+++ LFV Ticker 2020-11-26 +++

 


Foto: Helga Müller-Wensky

Von Mitte September bis in den November hinein ist das Rhin-Havelluch Anziehungspunkt für tausende Kraniche. 

Über die diesjährige Herbstrast der Kraniche in unserer Region 

Im Herbst, zur Erntezeit, sammelten sich wie jedes Jahr tausende Kraniche im Rhin-Havelluch, um sich auf den Weiterflug in ihre Überwinterungsgebiete vorzubereiten. Sie kommen aus ihren Brutgebieten in Skandinavien, Polen, dem Baltikum und auch Brandenburg und fressen sich Reserven für den Weiterzug in ihre Überwinterungsgebiete in Südfrankreich und Spanien an.

Auf den abgeernteten Feldern suchten sie tagsüber Nahrung. Abends flogen sie in das Linumer Teichgebiet und die umliegenden Wiesen ein. Dank der vom Landesamt für Umwelt mit Landwirten vereinbarten Maßnahmen konnten einige Flächen flach angestaut werden. Dies hat den Vorteil, dass sich die Kraniche nachts auf verschiedene Bereiche verteilen können.

Auch in diesem Herbst wurden die rastenden Kraniche unter Federführung des Landschaftsfördervereins Oberes Rhinluch e.V. beobachtet und gezählt – selbstverständlich unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen.

  • 01-Mondkraniche
  • 02-Sonnenaufgang-im-Luch
  • 03-Kraniche-am-Morgenhimmel
  • 06-Kranichrufen-im-Nebel
  • 08-Alt-und-Jung
  • 15-Rückflug-ins-Schlafgewässer
  • 16-Abendstimmung-im-Luch
Fotos: Detlef Hase

Zahlen – Fakten – Eindrücke

 

Die Zahlen
Unser Zeitraum der wöchentlichen Kranichzählungen: 22.09.2020 bis 10.11.2020.
Mit einem Klick sind alle Zählergebnisse auf unserer Site Kranichschutz zu sehen.

Anzahl der Zähler*innen
Regelmäßig zwischen 20 und 28 Personen

 

Die Fakten
Die ehrenamtlichen Zähler scheuten sich nicht, acht Wochen lang jeden Dienstag frühmorgens nach Linum zu fahren, um bereits zum Sonnenaufgang mit dem Zählen zu beginnen. Die von den Schlafplätzen kommenden Kraniche wurden in einem Zeitfenster von ca. 2 Stunden erfasst. Praktikanten und Teilnehmende des Bundesfreiwilligendienstes aus der NABU Storchenschmiede und der Naturschutzstation Rhinluch unterstützten die Zählungen.

In der Regel konnten 13 Sektoren von Zietenhorst über Hakenberg und Linum bis nach Linumhorst besetzt werden. Dies ermöglichte, die ausfliegenden Vögel in allen Richtungen zu erfassen. Außer am 13.10.2020 – an jenem Morgen verhinderte undurchdringlicher Nebel die Zählung.

Mit großem Engagement hat unser Vereinsmitglied Moriz Rauch gemeinsam mit Frau Rauch Ringablesungen bei den äsenden Kranichen vorgenommen. Dabei bestätigte sich, dass neben Vögeln aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern vor allem Kraniche aus Finnland, dem Baltikum sowie aus Polen im Oberen Rhinluch rasten.

 

Persönliche Eindrücke
Auf den ersten Blick vermitteln die Zahlen im Vergleich zu den Vorjahren einen Rückgang der Rastpopulation. Beobachtungen beim abendlichen Einflug in der 42. KW legen die Vermutung nahe, dass wir am 13.10. ohne Nebel die höchste Anzahl an Vögeln hätten verzeichnen können.

Das Rast- und Zugverhalten der Kraniche ist ein dynamischer Prozess. Abweichungen am Zählbestand gegenüber den Vorjahren ergeben sich durch das Aufsuchen „neuer, attraktiver“ Rastplätze, und/oder einem  längeren Verweilen am Schlafgewässer bis in den späten Vormittag hinein. Auch  Änderungen der Zugrouten durch witterungsbedingte Beeinträchtigungen sowie das noch vorhandene Nahrungsangebot auf den Feldern beeinflussen das Zuggeschehen.

