+++ LFV Ticker 2021-02-15 +++


Nun kann der Frühling kommen – Schilfschnitt im Unkenteich
  • Bild-1 Unser Unkenteich im November
  • Bild-2 Unser Unkenteich im Frühling
  • Unkenteich-Linum-LFV-01
  • Unkenteich-Linum-LFV-04
  • Unkenteich-Linum-LFV-08
  • Unkenteich-Linum-LFV-11
  • Unkenteich-Linum-LFV-14
  • Unkenteich-Linum-LFV-18

Jedes Jahr im Herbst ist unser Unkenteich völlig zugewachsen, zwei bis drei Meter hoch und dicht wachsendes Schilf bedeckt große Teile der Teichflächen (Bild 1).

Damit der Teich im Frühjahr wieder so schön aussieht (Bild 2) und von den dort regelmäßig brütenden Wasservögeln weiterhin als Bruthabitat genutzt wird, muss im Winter das Schilf geschnitten, zusammengeharkt und auch aus dem Teich geschafft werden.

Das war richtig viel Arbeit, die aber bei Minusgraden und Sonnenschein sogar Spaß machen kann. Außerdem ist Bewegung an der frischen Luft gesund und ein Schwätzchen mit Gleichgesinnten im gebotenen Corona-Abstand war auch nicht zu verachten. So haben sich verteilt von Donnerstag bis Samstag der letzten Woche Freiwillige getroffen, um sich mit technischer Unterstützung des Landwirtes Sebastian Petri an die Arbeit zu machen.

Wir danken insbesondere Herrn Dr. Schneider vom Vogelschutz-Komitee (VSK) fürs Vorbereiten und Begleiten der Aktion durch Technik- und Mitarbeiter-Einsatz (Danke, lieber Ingo!). Und: der Naturschutzstation Rhinluch für „man+womanpower“ sowie die zur Verfügung gestellten gepflegten Arbeitsgeräte.

Am Samstagnachmittag war dann das Werk gelungen und sogleich wurden auch die Wasserzuläufe geöffnet, um den Teich zu fluten. Nun kann der Frühling kommen, Zwergtaucher, Rothalstaucher, Blässhühner und Graugänse können mit Balz und Brut beginnen und Moorfrösche und Rotbauchunken dort erfolgreich laichen.

Text: Detlef Hase
Bilder: Detlef Hase, Klaus Michalek, André Neumann, Jana Albrecht

 


Ausgezeichneter „Moor-Klimawirt“

Landwirt Sebastian Petri war uns diesmal mit einer neuen Moorraupe bei der Schilfmahd im Unkenteich behilflich.

Mehr und mehr setzt er auf moorschonende Technik, um die Niedermoorflächen im Rhinluch bei möglichst hohen Grundwasserständen bewirtschaften zu können. Nicht erst seit gestern werben er und seine Frau Juliane für hohe Grundwasserstände und den aus Klimasicht notwendigen Erhalt und die Wiederherstellung von Mooren als CO2- und Wasserspeicher.
Für sein langjähriges Engagement wurde Sebastian kürzlich vom Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) mit dem Landschaftspflegepreis ausgezeichnet. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich innerhalb weniger Minuten hier ein Bild machen:

https://youtu.be/5rZCXa4ByU8

 


Biber ganz nah
  • 01-Biberbäume
  • 02-Biberdamm
  • 03-Biber-in-der-Grabenböschung-I
  • 04-Biber-in-der-Grabenböschung-II

Biber sind meistens scheu und nachtaktiv – und Ausnahmen bestätigen die Regel.

Am Samstag staunten einige Spaziergänger nicht schlecht, als sie auf dem Eis am Graben beim Beobachtungsturm des Landschaftsfördervereins im Teichland Linum einen Biber beobachten konnten. Biber halten keinen Winterschlaf, sondern eher nur eine zeitweilige Winterruhe. Von Zeit zu Zeit verlassen sie den Biberbau, um kleine Zweige und Rinde zu futtern, dünne und dicke Bäume anzunagen und ihre Biberdämme auszubessern.

