+++ LFV Ticker 2020-03-12 +++

 

Verlegung Mitgliederversammlung

Aufgrund der aktuellen Gefährdungslage wegen des derzeit grassierenden Corona-Virus haben wir uns dazu entschlossen, die ursprünglich für Samstag, 28. März 2020, anberaumte jährliche Mitgliederversammlung zu verschieben.

Damit folgen wir u.a. der Empfehlung des Bürgermeisters der Stadt Kremmen vom 13.03.2020, möglichst alle Veranstaltungen bis Ende März 2020 ruhen zu lassen.

Über einen Ausweichtermin informieren wir demnächst und hoffen für unsere konsequente Entscheidung insoweit auf Ihr Verständnis.

Für den Vorstand und die Geschäftsführung, Sebastian Partzsch

Empfehlung Kremmen Download

 

 


 

Das Kremmener Storchenpaar ist wieder da
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Acht Tage früher als im letzten Jahr besetzte Adebar zur Mittagszeit des 16.02.2020 den Horst in der Dammstraße/ Ecke Am Markt.

Erst zwei Tage zuvor hatte ich die Webcam auf meinem Dach nachjustiert und die Linse gereinigt, um auch in diesem Jahr einen guten Blick auf den Horst zu haben. Zunächst allein, räumte der Vogel das Nest auf und putzte ausgiebig sein von der Reise strapaziertes Gefieder. Doch der Partner ließ nicht lange auf sich warten und traf am nächsten Nachmittag am Nest ein. Gemeinsam kümmerten sich beide bei herrlich sonnigem Wetter noch flink um die Nestpflege und ließen dann in puncto Nachwuchsplanung nichts anbrennen.

Das Storchenpaar dürfte über die Westroute, also über die Meerenge von Gibraltar reisen, weshalb es jedes Jahr deutlich früher (bis zu einem Monat) in Brandenburg ankommt als viele andere. Die etwa einen Monat später eintreffenden Tiere fliegen für gewöhnlich über die deutlich längere Balkanroute. Seit zwei Jahren verfolge ich die Reiserouten von besenderten Störchen, die in dem Blog „Störche auf Reisen" des NABU zur Verfügung gestellt werden. Einer der mit GPS-Sender ausgestatteten Störche ist Hans Albert. Er fliegt ebenfalls über die Westroute und hat seinen Horst in Vaale in Schleswig-Holstein nördlich von Hamburg. In den vergangenen zwei Jahren kamen unsere beiden immer kurze Zeit später in dem Horst in Kremmen an, nachdem Hans Albert seinen Horst in Vaale erreichte. Ich kann mir vorstellen, dass die Tiere auf der langen Reise gemeinsam unterwegs sind.

Blog „Störche auf Reisen“: https://blogs.nabu.de/stoerche-auf-reisen/

Link zur Webcam auf der Seite des LFV:  https://oberes-rhinluch.de/webcam

Text und Bilder: André Neumann

 

 


 

Alles bereit(et) für Unke & Co.
  • 01-Die-Moorraupe-im-Einsatz
  • 02-Mit-schwerem-Schneidwerkzeug
  • 03-Raupenketten-schonen-den-Moorboden
  • 04-Auch-Handschnitt-ist-notwendig
  • 05-Das geschnittene-Schilf-muss-zusammengeharkt-werden
  • 06-Das-ist-doch-eine-ziemlich-große-Fläche
  • 07-Harken-Harken-noch-mal-Harken
  • 08-Pressegespräch
  • 11-Oh-dieser-verdammte-Qualm
  • 12-Endlich-die-verdiente-Pause
  • 14-Zeit-für-Pausengespräche

Zu dem jährlich notwendigen winterlichen Schilfschnitt im vom Verein gepachteten Obergrundkoppelteich („Unkenteich“) kamen am frühen Morgen des 8. Februar 2020 im Teichland Linum ca. ein Dutzend Vereinsmitglieder zusammen.

Und sie waren auch in diesem Jahr nicht allein: Landwirt Sebastian Petri war mit seinem zur Moorraupe umfunktionieren ehemaligen Skipistenfahrzeug ebenfalls angereist, um uns die Schilfmahd in dem in den Wintermonaten kein Wasser führenden Teich mit entsprechendem Technikeinsatz zu erleichtern.

Wo wir in den vergangenen Jahren ohne Zuhilfenahme der Moorraupe mit Schnittvorrichtung mehrere Wochenenden hintereinander im 4,5 ha großen Gewässer zubrachten, war die Arbeit nun an einem einzigen verlängerten Vormittag zur großen Freude aller erledigt. Doch ohne Handarbeit unserer fleißigen Helfer ging es auch dieses Mal nicht, denn das geschnittene Schilf musste noch zusammengetragen und entsprechend entsorgt werden. Somit blieb genug für alle zu tun. Kaum war der letzte Arbeiter aus dem Teich verschwunden, konnte bereits das Wasser eingelassen werden, welches den Pegel des Teiches in den nächsten Tagen peu à peu zum Ansteigen brachte.