Mit einem „Paukenschlag“ endete die Kranichrast in diesem Herbst. Wurden am 3. November noch knapp 46.000 Vögel erfasst, schrumpfte das Ergebnis eine Woche später auf ca. 2.300 Vögel. In diesem Zeitraum erfuhr ich über persönliche Kontakte von verstärktem Kranichzug über Thüringen und Nordhessen sowie NRW und Rheinland-Pfalz. Dabei waren sicherlich auch viele Kraniche, die zur   Herbstrast das Rhinluch aufsuchten. Dies deckt sich mit Beobachtungen/Zählungen, die in verschiedenen Bundesländern durchgeführt werden – koordiniert durch Kranichschutz Deutschland.

Inzwischen halten sich mehrere zehntausend Kraniche in ihren Winterquartieren in Frankreich und Spanien auf.

In den vergangenen Tagen trafen immer noch kleinere Trupps aus Richtung Uckermark bzw. Polen in unserer Region ein. Wahrscheinlich werden auch wieder einige hundert Kraniche die Wintermonate im Oberen Rhinluch verbringen, es sei denn, Schnee und Eis machen eine Futtersuche unmöglich.

Neben den ehrenamtlichen Kranichzählern waren auch wieder zahlreiche große und kleine Besucher*innen der Region von den „Vögeln des Glücks“ fasziniert.
Im Namen des LFV Oberes Rhinluch e.V. möchte ich mich bei Allen herzlich bedanken, die an unseren Zählungen teilgenommen haben.

Text & Foto: Helga Müller-Wensky

 


Novemberblues
  • 11_Silberreiher-I
  • 12-Silberreiher-II
  • 13-Silberreiher-III
  • 14-Eisvogel-I
  • 15-Eisvogel-II
  • 16-Eisvogel-III

Graue und kurze Tage ohne Sonnenschein, oft wird es gar nicht richtig hell und depressive Stimmungen drohen - aber in Wirklichkeit gibt es keinen Grund, Trübsal zu blasen.

Gerade wegen der C-Pandemie sollten wir die frische feuchte Luft genießen und raus in die Rhinluchnatur, z. B. zu den Linumer Teichen. Die Kraniche sind schon "abgereist", in den sonnigen Süden. Wie schön wäre es, könnten wir mitfliegen, mit den Vögeln des Glücks, die immun sind gegen das verdammte C-Virus. Aber es macht wenig Sinn, sich auf das zu fokussieren, was unerreichbar ist. Also auf geht's, in die schöne November-Rhinluchnatur, mit dicker Jacke, Handschuhen und Pudelmütze.

Nach all dem Trubel zur Herbstrast der Kraniche ist es nun sehr sehr still im Teichgebiet - toll! Fast einsam der Rundweg, ohne Gäste die kleine Teichwirtschaft. Auch die Novemberstille kann man/frau genießen. Und was es dort immer noch alles zu entdecken gibt: Viele Kormorane auf den nun blattlosen Birken, Gänse und Enten, die laut schnatternd vor dem nahenden Seeadler fliehen, junge Schwäne, die im Teichgebeit umherfliegen und elegante weiße Silberreiher, die leider viel zu schnell vor dem Beobachter auf und davon fliegen. Und mit viel Glück ist bei dem kleinen Hafen sogar der Eisvogel zu entdecken. Also sollten wir auch diese meist trübe Jahreszeit genießen!

Text + Fotos Detlef Hase



Arbeitseinsatz im Unkenteich
  • 11-Der-Unkenteich-im-Frühjahr
  • 12-Rufende-Rotbauchunke
  • 13-Grünfrosch-im-Unkenteich
  • 14-Moorfrosch
  • 15-Ehrenamtliche-Handarbeit-und
  • 16-professionelle-Unterstützung
  • 17-Zusammenharken-des-Schilfschnittes
  • 18-Rothalstaucher-am-Nest
  • 19-Kranichküken-im-Teich
  • 20-Der Unkenteich-im-Frühjahr

So schön sieht der vom Landschaftsförderverein gepachtete Unkenteich im Frühjahr aus (Bild 11).