Nah bei unserem Beobachtungsturm am Unkenteich hat ein Biber seine Biberburg gebaut. Und scheinbar hat sich der Burgbesitzer an die menschliche Nähe etwas gewöhnt. Das heißt, wenn man sich ruhig verhält und ein Weilchen still stehen bleibt, dann ist mit etwas Glück das stattliche Nagetier, das bis zu 30 kg wiegen kann, durch das Unterholz hindurch zu sehen. Auch einen kleinen Biberdamm kann man dort entdecken. Mit seinen Bauwerken reguliert der Biber den Wasserstand so, dass der Eingang in seine Biberburg unter dem Wasserspiegel liegt. Da der Wasserstand unterhalb des Biberdammes niedriger ist als oberhalb, entsteht am Biberdamm ein kleine Strömung, mit dem Effekt, dass dort das Grabenwasser später oder gar nicht zufriert.

An solchen Wasserlöchern sieht man im Winter dann manchmal den Graureiher oder sogar einen Eisvogel auf Beute lauern. So erleichtert der Biber den Fische fressenden Vogelarten, einen harten Frostwinter zu überstehen.
Text + Fotos: Detlef Hase

 


Winterstress
  • 100-Grünlinge verteidigen ihre Sonnenblumenkerne
  • 101-Feldsperling im Anflug
  • 102-Buntspecht am Meisenbollen
  • 103-Auch Erdnüsse sind lecker
  • 104-Was der Buntspecht kann, kann auch der seltene Mittelspecht
  • 105-Auch der Kleiber mag den Meisenknödel
  • 106-Grünling im Anflug
  • 107-Sumpfmeise am Erdnussbeutel
  • 108-Die Blaumeise mag es akrobatisch
  • 109
  • 110-Haubenmeise ganz nah
  • 112-Winterliches Rotkehlchen

Frei lebende Vögel sind Wildtiere, die sich bei normalem Winterwetter auch gut selbst ernähren können, so dass es gesunde Tiere auch ohne menschliche Hilfe gut in den Frühling schaffen.

Allerdings können ungewöhnliche Kälteperioden zu einer höheren Mortalität führen. Besonders betroffen ist z. B. der Eisvogel, der täglich bis zu 10 kleine Fische fangen muss, um seinen Energiebedarf zu decken. Wenn alle Gewässer zugefroren sind, dann kann es vorkommen, dass bis zu 90% der Eisvogelpopulation in einer Region den Winter nicht überleben. So extrem sind viele andere Vogelarten jedoch nicht gefährdet. Aber kleine Singvögel - wie z. B. die Blaumeise - können in einer klirrend kalten Winternacht bis zu 20% ihres Körpergewichtes verlieren, denn Fettreserven werden aufgebraucht, um die Körpertemperatur zu halten. Dann ist eine vorübergehende Vogel-Winterfütterung als Nahrungshilfe durchaus sinnvoll, damit die Vögel möglichst rasch ihre Energiereserven wieder auffüllen können.

Leider sind viele Naturräume und viele Gärten in einem nicht sehr vogelfreundlichen weil besonders artenarmen Zustand, denn es fehlen Bäume und Sträucher, die den Vögeln ausreichend Samen und Beeren anbieten und Insekten und Spinnen als Winterversteck dienen können. Die ausgeräumten Naturräume machen den Vögeln das Überleben in kalten Winternächten also nicht leichter. Viele Menschen geben oft ziemlich viel Geld aus für ihre Wintervogelfütterung im Garten oder auf dem Balkon und übersehen dabei, dass mit diesen Ausgaben Garten und Balkon auch erheblich vogelfreundlicher bepflanzt und gestaltet werden können.

