+++ LFV Ticker 2021-03-31 +++

 

Vogel des Jahres 2021 - das Rotkehlchen
  • 01-Herbstkehlchen
  • 02-Winterkehlchen
  • 03-Sommerkehlchen
  • 04-Porträtkehlchen
  • 05-Jungkehlchen
  • 06-Jungkehlchen
  • 07-Jungkehlchen
  • 08-Frühlingskehlchen

Seit 1971 küren NABU und LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern) den Vogel des Jahres.

In diesem Jahr wurde zum ersten Mal der Jahresvogel durch eine öffentliche Wahl bestimmt, an der sich mehr als 455 000 Menschen beteiligt haben. Diese 10 Vogelarten standen zur Auswahl: Rotkehlchen, Rauchschwalbe, Kiebitz, Feldlerche, Stadttaube, Haussperling, Blaumeise, Eisvogel, Goldregenpfeifer, Amsel – Und Gewinner ist das kleine niedliche Rotkehlchen mit über 59.000 Stimmen.

Mit gut 52.000 wurde die Rauchschwalbe „zweiter Sieger“ und mit gut 43.000 Stimmen belegte der Kiebitz den dritten Platz. Mit geschätzten 2,5 – 4 Mio Brutpaaren gehört das Rotkehlchen zu den ungefährdeten Vogelarten. Der kleine Sympathieträger mit dem hellroten Latz auf der Brust soll nun laut NABU für eine vogelfreundliche Gartengestaltung werben. Hoffentlich mit viel Erfolg, denn ein Blick in viele pflegeleichte und viel zu aufgeräumte Vorgärten zeigt leider deutliche Defizite an einer abwechslungsreichen und naturnahen Gartenvielfalt.

Auch in Zukunft soll der Vogel des Jahres per Abstimmung bestimmt werden. So kann man nur hoffen, dass dabei in ihrem Bestand gefährdete aber eher unbekannte Arten bei der Publikumswahl nicht zu kurz kommen. Mir persönlich wären Kiebitz oder Feldlerche als Jahresvogel viel lieber gewesen, um auf den erforderlichen Schutz vieler gefährdeter Wiesenvogelarten hinzuweisen.


Mehr Rotkehlcheninformationen gibt es hier:
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/portraets/rotkehlchen/
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/1992-rotkehlchen/index.html
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/wahl-2021/ergebnis.html


Text und Bilder: Detlef Hase
 



„Regen ist flüssiger Sonnenschein“
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Vielleicht haben Sie diesen Satz bereits in unserem Im-Oberen-Rhinluch-Kalender-2021 gelesen? Dort berichten wir über die fehlenden Regentage in der Region und ganz allmählich setzt sich die Erkenntnis durch: „Wasser ist ein Schatz.“ Umweltschutz hat auch viel mit Umweltbildung zu tun.

Der BUND wird im Rahmen seines Projektes „Sumpf + Sand“ zusammen mit dem Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch e.V. am Samstag den 8. Mai einen Bildungstag im Oberen Rhinluch durchführen. Dabei geht es auch um die Frage, wie zukünftig mit dem Wasser im Luch umzugehen ist, um Flora und Fauna vor den Auswirkungen zunehmender Trockenheit zu schützen.

Seitens des LFV werden Jana Albrecht und Detlef Hase die inhaltliche Gestaltung des Bildungstages übernehmen. Über den unten genannten Link erfahren Sie mehr zu den erforderlichen Anmeldungsmodalitäten und zum Veranstaltungsinhalt. Wir hoffen, dass sich in den nächsten Wochen die Coronalage so entspannt, dass wir die Veranstaltung durchführen können – und falls nicht, werden wir einen anderen Termin anbieten. Die Teilnahme ist auf 15 Personen begrenzt, sofern mehr Anmeldungen eingehen, wird es zusätzliche Termine geben.


Weiteres: Perspektiven - Sumpf & Sand – Brandenburgs zwei Gesichter
Text: Jana Albrecht + Detlef Hase; Bilder: Detlef Hase

 

 


 

Nistmöglichkeiten für Singvögel und natürlicher Windschutz – wir haben hochgestapelt!
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Aus anfallendem Astwerk Reisighecken zu errichten, um geschützte Bereiche für Vögel, Insekten und Kleintiere zu schaffen, ist eine sinnvolle Sache.

