+++ LFV Ticker 2019-12-10 +++

 

Veranstaltungshinweis - „Naturfoto-Vortrag“

 

  • 1-Mitternachtssonne
  • 2-Skua
  • 3-Wanderalbatross
  • 4-Eselspinguin
  • 5-Zügelpinguin

Unsere Naturfoto-Vortragsreihe geht weiter.

Wie bereits mitgeteilt, bietet der Landschaftsförderverein für die dunkle Jahreszeit mehrere Vorträge zu Naturthemen in nah und fern an. Am 9. November hat Vereinsmitglied Detlef Hase einen Bild-Vortrag über das „Vogelparadies am Steppensee“ am Neusiedler See im österreichischen Burgenland gehalten, der bei den 15 Gästen sehr gut angekommen ist.

Nun möchten wir auf den zweiten Vortrag hinweisen.

"Abenteuer Antarktis – auf den Spuren von Albatrossen und Pinguinen“

Unser Vorstandsmitglied Helga Müller-Wensky berichtet in ihrem Bildervortag von der Schiffspassage durch die Drakestraße bis zur eisigen Landschaft der antarktischen Halbinsel mit ihren faszinierenden Naturerscheinungen. 

WANN: Samstag, 25.01.2020; Beginn 16:30 Uhr; Dauer ca. 90 Minuten.

WO: In der „Kombüse“ im Kremmener Scheunenviertel, neben dem Theater „Tiefste Provinz“, Scheunenweg 11, 16766 Kremmen.

Heutzutage gibt es fast täglich tolle Naturfilme  im Fernsehen. Wir vermitteln in unseren Beiträgen auch persönliche Reiseerlebnisse und -erfahrungen. Deshalb würden wir uns sehr freuen, wenn wir zu unserer zweiten Veranstaltung zahlreiche Gäste begrüßen können. Sie sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist selbstverständlich frei.

Bilder: Helga Müller-Wensky

AG Öffentlichkeitsarbeit


 

Sie brauchen ein kleines Weihnachtsgeschenk!

  • buch-naturerbe
  • kalender-2020-LFV

 

Oh je, sind Sie auch schon im „Was-schenke-ich-bloß-Stress?“

In der Weihnachtszeit wird man oft eingeladen, in der Familie, von Freunden und Bekannten. Und gerne möchte man eine kleine Aufmerksamkeit mitbringen – aber was?

Haben Sie schon mal daran gedacht, unseren LFV-Naturfotokalender „Im Oberen Rhinluch 2020“ zu verschenken? Mit 12 schönen Naturaufnahmen aus dem Oberen Rhinluch können Sie für den Schutz und Erhalt unserer schönen Natur werben und Freude bereiten.

Bestellungen nehmen wir gerne über die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an.

Wir senden Ihnen dann den Kalender für 8,00 Euro + 2,00 Euro für Verpackung + Porto gerne zu.

Noch viel mehr Rhinluchnatur bietet unser großen LFV-Naturfotobuch „Im Oberen Rhinluch – unser schöne Naturerbe“. Auf 224 Seiten mit über 240 Naturaufnahmen berichten wir über viele regionale Naturbesonderheiten, die aus unserer Sicht zu schützen und bewahren sind.

Wir senden Ihnen das Buch für 12,00 Euro + 5,00 Euro für Verpackung + Porto ebenfalls gerne zu,

Bestellungen bitte an die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

AG Öffentlichkeitsarbeit

 


 

Vogelfotografie im bunten Herbst

  • 21-Waldweg-im-Herbst
  • 22-Leuchtende-Eichenblätter
  • 23-Kleiber-bei-der-Futtersuche
  • 24-oh-wie-niedlich
  • 25-Bartmeise-im-Weidenbusch
  • 26-Schwarzspecht-im-Herbstwald
  • 27-Futtersuche-in-der-Kiefernborke
  • 28-Erst-hingucken, dann
  • 29-Borke-aufhämmern
  • 30-Auch-der-Buntspecht
  • 31-sucht-hier-seine-Nahrung
  • 32-Kormoran-hinter-Herbstlaub
  • 33-Graureiherporträt
  • 34-Herbstlich-gefärbte-Schilfhalme

Für viele Fotografen ist der Herbst eine besonders schöne weil farbenfrohe Zeit, die Ende November leider schon wieder vorbei ist. Das bunte Herbstlaub an den Bäumen sorgt für einen schönen Bildvorder- oder –hintergrund. Und beim Herbstspaziergang in unseren Wäldern lassen sich mit etwas Glück Rotkehlchen, Kleiber, Spechte und anderen Vögel bei der Futtersuche beobachten. Auch bunte Waldwege oder das herbstlich verfärbte Schilf bieten schöne Motive, dabei müssen es nicht immer naturrealistische Aufnahmen sein, denn Fotografieren, das ist auch „Malen mit Licht“, so sagt man.

Text und Bilder: Detlef Hase

 


 

Schnee-Sehnsucht?

