+++ LFV Ticker 2021-10-25 +++

 

Kranichrastsaison 2021 im Rhinluch
  • Ausflug zur blauen Stunde
  • Im Dunst auf den Äsungsflächen
  • Mittags erfolgreiche Nahrungssuche

Blaue Stunde und Kraniche

Kurz vor Sonnenaufgang – es dämmert bereits – ist die Zeit der blauen Stunde.

Schon fliegen einige Kraniche unüberhörbar trompetend von den Schlafplätzen in Richtung Äsungsflächen. Für die Zählerinnen und Zähler wird es Zeit, ihren Zählsektor einzunehmen, damit die ersten Vögel erfasst werden können.

Bereits vier Kranichzähltage liegen seit Mitte September hinter uns – manche Tage nicht mit angenehmen Wetterbedingungen. Am 5. Oktober regnete es frühmorgens ununterbrochen.

An diesem Morgen schien es, als seien die Kraniche ebenfalls „wetterfühlig“. Nach Abschluss des Zählfensters von 2 ½ Stunden standen noch immer mehrere tausend Vögel im Schlaf-gewässer. Erst gegen Mittag, nachdem der Regen nachließ, flogen sie auf Nahrungssuche zu abgeernteten Maisstoppelfeldern und Grünlandflächen.

Die Zählungen in diesem Jahr ergaben bisher folgende Ergebnisse:

21.640 (21.9.) – 36.740 (28.9.) – 58.560 (5.10.) – 49.220 (12.10.) – 79.240 (19.10.)

Eine Hochdruckwetterlage mit viel Sonnenschein tagsüber und Winden aus Ost-Nordost führte an mehreren Tagen zu verstärktem Kranichabzug. Nicht alle Vögel zieht es schon in den Süden zu den Winterquartieren. Einige bleiben und nutzen das Rhinluch für die Herbstrast, andere werden aus den Brutgebieten in Finnland, dem Baltikum und Polen sowie aus dem nordöstlichen Brandenburg noch erwartet. Ihre Anzahl werden wir an den kommenden Zähltagen ermitteln.

Jeden Dienstag zur blauen Stunde beginnen wir mit den Zählungen.

Wir freuen uns über jeden, der Lust hat, uns zu unterstützen.

Die genauen Termine und Uhrzeiten bitte unter 030/402 64 30 erfragen.

 Schöne Herbsttage und gute Kranichbeobachtungen,

Helga Müller-Wensky


 

Arbeitseinsatz am Kleingewässer auf dem Potsdamer Platz am 2.10.21
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Am Sonnabend, dem 2. Oktober, trafen sich bei spätsommerlichem Wetter engagierte Naturschützerinnen und Naturschützer unseres Vereins, um einen Arbeitseinsatz an einem vereinseigenen Kleingewässer durchzuführen. Das liegt inmitten des Oberen Rhinluch´s, im sogenannten Potsdamer Platz. Hier leben ganz besondere Amphibien. Arten, die auch nach EU-Recht geschützt sind, der Kammmolch und die Rotbauchunke. Beide Arten kommen hier in bemerkenswerten Populationsgrößen vor und pflanzen sich auch erfolgreich fort. Das bedeutende Laichgewässer verfügte das ganze Jahr über einen guten Wasserstand, so dass die für die Ablage der Laichballen und Eier wichtigen Flachwasserbereiche gut überflutet waren. Allerdings führte das erfreulich nasse Jahr aber auch zu Problemen am Laichgewässer, denn zusammen mit den zahlreichen Bodennährstoffen sorgte die Feuchtigkeit für einen sehr dichten und hohen Aufwuchs von Pflanzen und Schilfröhricht im Uferbereich. Zum Sommerende war das Gewässer deshalb vom Dammweg gar nicht mehr sichtbar und sogar die Informationstafel war fast vom „Schilfdschungel“ zugewuchert. Für die Amphibien war dieser Zustand besonders fatal, gehen doch Unke, Moorfrosch und Teichfrosch am Ufer auf Nahrungssuche und das fällt ihnen bei so dichter und hoher Vegetation sehr schwer. Außerdem wurden die Flachwasserbereiche stark beschattet und gerade hier nehmen die Tiere sehr gerne ihr Sonnenbad. Deshalb rückten die Biotoppflegerinnen und -pfleger dem dichten Aufwuchs mit Motorsense, Heurechen und Forke zu Leibe. Das anfallende Mahdgut wurde in entsprechendem Abstand zum Gewässer auf Haufen abgelegt. Nebenbei wurden dadurch Winterquartiere für Kriechtiere und Lurche geschaffen. Die ebenfalls hier vorkommende Ringelnatter wird diese Grashaufen nun gut zum Ablegen ihrer Gelege nutzen. Unmittelbar nach dem Pflegeeinsatz sonnten sich zahlreiche Teichfrösche an der jetzt offenen Uferkante.

