+++ LFV Ticker 2019-04-18 +++

 

Vorstandswahl

Auf der Mitgliederversammlung in diesem Jahr war ein neuer Vorstand zu wählen. Der gesamte bisherige Vorstand stellte sich zur Wiederwahl. Die Mitgliederversammlung wählte alle Kandidatinnen/ Kandidaten für die nächsten zwei Jahre.

Im Vorstand sind bis 2021 weiterhin tätig:

  • Sebastian Partzsch (Vorsitzender)
  • Karl-Heinz-Sass (stellvertretender Vorsitzender)
  • Gabriele Dallinger-Stiller (Kasse und Mitgliederverwaltung)
  • Helga Müller-Wensky (Kranichrastplatzmanagement)
  • Manfred Wolf (Amphibien- und Reptilien)
  • Axel Radtke (Infostand)
  • Dietlind Senger (Umweltbeirat Stadt Kremmen)
  • Detlef Hase (Sprecher AG Öffentlichkeitsarbeit)

Der neue/alte Vorstand bedankt sich recht herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen!

Text: Sebastian Partzsch


 

Windeignungsgebiet 34 in der Schleuener Heide

Bis Ende März sollte der neue Regionalplan „Freiraum und Windenergie“ ursprünglich genehmigt und im Amtsblatt des Landes Brandenburg veröffentlicht werden. Erst nach einer Veröffentlichung ist der neue Regionalplan rechtskräftig.

Die Angelegenheit verzögert sich offensichtlich. Es wird vermutet, dass es ernsthafte rechtliche Einwände gibt, die einer Genehmigung in der von der Regionalversammlung im November 2018 beschlossenen Form entgegenstehen. So soll der Regionalplan wiederholt gegen Planungskriterien verstoßen, so dass Windeignungsgebiete zu schmal oder zu nah an bebaubaren Grundstücken geplant sind.

Auch der Landschaftsförderverein hatte vor einigen Wochen die Genehmigungsbehörde aufgefordert, den o. g. Regionalplan nicht zu genehmigen, wegen Verstoß gegen naturschutz- und artenschutzrechtliche Belange. Es bleibt also spannend!

Text: Detlef Hase


 

Keine Photovoltaikanlagen im SPA-Gebiet „Rhin-Havelluch“

Das ist die einhellige Meinung des LFV-Vorstandes. Bereits mehrmals mussten wir uns mit solchen Planungen kritisch auseinandersetzen.

Aktuell befürwortet die Stadt Fehrbellin den Bau einer größeren Anlage auf einer ehemaligen Deponie am Rande der Stadt, ein Entwurf des Bebauungsplanes wurde bereits erarbeitet.

Das Gelände befindet sich zumindest teilweise im SPA-Gebiet und ist u.a. bedeutsam für verschiedene Reptilienarten. Wir fürchten einen Dammbruch und eine dauerhafte Entwertung des Gebietsschutzes, wenn in dem europäischen Vogelschutzgebiet „Rhin-Havelluch“ die ersten Flächen mit Photovoltaikanlagen zugestellt werden.

Deshalb gilt: „Wehret den Anfängen!“ Es gibt in den Orten sicherlich viele große Dächer, die sich für die Nutzung von Solarenergie bestens eignen. Dies ist aus unserer Sicht sinnvoller, als Acker-, Grünlandflächen und wertvolle Biotope dauerhaft ihrer eigentlichen Bestimmung zu entziehen.

Text: Detlef Hase


 

Vorarbeiten für den LFV-Kalender 2020

Am Samstag, den 13.04., trafen sich die Mitglieder der AG Öffentlichkeitsarbeit (Sebastian Partzsch, Klaus Michalek, Hartmut Rakow, Detlef Hase) und liebe Gäste (Gaby Dallinger-Stiller und André Neumann) und haben gemeinsam mehr als 200 Naturfotos betrachtet, um die Motive für den neuen Naturfoto-Kalender „Im Oberen Rhinluch – 2020“ auszuwählen.

Nach fast drei Stunden waren wir uns dann einig über die 12 Monatsmotive und das Titelbild. Zufrieden schauten wir auf eine bunte und abwechslungsreiche Mischung von Landschaftsaufnahmen, Pflanzen- und Tiermotiven. Lassen Sie sich überraschen!

