+++ LFV Ticker 2020-10-14 +++

 


Zugwetter für die Kraniche
  • 01-Viele-Kraniche-fliegen
  • 02-Viele-Kraniche-fliegen
  • 03-In-Eile
  • 04-Kranichstreit
  • 05-Landeanflug
  • 06-Gefiederpflege
  • 07-Neugieriger-Blick-zum-Fotoversteck
  • 08-Kranichflügel
  • 09-Kranichpaar
  • 10-Gemeinsame-Futersuche
  • 11-Rufende-Kraniche-auf-dem-Maisfeld
  • 12-Kranichfamilie-am-blauen-Himmmel

Ende September/Anfang Oktober 2020:
Der Wetterbericht verkündet sommerliche Temperaturen, tagsüber viel Sonnenschein und Wind aus östlichen Richtungen. Optimales Zugwetter für die Kraniche, die aus ihren Brutgebieten im nordöstlichen Brandenburg, aus Polen und dem Baltikum sogar aus Finnland zur Herbstrast ins Rhinluch kommen.  Bereits früh morgens treffen die ersten Gruppen ein. Offensichtlich sind sie nachts geflogen und haben sich dabei an den Magnetfeldern der Erde sowie am Mondkompass orientiert. Im Laufe des Tages kündigt lautes Trompeten die Ankunft weiterer Kraniche an. Sie gesellen sich zu den anderen. Einige Vögel setzen sich zum Ausruhen auf den Boden, andere betreiben Gefiederpflege oder stochern in der Erde.
Die Kranichsaison im Rhinluch ist eröffnet. Auf abgeernteten Maisstoppelfeldern sowie auf Grünland lassen sich die  Vögel bei der Nahrungssuche beobachten. Durch die anhaltende Trockenheit der Sommermonate sind Wasserflächen für die Schlafplätze begrenzt. Die Vögel nutzen jede geeignete, feuchte Stelle, um die Nacht zu verbringen. Oft teilen sie sich diese noch mit den rastenden, nordischen Gänsen. Die nächsten Tage ist Regen angesagt, dann wird sich die Schlafplatzsituation vermutlich entspannen.

Am 29.09.2020 wurden bei der morgendlichen Zählung 40.062 Kraniche gezählt.

Am 06.10. wurden rd. 57.000 Kraniche gezählt. Am 13.10. mussten wir die Zählung wegen des dichten Nebels leider vorzeitig beenden.

Zwischen Ende September und Mitte November ermitteln wir wöchentlich die Anzahl der rastenden Kraniche  im Rhinluch.
Die Zählerinnen und Zähler treffen sich dienstags vor Sonnenaufgang in der Naturschutzstation in Linum - gegenüber der Kirche.  

Gerne können Kranichbegeisterte sich anschließen. Die genauen Termine und Uhrzeiten bitte unter 030/402 64 30 erfragen.

Beeindruckende Kranichbeobachtungen und schöne Herbsttage,

Text: Helga Müller-Wensky
Bilder: Detlef Hase

 


 

Kraniche beobachten ohne zu stören
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Leider müssen wir immer wieder beobachten, dass es durch unvorsichtige Kranichbeobachter und Kranichfotografen zu Störungen kommt, wenn die Vögel auf den Feldern nach Nahrung suchen.

Werden die Kraniche aufgescheucht, verbrauchen Sie Energiereserven, die sie für den Weiterflug in den Süden dringend benötigen. Und für viele Kranichtouristen ist es ärgerlich, wenn um 11:00 Uhr kaum noch Kraniche zu sehen sind, weil sich die Vögel auf nicht zugängliche und nicht einsehbare Flächen zurückgezogen haben.

Deshalb haben wir die Bitte, nicht aus dem Auto auszusteigen und die Vegetation als Tarnung zu nutzen. Der frei in der Landschaft stehende Mensch ist für die Kraniche bedrohlich, das ist folglich zu vermeiden.