Bei Schnee und Frost macht es viel Spaß, an der Vogelwinterfütterungsstelle das rege Flattern zu beobachten. Und Liebe geht bekanntlich durch den Magen, das gilt nicht nur für das Beobachten, sondern auch für das Fotografieren der gefiederten Wintergäste. Viele Meisenarten besuchen besonders häufig die Winterfutterstellen, manchmal futtern sogar Spechte von den Meisenbollen. Auch Spatzen, Rotkehlchen und Kleiber sind dort häufig zu sehen. Buchfinken und Amseln picken gerne das Winterfutter auf, das auf den Boden gefallen ist. Und Grünfinken haben eine besondere Vorliebe für Sonnenblumenkerne.

Was bei einer artgerechten Winterfütterung alles zu beachten ist, das kann man z. B. auf diesen NABU-Seiten nachlesen:

https://niedersachsen.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/winterfuetterung/index.html

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/vogelfuetterung/00840.html

Text + Fotos: Detlef Hase

 


Sollten Sie Aufnahmen auf unserer Website entdecken, die das Persönlichkeitsrecht verletzen, bitten wir um eine Information an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

+++ LFV Ticker 2020-11-26 +++

 


Foto: Helga Müller-Wensky

Von Mitte September bis in den November hinein ist das Rhin-Havelluch Anziehungspunkt für tausende Kraniche. 

Über die diesjährige Herbstrast der Kraniche in unserer Region 

Im Herbst, zur Erntezeit, sammelten sich wie jedes Jahr tausende Kraniche im Rhin-Havelluch, um sich auf den Weiterflug in ihre Überwinterungsgebiete vorzubereiten. Sie kommen aus ihren Brutgebieten in Skandinavien, Polen, dem Baltikum und auch Brandenburg und fressen sich Reserven für den Weiterzug in ihre Überwinterungsgebiete in Südfrankreich und Spanien an.

Auf den abgeernteten Feldern suchten sie tagsüber Nahrung. Abends flogen sie in das Linumer Teichgebiet und die umliegenden Wiesen ein. Dank der vom Landesamt für Umwelt mit Landwirten vereinbarten Maßnahmen konnten einige Flächen flach angestaut werden. Dies hat den Vorteil, dass sich die Kraniche nachts auf verschiedene Bereiche verteilen können.

Auch in diesem Herbst wurden die rastenden Kraniche unter Federführung des Landschaftsfördervereins Oberes Rhinluch e.V. beobachtet und gezählt – selbstverständlich unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen.

  • 01-Mondkraniche
  • 02-Sonnenaufgang-im-Luch
  • 03-Kraniche-am-Morgenhimmel
  • 06-Kranichrufen-im-Nebel
  • 08-Alt-und-Jung
  • 15-Rückflug-ins-Schlafgewässer
  • 16-Abendstimmung-im-Luch
Fotos: Detlef Hase

Zahlen – Fakten – Eindrücke

 

Die Zahlen
Unser Zeitraum der wöchentlichen Kranichzählungen: 22.09.2020 bis 10.11.2020.
Mit einem Klick sind alle Zählergebnisse auf unserer Site Kranichschutz zu sehen.

Anzahl der Zähler*innen
Regelmäßig zwischen 20 und 28 Personen

 

Die Fakten
Die ehrenamtlichen Zähler scheuten sich nicht, acht Wochen lang jeden Dienstag frühmorgens nach Linum zu fahren, um bereits zum Sonnenaufgang mit dem Zählen zu beginnen. Die von den Schlafplätzen kommenden Kraniche wurden in einem Zeitfenster von ca. 2 Stunden erfasst. Praktikanten und Teilnehmende des Bundesfreiwilligendienstes aus der NABU Storchenschmiede und der Naturschutzstation Rhinluch unterstützten die Zählungen.

In der Regel konnten 13 Sektoren von Zietenhorst über Hakenberg und Linum bis nach Linumhorst besetzt werden. Dies ermöglichte, die ausfliegenden Vögel in allen Richtungen zu erfassen. Außer am 13.10.2020 – an jenem Morgen verhinderte undurchdringlicher Nebel die Zählung.

