+++ LFV Ticker 2019-11-05 +++

 

Veranstaltungshinweis - „Vogelparadies am Steppensee“

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  • 02-Blick-aus-der-Furche
  • 03-oh-wie-niedlich-Kibitzküken
  • 04-Kampfläufer
  • 05-Graugans-mit-Küken
  • 06-Schafstelze-bei-der-Nahrungssuche
  • 07-Schaut-mal-alle her
  • 08-ein-Brachvogel-ruft
  • 09-Abendstimmung

Bereits im LFV-Ticker 2019-10-01 haben wir auf diese Veranstaltung hingewiesen und möchten jetzt noch einmal an diesen Termin erinnern. Wir starten eine neue Vortragsreihe für naturbegeisterte Menschen und beginnen mit einem Bildvortrag über den Nationalpark „Seewinkel“ am Neusiedler See im Burgenland in Österreich. Sie sind herzlich eingeladen – Eintritt frei!

WANN: Samstag, 09.11.2019; Beginn 16:30 Uhr; Dauer ca. 90 Minuten.

WO: In der „Kombüse“ im Kremmener Scheunenviertel, direkt neben dem Theater „Tiefste Provinz“, Scheunenweg 11, 16766 Kremmen.

In diesem Gebiet brüten 800 Silberreiherpaare, es gibt dort mehr als 500 Kiebitzbrutpaare, ungefähr 200 brütende Rotschenkelpaare und rund 100 brütende Uferschnepfenpaare. Insgesamt sind dort 145 regelmäßige Brutvogelarten und 89 regelmäßige Durchzugsarten registriert. Welche ökologischen Besonderheiten führen zu dieser Artenvielfalt? Was können wir vom dortigen Nationalparkmanagement lernen?

Vereinsmitglied und Buchautor* Detlef Hase fotografierte in diesem Gebiet 2 x 14 Tage und hat die schönsten Motive für diesen Vortrag zusammengestellt. Wir freuen uns auf interessierte Vereinsmitglieder und auf Naturfreunde und Vogelliebhaber aus nah und fern.

Text: Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit, Fotos: Detlef Hase

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* „Vögel fotografieren – Ein praktischer Ratgeber“ München 2016, Franzis Verlag

 


 

Die Turteltaube – Vogel des Jahres 2020

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  • 02-Turteltaube
  • 03-Turteltaube

Die Turteltaube wurde als „Vogel des Jahres 2020“ bestimmt, um auf die ganz erhebliche Gefährdung der Art hinzuweisen:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/turteltaube/index.html

Die Turteltaube steht für Glück, Liebe und Frieden – ihre Lebensbedingungen sind allerdings weniger romantisch: Seit 1980 sind fast 90 Prozent ihrer Bestände in Deutschland verloren gegangen. Die hübsche Taube ist die einzige heimische Taubenart, die als Langstreckenzieherin den Winter in Afrika verbringt. Die intensive Jagd entlang des Zugweges ist eine der wesentlichen Ursachen für die extreme Bestandsgefährdung. Allein in den EU-Ländern werden jährlich rund zwei Millionen Turteltauben getötet, obwohl die Taube in der globalen roten Liste steht. Der NABU bittet deswegen alle Vogelliebhaber, sich mit der Unterschrift an der Petition „Jagdstopp für Turteltauben“ zu beteiligen:

https://mitmachen.nabu.de/turteltauben-retten

Die anhaltende Jagd auf diese hübsche Taube wiegt deshalb umso schwerer, weil die Intensivierung der Landwirtschaft auch zu einer massiven Vernichtung von Lebensräumen und Nahrungsgrundlagen geführt hat. Im österreichischen Nationalpark Seewinkel hatte ich das Glück, auch Turteltauben beobachten und fotografieren zu können. Schade, dass wir seit vielen  Jahren diese hübsche Taube im Oberen Rhinluch nicht mehr gesehen haben.