So rückten vor zwei Wochen zehn Vereinsmitglieder aus, um entlang der Linumhorster Eschenallee das im Zuge von Pflegemaßnahmen angefallene Stamm- und Astholz aufzuschichten.
Gudrun Grimm vom Bürgerverein Linumhorst begleitet seit Jahren die Alleenpatenschaft (Allee des Jahres 2011), hält bezüglich der Nachpflanzungen engen Kontakt zur Stadt Kremmen und führte entscheidende Vorgespräche mit Herrn Tietz – Chef der ausführenden Garten- und Landschaftsbau-Firma. Wir vom Landschaftsförderverein sind bekannt als „praktisch veranlagt“. So holte sie uns zusammen.
Insbesondere sei an dieser Stelle Herrn Tietz für seine technische Unterstützung gedankt. Erfreulich auch die Pläne der Kommune, die Allee mit Nachpflanzungen zu erhalten.
Ein erwünschter Nebeneffekt: Im Herbst wird sich das Reisig gesetzt haben und eingewachsen sein – so können die Hecken kaum sichtbar auch noch eine Sichtschutz-Funktion erfüllen, wenn die Herbstrast der Kraniche wieder interessierte Menschen anlockt. Eine Werbung für Beobachtungsplätze wird jedoch aus verkehrstechnischen Gründen nicht betrieben. Die Linumhorster Straße ist eine Sackgasse und nicht geeignet für Besucherströme, wie wir es aus Linum kennen.

Text: Jana Albrecht, Gudrun Grimm, Fotos: André Neumann, Jana Albrecht

 


„Kiebitz & Co im Rhinluch“
  • 01-Kiebitzbalzflug
  • 02-Kiebitz-Brutplatz
  • 03-Bekassine-im-Feuchtgebiet
  • 06-Braunkehlchen
  • 08-Feldlerche-im-Tau
  • Feldtag-Rhinbogen-2

Mitte März begannen unsere Beobachtungen der Brutvorkommen von Kiebitz, Bekassine, Feldlerche und Braunkehlchen im Bereich des Rhinbogen bei Linumhorst.

Dies nahmen wir zum Anlass, einen Austausch im Freien zu organisieren. Gemeinsam mit Landwirten, dem Wasser- und Bodenverband sowie zwei Fachfrauen haben wir diskutiert, in welchen Bereichen zum Beispiel Lebensräume für Kiebitze erhalten bleiben oder geschaffen werden können. So stand uns Carolin Priefert vom DVL und Landesbüro Moor+Klima für Fragen zur Moorschonenden Stauhaltung zur Verfügung. Krista Dziewiaty teilte uns ihre Erfahrungen in Sachen Wiesenbrüterschutz aus den Elbwiesen mit.

Tatsache ist, dass die Bestände der Kiebitze bei uns seit Jahren abnehmen, obwohl die Ansprüche der Vögel an ihren Lebensraum und die Ursachen für den Rückgang schon lange bekannt sind.

Unsere Begehung zeigte, dass im Frühjahr durchaus geeignete Lebensräume vorhanden sind. Jedoch schwinden diese feuchten Grünlandbereiche sehr schnell – durch Verdunstung, fehlende Niederschläge und / oder sogar Ableiten des wertvollen Wassers. Das scheinen die Kiebitze vorauszusehen. Denn, wenn ihre Küken im April/Mai keine nassen Bereiche mehr vorfinden, in denen sie Nahrung suchen und vor allem finden können, schaffen es die Jungen nicht, flügge zu werden.

Fazit aus der Gesprächsrunde war, dass es wichtig ist:

verlässliche Daten zu haben, regelmäßig Gesprächsrunden mit den Flächennutzern durchzuführen sowie sich mit anderen Grünland-geprägten Regionen zusammenzutun, um gemeinsam ein Wiesenbrüter-Projekt für Nordwest Brandenburg zu initiieren.

