Aktuelles

Moorschutz geht auch mit Landwirtschaft

Via Zoom verfolgten rund 60 Teilnehmer die Auftaktveranstaltung zum Moor- und Klimaschutz im Rhinluch - Landwirte, Naturschützer und Moorexperten diskutierten über eine nachhaltige Nutzung


 

Unsere Mitgliederversammlung am 19.06.2021 findet nicht statt.

Voraussichtlicher neuer Termin im September 2021. Einen genauen Termin teilen wir rechtzeitig mit.

Der Vorstand


 

Ein Aufruf zur beginnenden Brutsaison unserer Grauen Kraniche

Es ist Frühling, und in den deutschen Brutgebieten hat auch die Kranichbrut wieder begonnen. Das soll noch einmal Anlass sein, auf die besondere Schutzbedürftigkeit brütender Vögel, insbesondere der Bodenbrüter wie dem Kranich, hinzuweisen. Die einfachsten Regeln wie die, Wege in Wäldern nicht zu verlassen, nicht über Freiflächen zu laufen und mitgeführte Hunde an der Leine zu halten, sind den meisten Menschen geläufig und sie achten auch darauf.

Wir sollten immer daran denken, dass es auch uns nicht gefallen würde, wenn fremde Menschen plötzlich in unserm Wohnzimmer stehen würden – und wilde Vögel haben deutlich weniger Gegenwehr als wir zu bieten in einem solchen Fall.

Noch wichtiger werden diese Verhaltenshinweise, wenn die Jungen geschlüpft sind und sie als Nestflüchter den Eltern sofort folgen müssen. In den ersten Tagenkönnen sie noch nicht so schnell den führenden Eltern folgen, und sie sind noch  unsicher im Einschätzen der Situationen, die ganz plötzlich auftreten  können.
Und so tritt noch eine weitere Regel für uns Menschen hinzu: Niemals in freier Natur ein Küken aufsammeln und mit nach Hause nehmen, auch wenn es noch so herzzerreißend piept! Das gilt nicht uns, sondern ausdrücklich den eigenen natürlichen Eltern, die verborgen beobachten und dringend darauf warten, dass der Mensch, dieser gefährliche Feind, so bald wie möglich wieder fortgeht, damit die Altkraniche ihre Jungen wieder abholen können.

  • Kranich-Kueken
  Im vergangenen Jahr 2020 – dem Jahr, als wir alle mehr Freizeit hatten, als uns lieb war – verbrachten viele diese Zeit draußen in der Natur. Das hatte Folgen, denn die Liebe zur Natur und ihre Kenntnis sind zwei völlig verschiedene Dinge. Allein bei Kranichschutz Deutschland sind sieben Kranichküken bekannt geworden, die von Menschen aus der Natur, von ihren Eltern fortgenommen worden sind und damit in ein Leben geholt wurden, das nicht für sie vorgesehen war. Es gab sogar einen Fall, wo Eier absichtlich vom Nest genommen und künstlich erbrütet wurden, um eine Attraktion für den eigenen Reiterhof zu haben. So egoistisches Handeln ist strafbar! Die meisten Küken wurden aber in bester Absicht aufgelesen, im Glauben, sie seien verlassen, mitunter sogar ohne zu wissen, welcher Tierart das Küken angehörte.

 

Die Menschen wollten helfen und Gutes tun – erreicht wurde das Gegenteil.

Solche Findelkinder gehen einer ungewissen Zukunft entgegen. Sind sie zu jung und noch nicht sicher auf die eigene Art geprägt, kommt es zur sogenannten Fehlprägung, das Küken nimmt die menschlichen Stiefeltern als eigene an. Dieser Prozess ist unumkehrbar, solche Kraniche können nie mehr zu ihrer eigenen Art zurückkehren.

Für die Menschen wie auch für die aufgezogenen und fehlgeprägten Kraniche beginnt ein völlig „falsches“ Leben. Werden sie erwachsen, dann verteidigen sie ihr Revier und greifen fremde Menschen ohne Umschweife an, und wer mit Kranichen Umgang hat, weiß, welch starke und für uns auch gefährliche Waffen die Schnäbel und Krallen von Kranichen sind. Das kann ziemlich unangenehm für den Tierhalter werden, der die Verantwortung für das Tier hat.

Die Menschen, die anfangs in bester Absicht die Elternrolle übernommen haben, können zu allermeist nicht die Bedingungen schaffen, die Kranichküken benötigen, um auch mental gesund aufzuwachsen (ja, auch Kraniche haben Gefühle!). Sie sind auf die ständige Gegenwart der Eltern angewiesen, um sich sicher zu fühlen, und wollen niemals allein bleiben. Sie müssen jeden Tag viele Stunden in der Natur geführt werden, um ihnen alle Nahrungsquellen zu erschließen und um Lebensräume wie auch natürliche Feinde kennenzulernen.

So viel Zeit hat kaum jemand! Und wenn, dann setzt er sie wohl kaum dafür ein. Solche adoptierten Vögel landen dann in Volieren, die bestenfalls groß sind, aber sie ersetzen nicht die soziale Prägung, die für Kraniche unersetzlich ist. Im Ergebnis steht ein bedauernswertes Wesen, das sich nicht darüber klarwerden kann, wohin es gehört und wer es ist. Deshalb: Finger weg von wildem Leben! Die Natur und ihre Geschöpfe wissen selbst am besten, wie die Dinge zu regeln sind. Wir Menschen können da nur Fehler machen.

Und wenn jemand mutwillig derart tierschutzwidrig handelt, dem sei gesagt: solches Vorgehen ist verboten und strafbewehrt.

 


 

  • storch-kremmen-2021a
  • storch-kremmen-2021b

Der erste Storch hat den Horst in Kremmen, Am Markt/ Ecke Dammstraße besetzt.

Gestern um die Mittagszeit erreichte der erste den Horst und seit heute Nachmittag sind sie wieder zu zweit.

Vielen Dank dem Einsender & Fotografen André.


 

Absturz der grauen Tänzer - PNN

Nachwuchssorgen um Brandenburgs Kraniche: Bruterfolge könnten dauerhaft ausbleiben.


 

Saison geht langsam zu Ende: 45.770 Kraniche sind derzeit im Rhinluch - MAZ

Jeden Dienstag zählen Mitglieder und Freunde des Kremmener Landschaftsfördervereins Oberes Rhinluch die Kraniche in der Region zwischen Linum, Flatow, Linumhorst und Kremmen. Der Höhepunkt der Kranichrast ist inzwischen wohl vorüber.


 

Die Pandemie beeinflusst unseren Alltag - und somit auch unsere geplanten Veranstaltungen.  
Wir möchten und müssen folg. Termine bis auf Weiteres verschieben.

·        Ökofilmtour 31.10.2020
·        Vereinsstammtisch 06.11.2020
·        Kranichvortrag 14.11.2020

Bleiben Sie gesund und: Halten wir alle die Ohren steif.

Die LFV-Arbeitsgruppe Öffentlichkeit

 


 

Mit Moorschutz im Oberen Rhinluch Geld verdienen - MOZ

Der deutsche Verband für Landschaftspflege ist sich sicher, Bauern die Moore bewirtschaften, fehlt die gesellschaftliche Anerkennung. Damit sich das ändert, hat der Verband den parlamentarischen Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Uwe Feiler, auf den Moorhofer Grünlandhof in Kremmen eingeladen.


 

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