Die beigefügten Aufnahmen wurden am 13.10. innerhalb von zwei Stunden alle aus dem Auto heraus aufgenommen, dies beweist: Wenn Mensch ruhig im Auto sitzen bleibt, dann kommen die Vögel nach einiger Zeit dicht an den Ackerrand, um nach Maiskolben zu suchen. So sind schöne Aufnahmen und Beobachtungen möglich.

Text und Bilder. Detlef Hase       

 

 


 

Raus ins Havelländische ...
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... Luch zog es Mitte September an einem wunderschönen Spätsommersonntag etwa 20 begeisterte LFV-Mitglieder und Freunde unseres Vereins zur Wanderung in die Jahnberge bei Paulinenaue.

Treffpunkt war der Bahnhof von Paulinenaue. Nach kurzer Begrüßung aller Anwesenden durch den Vereinsvorsitzenden übernahm Anke Goersz vom NABU Osthavelland, die zugleich Kranichschutzbeauftragte für das Havelländische Luch und LFV-Mitglied ist, das Zepter und weihte die Wanderfreudigen zunächst in die spannende Geschichte des Ortes sowie seiner Umgebung ein. Von einigen darin erwähnten historischen Gebäuden konnten wir uns sogleich bei kurzen Zwischenstopps auf unserer Weiterfahrt zu den Jahnbergen überzeugen. Selbstverständlich durfte auch ein (Über-)Blick auf den Kranichsammelplatz nicht fehlen!

Auf holprigen Wegen am Fuße des Naturschutzgebietes "Große und Kleine Jahnberge" angekommen, stellte sich sodann Heiko Hammerschmidt als zuständiger Gebietsbetreuer im Auftrag der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe unserer Wandergruppe vor, erläuterte die Entstehung sowie Besonderheiten der Jahnberge und führte uns zu den Trockenrasenflächen, auf denen anderenorts bereits selten gewordene Pflanzenarten zu unserer Freude weiterhin vorkommen. Trotz der bereits fortgeschrittenen Jahreszeit gab es für uns noch einige blühende Pflanzenkostbarkeiten zu entdecken. Daran haben auch die als "besondere Landschaftspfleger" eingesetzten Schafe einen großen Anteil, da sie die empfindliche Fläche möglichst bodenschonend bewirtschaftend von Baum- und Strauchaufwuchs befreien und so zum Erhalt des empfindlichen Biotops beitragen.

Weitergehende Informationen zum NSG bietet das beigefügte/verlinkte Hinweisblatt der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe --> PDF Anzeige/ Download

Alles in allem war es ein sehr abwechslungsreicher Tag, an dem alle an Natur und Geschichte Interessierten zusammenfanden.

Text: Sebastian Partzsch
Bilder: Jana Albrecht

 

 


 

LFV-Kalender 2021 "Im Oberen Rhinluch"
& unser Naturfotobuch „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe“


  • LFV-Kalender-2021-004
  • LFV-Kalender-2021-006
  • LFV-Kalender-2021-008
  • LFV-Kalender-2021-010

Sichern Sie sich den Rhinluch Kalender 2021.

13 wunderbare Augenblicke begleiten Sie durch das kommende Jahr.

Mit dem Erwerb unseres Kalenders unterstützen Sie unsere ehrenamtliche Naturschutzarbeit in der Region.

Wollen Sie mehr? …, dann empfehlen wir Ihnen unser Naturfotobuch „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe“.

 Zu bestellen über folgende eMail Adressen:

 

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Foto: D. Hase, K. Michalek, K.-H. Sass, A. Neumann

 

 


 

November-Stammtisch

Es ist wieder so weit!

Nach einigen Monaten Pause möchten wir es uns im kommenden Monat mal wieder so richtig an unserem Stammtisch gemütlich machen und über Vereinsarbeit und Privates reden.