Wir pflegen diesen Teich regelmäßig für unsere Amphibien wie z. B. Rotbauchunke (Bild 12), Grünfrosch (Bild 13) oder Moorfrosch (Bild 14).

Allerdings muss in jedem Herbst/Winter das Schilf geschnitten werden (Bilder 15 + 16 + 17), damit die Rothalstaucher und Kraniche (Bilder 18 + 19) sowie andere Wasservögel wieder freie Wasserflächen haben, um dort erfolgreich brüten zu können.

Leider muss der für den Dezember bereits geplante Arbeitseinsatz nun ausfallen, weil noch zuviel Nässe im viel zu weichen Teichboden ist. Nun hoffen wir nicht etwa auf einen trockenen Winter, denn sehr viel mehr Wasser braucht das Luch nach den extrem trockenen Jahren. Wir hoffen folglich auf einen frostigen Januar, denn wenn der Teichboden gefroren ist, können wir dort unsere Schilfschnittarbeiten am besten ausführen. Und wie jedes Jahr brauchen wir viele helfende Hände. Wir werden deshalb rechtzeitig über die geplanten Termine für die Schilfschnittarbeiten informieren und hoffen auf tatkräftige Unterstützung von Vereinsmitgliedern und Vereinsfreunden, damit der Unkenteich dann wieder so schön aussieht (Bild 20).

Und gemeinsame Teamarbeit an der frischen Luft macht nicht nur Spaß, sondern ist auch gesund!   

Text: Detlef Hase

Fotos: Karl-Heinz-Sass (12); André Neumann (14) und Detlef Hase


 

Fotokalender vom Landschaftsförderverein (LFV) Oberes Rhinluch e.V.

Obligatorisch die freundliche Ermunterung, unseren Foto-Kalender zu erwerben. Natürlich nun für Freunde, Verwandte und Bekannte, da der Eigenbedarf bereits gedeckt ist?

Unser Kalender mit regionalem Bezug hat seine Freunde auch 100 km vom Oberen Rhinluch entfernt gefunden. Wie z.B. in einer Tagesstätte für ältere Mitmenschen, die, auf ihre Kindheit und Jugendzeit zurückblickend, mit Tränen in den Augen, sich an die erlebte Natur erinnern. 

Die Landschafts- und Tieraufnahmen aus dem Kalender für 2021 sind ausdrucksstark. Nochmals ein großes und kräftiges Danke an alle Fotografen, die ihre Aufnahmen dem LFV zur Verfügung gestellt haben.

Kalender "Im Oberen Rhinluch"   Bestellung
Buch "Im Oberen Rhinluch - Unser Schönes Naturerbe"   Bestellung

 

AG Öffentlichkeit


 

Natur ist überall
  • 01-Kremmen-Waldohreule
  • 02-Kremmen-Waldohreule
  • 03-Kremmen-Waldohreule
  • 04-Kremmen-Waldohreule
  • 05-Kremmen-Waldohreule

Bei einem Spaziergang durch die Kremmener Altstadt fallen unter einer noch spärlich belaubten Linde viele Vogelkleckse auf.

Ein Blick in den Baum lässt Erstaunliches entdecken: Dort sitzen tagsüber mehr als ein Dutzend Waldohreulen und lassen sich vom Autoverkehr, von den Fußgängern und den Fotografen überhaupt nicht stören. Wir sind gewohnt, dass die meisten Wildtiere vor den Menschen eilig die Flucht ergreifen, umso schöner, wenn sie sich aus der Nähe betrachten lassen. Doch was führt die Eulen gerade zu diesem Baum mitten in der Stadt?

Bekannt ist, dass manche Vögel in der kalten Jahreszeit die Stadt aufsuchen, weil es dort meistens einige Grade wärmer ist als im Umland. Ob das auch für die Eulen gilt, ist jedoch ungewiss. Genauso, wie niemand weiß, wie lange sie dort noch verweilen.   