Wie immer wird der neue Kalender Anfang August in den Verkauf gehen. Obwohl im letzten Jahr einige Kaufwünsche nicht mehr erfüllt werden konnten, werden wir wiederum nur 1000 Stück drucken lassen. Bestellungen nehmen wir deshalb bereits jetzt gerne entgegen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Der Verkaufspreis je Kalender beträgt  unverändert 8,00 Euro zzgl. Versandkosten.

Als Neuigkeit bieten wir den Abschluss eines Kalender-Abos an. Sie erhalten dann jährlich nach Veröffentlichung des aktuellen Kalenders die gewünschte Anzahl zugesandt. Das Kalender-Abo ist jederzeit kündbar. Sofern Interesse besteht, senden Sie bitte Ihren Namen sowie Ihre Anschrift mit dem Hinweis „Kalender-Abo“ an die genannte E-Mail-Anschrift.

Text: Sebastian Partzsch


 

Uhhh, UUhhh, UUUhhh

  • Rufende-Rotbauchunke-Karl-Heinz-Sass-
 Jetzt schallt der Ruf der Rotbauchunke wieder durch das Linumer Teichgebiet.

Die nur vier bis fünf Zentimeter große Kröte ist besser zu hören als in den Teichen zu sehen. Vor allem im Unkenteich, im Teichgebiet vorne rechts bei unserem Beobachtungsturm gegenüber der Einfahrt in das Fischereigebiet, soll es dieses Jahr wieder zahlreiche Rotbauchunken geben. Das laute Rufen dient auch der Revierabgrenzung, ein für Kröten sehr seltenes Verhalten. Vielleicht haben Sie in den nächsten Tagen oder Wochen Zeit für eine kleine Krötenwanderung?

Und wenn Sie über die kleine Kröte und unsere einheimischen Amphibien noch etwas mehr erfahren wollen, in unserem Naturfotobuch „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe“ stellen wir nicht nur die Rotbauchunke vor, sondern auch Erdkröte und Moorfrosch.

Text: Detlef Hase; Foto: Karl-Heinz-Sass


 

Windschutzstreifenprojekt

Der trockene Sommer 2019 machte den Anpflanzungen im Windschutzstreifenprojekt in der Nähe von Linumhorst zu schaffen. Trotz aller Bemühungen sind einige der gepflanzten Bäume und Sträucher leider nicht angewachsen.

Wie im letzten Ticker stolz verkündet, haben wir für dieses Umweltprojekt von der Stiftung Deutsche Landschaften einen Preis bekommen, der mit 3.000 Euro Preisgeld verbunden war. Einen Teil des Geldes haben wir bereits zum Nachpflanzen genutzt. Nun hoffen wir für die jungen Bäume und Sträucher auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sonne und Regen, damit sie möglichst schnell prächtig gedeihen.

Text: Sebastian Partzsch


 

Veranstaltungshinweis: Bildvortrag „im Oberen Rhinluch“

  • Bildvortrag Spargelhof
Am Freitag, den 24.05. um 18:00 Uhr, wird LFV-Mitglied Detlef Hase seinen Naturfotovortrag „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe“ erneut anbieten.

Dieses Mal im Spargelhof Kremmen, in der dortigen Gaststätte. Aufgrund der sehr positiven Resonanz auf den Vortrag beim Heimatverein Rüthnick hoffen wir, viele naturinteressierte Menschen aus Kremmen und Umgebung mit diesem Vortrag zu erreichen.

Wir zeigen die 120 schönsten Bilder aus unserem Naturfotobuch, das wir an diesem Tag auch zum Kauf anbieten werden. Selbstverständlich freuen wir uns, wenn auch viele Vereinsmitglieder zu diesem interessanten Vortrag den Weg nach Kremmen finden werden.

Text: Sebastian Partzsch


 

Frohe Ostern

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  • 03-Ziemlich-beste-Freunde-II
  • 03-Ziemlich-beste-Freunde-III
  • 05-Osterhasenportraet

Wir wünschen allen Freunden und Mitgliedern des Vereins ein schönes Osterfest bei gutem Wetter und mit einem fleißigen Osterhasen, der die kleinen und großen Süßmäuler in der Familie gut verwöhnt.