Mit großem Engagement hat unser Vereinsmitglied Moriz Rauch gemeinsam mit Frau Rauch Ringablesungen bei den äsenden Kranichen vorgenommen. Dabei bestätigte sich, dass neben Vögeln aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern vor allem Kraniche aus Finnland, dem Baltikum sowie aus Polen im Oberen Rhinluch rasten.

 

Persönliche Eindrücke
Auf den ersten Blick vermitteln die Zahlen im Vergleich zu den Vorjahren einen Rückgang der Rastpopulation. Beobachtungen beim abendlichen Einflug in der 42. KW legen die Vermutung nahe, dass wir am 13.10. ohne Nebel die höchste Anzahl an Vögeln hätten verzeichnen können.

Das Rast- und Zugverhalten der Kraniche ist ein dynamischer Prozess. Abweichungen am Zählbestand gegenüber den Vorjahren ergeben sich durch das Aufsuchen „neuer, attraktiver“ Rastplätze, und/oder einem  längeren Verweilen am Schlafgewässer bis in den späten Vormittag hinein. Auch  Änderungen der Zugrouten durch witterungsbedingte Beeinträchtigungen sowie das noch vorhandene Nahrungsangebot auf den Feldern beeinflussen das Zuggeschehen.

Mit einem „Paukenschlag“ endete die Kranichrast in diesem Herbst. Wurden am 3. November noch knapp 46.000 Vögel erfasst, schrumpfte das Ergebnis eine Woche später auf ca. 2.300 Vögel. In diesem Zeitraum erfuhr ich über persönliche Kontakte von verstärktem Kranichzug über Thüringen und Nordhessen sowie NRW und Rheinland-Pfalz. Dabei waren sicherlich auch viele Kraniche, die zur   Herbstrast das Rhinluch aufsuchten. Dies deckt sich mit Beobachtungen/Zählungen, die in verschiedenen Bundesländern durchgeführt werden – koordiniert durch Kranichschutz Deutschland.

Inzwischen halten sich mehrere zehntausend Kraniche in ihren Winterquartieren in Frankreich und Spanien auf.

In den vergangenen Tagen trafen immer noch kleinere Trupps aus Richtung Uckermark bzw. Polen in unserer Region ein. Wahrscheinlich werden auch wieder einige hundert Kraniche die Wintermonate im Oberen Rhinluch verbringen, es sei denn, Schnee und Eis machen eine Futtersuche unmöglich.

Neben den ehrenamtlichen Kranichzählern waren auch wieder zahlreiche große und kleine Besucher*innen der Region von den „Vögeln des Glücks“ fasziniert.
Im Namen des LFV Oberes Rhinluch e.V. möchte ich mich bei Allen herzlich bedanken, die an unseren Zählungen teilgenommen haben.

Text & Foto: Helga Müller-Wensky

 


Novemberblues
  • 11_Silberreiher-I
  • 12-Silberreiher-II
  • 13-Silberreiher-III
  • 14-Eisvogel-I
  • 15-Eisvogel-II
  • 16-Eisvogel-III

Graue und kurze Tage ohne Sonnenschein, oft wird es gar nicht richtig hell und depressive Stimmungen drohen - aber in Wirklichkeit gibt es keinen Grund, Trübsal zu blasen.

Gerade wegen der C-Pandemie sollten wir die frische feuchte Luft genießen und raus in die Rhinluchnatur, z. B. zu den Linumer Teichen. Die Kraniche sind schon "abgereist", in den sonnigen Süden. Wie schön wäre es, könnten wir mitfliegen, mit den Vögeln des Glücks, die immun sind gegen das verdammte C-Virus. Aber es macht wenig Sinn, sich auf das zu fokussieren, was unerreichbar ist. Also auf geht's, in die schöne November-Rhinluchnatur, mit dicker Jacke, Handschuhen und Pudelmütze.