 

Text: J.Albrecht,  Foto: D. Hase

 


Haubentaucherbalz
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In unserem großen Naturfotobuch „Im Oberen Rhinluch – unser schönes Naturerbe“ berichten wir im Kapitel 12 auch über die anmutige Balz der Haubentaucher auf unseren Seen. Dabei schwimmen die Vögel mit gesträubten Kopf- und Halsfedern aufeinander zu und schütteln abwechselnd dicht voreinander ihre Köpfe. Mit etwas Glück kann man auch den „Pinguintanz“ beobachten, dabei richten sich die Vögel auf dem Wasser Brust an Brust voreinander hoch auf. Die Paarung findet stets auf der schwimmenden Nestplattform im dichten Schilf statt. Die jungen Haubentaucher schlüpfen nach dem Brüten im Mai. Ende März, Anfang April ist also die Haubentaucherbalz gut zu beobachten. Z. B. auf dem Ruppiner See bei Wustrau.

Das LFV-Naturfotobuch können Sie per E-Mail bei uns für nur 17 Euro (Buchpreis + Versandkosten) bestellen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Text + Bilder: Detlef Hase

 


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+++ LFV Ticker 2021-02-15 +++


Nun kann der Frühling kommen – Schilfschnitt im Unkenteich
  • Bild-1 Unser Unkenteich im November
  • Bild-2 Unser Unkenteich im Frühling
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Jedes Jahr im Herbst ist unser Unkenteich völlig zugewachsen, zwei bis drei Meter hoch und dicht wachsendes Schilf bedeckt große Teile der Teichflächen (Bild 1).

Damit der Teich im Frühjahr wieder so schön aussieht (Bild 2) und von den dort regelmäßig brütenden Wasservögeln weiterhin als Bruthabitat genutzt wird, muss im Winter das Schilf geschnitten, zusammengeharkt und auch aus dem Teich geschafft werden.

Das war richtig viel Arbeit, die aber bei Minusgraden und Sonnenschein sogar Spaß machen kann. Außerdem ist Bewegung an der frischen Luft gesund und ein Schwätzchen mit Gleichgesinnten im gebotenen Corona-Abstand war auch nicht zu verachten. So haben sich verteilt von Donnerstag bis Samstag der letzten Woche Freiwillige getroffen, um sich mit technischer Unterstützung des Landwirtes Sebastian Petri an die Arbeit zu machen.

Wir danken insbesondere Herrn Dr. Schneider vom Vogelschutz-Komitee (VSK) fürs Vorbereiten und Begleiten der Aktion durch Technik- und Mitarbeiter-Einsatz (Danke, lieber Ingo!). Und: der Naturschutzstation Rhinluch für „man+womanpower“ sowie die zur Verfügung gestellten gepflegten Arbeitsgeräte.

Am Samstagnachmittag war dann das Werk gelungen und sogleich wurden auch die Wasserzuläufe geöffnet, um den Teich zu fluten. Nun kann der Frühling kommen, Zwergtaucher, Rothalstaucher, Blässhühner und Graugänse können mit Balz und Brut beginnen und Moorfrösche und Rotbauchunken dort erfolgreich laichen.

Text: Detlef Hase
Bilder: Detlef Hase, Klaus Michalek, André Neumann, Jana Albrecht

 


Ausgezeichneter „Moor-Klimawirt“

Landwirt Sebastian Petri war uns diesmal mit einer neuen Moorraupe bei der Schilfmahd im Unkenteich behilflich.

Mehr und mehr setzt er auf moorschonende Technik, um die Niedermoorflächen im Rhinluch bei möglichst hohen Grundwasserständen bewirtschaften zu können. Nicht erst seit gestern werben er und seine Frau Juliane für hohe Grundwasserstände und den aus Klimasicht notwendigen Erhalt und die Wiederherstellung von Mooren als CO2- und Wasserspeicher.
Für sein langjähriges Engagement wurde Sebastian kürzlich vom Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) mit dem Landschaftspflegepreis ausgezeichnet. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich innerhalb weniger Minuten hier ein Bild machen:

https://youtu.be/5rZCXa4ByU8

 


Biber ganz nah
  • 01-Biberbäume
  • 02-Biberdamm
  • 03-Biber-in-der-Grabenböschung-I
  • 04-Biber-in-der-Grabenböschung-II

Biber sind meistens scheu und nachtaktiv – und Ausnahmen bestätigen die Regel.

Am Samstag staunten einige Spaziergänger nicht schlecht, als sie auf dem Eis am Graben beim Beobachtungsturm des Landschaftsfördervereins im Teichland Linum einen Biber beobachten konnten. Biber halten keinen Winterschlaf, sondern eher nur eine zeitweilige Winterruhe. Von Zeit zu Zeit verlassen sie den Biberbau, um kleine Zweige und Rinde zu futtern, dünne und dicke Bäume anzunagen und ihre Biberdämme auszubessern.