Für Freitag, 06.11.2020, laden wir daher um 19:00 Uhr recht herzlich in die Kremmener "Scheune 29" ins Scheunenviertel ein.

 

 


 

Ökofilmtour

"Wohin ziehen die Kraniche?"

Das ist der Film-(titel) von Jens Hamann, der im Rahmen der Ökofilmtour 2020 gezeigt wird.

Woher kommen sie und wohin fliegen sie? Der Film zeigt, wie der Jung-Kranich Grusini einen Sender bekommt, damit wir seine erste große Reise mit seinen Eltern verfolgen können. Aber nicht nur, wohin Grusini fliegt, sondern auch, wie wichtig gute Rast- und Schlafplätze für die wunderbaren Vögel sind, beobachten wir im Film.

Danach geht es zu den Beobachtungspunkten, wo der Einflug der Kraniche in ihre Schlafgewässer zu sehen ist.

Sonnabend, 31. Oktober 2020, 16:15 Uhr

Gemeindezentrum
Linum - Nauener Straße 17e,
16833 Fehrbellin

Ökofilmtour Einladung Download

 

 


Sollten Sie Aufnahmen auf unserer Website entdecken, die das Persönlichkeitsrecht verletzen, bitten wir um eine Information an post@oberes-rhinluch

 

+++ LFV Ticker 2020-06-30 +++

 

Elternzeit bei den Störchen
  • 01 Gebaut wird immer
  • 02 Der gespreizte Flügel bietet Küken Schutz vor Hitze
  • 03 Kühle Tropfen für die Storchenkinder
  • 04 Nahrungssuche im flachen Wasser
  • 05  Insektensuche auf einer Blumenwiese
  • 06-stoerche-klappernd-andre-neumann

Zeitig hat sich das Dorf Linum auf die Storchensaison vorbereitet. Mitarbeiter*innen der NABU Storchenschmiede überprüften Anfang des Jahres die Stabilität und Sicherheit der Nester auf Dächern, Schornsteinen und Nistpfählen. „Achtung Gefahr!“ hieß es plötzlich. Auf einem Kirchturmsims und dem Elektrikermast am Ortseingang drohten die Horste abzustürzen. Meister Adebar ist ein wahrer Baumeister. Bis zu drei Meter hoch bauen die Vögel ihre Nester im Laufe der Zeit. Dabei erreicht so ein Meisterwerk auch schon einmal ein Gewicht von zwei Tonnen. Über die Jahre werden die Nester morsch und instabil. Nicht auszudenken, wenn so ein Bauwerk zu Boden stürzt!

Mit Hilfe einer Hebebühne wurden die Horste abgetragen, eine neue stabile Unterlage angebracht und Reisig als erste Nisthilfe ausgelegt. Beide Horste wurden von zurückkehrenden Störchen angenommen. Insgesamt sind neun Nester in diesem Sommer besetzt.

Anfang März kamen die ersten Störche aus ihrem Winterquartier in Afrika nach Linum zurück. Mitte April folgten noch einige Nachzügler. Vermutlich Ostzieher, die durch eine ungünstige Wetterlage über dem Balkan aufgehalten wurden.

Die Männchen trafen zuerst ein und begannen sofort die Nester des Vorjahres mit Zweigen und Ästen auszubessern. Mit Moos, Heu und Federn polsterten sie die Brutstätten aus.  

Wenig später erreichten die Weibchen Linum. Nicht die Attraktivität des Männchens sondern Nistplatztreue lockte die Weibchen zum alten Horst. Mit lautem Schnabelklappern begrüßten sich beide. Dieses Begrüßungsritual findet nun täglich statt, wenn der Partner von der Nahrungssuche zurückkehrt. Dabei  legen die Vögel  die Hälse weit in den Nacken und klappern im Duett unüberhörbar um die Wette.