Nach all dem Trubel zur Herbstrast der Kraniche ist es nun sehr sehr still im Teichgebiet - toll! Fast einsam der Rundweg, ohne Gäste die kleine Teichwirtschaft. Auch die Novemberstille kann man/frau genießen. Und was es dort immer noch alles zu entdecken gibt: Viele Kormorane auf den nun blattlosen Birken, Gänse und Enten, die laut schnatternd vor dem nahenden Seeadler fliehen, junge Schwäne, die im Teichgebeit umherfliegen und elegante weiße Silberreiher, die leider viel zu schnell vor dem Beobachter auf und davon fliegen. Und mit viel Glück ist bei dem kleinen Hafen sogar der Eisvogel zu entdecken. Also sollten wir auch diese meist trübe Jahreszeit genießen!

Text + Fotos Detlef Hase



Arbeitseinsatz im Unkenteich
  • 11-Der-Unkenteich-im-Frühjahr
  • 12-Rufende-Rotbauchunke
  • 13-Grünfrosch-im-Unkenteich
  • 14-Moorfrosch
  • 15-Ehrenamtliche-Handarbeit-und
  • 16-professionelle-Unterstützung
  • 17-Zusammenharken-des-Schilfschnittes
  • 18-Rothalstaucher-am-Nest
  • 19-Kranichküken-im-Teich
  • 20-Der Unkenteich-im-Frühjahr

So schön sieht der vom Landschaftsförderverein gepachtete Unkenteich im Frühjahr aus (Bild 11).

Wir pflegen diesen Teich regelmäßig für unsere Amphibien wie z. B. Rotbauchunke (Bild 12), Grünfrosch (Bild 13) oder Moorfrosch (Bild 14).

Allerdings muss in jedem Herbst/Winter das Schilf geschnitten werden (Bilder 15 + 16 + 17), damit die Rothalstaucher und Kraniche (Bilder 18 + 19) sowie andere Wasservögel wieder freie Wasserflächen haben, um dort erfolgreich brüten zu können.

Leider muss der für den Dezember bereits geplante Arbeitseinsatz nun ausfallen, weil noch zuviel Nässe im viel zu weichen Teichboden ist. Nun hoffen wir nicht etwa auf einen trockenen Winter, denn sehr viel mehr Wasser braucht das Luch nach den extrem trockenen Jahren. Wir hoffen folglich auf einen frostigen Januar, denn wenn der Teichboden gefroren ist, können wir dort unsere Schilfschnittarbeiten am besten ausführen. Und wie jedes Jahr brauchen wir viele helfende Hände. Wir werden deshalb rechtzeitig über die geplanten Termine für die Schilfschnittarbeiten informieren und hoffen auf tatkräftige Unterstützung von Vereinsmitgliedern und Vereinsfreunden, damit der Unkenteich dann wieder so schön aussieht (Bild 20).

Und gemeinsame Teamarbeit an der frischen Luft macht nicht nur Spaß, sondern ist auch gesund!   

Text: Detlef Hase

Fotos: Karl-Heinz-Sass (12); André Neumann (14) und Detlef Hase


 

Fotokalender vom Landschaftsförderverein (LFV) Oberes Rhinluch e.V.

Obligatorisch die freundliche Ermunterung, unseren Foto-Kalender zu erwerben. Natürlich nun für Freunde, Verwandte und Bekannte, da der Eigenbedarf bereits gedeckt ist?

Unser Kalender mit regionalem Bezug hat seine Freunde auch 100 km vom Oberen Rhinluch entfernt gefunden. Wie z.B. in einer Tagesstätte für ältere Mitmenschen, die, auf ihre Kindheit und Jugendzeit zurückblickend, mit Tränen in den Augen, sich an die erlebte Natur erinnern. 

Die Landschafts- und Tieraufnahmen aus dem Kalender für 2021 sind ausdrucksstark. Nochmals ein großes und kräftiges Danke an alle Fotografen, die ihre Aufnahmen dem LFV zur Verfügung gestellt haben.