Mit den besten Grüßen

Ihr LFV-Vorstand, die Geschäftsführerin und Ihre AG Öffentlichkeitsarbeit

 

Osterhasenfotos: Detlef Hase

 


 

 

 

+++ LFV Ticker 2019-03-21 +++

 

Mitglieder-Versammlung am 30. März

 

Nur noch wenige Tage verbleiben bis zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung.

Sie beginnt am Samstag, 30. März 2019, um 09:30 Uhr in der Museumsscheune Kremmen, Scheunenweg 49, und dauert in etwa drei Stunden.

Für den Vortrag konnten wir in diesem Jahr Prof. Dr. Hartmut Ern - Vielen bekannt als langjähriger Vereinsvorsitzender und Gründungsmitglied des Landschaftsfördervereins - gewinnen. Er bringt uns zu Beginn der Versammlung in einem ca. halbstündigen Vortrag als Experte die Schönheit der Save-Auen in Kroatien näher. Danach folgen der Jahresbericht des Vorstandes, der Kassenbericht samt Berichterstattung der Kassenprüfer, der Bericht aus den Arbeitsgruppen sowie als „Highlight des Tages“ die Vorstandswahl. Der bisherige Vorstand stellt sich erneut zur Wiederwahl.

Vereinsmitglieder, die sich der Vorstandswahl ebenfalls stellen möchten, bitten wir noch schnell um schriftlichen Hinweis unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Sebastian Partzsch

 

 

Einladung zur  Ökofilmtour 2019 in Linum

 

Die Gemeinde Linum und der LFV Oberes Rhinluch e.V. laden zur Ökofilmtour 2019 ein.

Am Donnerstag, den 4. April 2019 um 17:00 im Gemeindezentrum Linum Nauenerstr. 17e, 16833 Fehrbellin OT Linum.

Es wird der ca. 45 minütige Naturfilm "Überraschungseier - Neues von Kuckuck & Co." gezeigt.
Interessierte Naturliebhaber incl. Kinder sind herzlich eingeladen. Eintritt frei, Spenden erwünscht

i.A. Gaby Dallinger-Stiller

 

 

 

Wieder hergerichtet

 

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Am 23.02.2019 trafen wir uns erneut am Obergrund-Koppelteich im Teichgebiet Linum zum Arbeitseinsatz. Doch dieses Mal musste kein weiterer Kopfweidenschnitt erfolgen, worüber wir im letzten Ticker berichteten, sondern „nur“ die jährlich notwendige Schilfmahd. Dank des Einsatzes zahlreicher Helfer und der technischen Unterstützung von Landwirt Sebastian Petri mit seiner „Moorraupe“ konnte die Arbeit im Nu und an einem einzigen Vormittag erledigt werden, wofür es sonst mehrerer intensiver Arbeitseinsätze bedurft hätte.

Am Ende des Arbeitseinsatzes gab es den „Wasser-Marsch-Befehl“ vom neuen Wasserstandsregulierer André Neumann und der bis dahin wasserlose (da über Winter abgelassene) Obergrund-Koppelteich füllte sich Stück für Stück, um seiner Bestimmung wieder gerecht zu werden: Als Paradies für (ans Wasser gebundene) Vögel und Amphibien.

Sebastian Partzsch

Foto: André Neumann, Sebastian Partzsch, Klaus Michalek

 

 

Unsere Turmvogelarten: Schleiereulen, Turmfalken und Dohlen

 

  • 01-Viererbande-junge-Turmfalken-Linum
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Für unsere ornithologisch interessierten Mitglieder möchten wir nicht versäumen, auf eine interessante NABU-Veranstaltung hinzuweisen: Konrad Bauer vom NABU Osthavelland gibt Einblick in seine Arbeit über Schleiereule, Turmfalke und Dohlen. Er informiert über den Artenschutz dieser drei in Brandenburg auf der „Roten Liste“ geführten „Turmvogelarten“ und weist auf praktische Hilfen vor Ort hin.

Die sicherlich sehr interessante Veranstaltung findet im Gebäude der Feuerwehr Paulinenaue, Brädikower Weg 2, statt.