In den meisten Nestern ist inzwischen der Nachwuchs geschlüpft. Noch schauen die Kleinen nicht über den Nestrand, geduckt kauern sie auf dem Boden. Im Horst auf der Storchenschmiede sind  vier Küken über eine Kamera zu beobachten. Für die Altvögel herrscht eine anstrengende Zeit. Beide Eltern kümmern sich fürsorglich um den Nachwuchs. Ein Elternteil bleibt im Nest. Mit abgespreizten Flügeln beschattet er bei Hitze die Kinder. Bei Kälte und Nässe wärmt er die Jungen, damit sie nicht verklammen und sterben. Der Partner sucht auf den Wiesen nach Kaulquappen, Regenwürmern und Insekten. Eiweißreiche Kost ist angesagt, damit die Jungen schnell zu Kräften kommen. Sogar Wasser „schleppen“ die Alten heran, transportieren es im Kropf, um es über den Schnäbeln des Nachwuchses heraustropfen zu lassen. Feuchte Wiesen in erreichbarer Nähe zu den Horsten bieten ein ausreichendes Nahrungsangebot. Mögliche ungünstige Wetterlagen können den Bruterfolg  der Jungstörche noch beeinträchtigen.

Geht alles gut, kann der Besucher Ende Juni die Jungvögel bei ausgiebigen Flugübungen auf den Nestern beobachten. Mit ausgebreiteten Flügeln springen sie in die Luft um Aufwind zu bekommen. Nach unzähligen Versuchen landen sie auf dem Dachfirst.  Gemeinsam geht die Storchenfamilie nun auf Futtersuche. Auf dem Speiseplan stehen jetzt auch Mäuse, Eidechsen, kleine Schlangen und Frösche.

Anfang August werden sich zunächst die Jungen in kleinen Gruppen auf ihre erste abenteuerliche Reise in die Winterquartiere bis nach Südafrika begeben. Die Altvögel bleiben noch einige Zeit und bei günstigem Zugwetter verlassen auch sie spätestens Ende August das Rhinluch.

Linum, Anfang Juni 2020

Text + Bild 1-5: Helga Müller-Wensky
Bild 6: André Neumann

 

 


 

Schöne Raupe – Schöner Schmetterling
  • 01-Schwalbenschwanz-I
  • 02-Schwalbenschwanzraupe-I
  • 03-Schwalbenschwanzraupe-II
  • 04-Schwalbenschwanzraupe-III
  • 05-Schwalbenschwanz-II

Können Sie sich daran erinnern, wann Sie zuletzt einen Schwalbenschwanz durch die Luft haben gaukeln sehen?

Der Schwalbenschwanz ist ein Tagfalter und gehört zur Familie der Ritterfalter. Mit einer Flügelspanne von 50 – 75 mm gehört er zu unseren größten einheimischen Schmetterlingen.

Früher konnte man diesen schön gefärbten und hübsch gemusterten Falter auch im Oberen Rhinluch ziemlich oft entdecken. In den letzten Jahren ist mir das kaum noch gelungen. Woran mag das wohl liegen? Mein Vermutung: Mit dem zunehmenden Verschwinden von naturbelassenen unbewirtschafteten Flächen in den letzten Jahren sind die Futterpflanzen für die Schwalbenschwanzraupen immer weniger geworden. Viele Schmetterlingsarten legen ihre Eier nämlich nur an bestimmte Pflanzenarten – und verschwinden diese Pflanzen, verschwinden auch allmählich die flatternden Schmetterlinge. Die Raupen des Schwalbenschwanzes ernähren sich von den Blättern verschiedener Doldenpflanzen, so z. B.: Wilde Möhre, Echter Fenchel, Pastinak, Sumpf-Haarstrang, Kleine Bibernelle, Bärwurz oder Weinraute.