Text + Fotos: Detlef Hase

 


 

So viele Silberreiher

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  • 22-Silberreihertrio
  • 23-noch mehr-Silberreiher-im-Anflug
  • 24-die-ersten-Teichsenken-tauen-allmählich-auf
  • 25-Silberreiher-Stockenten-und-Lachmöwen
  • 26-warten-auf-Godot
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  • 28-fotografischer-Beifang
  • 29-viele-Krickenten-landen-im-Teich
  • 30-in-der-aufgetauten-Futtersenke

Eines der Hauptbrutgebiete für die eleganten weißen Silberreiher ist der Nationalpark Seewinkel im österreichischen Burgenland.

In den Herbst- und Wintermonaten können aber auch bei uns zahlreiche Silberreiher gut beobachtet werden. Am 1. November dieses Jahres konnte ich auf dem abgelassenen großen Teich bei der Fischerhütte in Linum morgens um zehn Uhr 96 Silberreiher zählen. Die hübschen Vögel standen auf dem noch gefrorenen Teichboden und warteten darauf, dass das Eis auf den verbliebenen Teichsenken von der Sonne aufgetaut wird. In diesen Teichsenken finden die Reiher anscheinend immer noch genügend Nahrung.

In unserem großen Naturfotobuch „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe“ berichten wir in dem Kapitel „Eleganz in Weiß – Silberreiher bei uns im Luch“ ausführlich über diese Reiher, die bei uns vor 20 Jahren noch zu den ornithologischen Besonderheiten zählten. Das Buch kann über die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bei uns bestellt werden. Zum Buchpreis von 12,00 Euro kommen 5,00 Euro Verpackungs- und Versandkosten hinzu.

Text + Fotos: Detlef Hase

 


 

Spannende Diskussionen zur Windenergie.

Während der Koalitionsverhandlungen der neuen Landesregierung in Brandenburg gab es interessante Beiträge der beteiligten Parteien zur weiteren Vorgehensweise mit der Windenergie.

„Belastet“ durch  Aussagen vor der Wahl forderten SPD und CDU einen Mindestabstand zur Wohnbebauung von 1500 m während die Grünen den jetzigen Abstand von 1000 m beibehalten wollten. Die CDU differenzierte noch mehr und wollte die Kommunen entscheiden lassen unter 1500 m zu gehen. Ebenfalls die CDU forderte mit den Windrädern nicht in Wälder zu gehen. Später wurde differenziert: Nicht in Mischwälder. Die Grünen lehnten zusammen mit der Windradindustrie diese Einschränkungen der bestehenden Ausbauziele ab. Das 2%-Ziel (… der Landesfläche) müsse eingehalten werden und die regionalen Planungsgemeinschaften müssten beauftragt werden alle Pläne dahingehend zu überarbeiten.

Davon steht konkret nichts im Koalitionsvertrag. Allerdings wurde das bereits bestehende Ausbauziel von 10.500 Megawatt bis 2030 festgeschrieben. Im Bestand sind jetzt 7000 Megawatt. Die Vermehrung soll vorrangig durch den Austausch von älteren und lauten Windrädern durch effektive und leise erfolgen. Das jedoch nur bei Windrädern mit einem Abstand über 1000 m von der Wohnbebauung. Das Konzept der Regionalplanung soll überarbeitet werden, um die genannten Ausbauziele zu erreichen. Nur bei besonders belasteten Siedlungen ist ein Abstand von über 1500 m dann zu prüfen. Um die Akzeptanz dafür zu erhöhen, soll das durch Windräder erwirtschaftete Geld möglichst in den betroffenen Orten bleiben. Das Regionalplanungsgesetz soll geändert werden, damit kleinere Kommunen mitwirken können.

Dank der Grünen wird der Druck auf eine Bebauung des bisher nicht genehmigten Windeignungsgebietes 34 im Wald dicht (1000 m) bei Neuendorf, Hohenbruch und Beetz/Sommerfeld nach dem jetzigen Koalitionsvertrag wohl bleiben.

Hartmut Rakow

 


 

Ausgezeichnet

  • Arbeitseinsatz-fledermausquartier-Wall
Eine Ehrung der besonderen Art wird am 08.11.2019 unserem langjährigen Vereinsmitglied Hans Remek zuteil werden. An diesem Tag wird ihm in Hennigsdorf der Barbara-Zürner-Umweltschutzpreis des Landkreises Oberhavel für seine bereits seit Jahrzehnten andauernden Bestrebungen, den Natur- und Umweltschutz im Land weiter voranzubringen, verliehen.