Freitag, 29. März 2019, 18:00 Uhr

Auch in Linum können Turmfalken und Dohlen beobachtet werden. Im Giebel des roten Backsteinhauses gegenüber der Linumer Kirche nisten zahlreiche Dohlenpaare und manchmal auch der Turmfalke. Und wenn man den Falken dort nicht entdecken kann, dann sollte man/frau sich mal den Linumer Kirchturm etwas genauer ansehen.

Text + Bilder: Detlef Hase

 

 

Wintertrockenheit

 

 „Am Tag als der Regen kam…

 … Lang ersehnt, heiß erfleht
Auf die glühenden Felder
Auf die durstigen Wälder“

 

  • Bild-1-Moorfroschlaichgewässer-bei-Waller-Rhinbrücke-Mai-2018
  • Bild-2-Dieselbe-Ortsansicht-wie-im-Mai-2018-nun-im-Februar-2019
  • DSC_7101
  • Moorfrosch
  • schönes-schlechtes-Wetter-I
  • schönes-schlechtes-Wetter-II

Wer kennt noch diesen Erfolgsschlager der Sängerin Dalida, der von dem französischen Chansonsänger Gilbert Bécaud komponiert wurde und 1959 auf dem Plattenlabel Ariola veröffentlicht wurde - und was hat das mit unserem Rhinluch zu tun?

Dem aufmerksamen Naturbetrachter wird es nicht entgangen sein, nach der Sommerdürre 2018 mit den „glühenden Feldern“ nun die Wintertrockenheit 2019 mit den immer noch „durstigen Wäldern.“ Es fehlt ganz viel Wasser im Luch und der Rhinluchnatur ist ein überdurchschnittlich regenreiches Frühjahr zu wünschen. Wer’s nicht glauben mag, der kann sich gerne die beiden Landschaftsbilder zu diesem Text ansehen. Bild 1 zeigt eine kleine Senke in der Nähe der Waller Rhinbrücke im Mai 2018, Wasserhöhe Gummistiefel Oberkante und etwas darüber. Im März 2018 war das dort noch ein Laichgewässer für den Moorfrosch. Bild 2 ist an derselben Stelle Ende Februar 2019 aufgenommen. Deutlich sichtbar ist der äußerst geringe Wasserstand und die wasserverdunstende Vegetationsperiode hat noch nicht einmal begonnen. Also hoffen wir auf viele Tage, an denen endlich der von der Natur lang ersehnte Regen kommt, damit wir uns über das schöne „richtig schlechte Wetter“ freuen können.

Text: Detlef Hase, Landschaftsbilder: Detlef Hase, Moorfroschaufnahmen: André Neumann

 

 

Prämiertes Windschutzstreifen-Pilotprojekt

 

  • 01-DSC_9161
  • 02-DSC_9181
  • 03-DSC_0426
  • 04-DSC_0288

„Unverhofft kommt oft“ sagt ein altes Sprichwort, das bereits seit dem 17. Jahrhundert belegt ist. Nun trifft es auch auf das nachfolgende freudige Ereignis zu:

Was lediglich als kleines Gedankenspiel begann, das „auf gut Glück“ durch uns weiterverfolgt wurde, endete mit einem großen Erfolg für den Landschaftsförderverein! Beim Wettbewerb der Stiftung Deutsche Landschaften ( www.heimat-deutsche-landschaften.de ) konnte unser Konzept für das auf lange Zeit angelegte Projekt zur Erneuerung der im Rhinluch typischen, jedoch stark überalterten Windschutzstreifen die Jury vollends überzeugen (Projektbeschreibung unter https://heimat-deutsche-landschaften.de/projekte/frischer-wind/ ).

Wir haben den 1. Platz belegt und können uns nun über ein Preisgeld von 3.000 € freuen!

Die Stiftung Deutsche Landschaften verfolgt das Ziel, die breite Öffentlichkeit in Deutschland auf die Arbeit der Landschaftspflegeverbände aufmerksam zu machen und ihre Spendenbereitschaft zu aktivieren. An dem bundesweiten Wettbewerb hatten sich 26 Landschaftspflegeverbände beteiligt. Der LFV Oberes Rhinluch e.V. ist sein einigen Jahren Mitglied im Deutschen Verband für Landschaftspflege.