Kalender "Im Oberen Rhinluch"   Bestellung
Buch "Im Oberen Rhinluch - Unser Schönes Naturerbe"   Bestellung

 

AG Öffentlichkeit


 

Natur ist überall
  • 01-Kremmen-Waldohreule
  • 02-Kremmen-Waldohreule
  • 03-Kremmen-Waldohreule
  • 04-Kremmen-Waldohreule
  • 05-Kremmen-Waldohreule

Bei einem Spaziergang durch die Kremmener Altstadt fallen unter einer noch spärlich belaubten Linde viele Vogelkleckse auf.

Ein Blick in den Baum lässt Erstaunliches entdecken: Dort sitzen tagsüber mehr als ein Dutzend Waldohreulen und lassen sich vom Autoverkehr, von den Fußgängern und den Fotografen überhaupt nicht stören. Wir sind gewohnt, dass die meisten Wildtiere vor den Menschen eilig die Flucht ergreifen, umso schöner, wenn sie sich aus der Nähe betrachten lassen. Doch was führt die Eulen gerade zu diesem Baum mitten in der Stadt?

Bekannt ist, dass manche Vögel in der kalten Jahreszeit die Stadt aufsuchen, weil es dort meistens einige Grade wärmer ist als im Umland. Ob das auch für die Eulen gilt, ist jedoch ungewiss. Genauso, wie niemand weiß, wie lange sie dort noch verweilen.   

Text und Bilder: Detlef Hase

 


Sollten Sie Aufnahmen auf unserer Website entdecken, die das Persönlichkeitsrecht verletzen, bitten wir um eine Information an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

+++ LFV Ticker 2020-10-14 +++

 


Zugwetter für die Kraniche
  • 01-Viele-Kraniche-fliegen
  • 02-Viele-Kraniche-fliegen
  • 03-In-Eile
  • 04-Kranichstreit
  • 05-Landeanflug
  • 06-Gefiederpflege
  • 07-Neugieriger-Blick-zum-Fotoversteck
  • 08-Kranichflügel
  • 09-Kranichpaar
  • 10-Gemeinsame-Futersuche
  • 11-Rufende-Kraniche-auf-dem-Maisfeld
  • 12-Kranichfamilie-am-blauen-Himmmel

Ende September/Anfang Oktober 2020:
Der Wetterbericht verkündet sommerliche Temperaturen, tagsüber viel Sonnenschein und Wind aus östlichen Richtungen. Optimales Zugwetter für die Kraniche, die aus ihren Brutgebieten im nordöstlichen Brandenburg, aus Polen und dem Baltikum sogar aus Finnland zur Herbstrast ins Rhinluch kommen.  Bereits früh morgens treffen die ersten Gruppen ein. Offensichtlich sind sie nachts geflogen und haben sich dabei an den Magnetfeldern der Erde sowie am Mondkompass orientiert. Im Laufe des Tages kündigt lautes Trompeten die Ankunft weiterer Kraniche an. Sie gesellen sich zu den anderen. Einige Vögel setzen sich zum Ausruhen auf den Boden, andere betreiben Gefiederpflege oder stochern in der Erde.
Die Kranichsaison im Rhinluch ist eröffnet. Auf abgeernteten Maisstoppelfeldern sowie auf Grünland lassen sich die  Vögel bei der Nahrungssuche beobachten. Durch die anhaltende Trockenheit der Sommermonate sind Wasserflächen für die Schlafplätze begrenzt. Die Vögel nutzen jede geeignete, feuchte Stelle, um die Nacht zu verbringen. Oft teilen sie sich diese noch mit den rastenden, nordischen Gänsen. Die nächsten Tage ist Regen angesagt, dann wird sich die Schlafplatzsituation vermutlich entspannen.

Am 29.09.2020 wurden bei der morgendlichen Zählung 40.062 Kraniche gezählt.

Am 06.10. wurden rd. 57.000 Kraniche gezählt. Am 13.10. mussten wir die Zählung wegen des dichten Nebels leider vorzeitig beenden.