Text und Bilder: Detlef Hase

 


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+++ LFV Ticker 2020-10-14 +++

 


Zugwetter für die Kraniche
  • 01-Viele-Kraniche-fliegen
  • 02-Viele-Kraniche-fliegen
  • 03-In-Eile
  • 04-Kranichstreit
  • 05-Landeanflug
  • 06-Gefiederpflege
  • 07-Neugieriger-Blick-zum-Fotoversteck
  • 08-Kranichflügel
  • 09-Kranichpaar
  • 10-Gemeinsame-Futersuche
  • 11-Rufende-Kraniche-auf-dem-Maisfeld
  • 12-Kranichfamilie-am-blauen-Himmmel

Ende September/Anfang Oktober 2020:
Der Wetterbericht verkündet sommerliche Temperaturen, tagsüber viel Sonnenschein und Wind aus östlichen Richtungen. Optimales Zugwetter für die Kraniche, die aus ihren Brutgebieten im nordöstlichen Brandenburg, aus Polen und dem Baltikum sogar aus Finnland zur Herbstrast ins Rhinluch kommen.  Bereits früh morgens treffen die ersten Gruppen ein. Offensichtlich sind sie nachts geflogen und haben sich dabei an den Magnetfeldern der Erde sowie am Mondkompass orientiert. Im Laufe des Tages kündigt lautes Trompeten die Ankunft weiterer Kraniche an. Sie gesellen sich zu den anderen. Einige Vögel setzen sich zum Ausruhen auf den Boden, andere betreiben Gefiederpflege oder stochern in der Erde.
Die Kranichsaison im Rhinluch ist eröffnet. Auf abgeernteten Maisstoppelfeldern sowie auf Grünland lassen sich die  Vögel bei der Nahrungssuche beobachten. Durch die anhaltende Trockenheit der Sommermonate sind Wasserflächen für die Schlafplätze begrenzt. Die Vögel nutzen jede geeignete, feuchte Stelle, um die Nacht zu verbringen. Oft teilen sie sich diese noch mit den rastenden, nordischen Gänsen. Die nächsten Tage ist Regen angesagt, dann wird sich die Schlafplatzsituation vermutlich entspannen.

Am 29.09.2020 wurden bei der morgendlichen Zählung 40.062 Kraniche gezählt.

Am 06.10. wurden rd. 57.000 Kraniche gezählt. Am 13.10. mussten wir die Zählung wegen des dichten Nebels leider vorzeitig beenden.

Zwischen Ende September und Mitte November ermitteln wir wöchentlich die Anzahl der rastenden Kraniche  im Rhinluch.
Die Zählerinnen und Zähler treffen sich dienstags vor Sonnenaufgang in der Naturschutzstation in Linum - gegenüber der Kirche.  

Gerne können Kranichbegeisterte sich anschließen. Die genauen Termine und Uhrzeiten bitte unter 030/402 64 30 erfragen.

Beeindruckende Kranichbeobachtungen und schöne Herbsttage,

Text: Helga Müller-Wensky
Bilder: Detlef Hase

 


 

Kraniche beobachten ohne zu stören
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  • 02-Kranich-im-Anflug-2020-1012_DSC7960
  • 03-Gefiederpflege-2020-1012_DSC7773
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  • 10-In-Eile-2020-1012_DSC7972
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Leider müssen wir immer wieder beobachten, dass es durch unvorsichtige Kranichbeobachter und Kranichfotografen zu Störungen kommt, wenn die Vögel auf den Feldern nach Nahrung suchen.

Werden die Kraniche aufgescheucht, verbrauchen Sie Energiereserven, die sie für den Weiterflug in den Süden dringend benötigen. Und für viele Kranichtouristen ist es ärgerlich, wenn um 11:00 Uhr kaum noch Kraniche zu sehen sind, weil sich die Vögel auf nicht zugängliche und nicht einsehbare Flächen zurückgezogen haben.

Deshalb haben wir die Bitte, nicht aus dem Auto auszusteigen und die Vegetation als Tarnung zu nutzen. Der frei in der Landschaft stehende Mensch ist für die Kraniche bedrohlich, das ist folglich zu vermeiden.

Die beigefügten Aufnahmen wurden am 13.10. innerhalb von zwei Stunden alle aus dem Auto heraus aufgenommen, dies beweist: Wenn Mensch ruhig im Auto sitzen bleibt, dann kommen die Vögel nach einiger Zeit dicht an den Ackerrand, um nach Maiskolben zu suchen. So sind schöne Aufnahmen und Beobachtungen möglich.