Sebastian Partzsch

 

 

Vortrag zum Naturerbe Naturfoto-Rhinluchbuch

 

  • Vortrag Rüthnick 2.3.2019-I
  • Vortrag Rüthnick 2.3.2019-II

 

Presse-Artikel zum Vortrag als PDF:

Artikel MAZ

Artikel MOZ

 

 

Vorstandsmitglied Detlef Hase hat für das LFV-Buch „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe“ einen ca. 75 minütigen Bildvortrag ausgearbeitet.

Es werden dabei rd. 120 Motive aus dem Naturfotobuch gezeigt und erläutert. Die Vorträge folgen dem Motto des Buches: „Zeigen was zu schützen ist“.

Ziel der Vorträge ist es, für den Schutz und Erhalt der regionalen Naturbesonderheiten und für eine Mitarbeit im ehrenamtlichen Naturschutz zu werben. Am 02.03. wurde der Bildvortrag in Rüthnick gehalten. Der Rüthnicker Heimatverein hatte dazu eingeladen. Die 30 Besucher*innen hatten viel Freude an den schönen Naturfotografien und den interessanten Informationen dazu.

Am Ende der Veranstaltung gab es sogar eine angeregte Diskussion über die Frage, wie sich die Interessen von Naturschutz, Landwirtschaft und Windenergie „unter einen Hut bringen lassen.“ Die Regionalpresse hat über diese Veranstaltung ausführlich berichtet. (link 1 und link 2)

Gerne halten wir den Bildvortrag auch an anderen Orten, bei Interesse bitte eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden.

Text und Bilder: Sebastian Partzsch

 

 

PVA Sommerfeld-Kremmen, überwiegend im SPA-Gebiet

 

 

Mit einem Klick auf die Grafik sind vergrößerte Ansichten zu sehen

 

 

 

Noch mehr Photovoltaikanlagen im Stadtgebiet von Kremmen

 Jetzt auch in Sommerfeld. Nachdem bisher Photovoltaikanlagen im Bereich von Flatow diskutiert wurden, hat der Ortsbeirat von Sommerfeld die Diskussion um neue Standorte jetzt um einen an der Kremmener Straße erweitert. Am 11.02.2019 wurde der Errichtung einer 10-Megawatt-Anlage des Hamburger Unternehmens ENERPARC zugestimmt. Die 8 Millionen Euro teure Investition soll in einem 110 m- Streifen beiderseits der Bahnlinie an der Kremmener Straße von der Meilensteinkurve bis zu den Horstenbergen errichtet werden. Der größere Teil der 46 Tausend Module befindet sich in dem nach EU-Recht unter Schutz gestellten Vogelschutzgebiet (SPA = Special Protection Area) Rhin-Havelluch. Die Anbindung der Anlage an das Stromnetz soll durch den Bau einer Verbindungstrasse zum Umspannwerk in Beetz erfolgen.

Bereits in den Sitzungen des Ortsbeirates am 9.10.2017 und 16.01.2018 stand das Projekt auf der Tagesordnung. Beide Male wurde es abgelehnt.

Der Landschaftsförderverein hatte trotz der früheren Ablehnung im Ortsbeirat von Sommerfeld in einer umfangreichen Stellungnahme vom 19.10.2017 an den Bürgermeister der Stadt vor einer Weiterverfolgung des Projektes gewarnt und auf die Notwendigkeit einer grundsätzlichen Prüfung der Verträglichkeit dieser Anlage mit den Erhaltungszielen des Vogelschutzgebietes hingewiesen. Nicht unwesentlich ist, dass das Gebiet Bestandteil der westeuropäischen Flugroute tausender Gänse und Kraniche ist und gerade hier die täglichen Nahrungsflüge zwischen Linum und dem Schleuener Luch stattfinden. Kollisionsrisiko besteht, weil die Module der Solaranlage bei ungünstigen Witterungsverhältnissen mit Wasserflächen verwechselt werden. Kraniche, Gänse und andere Zugvögel versuchen dort zu landen.

Positives Bespiel aus einer Ortsbeiratssitzung im Nachbarort Wall. Auch hier hatte der Landschaftsförderverein interveniert. Dieser Ortsbeirat lehnte den Bau einer Photovoltaikanlage einstimmig ab, damit den Enkeln eine naturbelassene Landschaft erhalten bleibt.