Zwischen Ende September und Mitte November ermitteln wir wöchentlich die Anzahl der rastenden Kraniche  im Rhinluch.
Die Zählerinnen und Zähler treffen sich dienstags vor Sonnenaufgang in der Naturschutzstation in Linum - gegenüber der Kirche.  

Gerne können Kranichbegeisterte sich anschließen. Die genauen Termine und Uhrzeiten bitte unter 030/402 64 30 erfragen.

Beeindruckende Kranichbeobachtungen und schöne Herbsttage,

Text: Helga Müller-Wensky
Bilder: Detlef Hase

 


 

Kraniche beobachten ohne zu stören
  • 01-Kranich-im-Anflug-2020-1012_DSC7955
  • 02-Kranich-im-Anflug-2020-1012_DSC7960
  • 03-Gefiederpflege-2020-1012_DSC7773
  • 04-Gefiederpflege-2020-1012_DSC7783
  • 05-Jungkranich-2020-1012_DSC7790
  • 06-Kranichstreit-2020-1012_DSC7994
  • 07-Kranichstreit-2020-1012_DSC7996
  • 08-Kranichruf-2020-1012_DSC7926
  • 09-Rufende-Kranichfamilie-2020-1012_DSC7938
  • 10-In-Eile-2020-1012_DSC7972
  • 11-Im-Landeanflug-2020-1012_DSC7893
  • 12-Im-Landeanflug-2020-1012_DSC7898

Leider müssen wir immer wieder beobachten, dass es durch unvorsichtige Kranichbeobachter und Kranichfotografen zu Störungen kommt, wenn die Vögel auf den Feldern nach Nahrung suchen.

Werden die Kraniche aufgescheucht, verbrauchen Sie Energiereserven, die sie für den Weiterflug in den Süden dringend benötigen. Und für viele Kranichtouristen ist es ärgerlich, wenn um 11:00 Uhr kaum noch Kraniche zu sehen sind, weil sich die Vögel auf nicht zugängliche und nicht einsehbare Flächen zurückgezogen haben.

Deshalb haben wir die Bitte, nicht aus dem Auto auszusteigen und die Vegetation als Tarnung zu nutzen. Der frei in der Landschaft stehende Mensch ist für die Kraniche bedrohlich, das ist folglich zu vermeiden.

Die beigefügten Aufnahmen wurden am 13.10. innerhalb von zwei Stunden alle aus dem Auto heraus aufgenommen, dies beweist: Wenn Mensch ruhig im Auto sitzen bleibt, dann kommen die Vögel nach einiger Zeit dicht an den Ackerrand, um nach Maiskolben zu suchen. So sind schöne Aufnahmen und Beobachtungen möglich.

Text und Bilder. Detlef Hase       

 

 


 

Raus ins Havelländische ...
  • Wanderung-Jahnberge-LFV-01
  • Wanderung-Jahnberge-LFV-02
  • Wanderung-Jahnberge-LFV-03
  • Wanderung-Jahnberge-LFV-04
  • Wanderung-Jahnberge-LFV-05
  • Wanderung-Jahnberge-LFV-06
  • Wanderung-Jahnberge-LFV-07
  • Wanderung-Jahnberge-LFV-08
  • Wanderung-Jahnberge-LFV-09
  • Wanderung-Jahnberge-LFV-10
  • Wanderung-Jahnberge-LFV-11

... Luch zog es Mitte September an einem wunderschönen Spätsommersonntag etwa 20 begeisterte LFV-Mitglieder und Freunde unseres Vereins zur Wanderung in die Jahnberge bei Paulinenaue.

Treffpunkt war der Bahnhof von Paulinenaue. Nach kurzer Begrüßung aller Anwesenden durch den Vereinsvorsitzenden übernahm Anke Goersz vom NABU Osthavelland, die zugleich Kranichschutzbeauftragte für das Havelländische Luch und LFV-Mitglied ist, das Zepter und weihte die Wanderfreudigen zunächst in die spannende Geschichte des Ortes sowie seiner Umgebung ein. Von einigen darin erwähnten historischen Gebäuden konnten wir uns sogleich bei kurzen Zwischenstopps auf unserer Weiterfahrt zu den Jahnbergen überzeugen. Selbstverständlich durfte auch ein (Über-)Blick auf den Kranichsammelplatz nicht fehlen!