Text/ Foto: Manfred Wolf


 

LFV-Mitgliederversammlung

Am Sonnabend, 18. September konnten wir unsere Mitgliederversammlung ordnungsgemäß und in Präsenz durchführen. Wir hatten dazu einen großen gut zu belüftenden Raum unter dem Dach des Rüthnicker Heimatvereins ausgewählt. Danke für diesen freundlichen Veranstaltungsort mit der herzlichen Versorgung.

Unser Vorsitzender, Sebastian Partzsch, begrüßte die Anwesenden herzlich und dankte den Gastgebern. Helga Müller-Wensky führte durch die Veranstaltung und übergab das Wort an Andreas Herrmann von der Humboldt-Universität Berlin, der in seinem kurzweiligen Vortrag die Perspektiven für eine standortangepasste landwirtschaftliche Moornutzung im Rhinluch beleuchtete. Es folgten die Berichte der Jahre 2019 und 2020 sowie Beiträge aus den Arbeitsfeldern. Die Kassenprüfer bestätigten die ordnungsgemäße Buchführung und der Vorstand wurde daraufhin entlastet. Vorletzter Tagesordnungspunkt war die Wahl. Der bisherige Vorstand erklärte seine Bereitschaft, die Vereins- und Vorstandsarbeit weiter zu führen. Alle Vorstandsmitglieder wurden erneut von den Mitgliedern gewählt.

Fazit: Innerhalb der drei Stunden wurde unser Wirken für die Region und unser gemeinsames Engagement wieder anschaulich vermittelt. Wir bedanken uns bei unseren Mitgliedern für ihr Kommen, die verschiedenen Wort- und Bildbeiträge, für Blumen-Dekoration und Kulinarisches (Vereinskuchen und -suppe waren dufte!). Insbesondere letzteres hatte etwas Vertrautes und Verbindendes.

Text: Jana Albrecht 


 

Der RBB im Oberen Rhinluch
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Im März gab es die ersten Telefonate, es folgten Abstimmungen per Mail sowie vor Ort, um Inhalte und Aussagen für den 30minütigen Beitrag über den Kranichschutz in Brandenburg abzustimmen. Um das Thema Aufzucht von gefundenen oder verunglückten Kranichen gruppieren sich weitere Kranichschutz-Aktivitäten, die in Brandenburg unter dem Dach der Landesarbeitsgruppe Kranichschutz Brandenburg stattfinden. Es wird u.a. gezeigt, wie die Beringung von statten geht, dass Kraniche per GPS-Sender verfolgt werden können und Kraniche gern Mais auf abgeernteten Stoppelfeldern fressen. Zur Herbstzeit besuchte die Regisseurin Anne Mücke dann die Bergbaufolgelandschaft rund um Luckau sowie unseren Rastplatz bei Linum. Wer die Dokumentation bis zum Ende verfolgt, erfährt ab Sendeminute 23 von unserer Rastplatzbetreuerin wie wir die Kranichzählung in Linum durchführen.