Nun ist´s also für diese Saison wieder hergerichtet: Für Rotbauchunke, Kranich & Co.
 
Presseartikel Ruppiner Anzeiger
 
Text: Sebastian Partzsch
Fotos: Detlef Hase

 

 


 

Gezeigt, was zu schützen ist
  • Unbenannte Anlage 00185

Der Rüthnicker Heimatverein e.V. hatte am 15.02.2020 zum zweiten Mal den Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch e.V. (LFV) zu einem Gastvortrag über die schöne Rhinluchnatur in das Rüthnicker Vereinsheim eingeladen. Und ca. 50 Gäste aus der Region waren an diesem Samstagabend zu dem Bildvortrag „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe" der Einladung gefolgt.

Der Vorsitzende des Landschaftsfördervereins Oberes Rhinluch e.V., Sebastian Partzsch, begrüßte die Gäste mit einigen einleitenden Worten über den seit 1991 bestehenden Naturschutzverein und seine Öffentlichkeitsarbeit. Mit dem jährlich erscheinenden Naturfotokalender und dem großen Naturfotobuch „Im Oberen Rhinluch - Unser schönes Naturerbe“ werben die Vereinsmitglieder fortwährend und zu jeder Zeit für den Schutz und Erhalt der Rhinluchnatur und die ehrenamtliche Naturschutzarbeit. In Rüthnick hat es bereits gut funktioniert - es gingen zahlreiche verkaufte Bücher und einige Kalender über den von Axel Radtke betreute Infostand-Tisch.

Nach der Begrüßung zeigte Detlef Hase die schönsten Bilder aus dem Naturfotobuch des Vereins und konnte den interessierten Gästen viel Wissenswertes über die Tier- und Pflanzenwelt im Oberen Rhinluch berichten, so u.a., wo die Balz der hübschen Haubentaucher gut zu beobachten ist oder warum Brachflächen und Trockenrasen besonders insektenfreundliche Biotope sind. Eine Besucherin aus dem Kremmener Ortsteil Ludwigsaue berichtete empört, dass vor Ort eine große Brachfläche unverhofft in einen Maisacker umgewandelt worden ist und so eine wichtige Nahrungsfläche für viele Vogelarten verschwunden sei. So wurde während der Veranstaltung auch über das schwierige Verhältnis von Naturschutz und Landwirtschaft gesprochen. Nach Auffassung von Detlef Hase ist das vor allem ein politisches Problem. Denn wenn die Landwirtschaft mehr Fördermittel für Naturerhaltung und Landschaftspflege bekommen würde (anstelle der üblichen Flächensubventionen), dann wäre das ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Während einer Vortragspause bot der Heimatverein einen Imbiss und Getränke an, so dass auch für das leibliche Wohl gesorgt war. Nach über zwei Stunden, die „wie im Fluge vergingen“, so eine Besucherin, verließen die Gäste zufrieden das schöne Rüthnicker Vereinsheim. Kurz zuvor hatte der Vorsitzende des Rüthnicker Heimatvereins, Hannes Rosenberg, sich bei den Gästen und dem Landschaftsförderverein für das Kommen bedankt - sichtlich erfreut, dass sich an einem Samstagabend so viele Menschen für die heimische Natur interessieren.

Die beiden Vereine wollen zukünftig enger zusammen arbeiten.

Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit

Foto: Axel Radtke

 


 

LFV-Naturvorträge

Das kleine Wagnis hat sich gelohnt: Der Vorstand hatte sich im Spätsommer 2019 entschlossen, in den Herbst- und Wintermonaten drei Naturvorträge anzubieten.

Detlef Hase berichtete im Oktober über das eindrucksvolle „Vogelparadies am Neusiedler See“, Helga Müller-Wensky schilderte im Januar ihre aufregende Reise in die Antarktis und Karl-Heinz-Sass zeigte zwei eindrucksvolle Naturfilme über das Obere Rhinluch und das spannende Aufwachsen zweier Kranichküken.

Wir konnten von Veranstaltung zu Veranstaltung mehr naturinteressierte Gäste begrüßen. Und die kleine Gaststätte „Kombüse 11“ in Kremmen ist für uns ein gut geeigneter Veranstaltungsort.

Wir werden im Herbst/Winter 2020/2021 unsere Vortragsreihe fortsetzen. Vorgesehen sind bereits ein Vortrag über den Naturpark S’ALBUFERA auf Mallorca sowie ein Vortrag über das Biosphärenreservat Donaudelta in Rumänien. Ganzjährig bieten wir unseren Bildvortrag „Im Oberen Rhinluch – unser schönes Naturerbe“ für kleinere und größere Gruppen an.

