+++ LFV Ticker 2022-10-20 +++

Mitgliederversammlung & neuer Vorstand

Zur Mitgliederversammlung des Landschaftsfördervereins Oberes Rhinluch e.V. kamen am 10.09.2022 dreißig Mitglieder zusammen. Wir trafen uns wieder in Rüthnick im Vereinsgebäude des dortigen Heimatvereins. Vielen Dank für die freundliche Aufnahme und Bewirtung! Neben den Berichterstattungen des Vorstandes und der Arbeitsgruppen wurde die angekündigte Satzungsänderung diskutiert. Die in einigen Punkten erneuerte Satzung wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig angenommen. Zugleich wurden der alte Vorstand entlastet, die ausscheidenden Vorstandsmitglieder mit großem Dank für ihre geleistete jahrelange Arbeit sowie mit viel Applaus gebührend verabschiedet und der neue Vereinsvorstand auf Basis der neugefassten Satzung gewählt.

Der Vorstand besteht nunmehr aus fünf Mitgliedern: Dietlind Senger, Manfred Wolf, Torsten Seeger, Axel Radtke und Sebastian Partzsch. (In der an die Mitgliederversammlung anschließenden konstituierenden Sitzung wählte der neue Vorstand Sebastian Partzsch als Vorsitzenden sowie Axel Radtke als dessen Stellvertreter.) Nach der rund zweieinhalbstündigen Versammlung klang der ereignisreiche Vormittag bei netten Gesprächen und köstlichen Speisen samt "Vereinssuppe" aus.

 


 

Kalender "Im Oberen Rhinluch 2023"
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Sieben Fotografinnen und Fotografen ließen sich von Naturerlebnissen inspirieren und hielten ihre "Luchstimmungen" mit der Kamera fest.

Der Kalender ist ab sofort per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Telefon (033055/ 22 099) für einen Stückpreis von 8,00 € zzgl. Kosten für Versand und Verpackung bestellbar.

Den Kalender können Sie an folgenden Verkaufsstellen direkt erwerben. Die Adressen finden Sie unter:  https://oberes-rhinluch.de/verein/oeffentlichkeitsarbeit/lfv-kalender

Eine Besonderheit hat sich der LFV Oberes Rhinluch für den Kalender 2023 einfallen lassen: Zeigt das Monatsmotiv einen Vogel, so ist mit Hilfe eines Smartphones und dem aufgedruckten QR-Code die entsprechende Vogelstimme zu hören. Somit holt sich der Kalenderbesitzer nicht nur ein optisches, sondern zugleich ein klangvolles Naturmotiv nach Hause.

Text: AG Öffentlichkeit Foto: S. Stirba, M. Hänsch, A. Kneifel (2)

 


 

Frisch frisiert in den Winterschlaf
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Bevor es in unserer heimischen Natur so richtig knackig kalt wird, wollen wir das aktuell schöne Herbstwetter noch nutzen, um an unserem Kleingewässer beim sog. "Potsdamer Platz" einige notwendige Arbeiten durchzuführen.

Ziel ist es, unseren heimischen Lurchen ein geeignetes Winterquartier und einen möglichst guten Start ins Amphibienjahr 2023 zu verschaffen. Daher kommen wir nicht umhin, den prächtigen Aufwuchs vom Teichufer zu entfernen.

Arbeitseinsatz fällt aus.:

Samstag, 05.11.2022, ab 10:00 Uhr.

Treffpunkt ist wie im Vorjahr die Rhin-Brücke in Linumhorst (Alte Weidendammer Brücke).

Die Gerätschaften werden nach Möglichkeit durch uns gestellt. Alle Interessierten sind recht herzlich eingeladen, uns tatkräftig zu unterstützen. Bitte meldet vorab unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! eure Teilnahmebereitschaft an! Im Namen des Vorstandes dankt bereits jetzt ganz herzlich Sebastian Partzsch

Text: Sebastian Partzsch;  Foto: Klaus Michalek

 


 

Rufe der Kraniche – Eindrücke zur Herbstrast 2022
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  • Kraniche und Blick auf Linumer Kirche 2

Die imposanten Kraniche und ihre abwechslungsreichen Lautäußerungen erfreuen die Besucher zur Herbstrastzeit.

Bei sonnigem, frühherbstlichem Wetter ertönten Mitte September am Himmel durchdringende Laute. Aus den dahinschwebenden Schäfchenwolken tauchten erste kleinere Kranichgruppen auf. Langsam, dabei unaufhörlich rufend „trudelten“ die Vögel zu Boden. Sie landeten auf den ersten abgeernteten Maisfeldern. Einige erschöpfte Tiere setzten sich, andere begannen sogleich mit der Futtersuche, wieder andere reckten die Hälse in die Luft und verkündeten lauthals ihre Ankunft in der Region.