Wenn Sie einen Garten haben, dann können Sie solche Schmetterlingsfutterpflanzen in einem kleinen Garteneckchen wachsen lassen. Die Schmetterlinge werden es danken. Die hellgrüne Raupe des Schwalbenschwanzes wird bis zu 45 mm lang, sie ist glatt und unbehaart und hat schwarz-orangerot gepunktete Querbinden. Die Aufnahmen der Schwalbenschwanzraupen entstanden an Fenchelpflanzen in einem großen naturbelassenen Garten, was beweist: Die Schmetterlinge finden die richtigen Futterpflanzen, wenn sie denn vorhanden sind.

Text + Bilder: Detlef Hase

 

 


 

Mitgliederversammlung im Februar 2021

Die für Ende März geplante Mitgliederversammlung für das Vereinsjahr 2019 wurde nach Vorstandsbeschluss wegen der Corona-Pandemie zunächst in den Herbst verschoben, weil wir den Infektionsschutz für vorrangig halten. Viele Vereinsmitglieder, die regelmäßig an den Mitgliederversammlungen teilnehmen, gehören aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe.

Bei der Vorstandssitzung am 26.06. wurde die Durchführung einer Mitgliederversammlung erneut beraten, mit folgendem Ergebnis: die Infektionsgefahr ist noch nicht gebannt und die bisher genutzten Räumlichkeiten in der Museumsscheune Kremmen lassen keinen schützenden Abstand für 30 – 40 Teilnehmer*innen zu.

Deshalb wollen wir im Februar 2021 eine Mitgliederversammlung für die Vereinsjahre 2019 und 2020 durchführen. Dafür werden wir einen Veranstaltungsort wählen, der ausreichende Abstände zwischen den Teilnehmer*innen gewährleistet. Wir hoffen, dass diese Entscheidung für unsere Vereinsmitglieder nachvollziehbar und akzeptabel ist. Gerne können Sie uns Ihre Meinung zu dieser Entscheidung mitteilen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Text: Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit

 

 


 

Traurig: Turmfest abgesagt

Eindrücke aus unseren vorjährigen Festen

Der Vorstand hat auch darüber beraten, ob wir wie in den vergangenen Jahren in der ersten Augusthälfte zu unserem traditionellen Vereinsfest am Unkenteich im Teichland Linum einladen können.

Auch wenn es uns sehr traurig stimmt, halten wir es für wenig sinnvoll, unser schönes Turmfest in diesem Jahr durchzuführen. Selbst wenn diese Veranstaltung im Freien stattfindet, können wir nicht garantieren, dass die erforderlichen Hygieneregeln eingehalten werden können. Auch das gemeinsame Buffet mit leckeren Speisen, die von den Gästen mitgebracht werden, passt nicht zur aktuellen Situation. Kaum kalkulierbar ist zudem die Zahl der Gäste, die einer Einladung folgen würden.

Wegen dieser Unwägbarkeiten werden wir in diesem Jahr das Turmfest nicht durchführen, aber wir versprechen: Das Turmfest im nächsten Jahr wird umso schöner!

Text: Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit

 

 


 

Erfreulich: LFV-Kalender 2021
  • LFV-Kalender-2021-004
  • LFV-Kalender-2021-006
  • LFV-Kalender-2021-008
  • LFV-Kalender-2021-010

Die Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit hat den neuen Naturfotokalender „Im Oberen Rhinluch – 2021“ fast fertig, Bildauswahl und -bearbeitung sind bereits erfolgt. Die Zusagen einiger Sponsoren und Anzeigenkunden stehen noch aus.

Ab Mitte August werden wir den Kalender über unsere Verkaufsstellen in der Region wieder anbieten. Wir bedanken uns bei den Gaststätten und Geschäften, die unseren Kalender verkaufen werden. Eine Übersicht, wo Sie unseren Kalender erwerben können, werden wir im nächsten Ticker versenden.