Auf holprigen Wegen am Fuße des Naturschutzgebietes "Große und Kleine Jahnberge" angekommen, stellte sich sodann Heiko Hammerschmidt als zuständiger Gebietsbetreuer im Auftrag der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe unserer Wandergruppe vor, erläuterte die Entstehung sowie Besonderheiten der Jahnberge und führte uns zu den Trockenrasenflächen, auf denen anderenorts bereits selten gewordene Pflanzenarten zu unserer Freude weiterhin vorkommen. Trotz der bereits fortgeschrittenen Jahreszeit gab es für uns noch einige blühende Pflanzenkostbarkeiten zu entdecken. Daran haben auch die als "besondere Landschaftspfleger" eingesetzten Schafe einen großen Anteil, da sie die empfindliche Fläche möglichst bodenschonend bewirtschaftend von Baum- und Strauchaufwuchs befreien und so zum Erhalt des empfindlichen Biotops beitragen.

Weitergehende Informationen zum NSG bietet das beigefügte/verlinkte Hinweisblatt der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe --> PDF Anzeige/ Download

Alles in allem war es ein sehr abwechslungsreicher Tag, an dem alle an Natur und Geschichte Interessierten zusammenfanden.

Text: Sebastian Partzsch
Bilder: Jana Albrecht

 

 


 

LFV-Kalender 2021 "Im Oberen Rhinluch"
& unser Naturfotobuch „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe“


  • LFV-Kalender-2021-004
  • LFV-Kalender-2021-006
  • LFV-Kalender-2021-008
  • LFV-Kalender-2021-010

Sichern Sie sich den Rhinluch Kalender 2021.

13 wunderbare Augenblicke begleiten Sie durch das kommende Jahr.

Mit dem Erwerb unseres Kalenders unterstützen Sie unsere ehrenamtliche Naturschutzarbeit in der Region.

Wollen Sie mehr? …, dann empfehlen wir Ihnen unser Naturfotobuch „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe“.

 Zu bestellen über folgende eMail Adressen:

 

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Foto: D. Hase, K. Michalek, K.-H. Sass, A. Neumann

 

 


 

November-Stammtisch

Es ist wieder so weit!

Nach einigen Monaten Pause möchten wir es uns im kommenden Monat mal wieder so richtig an unserem Stammtisch gemütlich machen und über Vereinsarbeit und Privates reden.

Für Freitag, 06.11.2020, laden wir daher um 19:00 Uhr recht herzlich in die Kremmener "Scheune 29" ins Scheunenviertel ein.

 

 


 

Ökofilmtour

"Wohin ziehen die Kraniche?"

Das ist der Film-(titel) von Jens Hamann, der im Rahmen der Ökofilmtour 2020 gezeigt wird.

Woher kommen sie und wohin fliegen sie? Der Film zeigt, wie der Jung-Kranich Grusini einen Sender bekommt, damit wir seine erste große Reise mit seinen Eltern verfolgen können. Aber nicht nur, wohin Grusini fliegt, sondern auch, wie wichtig gute Rast- und Schlafplätze für die wunderbaren Vögel sind, beobachten wir im Film.

Danach geht es zu den Beobachtungspunkten, wo der Einflug der Kraniche in ihre Schlafgewässer zu sehen ist.

Sonnabend, 31. Oktober 2020, 16:15 Uhr

Gemeindezentrum
Linum - Nauener Straße 17e,
16833 Fehrbellin

Ökofilmtour Einladung Download

 

 


Sollten Sie Aufnahmen auf unserer Website entdecken, die das Persönlichkeitsrecht verletzen, bitten wir um eine Information an post@oberes-rhinluch

 

Unterkategorien