Neben seiner immer noch regen Tätigkeit im Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch, insbesondere bei der Teilnahme an den zahlreichen Arbeitseinsätzen, ist Hans Remek u.a. weiterhin im NABU-Regionalverband Oranienburg aktiv und kümmert sich mit seinen Mitstreitern beispielsweise auch um die Pflege von Biotopen im Naturschutzgebiet "Kremmener Luch". Mit dem Verein Natur Hennigsdorf e.V. realisierte er zuletzt ein umfangreiches Projekt zur Schaffung eines Überwinterungsquartiers für Fledermäuse in einem ehemaligen Bunker auf dem in früheren Zeiten genutzten Flugplatz in Schönwalde-Glien. Somit ist und war sein Engagement für die Natur nicht nur auf den Landkreis Oberhavel beschränkt, sondern auch auf die Nachbarkreise Havelland und Ostprignitz-Ruppin. Der Preis ist mit 1.500 Euro dotiert.

Der Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch e.V. gratuliert dem würdigen Preisträger für seine vielfältigen Verdienste auf´s Herzlichste!

Sebastian Partzsch

 


 

Angepackt

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  • 04-trotz-Nieselregen-viel-gute-Laune_D500301
  • 05-jetzt-geht's-los_D500304
  • 06-Blick-auf-die-noch-ungemähte-Fläche_D500313
  • 07-zusammenharken-und-D500323
  • 08-und-wegtragen_D500308
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  • 12-unsere-Sensenfrau_D500385
  • 15-Zeit-für-ein-Schwätzchen_D500448
  • 16-Pause_D500480
  • 17-Klaus-meint-der-Baum-muss-von-der-Straße_D500472
  • 18-weiter-geht's-mit-Schneiden-und-Harken_D500398
  • 19-fertig_D500483
  • 20-eine-tolle-Truppe-noch-mehr-gute-Laune-nach-der-Arbeit_D500512
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Anstatt den "Tag der Deutschen Einheit" am 3. Oktober im stillen Kämmerlein zu begehen, vereinten sich an diesem Tag die Kräfte von gut ein Dutzend Freiwilligen zum Arbeitseinsatz im Luch. Am sogenannten "Potsdamer Platz" nahe Linumhorst stand die Schilfmahd rund um das im Rahmen des EU-life-Projektes des Landschaftsfördervereins vor Jahren angelegte Kleingewässer an. Das hauptsächlich als Amphibienlaichgewässer genutzte Gewässer war kaum noch auffindbar und drohte zuzuwachsen und seiner Bestimmung als geeignete Wohnstätte für Moorfrosch & Co. nicht mehr gerecht zu werden. Durch die zunehmende Verschilfung wurde der Uferbereich, der vordergründig als Landlebensraum und zur Nahrungssuche von den Amphibien genutzt wird, immer mehr zurückgedrängt. Dem sollte und musste Abhilfe geschaffen werden. Gesagt, getan und ran an die Sensen! Das gewöhnungsbedürftige Geräusch der Motorsense hallte durch das weite Luch, was die über uns ziehende Schar von mehreren hundert Graugänsen jedoch nicht weiter störte. Aber auch die klassische Handsense kam beim Schilfschnitt zum Einsatz: Nostalgie trifft auf Moderne, Stille auf Lärm.

Innerhalb eines kurzweiligen Vormittags war der größte Teil des Uferbereichs vom Aufwuchs befreit und es bot sich wieder ein einwandfreier Blick auf unser Kleingewässer. Das angefallene Mähgut wurde zusammengetragen und von Landwirt Sebastian Petri aufgenommen, um dem Nährstoffeintrag im Gewässer entgegen zu wirken. Eine tolle "Brotzeit" vor Ort rundete den gelungenen Arbeitseinsatz ab. Allen Beteiligten sei ein herzliches "Dankeschön" ausgesprochen!