In der nächsten Bauausschusssitzung der Stadt Kremmen am 19.03.2019 dagegen steht bereits die Vorstellung einer weiteren Photovoltaikanlage, wieder in Flatow, auf der Tagesordnung. Im Beratungsverfahren zum Vorentwurf des in Aufstellung befindlichen Flächennutzungsplanes war auch eine Anlage im Bereich von Orion im Gespräch.

 Der Umweltbeirat der Stadt hat die Flut von Standortwünschen externer Investoren zum Bau von Photovoltaikanlagen zum Anlass genommen und dem Bürgermeister am 11.03.2019 empfohlen eine qualifizierte Untersuchung zur Ausweisung eventuell geeigneter Stadtbereiche zu veranlassen, damit Planungs- und Entscheidungssicherheit für alle Beteiligten entsteht.

Der Landschaftsförderverein stellt hierzu allerdings die Frage, ob bei Vorliegen weitgehender örtlicher Versorgungssicherheit durch bereits vorhandene Photovoltaik- und Biogasanlagen sowie der Solarpaneele auf den Dächern, ein gesamtstädtisches Interesse am Bau weiterer Photovoltaikanlagen in unserer Landschaft zu begründen ist. Bei positiver Einstellung vieler Bürger zu alternativen Energien lautet die Forderung in den örtlichen Diskussionen überwiegend: „Wenn Solarenergie, dann auf unseren Dächern, aber nicht in unserer naturnahen Landschaft“.

Hartmut Rakow

 

 

Genehmigung versagt

 

Kürzlich hat das Landesamt für Umwelt dem potenziellen Betreiber einer Legehennenanlage mit 42.000 Tieren für die Produktion von „Bio“-Eiern im Oranienburger Ortsteil Zehlendorf die Genehmigung des Vorhabens versagt. Ein beachtenswerter Etappensieg für die vor Ort sehr engagierte Bürgerinitiative „Contra Eierfabrik“. Auch der Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch e.V. hatte sich im vergangenen Jahr mit einer umfangreichen Stellungnahme an das Landesamt für Umwelt gewandt und aus natur- und artenschutzrechtlichen Gründen die Ablehnung des Vorhabens gefordert.

Sebastian Partzsch

 

 

LFV Website im neuen Gewand

 

Unsere Vereins-Internetpräsenz kommt neu daher :-)

Inhaltlich etwas anders struktuiert, ein Versuch die Vielfalt unserer Tätigkeiten und Informationen übersichtlicher zu vermitteln. Teilweise werden wir vergangene Projekte, unsere jährlichen Rundbriefe und Fotoberichte von unseren Exkursionen, Stücke für Stück nachtragen - denn wir haben ja eine Geschichte - die soll nicht vergessen werden. Bis dahin, also der vollständigen Übertragung (aus unserer Sicht) relevanten Einträge der alten Website, ist der frühere LFV Auftritt unter  http://old.oberes-rhinluch.de/  zu erreichen.

Für konstruktive Kritik an unserem Internet-Medium geben Sie uns bitte ernsthaft-fröhliche Hinweise an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Bis bald & spätestens bei unserem Vereinsfest am 10. August.

klaus michalek

 

 

+++ LFV-Ticker 2018-12-18 +++

 

Lasst Bienen fliegen

 

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  • Bild_1_1_Hosenbiene_ANeumann

Vor wenigen Tagen meldete sich bei mir ein junger Mann aus dem Rheinland, der auf unseren Naturschutzverein im „Rhin-Land“ aufmerksam geworden ist. Er ist sozusagen ein Botschafter - genauer genommen ein Botschafter der Bienen - und in wichtiger Mission unterwegs.

In mühevoller Arbeit hat der Naturfreund einen umfangreichen Artikel zum Thema Bienensterben (und wie man es z.B. durch Gestaltung eines bienenfreundlichen Gartens verhindern kann) mit vielen Informationen und praktischen Tipps erstellt und unseren Verein gebeten, seine Botschaft für die Schaffung einer besseren Welt für Bienen weiterzutragen. Dieser Bitte konnten wir uns selbstverständlich nicht verschließen und haben nun den Artikel

https://pflanzentanzen.de/tipps-guides/bienenfreundlicher-garten/

auf unserer Webseite verschaltet (in der Rubrik „Medien-Links“.) Denn hilft man den Bienen, so hilft man gleichzeitig auch anderen vom Rückgang betroffenen Insekten, Käfern und Vögeln, ihr Überleben in unserer recht ausgeräumten Landschaft zu sichern.