Nah bei unserem Beobachtungsturm am Unkenteich hat ein Biber seine Biberburg gebaut. Und scheinbar hat sich der Burgbesitzer an die menschliche Nähe etwas gewöhnt. Das heißt, wenn man sich ruhig verhält und ein Weilchen still stehen bleibt, dann ist mit etwas Glück das stattliche Nagetier, das bis zu 30 kg wiegen kann, durch das Unterholz hindurch zu sehen. Auch einen kleinen Biberdamm kann man dort entdecken. Mit seinen Bauwerken reguliert der Biber den Wasserstand so, dass der Eingang in seine Biberburg unter dem Wasserspiegel liegt. Da der Wasserstand unterhalb des Biberdammes niedriger ist als oberhalb, entsteht am Biberdamm ein kleine Strömung, mit dem Effekt, dass dort das Grabenwasser später oder gar nicht zufriert.

An solchen Wasserlöchern sieht man im Winter dann manchmal den Graureiher oder sogar einen Eisvogel auf Beute lauern. So erleichtert der Biber den Fische fressenden Vogelarten, einen harten Frostwinter zu überstehen.
Text + Fotos: Detlef Hase

 


Winterstress
  • 100-Grünlinge verteidigen ihre Sonnenblumenkerne
  • 101-Feldsperling im Anflug
  • 102-Buntspecht am Meisenbollen
  • 103-Auch Erdnüsse sind lecker
  • 104-Was der Buntspecht kann, kann auch der seltene Mittelspecht
  • 105-Auch der Kleiber mag den Meisenknödel
  • 106-Grünling im Anflug
  • 107-Sumpfmeise am Erdnussbeutel
  • 108-Die Blaumeise mag es akrobatisch
  • 109
  • 110-Haubenmeise ganz nah
  • 112-Winterliches Rotkehlchen

Frei lebende Vögel sind Wildtiere, die sich bei normalem Winterwetter auch gut selbst ernähren können, so dass es gesunde Tiere auch ohne menschliche Hilfe gut in den Frühling schaffen.

Allerdings können ungewöhnliche Kälteperioden zu einer höheren Mortalität führen. Besonders betroffen ist z. B. der Eisvogel, der täglich bis zu 10 kleine Fische fangen muss, um seinen Energiebedarf zu decken. Wenn alle Gewässer zugefroren sind, dann kann es vorkommen, dass bis zu 90% der Eisvogelpopulation in einer Region den Winter nicht überleben. So extrem sind viele andere Vogelarten jedoch nicht gefährdet. Aber kleine Singvögel - wie z. B. die Blaumeise - können in einer klirrend kalten Winternacht bis zu 20% ihres Körpergewichtes verlieren, denn Fettreserven werden aufgebraucht, um die Körpertemperatur zu halten. Dann ist eine vorübergehende Vogel-Winterfütterung als Nahrungshilfe durchaus sinnvoll, damit die Vögel möglichst rasch ihre Energiereserven wieder auffüllen können.

Leider sind viele Naturräume und viele Gärten in einem nicht sehr vogelfreundlichen weil besonders artenarmen Zustand, denn es fehlen Bäume und Sträucher, die den Vögeln ausreichend Samen und Beeren anbieten und Insekten und Spinnen als Winterversteck dienen können. Die ausgeräumten Naturräume machen den Vögeln das Überleben in kalten Winternächten also nicht leichter. Viele Menschen geben oft ziemlich viel Geld aus für ihre Wintervogelfütterung im Garten oder auf dem Balkon und übersehen dabei, dass mit diesen Ausgaben Garten und Balkon auch erheblich vogelfreundlicher bepflanzt und gestaltet werden können.

Bei Schnee und Frost macht es viel Spaß, an der Vogelwinterfütterungsstelle das rege Flattern zu beobachten. Und Liebe geht bekanntlich durch den Magen, das gilt nicht nur für das Beobachten, sondern auch für das Fotografieren der gefiederten Wintergäste. Viele Meisenarten besuchen besonders häufig die Winterfutterstellen, manchmal futtern sogar Spechte von den Meisenbollen. Auch Spatzen, Rotkehlchen und Kleiber sind dort häufig zu sehen. Buchfinken und Amseln picken gerne das Winterfutter auf, das auf den Boden gefallen ist. Und Grünfinken haben eine besondere Vorliebe für Sonnenblumenkerne.

