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Linum liegt inmitten des großen SPA-Vogelschutzgebietes RHIN-HAVELLUCH mit einer Größe von 55.000 Hektar.

2013 wurde in diesem Vogelschutzgebiet das NSG "Oberes Rhinluch" ausgewiesen.

Der Kranich Schlafplatz Linum befindet sich inmitten dieses Naturschutzgebietes - etwa 30 - 40 Kilometer von der Berliner Stadtgrenze entfernt.

In der Zeit von Ende September bis Mitte November legen hier tausende Kraniche und Wildgänse einen Zwischenstopp auf ihrem Weg in die südlichen Winterquartiere ein. Die traditionellen Schlafplätze Nauen und Linum sind dabei das Ziel dieser Vögel.

Der Schutz des bedeutsamen Rastplatzes bildet einen Schwerpunkt unserer Vereinsarbeit. Kranichschutz bedeutet für uns:

- Schutz der rastenden und brütenden Kraniche,
- Erhalt und Entwicklung der niedermoortypischen Kulturlandschaft,
- Rückhalt von Winterniederschlägen in geeigneten Retentionsräumen,
- eine an den Standort angepasste Flächennutzung.

Die Aktivitäten des Landschaftsfördervereins auf dem Gebiet des Kranichschutzes erfolgen in enger Zusammenarbeit mit Kranichschutz Deutschland, der Naturschutzstation Rhinluch (LUGV Brandenburg), der Storchenschmiede Linum (NABU), der Kranichschutzgruppe Osthavelland und dem Vogelschutz-Komitee (VsK). Gemeinsam führen wir seit 2003 ein Rastplatzmanagement durch.

 

 Eine der Hauptaufgaben des Landschaftsfördervereins ist das Kranichmanagement besonders in den Herbstmonaten. Im Oberen Rhinluch gibt es eines der größten europäischen Kranichrastgebiete. Hier rasten jährlich von Mitte September bis Mitte November teilweise mehr als 100.000 Kraniche.

Zu den Aufgaben des Kranichmanagement gehört die Durchführung von Schutzmaßnahmen für die ziemlich scheuen und störungsempfindlichen Vögel während der Rastzeiten, die Unterstützung der Besucherlenkung in Linum und Umgebung sowie die Kooperation mit den örtlichen Gemeinden, Landwirten und Jägern. Alle Aufgaben werden in enger Kooperation mit der staatlichen Naturschutzstation Rhinluch, der NABU-Storchenschmiede und dem Vogelschutzkomitee durchgeführt.

  • Bereits Anfang September sind Maßnahmen zur Wasserstandsregulierung in den Teichen und auf den Wiesenflächen erforderlich. Ferner sind Absperrungen von Gebietsteilen vorzunehmen, die nicht betreten werden dürfen.
  • Mit der Gemeinde beraten wir auch Maßnahmen zur Besucherlenkung sowie das ausreichende Angebot von Parkplätzen und Beobachtungsmöglichkeiten. Wir bieten Rundfahrten und Exkursionen zu den Äsungsflächen und dem abendlichen Kranicheinflug an. Besonders an den Wochenenden wird an den Beobachtungsstellen Präsens gezeigt, um Besucher über die Vögel des Glücks zu informieren und ggfs. an die Einhaltung naturschutzrechtlicher Regeln zu erinnern.
  • Eine der Hauptaufgaben ist die Organisation der regelmäßigen wöchentlichen Kranichzählungen, um die aktuellen Rastzahlen beim morgendlichen Verlassen der Linumer Schlafgebiete zu ermitteln. Auch die Erfassung von Massenzugtagen und die Weiterleitung der Daten an Kranichschutz Deutschland gehört zu den Aktivitäten. (Hier Link zu Bilder Kranichzählungen + Link zu den Rastzahlen) Dies ist wichtig, um die internationale Bedeutung dieses Rastgebietes und dessen Schutzwürdigkeit zu belegen.
  • Auch das Beobachten von Kranichgruppen sowie die Suche nach beringten und besenderten Kranichen während der Herbst- und der Frühjahrsrast gehört mit zu unseren Aufgaben. Immer mehr Kraniche bleiben während  milder Winter im Rhinluch, so dass auch in den Wintermonaten Daten ermittelt werden.

Zu dieser Arbeitsgruppe gehören alle, die sich an den o. g. Maßnahmen beteiligt haben oder beteiligen möchten. Wenn Sie bei unseren regelmäßigen Kranichzählungen mal mitmachen wollen, sehr gerne! Bitte sprechen Sie uns an.