem Link Download Stellungnahme abrufbaren Schreiben vom 12.05.2019 an die Gemeindeverwaltung Fehrbellin gewandt und gefordert, vom Vorhaben Abstand zu nehmen. Auch das Landesbüro der anerkannten Naturschutzverbände lehnt diesen Bebaungsplan aus Natur- und Vogelschutzgründen ab.

Im Bereich der Gemeinde Kremmen stehen bzw. standen in diesem Jahr der Bau von Photovoltaik-Anlagen ebenfalls zur Debatte. Während der Bau- und Wirtschaftsausschuss den Stadtverordneten die Empfehlung gab, das Vorhaben an der A24 bei Flatow "ad acta" zu legen (die Projektfläche befindet sich vollständig im Vogelschutzgebiet) und die Stadtverordneten dieser Empfehlung auch gefolgt sind, durfte ein Projektierer einer Hamburger Firma seine Pläne für eine 12 ha große Fläche im und direkt angrenzend an das SPA "Rhin-Havelluch" bei Sommerfeld den Bau- und Wirtschaftsausschussmitgliedern "unverbindlich" vorstellen.

Eine weitreichende Entscheidung über das Sommerfelder Vorhaben ist noch nicht gefallen - getroffen wird sie wahrscheinlich in dieser Form auch nicht mehr! Denn in der letzten Stadtverordnetenversammlung vor der Wahl wurde durch Vereinsmitglied Dr. Stefanie Gebauer der Antrag gestellt, die Verwaltung damit zu beauftragen, ein Planungsbüro für die Erarbeitung eines Konzeptes zur Untersuchung ggf. geeigneterer Flächen im Gemeindegebiet zur Errichtung von Photovoltaik-Anlagen außerhalb des Vogelschutzgebietes einzusetzen. Die Stadtverordneten stimmten dieser bereits im März vom Umweltbeirat initiierten Vorgehensweise mehrheitlich zu, der Auftrag für den Bürgermeister ist somit klar formuliert.

Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung für den Erhalt des Vogelschutzgebietes ohne Photovoltaik-Freiflächenanlagen!

Text: Sebastian Partzsch


 

 

Windräder:  Still ruht der See?

Könnte man meinen. Einige Bürger glauben  schon, das Vorhaben sei beerdigt, weil man hierüber nichts mehr hört.

Tatsächlich ist Anfang des Jahres bundesweit der Ausbau der Windenergie an Land  fast zum Erliegen gekommen.

Ursache für den Rückgang sind die Ausschreibungen von Stromkontingenten aus dem Jahr 2017. Zuschläge hatten zu 90 % Bürgerenergiegesellschaften bekommen, obwohl noch keine Planungen und Genehmigungen für den Bau von Windrädern vorlagen. Das Fehlen genehmigter Planungen und zahlreiche Klagen verhindern bisher den Bau.  Auch bei uns haben zwei  Bürgerenergiegesellschaften Zuschläge von der Bundesnetzagentur erhalten und warten auf die Genehmigungen. Einmal die „Umweltgerechte Bürgerenergie Gemeinde Löwenberger Land / Stadt Kremmen GmbH & Co. KG“ mit 5 Windrädern und die „Regenerative Stromerzeugung Löwenberger Land GmbH & Co. KG“ mit 4 Windrädern.  Auf Landes- und Regionalplanungsebene wird  jedoch an den fehlenden Genehmigungsvoraussetzungen intensiv gearbeitet.

„Fragen des Umweltministeriums verhinderten eine Genehmigung des Planes“, hört man von der zuständigen Regionalen Planungsgemeinschaft in Neuruppin zu der  im November 2018 beschlossenen Planung bei uns. Die Fragen müssen erst beantwortet werden. Zu den bereits beschlossenen 34 Windeignungsgebieten gehört auch das 452 ha große Gebiet im Wald bei Neuendorf, Hohenbruch und Beetz/Sommerfeld. Inzwischen hat die Genehmigungsbehörde auf Landesebene das Umwelt- und Wirtschaftsministerium zu einem Erörterungstermin nach Potsdam eingeladen. Ob die jetzt beschlossene Fläche für Windräder immer noch nicht ausreicht? Der Beschluss legt insgesamt 1,5 % der Regionsfläche der Planungsgemeinschaft in den drei Landkreisen Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel fest. Vorgabe sind jedoch 2 %. Das Wirtschaftsministerium hatte wiederholt auf Einhaltung dieser Vorgabe gedrungen.

Am 30.04.2019 hat die Regionalversammlung jetzt zusätzlich den Aufstellungsbeschluss zu einem weiteren Regionalplan Prignitz-Oberhavel gefasst, der die zukünftigen Planungsaufgaben des Landesentwicklungsplanes Hauptstadtregion (LEP HR) u.a. im Bereich der Gebiete für die Windenergienutzung umsetzen soll.  Vorher hat es dazu am 18.04.2019 eine Informationsveranstaltung für die Kommunen im Landkreis Oberhavel gegeben. Nach dem Inkrafttreten des LEP HR im Juli 2019 muss die Regionalplanung die konkreten Handlungsaufträge der Landesplanung für die Region u.a. im Bereich der Windenergie umsetzen. Deshalb erfolgte jetzt schon der Beschluss der Regionalversammlung im April. Man kommt hier insbesondere auch den Anforderungen der aktuellen Rechtsprechung an ein „schlüssiges gesamträumliches Planungskonzept“ nach. „Insbesondere soll der neue Plan die Planungsabsichten und die voraussichtlichen Kriterien für ein schlüssiges gesamträumliches Planungskonzept zur Steuerung der Windenergienutzung beschreiben“. Die formale Beschlusslage wird also für spätere Klageverfahren gegen die Planungen wasserdicht gemacht. 