Der Film wurde am 17.10. im RBB ausgestrahlt (Mediathek, Sendereihe 'Tierzuliebe - Kranichspuren in Brandenburg')

Text/ Foto: Jana Albrecht


 

Was für ein Naturschauspiel

  • 11-In-der-Morgendämmmerung
  • 12-Viele-Gänse-fliegen-auf
  • 13-Panik
  • 14-Blässgänse-und-Saatgänse
  • 15-Zwei-Blässgänse
  • 16-Nonnengänse
  • 17-Weißwangengans-ganz-aus-der-Nähe-betrachtet
  • 18-Graugänse-im-Landeanflug
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Jedes Jahr im Herbst rasten gut 100.000 Wildgänse im Linumer Teichgebiet auf ihrem Zug aus dem Nordosten Europas in die südwestlichen Wintergebiete. Die Vögel verbringen die Nacht sicher auf den Teichen. Für mich ist die Herbstrast der Gänse genauso beeindruckend wie die Herbstrast der Kraniche. Es ist ein unvergessliches Erlebnis, wenn in der Morgendämmerung tausende Gänse plötzlich laut schnatternd und in Panik auffliegen, weil der Seeadler über den Schlafteich fliegt, um Beute zu machen. Dann zeichnen die Flügel der Gänse abstrakte Muster in den noch dunklen Himmel und das fahle Licht gestattet nur die unscharfe Abbildung der Vögel. Überwiegend sind Bläss- und Saatgänse zu sehen. Die Blässgänse haben an der Schnabelbasis ein auffälliges weißes Feld und eine schwarze Bauchbänderung, Saatgänse sind an ihrem eher dunkelbraunen Gefieder zu erkennen. Manchmal ist aber auch eine Gruppe der selteneren Nonnengänse am Himmel zu sehen, die wegen ihres Kopfgefieders auch als Weißwangengänse bezeichnet werden. Und natürlich ist auch das laute Geschnatter der Graugänse überall im Teichgebiet zu hören.

Text + Bilder: Detlef Hase 


 

LFV-Naturfoto-Vortragsreihe - Programmänderung
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  • 12-Willkommen-II
  • 13-Nachreiher
  • 14-Fischadler
  • 15-Löffelente
  • 16-Stelzenläufer
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In unserem Mitgliederrundbrief Rundbrief 2021/2 hatten wir für den 13.11.2021 diesen Bildvortrag angekündigt: "Woher? Wohin? – Zug- und Rastverhalten der Kraniche im Rhinluch" von Helga Müller-Wensky. Aus organisatorischen Gründen muss dieser Vortrag leider ausfallen und wird zu einem späteren Termin angeboten.

Da der LFV seine Naturfoto-Vortragsreihe im Herbst-/Winterhalbjahr 2021/2022 fortsetzen will, bieten wir nun für den 13.11. einen Ersatzvortrag an: "Im Parc Natural S’ALBUFERA DE MALLORCA"

Die beliebte Ferieninsel Mallorca hat weit mehr zu bieten als Ballermann und All-Inclusive-Urlaub. Für ornithologisch Interessierte bietet das Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung, das als SPA-Gebiet zum Natura-2000-Netzwerk der EU gehört, zahlreiche vielfältige Beobachtungs- und Fotomöglichkeiten. Mehr als 20 Beobachtungshüten und –türme erlauben spannende Natur- und Vogelerlebnisse. Jagende Fischadler, Nachreiher, Seidenreiher, verschiedene Watvogel- und Entenarten sowie Flamingos, Löffler, Braune Sichler und viele andere Vogelarten garantieren eine abwechslungsreiche Vielfalt, die in dem Fotovortrag von Detlef Hase vorgestellt wird.

Ort der Veranstaltung ist die „Kombüse 11“ – direkt neben dem Theater „Tiefste Provinz“ im Scheunenviertel Kremmen: Scheunenweg 11, 16766 Kremmen.