Also machen Sie bitte mit, leiten den Artikel an Freunde und Verwandte weiter und gestalten Sie Ihren Garten, Balkon oder eine kleine Freifläche vor Ihrem Wohnhaus ab sofort zu einem insektenfreundlichen Paradies. Die kleinen Nützlinge und Ihre Mitmenschen als Nutznießer werden es danken.

 

Text: Sebastian Partzsch


Bild 1:  Diese Hosenbiene gehört zu den Wildbienen, die langen Beinhaare gaben ihr den Namen. Sie bevorzugt trockene sandige Lebensräume wie z. B. den Rüthnicker Sander am Rande des Rhinluchs. Foto: André Neumann
Bild 2:  Auch die Hummeln gehören zu den Wildbienen. Am frühen Morgen im Spätsommer ist manchmal eine Hummel mit vielen Tautröpfchen bedeckt an ihrem Schlafhalm zu entdecken. Foto: Detlef Hase

 

 


 

Neue Fällaktion an der Linumhorster Straße

Aber diesmal ist alles anders. Während im Jahr 2017 die Tickerüberschrift zum gleichen Vorgang noch lautete „Erfolgreiche Schlacht um die Allee des Jahres 2011“, kann in diesem Jahr von „Schlacht“ keine Rede sein.

Im Gegenteil: Die Stadtverwaltung hat rechtzeitig vor beabsichtigten Fällmaßnahmen in der wertvollen Allee die anerkannten Naturschutzverbände eingeschaltet und das Gespräch mit dem Bürgerverein Linumhorst und Mitgliedern des Landschaftsfördervereins vor Ort gesucht. Nicht nur das. Schon im Vorfeld geplanter Fällungen wurde ein sachverständiger Gutachter eingeschaltet, um zu prüfen, ob durch Ausschnitt- und Pflegemaßnahmen eine Fällung verhindert werden kann. Respekt! Das kostet ja auch was. Aber genau deswegen hat der Landschaftsförderverein in 2017 die „Schlacht“ geschlagen. Zusätzlicher Aufwand und mehr Geld für alte Bäume.

Erst alle Pflegemaßnahmen ausnutzen und dann fällen. Alle haben dazugelernt. Das ändert nichts daran, dass der LFV auch zu den Pflegemaßnahmen 2018/2019 gegenüber den anerkannten Naturschutzverbänden bereits eine Stellungnahme abgegeben hat. Denn es sollen 6 Eschen noch in diesem Jahr gefällt werden. Das steht auch bei weiteren 3 Bäumen bis Februar 2019 an und bei 3 Bäumen sollen Kroneneinkürzungen erfolgen.

Aber das Ganze geschieht mit dem guten Gefühl, dass auch die Stadtverwaltung mit ihren Gutachtern alles tut, um alte Bäume zu erhalten. Die „Schlacht“ hat sich gelohnt.

Hartmut Rakow

 

 


 

Fast ausverkauft: Der LFV-Kalender 2019 und unser Naturfotobuch „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe“

Nur noch wenige Tage bis zum Weihnachtsfest und wir stellen voller Freude fest: Die meisten unserer Naturfoto-Kalender „Im Oberen Rhinluch – 2019“ sind bereits verkauft. Wer noch einen Kalender als kleines Geschenk für Freunde und Bekannte braucht, der sollte uns möglichst schnell eine Mail mit seiner Bestellung schicken  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Fast täglich haben wir in den letzten Wochen Bestellungen für unser Naturfotobuch erhalten. Auch hier droht bald den Bestellern die „Ausverkauft-Antwort“. Wer zum Weihnachtsfest noch ein Buch bestellen möchte, am besten rasch und über diese E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Wir möchten nicht versäumen, uns für die vielen lobenden Worte zum Text und zu den Bildern in unserem Buch zu bedanken, über so viel Anerkennung freuen wir uns sehr! (Text: Detlef Hase)

 


 

Windradplanung beschlossen

Wie zu erwarten, ist am Mittwoch den 21.11.2018 die Planung für 34 Windeignungsgebiete in unserer Region beschlossen worden.