Wenn Sie daran Interesse haben, dann senden Sie bitte eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Text: Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit

 

 


 

LFV-Initiative „Rettet unsere Alleen“

Ist es ihnen auch schon aufgefallen? Unsere schönen Alleen werden immer löchriger und verschwinden so allmählich.

Sicherlich müssen Risikobäume, die die Verkehrssicherheit gefährden, beschnitten oder auch gefällt werden. Ärgerlich ist aber, dass das Nachpflanzen junger Bäume in die entstandenen Baumlücken sehr zu wünschen übrig lässt. So wurde in den letzten Jahren nur noch für jeden zweiten gefällten Alleenbaum ein neuer gepflanzt. Was sind die Ursachen für diese Pflanzschuld?

Es gibt eine Bestimmung, dass zukünftig Alleenbäume nur noch in einem Mindestabstand von 4,5 m zum Straßenrand gepflanzt werden dürfen – aus Gründen der Verkehrssicherheit, lautet die Begründung. Dies bedeutet, dass für das Nachpflanzen von Alleenbäumen das Land Brandenburg landwirtschaftliche Nutzflächen an den Straßenrändern erwerben muss, denn sonst kann dieser Abstand nicht eigehalten werden. Und die Landwirte sind in den meisten Fällen nicht bereit, die erforderlichen Flächen für die Baumpflanzungen zu verkaufen. Und das ist dann faktisch das Aus für die erforderlichen Nachpflanzungen. So wurde uns das vom Straßenbauamt Kyritz mitgeteilt.

Der Landschaftsförderverein hat nun den neuen Umweltminister Axel Vogel in einem offenen Brief aufgefordert, sich für ein Alleenschutzprogramm und für das Abschaffen der hinderlichen 4,50 m-Regelung einzusetzen. Für die meisten Alleen gelten ohnehin 70 km/h oder 80 km/h als Höchstgeschwindigkeit, und wenn man sich daran hält, dann sind unsere Alleen auch ohne die 4,50 m-Regelung sicher. Und wenn man sich nicht daran hält und mit 100 km/h und alkoholisiert gegen die Eiche fährt, dann hat man auch ein Problem, wenn der Baum 4,50 m vom Straßenrand entfernt ist. Die Freie-Bürger-Brauchen-Freie-Fahrt-Zeiten sind aus unserer Sicht vorbei.

Wir brauchen in den immer heißer werdenden Sommertagen klimaschützende und schattenspendende Alleenbäume. Wie wir jedoch am 5.3.2020 per E-Mail erfahren haben, ist Minister Vogel der Ansicht, dass er für dieses Thema gar nicht zuständig ist. Der Erhalt unserer Alleen hat also nix mit unserer Umwelt zu tun? Das hätten wir nicht gedacht! Unser Schreiben wurde nun an das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung weitergeleitet. Wir sind gespannt, wie es weiter geht!

Und wir bleiben an diesem Thema dran!

Alleen-Rettungsschreiben an Ministerium

Antrag auf Baumersatzpflanzungen

Antwort Antrag auf Baumersatzpflanzungen

Text: Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit

 

 


 

Habichthochzeit
  • 31-Das-Habichtweibchen-ruft
  • 32-Der-Terzel-im-Anflug
  • 33_Und-Landung-auf-dem-Weibchenrücken
  • 34-Paarung-I
  • 35-Paarung-II

Die wunderschöne Rhinluchnatur ist natürlich der Berliner Stadtnatur weit überlegen, vor allem, wenn in Frühjahr die Weißstörche ankommen und im Herbst zehntausende Kraniche und Wildgänse hier rasten.

Und auch der weite Blick in die Rhinluchlandschaft ist Erholung für das Stadtauge, das sich nicht an die enge Bebauung gewöhnen mag. Trotzdem aber gibt es auch in Berlin die Möglichkeit für spektakuläre Naturbeobachtungen, über die wir an dieser Stelle ausnahmsweise einmal berichten wollen.

In einem kleinen Park in Berlin Wilmersdorf brütet seit einigen Jahren ziemlich erfolgreich der Habicht. Im letzten Sommer sind dort vier Jungvögel flügge geworden. Regelmäßig gehe ich dorthin, um die Vögel zu beobachten und zu fotografieren. Und Anfang März in diesem Jahr konnte ich eine Habichtpaarung miterleben. Das Habichtweibchen saß weit oben und laut rufend auf einem starken Fichtenast (Bild 1). Wie aus dem Nichts kam plötzlich das Habichtmännchen angeflogen (Bild 2) und landete auf dem Rücken des Habichtweibchens (Bild 3). Weit schallte das laute Rufen der Vögel während des Paarungsaktes (Bilder 4 + 5). Für die Natur- und Vogelfotografie braucht man nicht nur Ausdauer und Geduld, sondern immer auch etwas Glück, um zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Dieses Glück wünsche ich Ihnen auch bei Ihren Frühlingsspaziergängen durch die Rhinluchnatur.

Text und Bilder: Detlef Hase

 

 


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