Sebastian Partzsch

 


Sollten Sie Aufnahmen auf unserer Website entdecken, die das Persönlichkeitsrecht verletzen, bitten wir um eine Information an post@oberes-rhinluch

+++ LFV Ticker 2019-10-01 +++

 

Kraniche im Nebel

  • 01-Es-macht-wirklich-Spasz
  • 02_am-fruehen-Morgen
  • 03_die-vielen-Kraniche-zu-zählen
  • 04-Wunderschönes-Sauwetter
  • 05-Regenkraniche
  • 06-gut-gelaunte-Kranichzählerin

 

Am 24.9.2019 fand die erste Kranichzählung in diesem Jahr statt.

Im Morgengrauen, gegen 6:30 Uhr, und bei teilweise dichtem Nebel besetzten die Kranichzähler und -zählerinnen  ihre Zählsektoren in der Nähe der Kranichschlafplätze.  Das Rufen der Kraniche  war schon zu hören. Die ersten  Trupps tauchten bald auf. Im Nebel waren sie an einigen Orten oft nur schemenhaft oder fast gar  nicht zu erkennen. In gut zweieinhalb Stunden wurden an diesem Morgen immerhin 11.814 Kraniche erfasst.

Traditionell stärkten sich die Zähler und Zählerinnen anschließend bei einem Frühstück und tauschten sich über ihre Eindrücke aus.

Gezählt wird den ganzen Oktober durch, immer dienstags früh. Wer sich nicht abschrecken lässt von zeitigem Aufstehen, morgendlichem Nebel oder Regen sowie ungemütlichem Wind, ist  in der Zählerrunde herzlich willkommen. Manchmal wird das frühe Aufstehen mit fliegenden Kranichen vor einem phantastischen Sonnenaufgang belohnt.

Wir freuen uns über jeden, der Zeit und Lust hat, sich uns anzuschließen.

NACHTRAG

Bei herrlich tollem Regenwetter wurden heute 32.231 Kraniche gezählt. Den Kranichen scheinen die Regenschauer nix auszumachen (Bild 05) und die Kranichzähler lassen sich die gute Laune auch nicht verderben (Bilder 04 + 06).

 

Nächster Termin: 8. Oktober 2019 

Uhrzeit:   06:30 Uhr
Treffpunkt:   Naturschutzstation Rhinluch,
Nauener Straße 68, 16833   Linum
(gegenüber der Kirche)

 

Text: Helga Müller-Wensky, Bilder: Detlef Hase

 


 

Veranstaltungshinweis - „Vogelparadies am Steppensee“

  • 01-Weiter-Blick-vom-Beobachtungsturm
  • 02-Landschaft-mit-Salzlacke
  • 03-Libelle-erbeutet
  • 04-Balzflug
  • 05-Futtersuche-in-der-Frühlingswiese
  • 06-Gefiederpflege
  • 07-Säbelschnäbler-am-Nest
  • 08-Rotschenkelbalz

Der Landschaftsförderverein startet für naturbegeisterte Menschen eine neue Vortragsreihe. Wir beginnen mit einem Bildvortrag über den österreichischen Nationalpark „Seewinkel“ im Burgenland. Eintritt frei!

WANN: Samstag, 09.11.2019; Beginn 16:30 Uhr; Dauer ca. 90 Minuten.

WO: In der „Kombüse“ im Kremmener Scheunenviertel, direkt neben dem Theater „Tiefste Provinz“, Scheunenweg 11, 16766 Kremmen.

Zwischen der ungarischen Steppenlandschaft und den Ausläufern der Alpen befindet sich eine sehr abwechslungsreiche Landschaft mit einer unglaublich vielfältigen Vogelwelt. Bienenfresser und Großtrappen, Säbelschnäbler, Rotschenkel und Kampfläufer, Uferschnepfen und Kiebitze, ... - Fotomotive in Hülle und Fülle!