 

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  • trautmann-2

Nicht wirklich! Oder doch? So ein bisschen vielleicht?

Tage-/ Wochenlang auf weiße Landschaften sehen... (fast) nichts ist grau.
Es duftet nach Winter und unsere Augen blinzeln, wie in vergangenen Winterurlaubstagen.

Diese vier Motive erinnern nicht nur an unsere schöne Landschaft im Oberen Rhinluch. Sie zeigen auch noch Schnee.
Für uns "Kalender-Kreative" (aus dem LFV) ein großes Thema, denn: Welche Motive präsentieren die Wintermonate?
Wird ein Rotkehlchen-Foto zum Dezember passen?
Stimmt eine schöne Raureiflandschaft für das Januar-Kalenderblatt?
Beide Motive ohne Schnee!?

Unser Naturkalender wird angenommen, das spricht für sich, aber zukünftig ohne die weiße Jahreszeit?

Ohne auf das sich verändernde Klima einzugehen ...,
... werden wir für die Wintermonate der nächsten Kalender Fotomotive ab 2018 verwenden.

Hoffen wir, dass es einem Fotografen gelingt, Schnee im Rhinluch "einzufangen".

Für unsere kommenden Kalender freuen wir uns auf Zusendungen mit stimmungsvollen Aufnahmen - auch ohne Schnee -
an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Den Winter (die obigen Bilder) haben bis einschließlich 2015 eingefangen:

Heike Trautmann - www.heike-trautmann.de/
Detlef Hase - www.detlef-hase-naturfotos.de/
Wilfried Howe

AG Öffentlichkeitsarbeit

 

 


 

Schöne Feiertage

Für die besinnliche Adventszeit, die bevorstehenden Festtage und den Jahresausklang wünschen wir Ihnen und Ihren Familienangehörigen alles erdenklich Gute. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns auch im Jahr 2020 die Treue halten und wir gemeinsam im Rahmen unserer Möglichkeiten dazu beitragen, diesen wunderschönen Planeten und unser Oberes Rhinluch etwas lebens- und liebenswerter zu machen.

Im Namen des Vorstandes, der Geschäftsführung und der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit & Finanzmittelbeschaffung

Sebastian Partzsch
 

 



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+++ LFV Ticker 2019-11-05 +++

 

Veranstaltungshinweis - „Vogelparadies am Steppensee“

  • 01-flache-Landschaft-mit-Ziehbrunnen
  • 02-Blick-aus-der-Furche
  • 03-oh-wie-niedlich-Kibitzküken
  • 04-Kampfläufer
  • 05-Graugans-mit-Küken
  • 06-Schafstelze-bei-der-Nahrungssuche
  • 07-Schaut-mal-alle her
  • 08-ein-Brachvogel-ruft
  • 09-Abendstimmung

Bereits im LFV-Ticker 2019-10-01 haben wir auf diese Veranstaltung hingewiesen und möchten jetzt noch einmal an diesen Termin erinnern. Wir starten eine neue Vortragsreihe für naturbegeisterte Menschen und beginnen mit einem Bildvortrag über den Nationalpark „Seewinkel“ am Neusiedler See im Burgenland in Österreich. Sie sind herzlich eingeladen – Eintritt frei!

WANN: Samstag, 09.11.2019; Beginn 16:30 Uhr; Dauer ca. 90 Minuten.

WO: In der „Kombüse“ im Kremmener Scheunenviertel, direkt neben dem Theater „Tiefste Provinz“, Scheunenweg 11, 16766 Kremmen.

In diesem Gebiet brüten 800 Silberreiherpaare, es gibt dort mehr als 500 Kiebitzbrutpaare, ungefähr 200 brütende Rotschenkelpaare und rund 100 brütende Uferschnepfenpaare. Insgesamt sind dort 145 regelmäßige Brutvogelarten und 89 regelmäßige Durchzugsarten registriert. Welche ökologischen Besonderheiten führen zu dieser Artenvielfalt? Was können wir vom dortigen Nationalparkmanagement lernen?

Vereinsmitglied und Buchautor* Detlef Hase fotografierte in diesem Gebiet 2 x 14 Tage und hat die schönsten Motive für diesen Vortrag zusammengestellt. Wir freuen uns auf interessierte Vereinsmitglieder und auf Naturfreunde und Vogelliebhaber aus nah und fern.