Wir beginnen um 16:00 Uhr und werden zur Corona angemessenen Durchführung die 2-G-Regelung anwenden, d. h, alle geimpften oder genesenen Personen sind herzlich willkommen.

Text + Bilder: Detlef Hase

 

 


Sollten Sie Aufnahmen auf unserer Website entdecken, die das Persönlichkeitsrecht verletzen, bitten wir um eine Information an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

+++ LFV Ticker 2021-09-14 +++

 

Einladung zur MV mit anschließendem Zusammensein

Freundliche Erinnerung:

In unserem Mitgliederrundbrief 2021/2 (LFV Rundbrief im 2. Halbjahr 2021 - Download als PDF ) hatten wir unsere Vereinsmitglieder bereits zur Mitgliederversammlung eingeladen, dort finden Sie am Rundbriefende auch die Tagesordnung.

Am Samstag, den 18.09.2021, im Vereinshaus des „Rüthnicker Heimatverein e.V.“, die Adresse lautet: Hauptstraße 5, 16835 Rüthnick. Die MV beginnt um 10:00 Uhr und endet gegen 13:00 Uhr.

Im Anschluss an die MV wünschen wir uns ein gemeinsames und entspanntes Zusammensein, denn unser alljährliches Turmfest musste leider wegen der Corona-Pandemie erneut ausfallen. Es wird eine Vereinssuppe sowie Platz für ein Mitbring-Büffet (Süßes und Saures erwünscht) da sein! Geschirr und Besteck stellen unsere Gastgeber zur Verfügung; Getränke können wir vor Ort bestellen (gegen Bares).
In Abhängigkeit von der aktuellen 7-Tage-Inzidenz sind wir verpflichtet, die 3-G-Regelung (Geimpft oder Genesen oder negativ Getestet) zu beachten. Bitte bringen Sie sicherheitshalber einen entspr. Nachweis mit – vielen Dank! Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen und auf ein erfreuliches Wiedersehen.
Der Vorstand

 



Erste Rhinluch-Bildungsveranstaltung erfolgreich
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Das Obere Rhinluch leidet unter einem zunehmenden Moorschwund, einer erheblichen Trockenheit und einem starken Rückgang der Artenvielfalt bei Flora und Fauna.

Am 4. September haben der BUND Brandenburg und der Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch e.V. aus diesem Grunde eine gemeinsame Bildungsveranstaltung durchgeführt. Um 9:30 Uhr begrüßten Karoline Funk (BUND), Jana Albrecht und Detlef Hase (beide LFV) die 15 TeilnehmerInnen. In seinem Vortrag „Regen ist flüssiger Sonnenschein und Wasser ist ein Schatz“ erläuterte D. Hase mit zahlreichen Aufnahmen und Schaubildern die aktuelle Problematik: Sinkende Grundwasserstände, ein dramatischer Rückgang der Wiesenbrutvogelarten, erhebliche CO2-Emissionen infolge der intensiven Bewirtschaftung vieler Luchflächen.

Im Anschluss an den Vortrag ging es mit den TeilnehmerInnen in das Linumer Teichgebiet, danach zum Moor-Klimawirt Sebastian Petri und dann zum LFV-Projektgebiet Rhinbogen. Vortragsinhalt und Exkursion sind bei den TeilnehmerInnen gut angekommen, wie diese Rückmeldung zeigt: „…haben Sie herzlichen Dank für … die interessante Veranstaltung zum Thema "Moor" am vergangenen Samstag, bei der wir viel gelernt haben. Besonders gut fanden wir die Kombination von vorbereitendem Vortrag mit Hintergrundinformationen und anschließender Exkursion in die Natur, um sich noch einmal vor Ort ein Bild zu machen.“

Wir wollen die Veranstaltung im Mai 2022 wiederholen. Interessierte können sich beim BUND bzw. der E-Mail-Adresse „Karoline Funk (BUND Brandenburg) Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden.