Gleichzeitig liegt mit dem Beschluss der Regionalversammlung vom 30.04.2019 formal ein in Aufstellung befindlicher Raumordnungsplan vor. Das bedeutet, dass bei weiteren Anträgen der Windindustrie zur Aufstellung von Windrädern eine 2-jährige Veränderungssperre ausgesprochen werden kann. Also kein umfassendes Moratorium für 2 Jahre zur Überarbeitung der Planung, wie sie das neue Regionalplanungsgesetz vom 10.04.2019 in Brandenburg vorsieht und von vielen Bürgerinitiativen auch bei uns gefordert wird. Stattdessen:  Weitere Vorbereitung zur gerichtsfesten Umsetzung der Planungen zum Bau der Windräder. Der still ruhende See ist diesmal trügerisch.

 

Text: Hartmut Rakow

 

 

 

+++ LFV Ticker 2019-04-18 +++

 

Vorstandswahl

Auf der Mitgliederversammlung in diesem Jahr war ein neuer Vorstand zu wählen. Der gesamte bisherige Vorstand stellte sich zur Wiederwahl. Die Mitgliederversammlung wählte alle Kandidatinnen/ Kandidaten für die nächsten zwei Jahre.

Im Vorstand sind bis 2021 weiterhin tätig:

  • Sebastian Partzsch (Vorsitzender)
  • Karl-Heinz-Sass (stellvertretender Vorsitzender)
  • Gabriele Dallinger-Stiller (Kasse und Mitgliederverwaltung)
  • Helga Müller-Wensky (Kranichrastplatzmanagement)
  • Manfred Wolf (Amphibien- und Reptilien)
  • Axel Radtke (Infostand)
  • Dietlind Senger (Umweltbeirat Stadt Kremmen)
  • Detlef Hase (Sprecher AG Öffentlichkeitsarbeit)

Der neue/alte Vorstand bedankt sich recht herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen!

Text: Sebastian Partzsch


 

Windeignungsgebiet 34 in der Schleuener Heide

Bis Ende März sollte der neue Regionalplan „Freiraum und Windenergie“ ursprünglich genehmigt und im Amtsblatt des Landes Brandenburg veröffentlicht werden. Erst nach einer Veröffentlichung ist der neue Regionalplan rechtskräftig.

Die Angelegenheit verzögert sich offensichtlich. Es wird vermutet, dass es ernsthafte rechtliche Einwände gibt, die einer Genehmigung in der von der Regionalversammlung im November 2018 beschlossenen Form entgegenstehen. So soll der Regionalplan wiederholt gegen Planungskriterien verstoßen, so dass Windeignungsgebiete zu schmal oder zu nah an bebaubaren Grundstücken geplant sind.

Auch der Landschaftsförderverein hatte vor einigen Wochen die Genehmigungsbehörde aufgefordert, den o. g. Regionalplan nicht zu genehmigen, wegen Verstoß gegen naturschutz- und artenschutzrechtliche Belange. Es bleibt also spannend!

Text: Detlef Hase


 

Keine Photovoltaikanlagen im SPA-Gebiet „Rhin-Havelluch“

Das ist die einhellige Meinung des LFV-Vorstandes. Bereits mehrmals mussten wir uns mit solchen Planungen kritisch auseinandersetzen.

Aktuell befürwortet die Stadt Fehrbellin den Bau einer größeren Anlage auf einer ehemaligen Deponie am Rande der Stadt, ein Entwurf des Bebauungsplanes wurde bereits erarbeitet.

Das Gelände befindet sich zumindest teilweise im SPA-Gebiet und ist u.a. bedeutsam für verschiedene Reptilienarten. Wir fürchten einen Dammbruch und eine dauerhafte Entwertung des Gebietsschutzes, wenn in dem europäischen Vogelschutzgebiet „Rhin-Havelluch“ die ersten Flächen mit Photovoltaikanlagen zugestellt werden.

Deshalb gilt: „Wehret den Anfängen!“ Es gibt in den Orten sicherlich viele große Dächer, die sich für die Nutzung von Solarenergie bestens eignen. Dies ist aus unserer Sicht sinnvoller, als Acker-, Grünlandflächen und wertvolle Biotope dauerhaft ihrer eigentlichen Bestimmung zu entziehen.