Text und Bilder. Detlef Hase       

 

 


 

Raus ins Havelländische ...
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... Luch zog es Mitte September an einem wunderschönen Spätsommersonntag etwa 20 begeisterte LFV-Mitglieder und Freunde unseres Vereins zur Wanderung in die Jahnberge bei Paulinenaue.

Treffpunkt war der Bahnhof von Paulinenaue. Nach kurzer Begrüßung aller Anwesenden durch den Vereinsvorsitzenden übernahm Anke Goersz vom NABU Osthavelland, die zugleich Kranichschutzbeauftragte für das Havelländische Luch und LFV-Mitglied ist, das Zepter und weihte die Wanderfreudigen zunächst in die spannende Geschichte des Ortes sowie seiner Umgebung ein. Von einigen darin erwähnten historischen Gebäuden konnten wir uns sogleich bei kurzen Zwischenstopps auf unserer Weiterfahrt zu den Jahnbergen überzeugen. Selbstverständlich durfte auch ein (Über-)Blick auf den Kranichsammelplatz nicht fehlen!

Auf holprigen Wegen am Fuße des Naturschutzgebietes "Große und Kleine Jahnberge" angekommen, stellte sich sodann Heiko Hammerschmidt als zuständiger Gebietsbetreuer im Auftrag der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe unserer Wandergruppe vor, erläuterte die Entstehung sowie Besonderheiten der Jahnberge und führte uns zu den Trockenrasenflächen, auf denen anderenorts bereits selten gewordene Pflanzenarten zu unserer Freude weiterhin vorkommen. Trotz der bereits fortgeschrittenen Jahreszeit gab es für uns noch einige blühende Pflanzenkostbarkeiten zu entdecken. Daran haben auch die als "besondere Landschaftspfleger" eingesetzten Schafe einen großen Anteil, da sie die empfindliche Fläche möglichst bodenschonend bewirtschaftend von Baum- und Strauchaufwuchs befreien und so zum Erhalt des empfindlichen Biotops beitragen.

Weitergehende Informationen zum NSG bietet das beigefügte/verlinkte Hinweisblatt der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe --> PDF Anzeige/ Download

Alles in allem war es ein sehr abwechslungsreicher Tag, an dem alle an Natur und Geschichte Interessierten zusammenfanden.

Text: Sebastian Partzsch
Bilder: Jana Albrecht

 

 


 

LFV-Kalender 2021 "Im Oberen Rhinluch"
& unser Naturfotobuch „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe“


  • LFV-Kalender-2021-004
  • LFV-Kalender-2021-006
  • LFV-Kalender-2021-008
  • LFV-Kalender-2021-010

Sichern Sie sich den Rhinluch Kalender 2021.

13 wunderbare Augenblicke begleiten Sie durch das kommende Jahr.

Mit dem Erwerb unseres Kalenders unterstützen Sie unsere ehrenamtliche Naturschutzarbeit in der Region.

Wollen Sie mehr? …, dann empfehlen wir Ihnen unser Naturfotobuch „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe“.

 Zu bestellen über folgende eMail Adressen:

 

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Foto: D. Hase, K. Michalek, K.-H. Sass, A. Neumann

 

 


 

November-Stammtisch

Es ist wieder so weit!

Nach einigen Monaten Pause möchten wir es uns im kommenden Monat mal wieder so richtig an unserem Stammtisch gemütlich machen und über Vereinsarbeit und Privates reden.

Für Freitag, 06.11.2020, laden wir daher um 19:00 Uhr recht herzlich in die Kremmener "Scheune 29" ins Scheunenviertel ein.

 

 


 

Ökofilmtour

"Wohin ziehen die Kraniche?"

Das ist der Film-(titel) von Jens Hamann, der im Rahmen der Ökofilmtour 2020 gezeigt wird.

Woher kommen sie und wohin fliegen sie? Der Film zeigt, wie der Jung-Kranich Grusini einen Sender bekommt, damit wir seine erste große Reise mit seinen Eltern verfolgen können. Aber nicht nur, wohin Grusini fliegt, sondern auch, wie wichtig gute Rast- und Schlafplätze für die wunderbaren Vögel sind, beobachten wir im Film.