D. Hase wird den Vortrag erneut am 26.09. um 15:30 Uhr in der NABU-Storchenschmiede in Linum halten. Also vormittags wählen gehen, danach nach Linum fahren, erst zum Vortrag und dann den Abendeinflug der Kraniche beobachten. Was für ein schönes Tagesprogramm!

Text: Detlef Hase; Bilder: Jana Albrecht, Karoline Funk, Detlef Hase

 


 

Was lange dauert wird endlich gut

Leider gab es ein Problem mit der Kalenderproduktion. Unsere Reklamation wurde anerkannt und dann endlich, Anfang September, haben wir die korrekte Kalenderlieferung erhalten. Nun startet mit vier Wochen Verspätung der Kalenderverkauf. Wir hoffen trotzdem, dass wir die gesamte Kalenderauflage bis zum Jahresende absetzen können, denn der Kalenderverkauf ist eine wichtige Einnahmequelle für unsere ehrenamtliche Naturschutzarbeit. Der Landschaftsförderverein investiert die Verkaufserlöse in regionale Projekte für den Schutz und Erhalt der einheimischen Natur. Und das unterscheidet uns von vielen anderen Kalenderanbietern! Mit dem Kauf des Kalenders erhalten Sie also nicht nur zwölf schöne Naturaufnahmen aus der Region, sondern fördern unmittelbar regionale Naturprojekte, z. B. im Teichgebiet Linum oder im Rhinbogen am Alten Rhin.

In der Region gibt es zahlreiche Verkaufsstellen, eine Liste finden Sie hier: https://oberes-rhinluch.de/verein/oeffentlichkeitsarbeit/lfv-kalender

Selbstverständlich kann der Kalender auch wieder per E-Mail bestellt werden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wie in den Vorjahren kostet ein Kalender nur 8,00 €, (bei Postversand + 2,00 € für Verpackung + Porto). Bei Abnahme einer größeren Kalenderzahl gewähren wir einen Rabatt, Anfragen bitte über die zuvor genannte E-Mail-Adresse.

Text: Detlef Hase, Titelfoto LFV-Kalender 2022: André Neumann

 


Was für eine schöne Jahreszeit
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Haben Sie es auch schon gemerkt: Der „Altweibersommer“ ist da, diese wunderbare Jahreszeit, in der der Sommer noch nicht ganz zu Ende ist und der Herbst noch nicht richtig da ist.

Ich liebe diese Jahreszeit mit dem frühen Nebel am Morgen und den vielen Tautropfen in den Gräsern und Spinnennetzen. Schmetterlinge und Libellen sitzen oft tauklamm in der wärmenden Morgensonne und lassen sich so gut beobachten und fotografieren. Die feuchte Landschaft hat in der Früh ihren eigenen feinen Duft, nicht zu vergleichen mit einem trockenen Sommermorgen. Und die ersten Kraniche sammeln sich bereits in unserer Region, ein früher Start in die bevorstehende Herbstrast. Im Teichgebiet Linum suchen auf den schlammigen Teichflächen Watvögel ihre Nahrung. Einige Kampfläufer, Regenpfeifer, Dunkle Wasserläufer sowie Flussuferläufer und sogar Alpenstrandläufer wurden mit guter Optik bereits gesichtet. Die Graugänse sammeln sich auf den Teichen und auch die eleganten Silberreiher sind wieder zu sehen.

Der Landschaftsförderverein hat in seinem Naturfotobuch „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe“ das Kapitel 24 dieser besonderen Jahreszeit gewidmet. Von der zweiten Auflage sind nur noch 180 Exemplare vorhanden – und die Geschenkjahreszeit ist auch nicht mehr weit weg. Über die E-Mail-Anschrift Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! können Sie das Buch noch bestellen - solange der Vorrat reicht (Buchpreis 12,00 € + Versandkosten 5,00 €).