Selbstverständlich können Sie den Kalender auch über die E-Mail-Anschrift Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellen und dann per Postversand beziehen. Der Kalenderpreis ist mit 8,00 Euro pro Kalender unverändert, für den Postversand berechnen wir 2,00 Euro. Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, dass wir ein Kalenderabonnement anbieten. Wenn Sie sich für ein solches Abo über die o. g. E-Mail-Adresse anmelden, bekommen Sie zukünftig jedes Jahr den neuen LFV-Naturfotokalender nach Erscheinen automatisch in der von Ihnen gewünschten Stückzahl zugesendet. Für Sie hat das den Vorteil, dass Sie nicht mehr daran denken und sich kümmern müssen, für uns hat das den Vorteil, dass wir die Auflagenhöhe besser kalkulieren können.

Abschließend sei noch der Hinweis erlaubt, dass wir mit dem Erlös aus dem Kalenderverkauf unsere ehrenamtliche Naturschutzarbeit in der Region finanzieren. Hierzu gehört u. a. der Erwerb von wertvollen und schützenswerten Naturflächen, das Instandsetzen von wasserbaulichen Anlagen, um Wasser in der Landschaft zu halten, das Pflanzen und Pflegen einheimischer Gehölze, das Anschaffen von Geräten und Werkzeugen für Pflegemaßnahmen am Linumer Unkenteich und weiteren Amphibienteichen in der Region, um nur einige LFV-Aktivitäten zu nennen. Folglich würden wir uns sehr freuen, wenn wir wie in den Vorjahren auch, erneut viele Kalender verkaufen können.

Text: Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit
Foto: D. Hase, K. Michalek, K.-H. Sass, A. Neumann

 


Sollten Sie Aufnahmen auf unserer Website entdecken, die das Persönlichkeitsrecht verletzen, bitten wir um eine Information an post@oberes-rhinluch

 

+++ LFV Ticker 2020-05-20 +++

 

Richtig was los im Frühling - Pinguine (?) auf dem Unkenteich
  • 01-Badender-Schwan
  • 02-Kranicheltern-hüten-zwei-Jungvögel
  • 03-Graugansfamilie-beim-Futtern
  • 04-Wachsame-Rohrweihe
  • 05-Brutpflege
  • 06-Klärendes-Gespräch-bei-den-Rothalstauchern
  • 07-Ständiger-Nestbau
  • 08-Pinguin
  • 09-Jagderfolg-Teichfrosch
  • 10-Heimlicher-Beobachter
  • 11-Nutria-auf-dem-Teich ...
  • 12-… und-plötzlich-vor-dem-Fotografen

Am 08. Februar, nach der jährlichen Schilfmahd, öffnete ich die Wasserzuläufe zu Neumeyers Koppel und dem Obergrund-Koppelteich - unserem Unkenteich. Mit dem Wasser kommen auch gleich die ersten Teichbewohner. Ein Schwan watet durch die noch flachen Pfützen. Ein Stockentenpärchen schwimmt auf einem Wasserloch und die ersten Gänse streiten sich bereits um die besten Brutplätze. Nach knapp zwei Wochen hat der Unkenteich seine optimale Wassertiefe erreicht.

Jeden Freitag kontrolliere ich die Zuläufe und den Wasserstand, so dass unsere Teichbesucher immer die besten Bedingungen haben. Manchmal ist auch die Rohrweihe oder ein Rotmilan dabei, die ebenfalls nach dem Rechten schauen - oder nach dem nächsten „fetten Happen“!?

Ein Kranichpaar hat sich gut versteckt und ist nur für den geübten Beobachter mit Fernglas zu entdecken, es hat an einer Schilfkante ein flaches Nest gebaut. Nach einigen Tagen entdecke ich auf einem meiner Fotos das erste kleine hellbraune Federknäul, ein Ei ist auch noch zu sehen. Einige Tage später treffe ich mich mit meinem Fotofreund Detlef und wir können vom Turm aus beobachten, wie die Eltern-Kraniche zwei kleine hellbraune Küken durch den Teich führen und füttern. Hoffentlich werden sie durchkommen und nicht ein Happen von Rohrweihe und Co.