Danach geht es zu den Beobachtungspunkten, wo der Einflug der Kraniche in ihre Schlafgewässer zu sehen ist.

Sonnabend, 31. Oktober 2020, 16:15 Uhr

Gemeindezentrum
Linum - Nauener Straße 17e,
16833 Fehrbellin

Ökofilmtour Einladung Download

 

 


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+++ LFV Ticker 2020-06-30 +++

 

Elternzeit bei den Störchen
  • 01 Gebaut wird immer
  • 02 Der gespreizte Flügel bietet Küken Schutz vor Hitze
  • 03 Kühle Tropfen für die Storchenkinder
  • 04 Nahrungssuche im flachen Wasser
  • 05  Insektensuche auf einer Blumenwiese
  • 06-stoerche-klappernd-andre-neumann

Zeitig hat sich das Dorf Linum auf die Storchensaison vorbereitet. Mitarbeiter*innen der NABU Storchenschmiede überprüften Anfang des Jahres die Stabilität und Sicherheit der Nester auf Dächern, Schornsteinen und Nistpfählen. „Achtung Gefahr!“ hieß es plötzlich. Auf einem Kirchturmsims und dem Elektrikermast am Ortseingang drohten die Horste abzustürzen. Meister Adebar ist ein wahrer Baumeister. Bis zu drei Meter hoch bauen die Vögel ihre Nester im Laufe der Zeit. Dabei erreicht so ein Meisterwerk auch schon einmal ein Gewicht von zwei Tonnen. Über die Jahre werden die Nester morsch und instabil. Nicht auszudenken, wenn so ein Bauwerk zu Boden stürzt!

Mit Hilfe einer Hebebühne wurden die Horste abgetragen, eine neue stabile Unterlage angebracht und Reisig als erste Nisthilfe ausgelegt. Beide Horste wurden von zurückkehrenden Störchen angenommen. Insgesamt sind neun Nester in diesem Sommer besetzt.

Anfang März kamen die ersten Störche aus ihrem Winterquartier in Afrika nach Linum zurück. Mitte April folgten noch einige Nachzügler. Vermutlich Ostzieher, die durch eine ungünstige Wetterlage über dem Balkan aufgehalten wurden.

Die Männchen trafen zuerst ein und begannen sofort die Nester des Vorjahres mit Zweigen und Ästen auszubessern. Mit Moos, Heu und Federn polsterten sie die Brutstätten aus.  

Wenig später erreichten die Weibchen Linum. Nicht die Attraktivität des Männchens sondern Nistplatztreue lockte die Weibchen zum alten Horst. Mit lautem Schnabelklappern begrüßten sich beide. Dieses Begrüßungsritual findet nun täglich statt, wenn der Partner von der Nahrungssuche zurückkehrt. Dabei  legen die Vögel  die Hälse weit in den Nacken und klappern im Duett unüberhörbar um die Wette.

In den meisten Nestern ist inzwischen der Nachwuchs geschlüpft. Noch schauen die Kleinen nicht über den Nestrand, geduckt kauern sie auf dem Boden. Im Horst auf der Storchenschmiede sind  vier Küken über eine Kamera zu beobachten. Für die Altvögel herrscht eine anstrengende Zeit. Beide Eltern kümmern sich fürsorglich um den Nachwuchs. Ein Elternteil bleibt im Nest. Mit abgespreizten Flügeln beschattet er bei Hitze die Kinder. Bei Kälte und Nässe wärmt er die Jungen, damit sie nicht verklammen und sterben. Der Partner sucht auf den Wiesen nach Kaulquappen, Regenwürmern und Insekten. Eiweißreiche Kost ist angesagt, damit die Jungen schnell zu Kräften kommen. Sogar Wasser „schleppen“ die Alten heran, transportieren es im Kropf, um es über den Schnäbeln des Nachwuchses heraustropfen zu lassen. Feuchte Wiesen in erreichbarer Nähe zu den Horsten bieten ein ausreichendes Nahrungsangebot. Mögliche ungünstige Wetterlagen können den Bruterfolg  der Jungstörche noch beeinträchtigen.