Text + Bilder: Detlef Hase

 



Herbstrast der Kraniche
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Wie in den Vorjahren auch wird der Landschaftsförderverein zusammen mit den anderen Naturschutzakteuren vor Ort (NABU-Storchenschmiede, Vogelschutzkomitee, Naturschutzstation Rhinluch) für ein Kranichrastplatzmanagement sorgen, damit die Herbstrast der Kraniche und der vielen Wildgänse erfolgreich verläuft, d.h., ohne gravierende menschliche Störungen und mit genügend Raum in geeigneten Schlafgewässern bei einem ausreichenden Nahrungsangebot.

Wir freuen uns immer über die vielen kranichinteressierten BesucherInnen, sind aber auch manchmal traurig über einige Störenfriede, die sich nicht an die Hinweise zum vorsichtigen Beobachten oder an die Betretungsverbote störungssensibler Bereiche halten. „Fotografieren ohne zu stören“, das sollte immer der Leitsatz sein, natürlich gilt das auch für das bloße Beobachten. Am besten geht das aus einem stehenden Fahrzeug am Straßenrand, also bitte nicht aussteigen! Die großen Vögel rasten hier, um sich die erforderlichen Kraftreserven für den weiten Flug in die südlichen Winterquartiere anzufuttern. Jedes Aufscheuchen der Vögel ist ein Ärgernis, weil das für die Kraniche ein überflüssiger Energieverbrauch ist. Die Kraniche lassen sich am besten beobachten am Linumer Ortsrand beim abendlichen Einflug in die Schlafgewässer bzw. während des morgendlichen Ausflugs zu den Nahrungsflächen.

Mein Tipp: Frühes Aufstehen lohnt sich, denn es ist faszinierend, diese Vögel am Morgenhimmel zu beobachten, wie die Bilder zu diesem Text zeigen. Auch deshalb kommen Jahr für Jahr zahlreiche HelferInnen jeden Dienstag zum frühen Kranichzählen nach Linum.

Wir laden Sie ein, lernen Sie uns kennen, engagieren Sie sich für den Schutz dieser tollen Vögel. Wenn Sie mit uns gemeinsam einmal (oder dann auch öfter) Kraniche zählen wollen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Text und Bilder: Detlef Hase

 

 


Sollten Sie Aufnahmen auf unserer Website entdecken, die das Persönlichkeitsrecht verletzen, bitten wir um eine Information an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

+++ LFV Ticker 2021-08-10 +++

 

Im Oberen Rhinluch 2022 -  Der neue LFV-Naturfotokalender ist da
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Wie in den Vorjahren auch, haben engagierte Fotografen dem Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch e.V. (LFV) erneut zahlreiche Naturfotografien aus der Region kostenlos zur Verfügung gestellt. Zum Ende der dritten Augustwoche startet der Verkauf des neuen LFV-Kalenders. Wie in den Vorjahren kostet er nur 8,00 Euro. Bei Abnahme einer größeren Kalenderzahl wird ein Rabatt gewährt. In der Region gibt es zahlreiche Verkaufsstellen, eine Liste finden Sie hier:
https://oberes-rhinluch.de/verein/oeffentlichkeitsarbeit/lfv-kalender

Selbstverständlich kann der Kalender auch wieder per E-Mail bestellt werden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Mit den Einnahmen aus dem Kalenderverkauf werden regionale Naturprojekte finanziert, wie z. B. die Pflege verschiedener Laichgewässer von Amphibien oder das Pflanzen vogel- und insektenfreundlicher Sträucher und Hecken. Seit einigen Jahren bietet der Landschaftsförderverein auch ein Kalender-Abonnement an, d. h., nach dem Erscheinen des Kalenders wird dieser an die Abonnenten direkt versendet. Interessenten senden bitte eine E-Mail an die oben genannte E-Mail-Adresse.

Wir hoffen, dass auch der neue Kalender "Im Oberen Rhinluch 2022" im neuen Jahr monatlich Freude bereitet.
 