Vereinsmitglied und Buchautor* Detlef Hase bereiste das Gebiet in den Jahren 2012 und 2019 jeweils im Wonnemonat Mai. Die schönsten Aufnahmen wurden für diesen Vortrag zusammengestellt. Wir freuen uns, interessierte Vereinsmitglieder sowie Naturfreunde aus nah und fern zu begrüßen.

Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit

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* „Vögel fotografieren – Ein praktischer Ratgeber“ München 2016, Franzis Verlag

 


 

Ablehnung der Windradplanung Beetz-Neuendorf nun klarer

  • Keine-Windraeder-im-Wald-Oberes-Rhinluch
Während im letzten Ticker noch über die Ablehnugsgründe der Windradplanung im Wald zwischen Neuendorf, Hohenbruch und Beetz-Sommerfeld gerätselt wurde, hat sich der Nebel inzwischen etwas gelichtet.

Danach waren Teile des zur Genehmigung eingereichten Regionalplanes „Freiraum und Windenergie“ im Juli 2019 genehmigt worden. Nicht so der Teil „Windenergie“. Bei der Herstellung des Einvernehmens der Landesministerien hatte das für die Umwelt zuständige Ministerium sein Einvernehmen an die Bedingung geknüpft, dass 4 geplante Windeignungsgebiete ausgenommen werden. Darunter das Gebiet Beetz-Neuendorf. Grund waren Belange des Artenschutzes. Die Genehmigungsbehörde sah jedoch keine Möglichkeit einzelne Gebiete von der Planung auszuschließen und erteilte daraufhin für den gesamten vorgelegten Regionalplan keine Genehmigung. Gegen diese Entscheidung hat die Regionale Planungsgemeinschaft Rechtsmittel eingelegt und Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht.

Interessant ist, dass das Umweltministerium die artenschutzrechtlichen Bedenken nicht an einzelne Brutstätten geschützter Arten koppelt, sondern flächendeckende Verbotstatbestände nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz als Grund für eine Ablehnung angibt. Der LFV hatte immer wieder auf den gesamten schützenswerten Lebensraum der selten Arten bei uns im Wald hingewiesen.

Hartmut Rakow

 


 

Hoffest in der Mosterei in Linum

Unser Vereinsmitglied Regine Scholz-Berg lädt ein zum jährlichen Hoffest am 03.10.2019 in der Mosterei Linumer Landhof (13:00 - 18:00 Uhr, Nauener Straße 50, 16833 Fehrbellin / OT Linum - http://www.linumer-landhof.de/home.html).

Dort kann man/frau hausgemachte Obstsäfte verkosten und auch unseren neuen LFV-Kalender "Im Oberen Rhinluch - 2020" sowie das LFV-Naturfotobuch "Im Oberen Rhinluch - Unser schönes Naturerbe" erwerben.

Ein Programmpunkt ist der Vortrag von DR. Kristina Hühn "Kraniche zwischen Landwirtschaft und Tourismus." Start 14 Uhr.
Es sind bereits sehr viele Kraniche zur Herbstrast bei uns, es bietet sich also an, am Abend den Einflug der Kraniche zu den Schlafplätzen am Ortsrand Linum zu beobachten.

Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit

 


 

Störungen durch Ballonfahrer 

  • MCK_2122
  • MCK_2129
  • MCK_2140
Die Störungsarten am Rastplatz Linum sind vielfältig.

Hervorzuheben sind Ballonfahrten (Luftsport), die bei der Nichteinhaltung von Mindesthöhen oder Flugrouten, zu einer massiven Störung des Rastplatzgeschehens führen.

Rastende Kranichgruppen werden in großer Panik aufgescheucht und Familien werden auseinandergerissen, die oftmals erst wesentlich später wieder zusammenfinden. Die Auswirkungen auf die Vögel durch jegliche Störungen verursachen einen erhöhten Energieumsatz. Energie die sie dringend für ihren Weiterflug benötigen.
Bild 2 zeigt deutlich das Aufbrechen der typischen V - Flugformation (Bild 1).

Am 20.09.2019, 18:32 Uhr, wurde im NSG Oberes Rhinluch, nähe Linumhorst, ein Ballon gesichtet, der in ca. 120 Meter Flughöhe den Kranich-Rastplatz überflog. Wenigen Minuten später befand sich der Flugkörper auf ca. 25 Meter über einer Fläche (ebenfalls NSG), die als Vorsammelplatz der Kraniche genutzt wird.