Geht alles gut, kann der Besucher Ende Juni die Jungvögel bei ausgiebigen Flugübungen auf den Nestern beobachten. Mit ausgebreiteten Flügeln springen sie in die Luft um Aufwind zu bekommen. Nach unzähligen Versuchen landen sie auf dem Dachfirst.  Gemeinsam geht die Storchenfamilie nun auf Futtersuche. Auf dem Speiseplan stehen jetzt auch Mäuse, Eidechsen, kleine Schlangen und Frösche.

Anfang August werden sich zunächst die Jungen in kleinen Gruppen auf ihre erste abenteuerliche Reise in die Winterquartiere bis nach Südafrika begeben. Die Altvögel bleiben noch einige Zeit und bei günstigem Zugwetter verlassen auch sie spätestens Ende August das Rhinluch.

Linum, Anfang Juni 2020

Text + Bild 1-5: Helga Müller-Wensky
Bild 6: André Neumann

 

 


 

Schöne Raupe – Schöner Schmetterling
  • 01-Schwalbenschwanz-I
  • 02-Schwalbenschwanzraupe-I
  • 03-Schwalbenschwanzraupe-II
  • 04-Schwalbenschwanzraupe-III
  • 05-Schwalbenschwanz-II

Können Sie sich daran erinnern, wann Sie zuletzt einen Schwalbenschwanz durch die Luft haben gaukeln sehen?

Der Schwalbenschwanz ist ein Tagfalter und gehört zur Familie der Ritterfalter. Mit einer Flügelspanne von 50 – 75 mm gehört er zu unseren größten einheimischen Schmetterlingen.

Früher konnte man diesen schön gefärbten und hübsch gemusterten Falter auch im Oberen Rhinluch ziemlich oft entdecken. In den letzten Jahren ist mir das kaum noch gelungen. Woran mag das wohl liegen? Mein Vermutung: Mit dem zunehmenden Verschwinden von naturbelassenen unbewirtschafteten Flächen in den letzten Jahren sind die Futterpflanzen für die Schwalbenschwanzraupen immer weniger geworden. Viele Schmetterlingsarten legen ihre Eier nämlich nur an bestimmte Pflanzenarten – und verschwinden diese Pflanzen, verschwinden auch allmählich die flatternden Schmetterlinge. Die Raupen des Schwalbenschwanzes ernähren sich von den Blättern verschiedener Doldenpflanzen, so z. B.: Wilde Möhre, Echter Fenchel, Pastinak, Sumpf-Haarstrang, Kleine Bibernelle, Bärwurz oder Weinraute.

Wenn Sie einen Garten haben, dann können Sie solche Schmetterlingsfutterpflanzen in einem kleinen Garteneckchen wachsen lassen. Die Schmetterlinge werden es danken. Die hellgrüne Raupe des Schwalbenschwanzes wird bis zu 45 mm lang, sie ist glatt und unbehaart und hat schwarz-orangerot gepunktete Querbinden. Die Aufnahmen der Schwalbenschwanzraupen entstanden an Fenchelpflanzen in einem großen naturbelassenen Garten, was beweist: Die Schmetterlinge finden die richtigen Futterpflanzen, wenn sie denn vorhanden sind.

Text + Bilder: Detlef Hase

 

 


 

Mitgliederversammlung im Februar 2021

Die für Ende März geplante Mitgliederversammlung für das Vereinsjahr 2019 wurde nach Vorstandsbeschluss wegen der Corona-Pandemie zunächst in den Herbst verschoben, weil wir den Infektionsschutz für vorrangig halten. Viele Vereinsmitglieder, die regelmäßig an den Mitgliederversammlungen teilnehmen, gehören aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe.

Bei der Vorstandssitzung am 26.06. wurde die Durchführung einer Mitgliederversammlung erneut beraten, mit folgendem Ergebnis: die Infektionsgefahr ist noch nicht gebannt und die bisher genutzten Räumlichkeiten in der Museumsscheune Kremmen lassen keinen schützenden Abstand für 30 – 40 Teilnehmer*innen zu.