Foto: André Neumann

 



„Regen ist flüssiger Sonnenschein“
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Im März hatten wir über eine geplante Bildungsveranstaltung mit diesem Titel informiert. Der BUND Brandenburg (BUND = Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) wollte im Rahmen seines Projektes „Sumpf + Sand“ zusammen mit dem Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch e.V. am Samstag den 8. Mai einen Bildungstag im Oberen Rhinluch durchführen. Leider mussten wir wegen der im Mai geltenden Corona-Vorschriften diesen Termin absagen. Nun freuen wir uns umso mehr, dass wir einen neuen Veranstaltungstermin mitteilen können.

Am 4. September um 09:30 Uhr soll es nun losgehen.

Die Rhinluchnatur ist u.a. durch zunehmende Trockenheit und Bodenerosion gefährdet. Das hat klimatische und menschengemachte Ursachen. Wie kann die Natur im Rhinluch geschützt und bewahrt werden? Dabei geht es auch um die Frage, wie zukünftig mit dem Wasser im Luch umzugehen ist, um Flora und Fauna vor den Auswirkungen zunehmender Trockenheit zu schützen. Moorschutz ist auch Klimaschutz und Wasser ist ein Schatz! Wie muss eine Landwirtschaft aussehen bei höherem Wasserstand auf dafür geeigneten Flächen?

Diese Aspekte wollen wir mit Ihnen diskutieren. Seitens des LFV werden Jana Albrecht und Detlef Hase die inhaltliche Gestaltung des Bildungstages übernehmen. Wir beginnen den Tag mit einem Naturfotovortrag und besuchen anschließend gemeinsam verschiedene zur Thematik passende Orte im Oberen Rhinluch. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Besonders freuen wir uns über Teilnehmer*innen aus der Region.

Wir können die Veranstaltung leider nicht barrierefrei gestalten. Wegen der Corona-Pandemie müssen wir die Teilnehmerzahl begrenzen, bei zahlreichen Anmeldungen werden wir die Veranstaltung im Herbst wiederholen. Für die Teilnehmenden gilt die 3-G-Regel: Geimpft oder genesen oder negativ getestet.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Bitte beachten Sie:

 


 

Naturfoto-Vortragsreihe in der NABU-Storchenschmiede

Vereinsmitglied Detlef Hase wird von Mitte August bis Anfang November in der NABU-Storchenschmiede (Nauener Str. 54, 16833 Fehrbellin/OT Linum) sechs Naturfotovorträge anbieten. Die Veranstaltungen werden jeweils ca. 90 Minuten dauern.

 

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Zu Besuch im Nationalpark Seewinkel am Neusiedler See

Sonntag, 15.08.2021,
Beginn 16:00

   

Das Gebiet um den Neusiedler See in Österreich/Ungarn ist ein absolutes Highlight für ornithologisch interessierte Beobachter und Fotografen. Vor allem aufgrund der Lacken – das sind flache, salzhaltige Teiche – und der weiten Trockenrasengebiete gibt es dort eine sehr abwechslungsreiche Vogelwelt.

Rotschenkel, Uferschnepfen und Kiebitze brüten zahlreich, sogar Säbelschnäbler sind dort zu beobachten. Und in den Weinbergen der Umgebung gibt es große Bienenfresserkolonien. Der Naturfotovortrag stellt auch die ungarischen Teilgebiete dieses eindrucksvollen Vogelschutzgebietes vor.

 

  • 02-Vorträge-2-4-6
 

Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe

Samstag, 28.08.2021,
Beginn 16:00 Uhr

 

Zehn Mitglieder des Landschaftsfördervereins Oberes Rhinluch e.V. haben in ehrenamtlicher Arbeit ein großes Naturfotobuch über unsere Region veröffentlicht, um für den Schutz und Erhalt der vielen Naturbesonderheiten und für ein Engagement im ehrenamtlichen Naturschutz zu werben.