Wir apellieren an Ballonfahrt-Unternehmen und Ballonfahrer während der Rastzeit die bekannten Rastplätze für Kraniche & Gänse zu meiden bzw. die vorgeschriebene Flughöhe von mind.  500 Meter einzuhalten.

Meldungen über Rastplatz-Störungen nehmen wir unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  entgegen.

Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit


Sollten Sie Aufnahmen auf unserer Website entdecken, die das Persönlichkeitsrecht verletzen, bitten wir um eine Information an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

+++ LFV Ticker 2019-08-17 +++

 

Die Kranichsaison steht vor der Tür

  • Auf Insektensuche
  • Einen Maiskolben ergattert
  • Futtersuche im sandigen Boden
Aufnahmen: Anstrengende Futtersuche 2018

Im August machen sich die Kraniche langsam auf den Weg aus ihren Brutgebieten in Skandinavien, Polen und dem Baltikum in Richtung Süden in die Überwinterungsquartiere.  Auf ihrem Weg nach Südfrankreich und Spanien rasten hoffentlich viele Vögel des Glücks im Rhinluch. Im Frühjahr und Sommer hatten wir leider wenig Regen in der Region. Trotzdem gehen wir davon aus, dass den Kranichen ihre traditionellen Schlafplätze  zur Verfügung stehen werden. Bei der Futtersuche sind die Vögel sehr offen, finden sie nicht genug auf den Maisstoppelfeldern, weichen sie auf Felder mit Düngerpflanzen aus. An Senf- und Rettichgewächsen sitzen kleine Insekten, die die Kraniche mit ihren langen Schnäbeln „abzupfen“.  Wie immer -  gespannt dürfen wir auch in diesem Jahr auf die Kranichsaison sein.

Zwischen Ende September und Mitte November ermitteln wir wöchentlich, wie viele Kraniche  im Rhinluch eine Rast einlegen. Wie gewohnt werden wir uns dienstags vor Sonnenaufgang  in der Naturschutzstation in Linum - gegenüber der Kirche - treffen.

Geplant ist mit den Zählungen am 24.9.2019 zu beginnen. Treffpunkt ist um 6:00 Uhr.

Noch schöne spätsommerliche Tage,

Text & Bild: Helga Müller-Wensky

 


 

Artenvielfalt und Klimawandel

  • 01-Wiedehopf-bei-der-Futtersuche
  • 02-Hübsche-Federhaube
  • 03-Ein-kleiner-Trupp-Bienenfresser
  • 04-Bienenfresser-auf-dem-Ansitzast
  • 05-Gottesanbeterin-in-Lauerstellung
  • 06-Fliege-erbeutet
  • 07-Feuerlibelle
  • 08-Seerose-mit-Grünfrosch
  • 09-Schönes-schlechtes-Wetter-I
  • 10-Schönes-schlechtes-Wetter-II

Immer wieder liest man in den Zeitungen, dass durch die zunehmend heißen Sommer in Deutschland auch viele Tiere bei uns heimisch werden, die es früher nur in südlicheren Gefilden gab.

Das ist ein ganz spannendes Thema. So ist auf den wenigen Brachflächen, die am Rande des Rhinluchs noch verblieben sind, immer öfter der Wiedehopf zu entdecken (Bilder 1 + 2).

Im Spätsommer wurden in den letzten Jahren sogar mehrmals einige Bienenfresser im Oberen Rhinluch beobachtet (Bilder 3 + 4). In den Zeitungen ist häufig zu lesen, dass neue Mücken- und Zeckenarten entdeckt werden, die auch Krankheiten verbreiten können. Völlig ungefährlich hingegen sind andere Insekten, die nun bei uns in Brandenburg neue Lebensräume erobern.