Text: Detlef Hase


 

Vorarbeiten für den LFV-Kalender 2020

Am Samstag, den 13.04., trafen sich die Mitglieder der AG Öffentlichkeitsarbeit (Sebastian Partzsch, Klaus Michalek, Hartmut Rakow, Detlef Hase) und liebe Gäste (Gaby Dallinger-Stiller und André Neumann) und haben gemeinsam mehr als 200 Naturfotos betrachtet, um die Motive für den neuen Naturfoto-Kalender „Im Oberen Rhinluch – 2020“ auszuwählen.

Nach fast drei Stunden waren wir uns dann einig über die 12 Monatsmotive und das Titelbild. Zufrieden schauten wir auf eine bunte und abwechslungsreiche Mischung von Landschaftsaufnahmen, Pflanzen- und Tiermotiven. Lassen Sie sich überraschen!

Wie immer wird der neue Kalender Anfang August in den Verkauf gehen. Obwohl im letzten Jahr einige Kaufwünsche nicht mehr erfüllt werden konnten, werden wir wiederum nur 1000 Stück drucken lassen. Bestellungen nehmen wir deshalb bereits jetzt gerne entgegen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Der Verkaufspreis je Kalender beträgt  unverändert 8,00 Euro zzgl. Versandkosten.

Als Neuigkeit bieten wir den Abschluss eines Kalender-Abos an. Sie erhalten dann jährlich nach Veröffentlichung des aktuellen Kalenders die gewünschte Anzahl zugesandt. Das Kalender-Abo ist jederzeit kündbar. Sofern Interesse besteht, senden Sie bitte Ihren Namen sowie Ihre Anschrift mit dem Hinweis „Kalender-Abo“ an die genannte E-Mail-Anschrift.

Text: Sebastian Partzsch


 

Uhhh, UUhhh, UUUhhh

  • Rufende-Rotbauchunke-Karl-Heinz-Sass-
 Jetzt schallt der Ruf der Rotbauchunke wieder durch das Linumer Teichgebiet.

Die nur vier bis fünf Zentimeter große Kröte ist besser zu hören als in den Teichen zu sehen. Vor allem im Unkenteich, im Teichgebiet vorne rechts bei unserem Beobachtungsturm gegenüber der Einfahrt in das Fischereigebiet, soll es dieses Jahr wieder zahlreiche Rotbauchunken geben. Das laute Rufen dient auch der Revierabgrenzung, ein für Kröten sehr seltenes Verhalten. Vielleicht haben Sie in den nächsten Tagen oder Wochen Zeit für eine kleine Krötenwanderung?

Und wenn Sie über die kleine Kröte und unsere einheimischen Amphibien noch etwas mehr erfahren wollen, in unserem Naturfotobuch „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe“ stellen wir nicht nur die Rotbauchunke vor, sondern auch Erdkröte und Moorfrosch.

Text: Detlef Hase; Foto: Karl-Heinz-Sass


 

Windschutzstreifenprojekt

Der trockene Sommer 2019 machte den Anpflanzungen im Windschutzstreifenprojekt in der Nähe von Linumhorst zu schaffen. Trotz aller Bemühungen sind einige der gepflanzten Bäume und Sträucher leider nicht angewachsen.

Wie im letzten Ticker stolz verkündet, haben wir für dieses Umweltprojekt von der Stiftung Deutsche Landschaften einen Preis bekommen, der mit 3.000 Euro Preisgeld verbunden war. Einen Teil des Geldes haben wir bereits zum Nachpflanzen genutzt. Nun hoffen wir für die jungen Bäume und Sträucher auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sonne und Regen, damit sie möglichst schnell prächtig gedeihen.

Text: Sebastian Partzsch


 

Veranstaltungshinweis: Bildvortrag „im Oberen Rhinluch“

  • Bildvortrag Spargelhof
Am Freitag, den 24.05. um 18:00 Uhr, wird LFV-Mitglied Detlef Hase seinen Naturfotovortrag „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe“ erneut anbieten.

Dieses Mal im Spargelhof Kremmen, in der dortigen Gaststätte. Aufgrund der sehr positiven Resonanz auf den Vortrag beim Heimatverein Rüthnick hoffen wir, viele naturinteressierte Menschen aus Kremmen und Umgebung mit diesem Vortrag zu erreichen.

Wir zeigen die 120 schönsten Bilder aus unserem Naturfotobuch, das wir an diesem Tag auch zum Kauf anbieten werden. Selbstverständlich freuen wir uns, wenn auch viele Vereinsmitglieder zu diesem interessanten Vortrag den Weg nach Kremmen finden werden.

Text: Sebastian Partzsch


 

Frohe Ostern

  • 01-Feldhasenportraet
  • 02-Ziemlich-beste-Freunde-I
  • 03-Ziemlich-beste-Freunde-II
  • 03-Ziemlich-beste-Freunde-III
  • 05-Osterhasenportraet

Wir wünschen allen Freunden und Mitgliedern des Vereins ein schönes Osterfest bei gutem Wetter und mit einem fleißigen Osterhasen, der die kleinen und großen Süßmäuler in der Familie gut verwöhnt.

Mit den besten Grüßen

Ihr LFV-Vorstand, die Geschäftsführerin und Ihre AG Öffentlichkeitsarbeit

 

Osterhasenfotos: Detlef Hase