In dem Naturfotovortrag zu diesem Buch werden die schönsten und niedermoortypischen Flora- und Fauna-Motive aus dem Oberen Rhinluch gezeigt.

 

  • 03-Vortrag-3
 

Neue Perspektiven für das Obere Rhinluch?

Sonntag, 26.09.2021,
Beginn 15:30 Uhr

 

Das Obere Rhinluch ist eine Niedermoorlandschaft, die seit mehr als 200 Jahren systematisch entwässert wird. Trotzdem gibt es in dieser Region immer noch eine erstaunliche Naturvielfalt. Die zunehmende Trockenheit infolge des Klimawandels bedroht jedoch die noch verbliebenen Naturbesonderheiten.

In dem Naturfotovortrag „Regen ist flüssiger Sonnenschein“ wird diese Problematik anschaulich dargestellt und kommentiert und es werden natur- und moorschonende Handlungsmöglichkeiten zur Diskussion gestellt.

 

  • 02-Vorträge-2-4-6
 

Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe

Sonntag, 03.10.2021,
Beginn 15:30 Uhr

  Die Kurzbeschreibung des Vortrages ist beim Vortragstermin 28.08.2021 zu finden, siehe oben.

 

  • 04-Vortrag-5
 

Im Parc Natural S’ALBUFERA DE MALLORCA

Freitag, 15.10.2021,
Beginn 14:30 Uhr

 

Die beliebte Ferieninsel Mallorca hat weit mehr zu bieten als Ballermann und All-Inclusive-Urlaub. Für ornithologisch Interessierte bietet das Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung, das als SPA-Gebiet zum Natura-2000-Netzwerk der EU gehört, zahlreiche vielfältige Beobachtungs- und Fotomöglichkeiten.

Mehr als 20 Beobachtungshütten und –türme erlauben spannende Natur- und Vogelerlebnisse. Jagende Fischadler, Nachtreiher, unzählige Seidenreiher und viele Limikolen garantieren eine abwechslungsreiche Vielfalt, die in dem Naturfotovortrag vorgestellt wird.

 

  • 02-Vorträge-2-4-6
 

Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe

Samstag, 06.11.2021,
Beginn 17:30 Uhr

  Die Kurzbeschreibung des Vortrages ist beim Vortragstermin 28.08.2021 zu finden, siehe oben.

 


Glück muss man haben
  • 21-Grünspecht-I
  • 22-Grünspecht-II
  • 23-Grünspecht-III
  • 24-Grünspecht-IV

In einem wunderschönen Garten in Marwitz (Oberkrämer) stehen zwei große, uralte Kirschbäume. Die eindrucksvollen Bäume haben auch einem Grünspechtpaar gefallen, jedenfalls haben die oft ziemlich scheuen Vögel dort ihre Bruthöhle in den Stamm gezimmert und gebrütet. Vier Jungvögel sind geschlüpft und wurden erfolgreich aufgezogen. Unser Vereinsmitglied Siegfried Stirba hat täglich das Geschehen an der Grünspechthöhle beobachtet.

Auf das laute Rasenmähen wurde verzichtet, eine Klettervermeidungsummantelung um den Baumstamm sollte den Waschbär von bösen Absichten abhalten. Und der Landschaftsförderverein bekam einige hübsche Grünspechtaufnahmen zur Verfügung gestellt. Darüber haben wir uns sehr gefreut. Wenn andere Vereinsmitglieder oder Freunde des LFV schöne Naturerlebnisse haben und diese mit schönen Aufnahmen dokumentieren, dann können Sie uns das gerne mitteilen. Für unsere LFV-Ticker oder für unseren Jahreskalender wollen wir das gerne nutzen.

Text: D. Hase, Foto: Siegfried Stirba

 

 


Sollten Sie Aufnahmen auf unserer Website entdecken, die das Persönlichkeitsrecht verletzen, bitten wir um eine Information an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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