Was bei einer artgerechten Winterfütterung alles zu beachten ist, das kann man z. B. auf diesen NABU-Seiten nachlesen:

https://niedersachsen.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/winterfuetterung/index.html

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/vogelfuetterung/00840.html

Text + Fotos: Detlef Hase

 


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+++ LFV Ticker 2020-11-26 +++

 


Foto: Helga Müller-Wensky

Von Mitte September bis in den November hinein ist das Rhin-Havelluch Anziehungspunkt für tausende Kraniche. 

Über die diesjährige Herbstrast der Kraniche in unserer Region 

Im Herbst, zur Erntezeit, sammelten sich wie jedes Jahr tausende Kraniche im Rhin-Havelluch, um sich auf den Weiterflug in ihre Überwinterungsgebiete vorzubereiten. Sie kommen aus ihren Brutgebieten in Skandinavien, Polen, dem Baltikum und auch Brandenburg und fressen sich Reserven für den Weiterzug in ihre Überwinterungsgebiete in Südfrankreich und Spanien an.

Auf den abgeernteten Feldern suchten sie tagsüber Nahrung. Abends flogen sie in das Linumer Teichgebiet und die umliegenden Wiesen ein. Dank der vom Landesamt für Umwelt mit Landwirten vereinbarten Maßnahmen konnten einige Flächen flach angestaut werden. Dies hat den Vorteil, dass sich die Kraniche nachts auf verschiedene Bereiche verteilen können.

Auch in diesem Herbst wurden die rastenden Kraniche unter Federführung des Landschaftsfördervereins Oberes Rhinluch e.V. beobachtet und gezählt – selbstverständlich unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen.

  • 01-Mondkraniche
  • 02-Sonnenaufgang-im-Luch
  • 03-Kraniche-am-Morgenhimmel
  • 06-Kranichrufen-im-Nebel
  • 08-Alt-und-Jung
  • 15-Rückflug-ins-Schlafgewässer
  • 16-Abendstimmung-im-Luch
Fotos: Detlef Hase

Zahlen – Fakten – Eindrücke

 

Die Zahlen
Unser Zeitraum der wöchentlichen Kranichzählungen: 22.09.2020 bis 10.11.2020.
Mit einem Klick sind alle Zählergebnisse auf unserer Site Kranichschutz zu sehen.

Anzahl der Zähler*innen
Regelmäßig zwischen 20 und 28 Personen

 

Die Fakten
Die ehrenamtlichen Zähler scheuten sich nicht, acht Wochen lang jeden Dienstag frühmorgens nach Linum zu fahren, um bereits zum Sonnenaufgang mit dem Zählen zu beginnen. Die von den Schlafplätzen kommenden Kraniche wurden in einem Zeitfenster von ca. 2 Stunden erfasst. Praktikanten und Teilnehmende des Bundesfreiwilligendienstes aus der NABU Storchenschmiede und der Naturschutzstation Rhinluch unterstützten die Zählungen.

In der Regel konnten 13 Sektoren von Zietenhorst über Hakenberg und Linum bis nach Linumhorst besetzt werden. Dies ermöglichte, die ausfliegenden Vögel in allen Richtungen zu erfassen. Außer am 13.10.2020 – an jenem Morgen verhinderte undurchdringlicher Nebel die Zählung.

Mit großem Engagement hat unser Vereinsmitglied Moriz Rauch gemeinsam mit Frau Rauch Ringablesungen bei den äsenden Kranichen vorgenommen. Dabei bestätigte sich, dass neben Vögeln aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern vor allem Kraniche aus Finnland, dem Baltikum sowie aus Polen im Oberen Rhinluch rasten.

 

Persönliche Eindrücke
Auf den ersten Blick vermitteln die Zahlen im Vergleich zu den Vorjahren einen Rückgang der Rastpopulation. Beobachtungen beim abendlichen Einflug in der 42. KW legen die Vermutung nahe, dass wir am 13.10. ohne Nebel die höchste Anzahl an Vögeln hätten verzeichnen können.