Auch zwei Rothalstaucher sind zur Hochzeit auf unseren Teich gekommen. Gaaanz weit hinten zwischen einigen  Schilfhalmen haben sie begonnen, ein Nest zu bauen. Aber die Vögel hatten ein Einsehen mit unseren Fotografenwünschen, denn ein paar Tage später wurde ein neues Nest gebaut, viel näher am Wegesrand. Es ist einfach herrlich, die possierlichen Taucher beim Brüten zu beobachten. Ein Vogel sitzt auf dem schwimmenden Nest, der andere holt unaufhörlich Nistmaterial heran und stopft es unter den  im Nest sitzenden Partner. So entsteht nach und nach ein kleiner Nesthügel zum Schutz der zwei cremefarbenen Eier. Aber was ist denn nun mit den Pinguinen?

„Der hat einen Frosch!" ruft Detlef plötzlich. Ich weiß sofort, was los ist. Mein Puls jagt hoch, wir richten unsere Objektive auf den Taucher auf dem Teich und für einige Sekunden ist nur noch das ratternde Geräusch der Auslöser unserer Kameras zu hören. Was für eine Aufregung: Der Rothalstaucher hatte einen Teichfrosch erbeutet, schleudert diesen auf der Wasserfläche umher und schlingt ihn dann mit dem Kopf voran hinunter. Was für ein Spektakel. Der Puls kommt langsam wieder runter.

Ach ja, die Pinguinerklärung fehlt immer noch: Wenn der Rothalstaucher auf dem Nest steht, um die Eier zu wenden und Nistmaterial zu sortieren, zeigt er seine helle, silbrig glänzende Unterseite, die Flügel stehen seitlich etwas ab, und er reckt Kopf und Schnabel etwas vor. Die Figur erinnert wirklich an einen kleinen tollpatschig anmutenden Pinguin. Und wenn er dann vom Nest watschelt und mit dem Bauch voran ins Wasser platscht - eindeutig Pinguin. Wir haben ein dickes Grinsen im Gesicht.

Langsam neigt sich die Sonne zum Horizont, ein aufregender Tag für Tier und Mensch geht wieder zu Ende. Die Blessrallen kraulen durch den Teich, fünf Grauganspaare hüten ihre Gössel, ein Nutria durchschneidet fast unbemerkt die glatte Wasseroberfläche und nahe am Vereinsturm kracht ein Waschbär durchs Schilf. Dann ist wieder Ruhe, nein Quatsch, das Wort Ruhe gibt es am Teich nicht. Das Konzert der Rotbauchunken, in das gelegentlich die Teichfrösche etwas unbeholfen und übermotiviert einstimmen, verstummt nie.

Text + Bilder: André Neumann

 

 


 

Arbeitshandschuhe und Bärlauch auf Butterbrot
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  • 03_14_LFV-Windschutz3
  • Aktion Linumhorst 14.03.20

Am 14. März trafen sich zwölf Vereinsmitglieder bei sonnigem Frühlingswetter, um unsere Pflanzungen am Windschutz vom vorjährigen trockenen Gestrüpp zu befreien, Mulchmaterial nachzulegen und Windbruch auf die Reisighecken zu schichten.

Mit Elan, Arbeitshandschuhen und Gartenscheren ausgerüstet wurden Pfaffenhütchen, Hundsrose, Weißdorn, Schlehe… sowie unsere Bäume (u.a. Moorbirke, Vogelkirsche, Spitzahorn) gehegt und gepflegt. Es war eine gut geplante und schnelle Aktion, die wir im nächsten Frühjahr bestimmt wiederholen werden.

Sicherlich wieder Mitte März, denn dann schmecken die ersten Bärlauchblättchen auf Butterbrot - dazu noch in Gemeinschaft - am besten.
 