Dazu gehört auch das Windeignungsgebiet 34 (WEG 34) im Wald bei Neuendorf, Hohenbruch und Beetz/Sommerfeld. In letzter Minute hatten die Gemeinde Löwenberger Land und die Stadt Kremmen und auch private Waldbesitzer mit anwaltlichen Schreiben an die Regionalräte mit Hinweisen auf die Gefahren für den naturnahen Wald und die Gefährdung geschützter seltener Arten in dem Gebiet versucht, die Abstimmung zu beeinflussen. Aber während die Stadt Neuruppin gegen die Planung stimmte, müssen die aus unserem Landkreis Oberhavel delegierten Regionalräte für die Planung gestimmt haben. Einzig Peter Ligner aus Birkenwerder hat sich aus Oberhavel gegen die Planung ausgesprochen. Am Ende haben 22 Regionalräte dafür und 6 dagegen gestimmt. 3 bis 4 Monate wird nun die Prüfung durch die Gemeinsame Landesplanung Berlin- Brandenburg dauern, bevor im Frühjahr 2019 der Plan im Amtsblatt veröffentlicht wird.

Erst dann wird es möglich sein, gegen die Planung zu klagen. Die Gemeinde Löwenberger Land und die Stadt Kremmen beabsichtigen dies zu tun. Klagen können jedoch auch betroffene Eigentümer, Nachbarn, Pächter, Anwohner in der Nähe und auch Eigentümer von Wegen in das Gebiet.

Der Landschaftsförderverein wird sich an einen anerkannten Naturschutzverband wenden müssen, um zu klagen. Die ganze Klagerei führt jedoch nicht zu einer aufschiebenden Wirkung der Gültigkeit der Planung. Die Windradindustrie kann also trotz der eingereichten Klagen Bauanträge stellen und bei Genehmigung bauen. Hierzu ist jedoch das Einvernehmen der betroffenen Gemeinden und Privateigentümer erforderlich. Dann sind unsere Politiker aus den Gemeindeparlamenten gefragt. Und natürlich auch die privaten Waldeigentümer, die etwas gegen das Überfahren ihrer Grundstücke durch Schwerlasttransporte haben. Also auch bei der Bauvorbereitung kann man sich wehren.

Übrigens finden im nächsten Frühjahr auch Kommunalwahlen statt und etwas später Landtagswahlen. Die Ohren unserer Politiker vor Ort sind wahrscheinlich offener als sonst. Gute Gelegenheit auch für den nicht direkt Betroffenen seine Stimme zu nutzen.

 

Wir bleiben dran.

Hartmut Rakow

 


 

Schöne Festtage

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  • Bild-5-2-Winterfuchs-DHase
  • Bild-5-3-Wacholderdrossel-DHase
  • Bild-5-4-Winterruhe-DHase
  • Bild-5-5-Schlemmerglück-DHase
  • Frühlingswald1
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  • Frühlingswald5

Auch in der dunklen und kalten Jahreszeit hat die Rhinluchnatur viel zu bieten. Vielleicht entdecken Sie bei einem Spaziergang einige Winterkraniche im Schneetreibenoder einen scheuen Fuchs im Schneeoder eine Wacholderdrossel bei der NahrungssucheAuch wenn Ihnen das Beobachtungsglück nicht ganz so hold ist, die winterliche Ruhe im Luch ist ausgesprochen wohltuend und entspannendUnd nach der Rückkehr ins warme Heim machen Sie es wie die kleine Brandmaus: Blicken Sie voller Vorfreude auf die süßen Schlemmereien Wir wünschen folglich allen Mitgliedern und Freunden/Freundinnen unseres Landschaftsfördervereins – selbstverständlich auch im Namen des gesamten LFV-Vorstandes - eine schöne Weihnachtszeit, glückliche Weihnachtsfeiertage und einen wunderbaren Rutsch in das neue Jahr. (Text + Fotos: Detlef Hase)   Mit den besten Wünschen für 2019 Ihre LFV-Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit (Sebastian Partzsch, Hartmut Rakow, Klaus Michalek, Detlef Hase)

 


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