Das Rast- und Zugverhalten der Kraniche ist ein dynamischer Prozess. Abweichungen am Zählbestand gegenüber den Vorjahren ergeben sich durch das Aufsuchen „neuer, attraktiver“ Rastplätze, und/oder einem  längeren Verweilen am Schlafgewässer bis in den späten Vormittag hinein. Auch  Änderungen der Zugrouten durch witterungsbedingte Beeinträchtigungen sowie das noch vorhandene Nahrungsangebot auf den Feldern beeinflussen das Zuggeschehen.

Mit einem „Paukenschlag“ endete die Kranichrast in diesem Herbst. Wurden am 3. November noch knapp 46.000 Vögel erfasst, schrumpfte das Ergebnis eine Woche später auf ca. 2.300 Vögel. In diesem Zeitraum erfuhr ich über persönliche Kontakte von verstärktem Kranichzug über Thüringen und Nordhessen sowie NRW und Rheinland-Pfalz. Dabei waren sicherlich auch viele Kraniche, die zur   Herbstrast das Rhinluch aufsuchten. Dies deckt sich mit Beobachtungen/Zählungen, die in verschiedenen Bundesländern durchgeführt werden – koordiniert durch Kranichschutz Deutschland.

Inzwischen halten sich mehrere zehntausend Kraniche in ihren Winterquartieren in Frankreich und Spanien auf.

In den vergangenen Tagen trafen immer noch kleinere Trupps aus Richtung Uckermark bzw. Polen in unserer Region ein. Wahrscheinlich werden auch wieder einige hundert Kraniche die Wintermonate im Oberen Rhinluch verbringen, es sei denn, Schnee und Eis machen eine Futtersuche unmöglich.

Neben den ehrenamtlichen Kranichzählern waren auch wieder zahlreiche große und kleine Besucher*innen der Region von den „Vögeln des Glücks“ fasziniert.
Im Namen des LFV Oberes Rhinluch e.V. möchte ich mich bei Allen herzlich bedanken, die an unseren Zählungen teilgenommen haben.

Text & Foto: Helga Müller-Wensky

 


Novemberblues
  • 11_Silberreiher-I
  • 12-Silberreiher-II
  • 13-Silberreiher-III
  • 14-Eisvogel-I
  • 15-Eisvogel-II
  • 16-Eisvogel-III

Graue und kurze Tage ohne Sonnenschein, oft wird es gar nicht richtig hell und depressive Stimmungen drohen - aber in Wirklichkeit gibt es keinen Grund, Trübsal zu blasen.

Gerade wegen der C-Pandemie sollten wir die frische feuchte Luft genießen und raus in die Rhinluchnatur, z. B. zu den Linumer Teichen. Die Kraniche sind schon "abgereist", in den sonnigen Süden. Wie schön wäre es, könnten wir mitfliegen, mit den Vögeln des Glücks, die immun sind gegen das verdammte C-Virus. Aber es macht wenig Sinn, sich auf das zu fokussieren, was unerreichbar ist. Also auf geht's, in die schöne November-Rhinluchnatur, mit dicker Jacke, Handschuhen und Pudelmütze.

Nach all dem Trubel zur Herbstrast der Kraniche ist es nun sehr sehr still im Teichgebiet - toll! Fast einsam der Rundweg, ohne Gäste die kleine Teichwirtschaft. Auch die Novemberstille kann man/frau genießen. Und was es dort immer noch alles zu entdecken gibt: Viele Kormorane auf den nun blattlosen Birken, Gänse und Enten, die laut schnatternd vor dem nahenden Seeadler fliehen, junge Schwäne, die im Teichgebeit umherfliegen und elegante weiße Silberreiher, die leider viel zu schnell vor dem Beobachter auf und davon fliegen. Und mit viel Glück ist bei dem kleinen Hafen sogar der Eisvogel zu entdecken. Also sollten wir auch diese meist trübe Jahreszeit genießen!

Text + Fotos Detlef Hase



Arbeitseinsatz im Unkenteich
  • 11-Der-Unkenteich-im-Frühjahr
  • 12-Rufende-Rotbauchunke
  • 13-Grünfrosch-im-Unkenteich
  • 14-Moorfrosch
  • 15-Ehrenamtliche-Handarbeit-und
  • 16-professionelle-Unterstützung
  • 17-Zusammenharken-des-Schilfschnittes
  • 18-Rothalstaucher-am-Nest
  • 19-Kranichküken-im-Teich
  • 20-Der Unkenteich-im-Frühjahr

So schön sieht der vom Landschaftsförderverein gepachtete Unkenteich im Frühjahr aus (Bild 11).