Text: Jana Albrecht; Foto: Sebastian Partzsch/ Klaus Michalek

 

 


 

Mehr Grün für die Stadt
  • Baumpflanzaktion  Kremmen 14.03.20-2
  • Baumpflanzaktion  Kremmen 14.03.20-3
  • Baumpflanzung Kremmen 14.03.20-1

Der 14.03.2020 war ein produktiver Arbeitstag für einige LFV-Mitglieder und Naturfreunde sowie Feiertag für die pflanzliche Vielfalt.

Nicht nur an unserem Windschutzstreifenprojekt in Linumhorst wurde an diesem schönen Frühlingstag Hand angelegt. Nein, auch im Stadtpark Kremmen waren wir bereits im Vorfeld aktiv. Dort galt es, drei vom Landschaftsförderverein gespendete gebietsheimische Bäume in den Kremmener Boden zu bringen.

Zu der Spendenaktion aufgerufen, die sich hauptsächlich an städtische Vereine und Firmen richtete, hatte die Stadt Kremmen - angeregt von der Idee des Umweltbeirates der Stadt, um den u.a. im Stadtgebiet dezimierten Baumbestand wenigstens ein wenig wieder aufzufüllen.

Begeistert von der Idee erteilten wir umgehend unsere Bereitschaft zur Unterstützung der Aktion und gaben bei der Stadtverwaltung die Besorgung von zwei Stieleichen sowie einer Sommerlinde in Auftrag. Stellvertretend für unseren Verein nahmen sodann André Neumann und Sebastian Partzsch an der Pflanzaktion teil, die von Mitarbeitern der Stadt Kremmen und weiteren Freiwilligen bereitwillig unterstützt wurde.
 
Text: Sebastian Partzsch
Fotos: Sebastian Partzsch / Andrea Busse

 

 

 


 

Zurück aus Afrika: Unsere Flussseeschwalben
  • 01-Flussseeschwalbe-im-Anflug-I
  • 02-Flussseeschwalbe-im-Anflug-II
  • 03-Flussseeschwalbe-im-Anflug-III
  • 04-Flussseeschwalbe-im-Anflug-IV
  • 05-Flussseeschwalbe-im-Anflug-V
  • 06-Flussseeschwalbe-im-Anflug-VI

Nun ist das kreischende „kriää kriää“ und „kirri kirri“ auch wieder im Linumer Teichgebiet zu hören.

Ende April kommen die Langstreckenzieher mit den roten Füßen und der schwarzen Spitze am ebenfalls roten Schnabel aus dem südlichen Afrika zurück in ihre mitteleuropäischen Brutgebiete.

Für die Brut bevorzugen die Vögel flache, vegetationslose Kies- und Sandinseln in flachen Flüssen und Seen. Da solche Lebensräume kaum noch vorhanden sind, bietet man den Vögeln als Ersatz Brutflöße an, die auch gerne angenommen werden. Trotzdem werden die kleine Fische fangenden Stoßtaucher in Deutschland in der Roten Liste als „stark gefährdet“ ausgewiesen. Umso schöner, dass wir diesen Vogel auch im Linumer Teichland beobachten können.

Ein großes Brutfloß auf einem der Teiche am Linumer Rundweg wird seit Jahren regelmäßig zum Brüten genutzt, zusammen mit zahlreichen Lachmöwen. Gerne sitzen die Vögel auf den kahlen Ästen einiger abgestorbener Bäume und tolerieren sogar eine vorsichtige Annäherung.

Mit der Serienaufnahmefunktion einer guten Spiegelreflexkamera lassen sich auch Bewegungsabläufe aufnehmen, hier der Anflug einer Seeschwalbe auf ihren bevorzugten Ruheast.

Text + Bilder: Detlef Hase

 

 

 

 


Sollten Sie Aufnahmen auf unserer Website entdecken, die das Persönlichkeitsrecht verletzen, bitten wir um eine Information an post@oberes-rhinluch

 

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