Unvernünftige Beobachter näherten sich immer wieder den Kranichen auf den Äckern und missachteten ihr ausgeprägtes Fluchtverhalten. Ein durchdringender Warnruf des „Wächterkranichs“ scheuchte die Vögel auf und sie flogen davon. Dies kostet unnötig Energie, die für den Weiterflug in die Winterquartiere benötigt wird. Besonders beim abendlichen Einflug der Kraniche zu den Vorsammelplätzen ließ sich die „Sprache der Kraniche“ studieren. In Linum und Umgebung blickten besonders an den Wochenenden hunderte Besucher den heranfliegenden Vögeln erwartungsvoll entgegen. Eine große Gruppe Kraniche näherte sich. Trompetende Rufe begleiteten den Flug, dazwischen mehrfaches Fiepen der Jungkraniche. Plötzlich ein lautes Knurren des voranfliegenden Vogels – der Warnlaut führte dazu, dass sich die Vogelgruppe teilte und einen Bogen um die Beobachter flog. Nach der Landung auf den Vorsammelplätzen wurde laut und ausgiebig in Kranichsprache debattiert, bis es dunkel wurde. Gemeinsam suchten die Kraniche die Schlafgewässer auf.
Die anfängliche Sorge, die Schlafplätze könnten aufgrund des Wassermangels, bedingt durch den trockenen Sommer, nicht ausreichen, erwies sich zum Glück als unbegründet. Der Zulauf geringer Wassermengen und anhaltende Regentagen Ende September sorgten für die traditionellen vernässten Weideflächen.  

An einigen sonnigen Oktobertagen herrschte gute Thermik, verbunden mit Luftströmungen aus nordöstlichen Richtungen ideale Bedingungen für den Weiterzug der Kraniche in den Süden. Der Aufstieg „in luftige Zughöhen“ wurde begleitet von gleichbleibenden, eher verhaltenden Rufen. Mit dieser Kommunikation stellten die Altvögel in besonderer Weise die Bindung zu den Jungvögeln sicher – eine Verständigung untereinander für den Weiterflug. Schraubte sich eine Gruppe in den Himmel gesellten sich – angelockt von den „Reiserufen“ – nach und nach weitere Vögel dazu. Irgendwann waren sie nicht mehr zu sehen, die Vögel des Glücks, nur ihre Rufe hallten nach. „Auf Wiedersehen – im Frühjahr kommen wir zurück!“

Wie in den Vorjahren zählen dienstags (voraussichtlich bis Mitte November)  kranichbegeisterte Freiwillige im Morgengrauen die von den Schlafplätzen auf die Äsungsflächen ausfliegenden Vögel.
Ergebnisse der bisherigen Zählungen:
20.9. (10.291 Kraniche) – 27.9. (41.665 Kraniche) – 4.10. (54.119 Kraniche)
11.10. (54.193 Kraniche) – 18.10. (45.751 Kraniche)

Text+Foto: Helga Müller-Wensky

 


Projekte, Projekte, Projekte....

Der LFV ist mittelbar und unmittelbar in mehreren derzeit laufenden Projekten aktiv. Hintergründe und der jeweils aktuelle Stand werden hier in Kürze dargestellt:

  • Unser finanziell von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse unterstütztes Vorhaben einer Gehölzpflanzung am Reglitzgraben befindet sich in der Phase der Anwuchspflege. Der Auftragnehmer hat in diesem Jahr mehrere Pflege- und Wässerungseinsätze durchgeführt und zu Beginn der nächsten Vegetationsperiode werden wir feststellen, wie vielen Bäumen und Sträuchern der schwierige Anwuchs nach der Auspflanzung gelungen ist.
  • Bei der Sanierung unserer Kleingewässer im sog. Rhinbogen sind wir beratend tätig. Das mehrere Gewässer in Brandenburg umfassende Projekt wird vom BUND getragen. Im Oktober wurden die entsprechenden Aufträge vergeben, so dass mit der Projektrealisierung begonnen werden kann.
  • Unabhängig davon neigt sich unser eigenes, vom Umweltministerium des Landes geförderte Moorschutzprojekt im Rhinbogen langsam seinem Ende zu. Hier geht es darum, die im Rhinbogen wirtschaftenden Betriebe zu einer Zusammenarbeit für konkrete Moor- und Naturschutzziele zu bewegen. Es zeigte sich, dass die Betriebe einer solchen Zielstellung durchaus aufgeschlossen gegenüber sind. Unsere Aufgabe ist es jetzt, flächenscharf Bewirtschaftungsformen und -maßnahmen vorzuschlagen, die an den Ansprüchen der von uns definierten Zielgruppen Vögel (Kraniche und Wiesenbrüter) und Amphibien ausgerichtet sind. Ob es dazu mittelfristig zur Bildung einer Kooperative kommt und damit zur Finanzierung der Maßnahmen aus dem neu aufgelegten Programm zur Förderung kooperativer Zusammenschlüsse für Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen, wird die Zukunft zeigen.
  • Die Erprobung und Evaluierung eben dieses Instrumentes der Agrarförderung ist Inhalt unseres Projektes im Redernluch an der Waller Rhinbrücke. Der LFV ist hier im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft vertraglich an den Deutschen Verband für Landschaftspflege gebunden, der mit seinen Partnern an sechs Standorten in Brandenburg dieses neue Programm testen soll. Der DVL wird dabei von unserem Agrarministerium gefördert und inhaltlich stark unterstützt. Im Redernluch haben wir das Projekt auf das Grünland am Potsdamer Platz ausgedehnt, weil es dort schon eine Zusammenarbeit zwischen den Agrarbetrieben gibt. Auch hier sind wir von den Landwirten aufgefordert worden, einen Naturschutz-Fachplan zu erstellen, der eine Voraussetzung für die Inanspruchnahme der entsprechenden Agrarförderung ist.

 

Text: Torsten Seeger

 

 

 


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