Wir pflegen diesen Teich regelmäßig für unsere Amphibien wie z. B. Rotbauchunke (Bild 12), Grünfrosch (Bild 13) oder Moorfrosch (Bild 14).

Allerdings muss in jedem Herbst/Winter das Schilf geschnitten werden (Bilder 15 + 16 + 17), damit die Rothalstaucher und Kraniche (Bilder 18 + 19) sowie andere Wasservögel wieder freie Wasserflächen haben, um dort erfolgreich brüten zu können.

Leider muss der für den Dezember bereits geplante Arbeitseinsatz nun ausfallen, weil noch zuviel Nässe im viel zu weichen Teichboden ist. Nun hoffen wir nicht etwa auf einen trockenen Winter, denn sehr viel mehr Wasser braucht das Luch nach den extrem trockenen Jahren. Wir hoffen folglich auf einen frostigen Januar, denn wenn der Teichboden gefroren ist, können wir dort unsere Schilfschnittarbeiten am besten ausführen. Und wie jedes Jahr brauchen wir viele helfende Hände. Wir werden deshalb rechtzeitig über die geplanten Termine für die Schilfschnittarbeiten informieren und hoffen auf tatkräftige Unterstützung von Vereinsmitgliedern und Vereinsfreunden, damit der Unkenteich dann wieder so schön aussieht (Bild 20).

Und gemeinsame Teamarbeit an der frischen Luft macht nicht nur Spaß, sondern ist auch gesund!   

Text: Detlef Hase

Fotos: Karl-Heinz-Sass (12); André Neumann (14) und Detlef Hase


 

Fotokalender vom Landschaftsförderverein (LFV) Oberes Rhinluch e.V.

Obligatorisch die freundliche Ermunterung, unseren Foto-Kalender zu erwerben. Natürlich nun für Freunde, Verwandte und Bekannte, da der Eigenbedarf bereits gedeckt ist?

Unser Kalender mit regionalem Bezug hat seine Freunde auch 100 km vom Oberen Rhinluch entfernt gefunden. Wie z.B. in einer Tagesstätte für ältere Mitmenschen, die, auf ihre Kindheit und Jugendzeit zurückblickend, mit Tränen in den Augen, sich an die erlebte Natur erinnern. 

Die Landschafts- und Tieraufnahmen aus dem Kalender für 2021 sind ausdrucksstark. Nochmals ein großes und kräftiges Danke an alle Fotografen, die ihre Aufnahmen dem LFV zur Verfügung gestellt haben.

Kalender "Im Oberen Rhinluch"   Bestellung
Buch "Im Oberen Rhinluch - Unser Schönes Naturerbe"   Bestellung

 

AG Öffentlichkeit


 

Natur ist überall
  • 01-Kremmen-Waldohreule
  • 02-Kremmen-Waldohreule
  • 03-Kremmen-Waldohreule
  • 04-Kremmen-Waldohreule
  • 05-Kremmen-Waldohreule

Bei einem Spaziergang durch die Kremmener Altstadt fallen unter einer noch spärlich belaubten Linde viele Vogelkleckse auf.

Ein Blick in den Baum lässt Erstaunliches entdecken: Dort sitzen tagsüber mehr als ein Dutzend Waldohreulen und lassen sich vom Autoverkehr, von den Fußgängern und den Fotografen überhaupt nicht stören. Wir sind gewohnt, dass die meisten Wildtiere vor den Menschen eilig die Flucht ergreifen, umso schöner, wenn sie sich aus der Nähe betrachten lassen. Doch was führt die Eulen gerade zu diesem Baum mitten in der Stadt?

Bekannt ist, dass manche Vögel in der kalten Jahreszeit die Stadt aufsuchen, weil es dort meistens einige Grade wärmer ist als im Umland. Ob das auch für die Eulen gilt, ist jedoch ungewiss. Genauso, wie niemand weiß, wie lange sie dort noch verweilen.   

Text und Bilder: Detlef Hase

 


Sollten Sie Aufnahmen auf unserer Website entdecken, die das Persönlichkeitsrecht verletzen, bitten wir um eine Information an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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