Deshalb wollen wir im Februar 2021 eine Mitgliederversammlung für die Vereinsjahre 2019 und 2020 durchführen. Dafür werden wir einen Veranstaltungsort wählen, der ausreichende Abstände zwischen den Teilnehmer*innen gewährleistet. Wir hoffen, dass diese Entscheidung für unsere Vereinsmitglieder nachvollziehbar und akzeptabel ist. Gerne können Sie uns Ihre Meinung zu dieser Entscheidung mitteilen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Text: Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit

 

 


 

Traurig: Turmfest abgesagt

Eindrücke aus unseren vorjährigen Festen

Der Vorstand hat auch darüber beraten, ob wir wie in den vergangenen Jahren in der ersten Augusthälfte zu unserem traditionellen Vereinsfest am Unkenteich im Teichland Linum einladen können.

Auch wenn es uns sehr traurig stimmt, halten wir es für wenig sinnvoll, unser schönes Turmfest in diesem Jahr durchzuführen. Selbst wenn diese Veranstaltung im Freien stattfindet, können wir nicht garantieren, dass die erforderlichen Hygieneregeln eingehalten werden können. Auch das gemeinsame Buffet mit leckeren Speisen, die von den Gästen mitgebracht werden, passt nicht zur aktuellen Situation. Kaum kalkulierbar ist zudem die Zahl der Gäste, die einer Einladung folgen würden.

Wegen dieser Unwägbarkeiten werden wir in diesem Jahr das Turmfest nicht durchführen, aber wir versprechen: Das Turmfest im nächsten Jahr wird umso schöner!

Text: Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit

 

 


 

Erfreulich: LFV-Kalender 2021
  • LFV-Kalender-2021-004
  • LFV-Kalender-2021-006
  • LFV-Kalender-2021-008
  • LFV-Kalender-2021-010

Die Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit hat den neuen Naturfotokalender „Im Oberen Rhinluch – 2021“ fast fertig, Bildauswahl und -bearbeitung sind bereits erfolgt. Die Zusagen einiger Sponsoren und Anzeigenkunden stehen noch aus.

Ab Mitte August werden wir den Kalender über unsere Verkaufsstellen in der Region wieder anbieten. Wir bedanken uns bei den Gaststätten und Geschäften, die unseren Kalender verkaufen werden. Eine Übersicht, wo Sie unseren Kalender erwerben können, werden wir im nächsten Ticker versenden.

Selbstverständlich können Sie den Kalender auch über die E-Mail-Anschrift Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellen und dann per Postversand beziehen. Der Kalenderpreis ist mit 8,00 Euro pro Kalender unverändert, für den Postversand berechnen wir 2,00 Euro. Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, dass wir ein Kalenderabonnement anbieten. Wenn Sie sich für ein solches Abo über die o. g. E-Mail-Adresse anmelden, bekommen Sie zukünftig jedes Jahr den neuen LFV-Naturfotokalender nach Erscheinen automatisch in der von Ihnen gewünschten Stückzahl zugesendet. Für Sie hat das den Vorteil, dass Sie nicht mehr daran denken und sich kümmern müssen, für uns hat das den Vorteil, dass wir die Auflagenhöhe besser kalkulieren können.

Abschließend sei noch der Hinweis erlaubt, dass wir mit dem Erlös aus dem Kalenderverkauf unsere ehrenamtliche Naturschutzarbeit in der Region finanzieren. Hierzu gehört u. a. der Erwerb von wertvollen und schützenswerten Naturflächen, das Instandsetzen von wasserbaulichen Anlagen, um Wasser in der Landschaft zu halten, das Pflanzen und Pflegen einheimischer Gehölze, das Anschaffen von Geräten und Werkzeugen für Pflegemaßnahmen am Linumer Unkenteich und weiteren Amphibienteichen in der Region, um nur einige LFV-Aktivitäten zu nennen. Folglich würden wir uns sehr freuen, wenn wir wie in den Vorjahren auch, erneut viele Kalender verkaufen können.

Text: Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit
Foto: D. Hase, K. Michalek, K.-H. Sass, A. Neumann

 


Sollten Sie Aufnahmen auf unserer Website entdecken, die das Persönlichkeitsrecht verletzen, bitten wir um eine Information an post@oberes-rhinluch

 

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