So z. B. die Gottesanbeterin, die man in einem Wiesengebiet in der Nähe von Wittstock/Dosse findet (Bilder 5 + 6). Die Gottesanbeterin ist eine Fangheuschrecke, die mit ihren Dornen bewehrten Vorderbeinen blitzschnell andere Insekten fängt, die in den Blüten ihre Nahrung suchen. Und in einer kleinen Sandgrube bei Tietzow fliegt in diesem Jahr die Feuerlibelle (Bild 7).

Diese Libelle ist eine typische Art des Mittelmeerraumes, die als Wanderlibelle in heißen Sommermonaten auch zunehmend mitteleuropäische Länder aufsucht. Mal sehen, ob sie - ähnlich wie die Gottesanbeterin - bei uns heimisch wird und im nächsten Jahr wieder zu entdecken ist. Wie diese Veränderungen zu bewerten sind, das ist eine ganz andere Frage. Es werden mit der deutlichen Zunahme der sommerlichen Temperaturen sicherlich auch einheimische Arten gefährdet.

Die andauernde Trockenheit bedroht beispielsweise unsere Amphibien (Bild 8), denn in den ausgetrockneten Gräben und Tümpeln können Kaulquappen von Grünfrosch und Moorfrosch, Erdkröte und Knoblauchkröte nicht überleben. Und auch der Wald leidet, wie die Diskussion um "das neue Waldsterben" zeigt. "Ohne Wasser kein Leben", so sagt man. Also wünschen wir uns mal ein großes Tief, das uns fünf Tage Landregen schenkt.

Das angebliche "Schlechtwetter" (Bilder 9 + 10) ist dann eigentlich "Gutwetter", wenn es denn kein Unwetter ist.

Sollten Sie auch große oder kleine "Exoten" entdecken, für eine Information sind wir dankbar: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Text + Bilder: Detlef Hase

 


 

Gemütliches Beisammensein

  • MCK_0716
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---> weitere Bilder

Zum mittlerweile 17. Vereinsfest versammelten sich traditionell am 2. Samstag im August im Linumer Teichgebiet an unserem vereinseigenen Turm wieder zahlreiche Mitglieder und Freunde.

Nach der Begrüßung der Gäste durch den Vorsitzenden sowie die Geschäftsführerin und deren kurzen Ausblick auf kommende Aktivitäten, der Vorstellung des brandneuen Vereinskalenders „Im Oberen Rhinluch 2020“ durch Detlef Hase sowie mit neuesten Informationen zur ab September anstehenden Kranichzählsaison versorgt durch Rastplatzbetreuerin Helga Müller-Wensky blieb reichlich Zeit für interessante Gespräche in der und natürlich rund um die Natur. Schließlich begann unser Fest dieses Mal bereits eine Stunde früher. 

Wer zwischendurch eine kleine Gesprächspause benötigte oder sich nach dem vielfältigen Buffet, bestehend aus Obst, Gemüse, diverser Kuchenangebote etc. und selbstverständlich der schmackhaften Vereinsuppe, ein wenig bewegen wollte, konnte sich u.a. auf den Vereinstum begeben. Dort war es möglich, mittels eines Spektivs das muntere Treiben der Wasservögel auf dem Untergrundkoppelteich aus direkter Nähe zu beobachten und seine Beobachtungsergebnisse in eigens ausgelegte Listen einzutragen.

Doch auch für die (Hobby-)Botaniker gab es ein interessantes Angebot: So konnten diverse (aus wilden, heimischen Gärten mitgebrachte) Pflanzen bestimmt und bestaunt werden. Ein Blick auf die angefertigten und den Pflanzen zugeordnete Karteikarten gab schließlich Aufschluss darüber, ob man mit seiner Pflanzenbestimmung richtig lag - oder noch etwas mehr üben muss, um ein echter Pflanzenkenner zu werden.

Selbstverständlich konnte am Info-Stand des Vereins auch der neue Kalender erworben werden, wovon zahlreiche Gäste sogleich Gebrauch machten. Sogar einige der letzten Exemplare der erfolgreichen 1. Buchauflage unseres schönen Rhinluch-Buches wechselten den Besitzer.

Alles in allem war es wieder ein wunderschönes Vereinsfest in gemütlicher Atmosphäre. Allen Beteiligten, die zum Gelingen des Festes in irgendeiner Form beigetragen haben, sei mein herzlicher Dank ausgesprochen.

Text: Sebastian Partzsch, Bilder: Klaus Michalek

 

 


 

Info-Stand-Betreuer gesucht

 Für die noch im August anstehenden Infostände sucht unser Info-Stand-Organisator Axel Radtke dringend die eine oder andere Unterstützung. Der Landschaftsförderverein präsentiert sich zunächst zum Hoffest auf dem "Karolinenhof" in Flatow am 24. und 25. August 2019. Insbesondere für Sonntag, 25.08.2019, wird noch tatkräftige Unterstützung benötigt.

Am Samstag, 31. August 2019, ist unser Verein zu Gast auf dem Kremmener Erntefest. Zur Entlastung der bereits eingeteilten Standbetreuer wäre es wünschenswert, wenn noch eine "zweite Schicht" an Betreuern zur Verfügung stünde.

Wer Interesse und Freude an einem Engagement hat, möchte sich bitte umgehend mit Axel Radtke unter der Telefonnummer 0171/ 956 53 09 in Verbindung setzen, um nähere Auskünfte zum Ablauf zu erhalten. Vielen Dank!

 Ihre Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit 

 


 

Überraschende Ablehnung der Windradplanung

Eigentlich hatte der Landschaftsförderverein mit einer Genehmigung des Windeignungsgebietes im Wald bei Hohenbruch, Neuendorf und Beetz/Sommerfeld gerechnet und sich auf ein Klageverfahren eingestellt.

Zumal die Planung im vorigen November trotz aller Proteste, Stellungnahmen und einer Petition von der Regionalversammlung in Neuruppin beschlossen wurde. Dass jetzt die fehlende Zustimmung des Umweltministeriums zu 4 der insgesamt 34 beplanten Windeignungsgebiete die Planung zu Fall brachte, überraschte nicht nur die Regionalplaner, sondern auch uns. Weil Artenschutzbedenken bzw. vorhandene Brutstätten von Schwarzstorch und Seeadler mit ihren Schutzbereichen bisher nicht den Bau von Windrädern in vielen anderen Gebieten verhindern konnten.

Ob man im Land jetzt wirklich mehr für den Artenschutz tun will? Ob der Klimawandel oder die unmittelbar bevorstehende Landtagswahl eine Begründung für das Umdenken ist, wissen wir nicht. Die Begründung der Landesverwaltung liegt noch nicht vor. Ein Bild kann man sich nur aus der aktuellen Presseberichterstattung machen. Dazu die folgenden Links:

https://www.maz-online.de/Lokales/Oberhavel/Kremmener-Landschaftsfoerderverein-begruesst-Veto-gegen-Windkraft-im-Wald-zwischen-Sommerfeld-und-Neuhof

https://www.moz.de/landkreise/ostprignitz-ruppin/neuruppin/neuruppin-artikel/dg/0/1/1744961/

https://www.prignitz-oberhavel.de/news/oeffentlich/presseinformation-rep-fw.html

https://www.erneuerbareenergien.de/brandenburg-leitet-zweites-moratorium-gegen-windparks-ein

Hartmut Rakow

 


 

LFV Kalender 2020 - vom Landschaftsförderverein Oberers Rhinluch e.V.

  • 01-jan
  • 03-maerz
  • 04-april
  • 06-juni

Er ist schon wieder da - unser Kalender für das Jahr 2020.

Seine Sichtpremiere feierte er am 10. August zu unserem 17. Vereins (Turm) Fest.

Danke den Fotografen und der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit für diese Arbeit.

Unser Kalender kann unkompliziert in einem Abonnement bezogen werden. Sie senden uns eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit ihrem Wunsch und erhalten damit (fast) druckfrisch jedes Jahr unaufgefordert den Kalender.

Ebenso einfach kann die Bestellung über folgenden Link laufen: Klick zu einer Bestellung

 

 

 


Sollten Sie Aufnahmen auf unserer Website entdecken, die das Persönlichkeitsrecht verletzen, bitten wir um eine Information an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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