Text: Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit, Fotos: Detlef Hase

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* „Vögel fotografieren – Ein praktischer Ratgeber“ München 2016, Franzis Verlag

 


 

Die Turteltaube – Vogel des Jahres 2020

  • 01-Turteltaube
  • 02-Turteltaube
  • 03-Turteltaube

Die Turteltaube wurde als „Vogel des Jahres 2020“ bestimmt, um auf die ganz erhebliche Gefährdung der Art hinzuweisen:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/turteltaube/index.html

Die Turteltaube steht für Glück, Liebe und Frieden – ihre Lebensbedingungen sind allerdings weniger romantisch: Seit 1980 sind fast 90 Prozent ihrer Bestände in Deutschland verloren gegangen. Die hübsche Taube ist die einzige heimische Taubenart, die als Langstreckenzieherin den Winter in Afrika verbringt. Die intensive Jagd entlang des Zugweges ist eine der wesentlichen Ursachen für die extreme Bestandsgefährdung. Allein in den EU-Ländern werden jährlich rund zwei Millionen Turteltauben getötet, obwohl die Taube in der globalen roten Liste steht. Der NABU bittet deswegen alle Vogelliebhaber, sich mit der Unterschrift an der Petition „Jagdstopp für Turteltauben“ zu beteiligen:

https://mitmachen.nabu.de/turteltauben-retten

Die anhaltende Jagd auf diese hübsche Taube wiegt deshalb umso schwerer, weil die Intensivierung der Landwirtschaft auch zu einer massiven Vernichtung von Lebensräumen und Nahrungsgrundlagen geführt hat. Im österreichischen Nationalpark Seewinkel hatte ich das Glück, auch Turteltauben beobachten und fotografieren zu können. Schade, dass wir seit vielen  Jahren diese hübsche Taube im Oberen Rhinluch nicht mehr gesehen haben.

Text + Fotos: Detlef Hase

 


 

So viele Silberreiher

  • 21-Silberreiher-in-der-Morgensonne
  • 22-Silberreihertrio
  • 23-noch mehr-Silberreiher-im-Anflug
  • 24-die-ersten-Teichsenken-tauen-allmählich-auf
  • 25-Silberreiher-Stockenten-und-Lachmöwen
  • 26-warten-auf-Godot
  • 27-Streit-oder-Balz
  • 28-fotografischer-Beifang
  • 29-viele-Krickenten-landen-im-Teich
  • 30-in-der-aufgetauten-Futtersenke

Eines der Hauptbrutgebiete für die eleganten weißen Silberreiher ist der Nationalpark Seewinkel im österreichischen Burgenland.

In den Herbst- und Wintermonaten können aber auch bei uns zahlreiche Silberreiher gut beobachtet werden. Am 1. November dieses Jahres konnte ich auf dem abgelassenen großen Teich bei der Fischerhütte in Linum morgens um zehn Uhr 96 Silberreiher zählen. Die hübschen Vögel standen auf dem noch gefrorenen Teichboden und warteten darauf, dass das Eis auf den verbliebenen Teichsenken von der Sonne aufgetaut wird. In diesen Teichsenken finden die Reiher anscheinend immer noch genügend Nahrung.

In unserem großen Naturfotobuch „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe“ berichten wir in dem Kapitel „Eleganz in Weiß – Silberreiher bei uns im Luch“ ausführlich über diese Reiher, die bei uns vor 20 Jahren noch zu den ornithologischen Besonderheiten zählten. Das Buch kann über die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bei uns bestellt werden. Zum Buchpreis von 12,00 Euro kommen 5,00 Euro Verpackungs- und Versandkosten hinzu.

Text + Fotos: Detlef Hase

 


 

Spannende Diskussionen zur Windenergie.

Während der Koalitionsverhandlungen der neuen Landesregierung in Brandenburg gab es interessante Beiträge der beteiligten Parteien zur weiteren Vorgehensweise mit der Windenergie.

„Belastet“ durch  Aussagen vor der Wahl forderten SPD und CDU einen Mindestabstand zur Wohnbebauung von 1500 m während die Grünen den jetzigen Abstand von 1000 m beibehalten wollten. Die CDU differenzierte noch mehr und wollte die Kommunen entscheiden lassen unter 1500 m zu gehen. Ebenfalls die CDU forderte mit den Windrädern nicht in Wälder zu gehen. Später wurde differenziert: Nicht in Mischwälder. Die Grünen lehnten zusammen mit der Windradindustrie diese Einschränkungen der bestehenden Ausbauziele ab. Das 2%-Ziel (… der Landesfläche) müsse eingehalten werden und die regionalen Planungsgemeinschaften müssten beauftragt werden alle Pläne dahingehend zu überarbeiten.

Davon steht konkret nichts im Koalitionsvertrag. Allerdings wurde das bereits bestehende Ausbauziel von 10.500 Megawatt bis 2030 festgeschrieben. Im Bestand sind jetzt 7000 Megawatt. Die Vermehrung soll vorrangig durch den Austausch von älteren und lauten Windrädern durch effektive und leise erfolgen. Das jedoch nur bei Windrädern mit einem Abstand über 1000 m von der Wohnbebauung. Das Konzept der Regionalplanung soll überarbeitet werden, um die genannten Ausbauziele zu erreichen. Nur bei besonders belasteten Siedlungen ist ein Abstand von über 1500 m dann zu prüfen. Um die Akzeptanz dafür zu erhöhen, soll das durch Windräder erwirtschaftete Geld möglichst in den betroffenen Orten bleiben. Das Regionalplanungsgesetz soll geändert werden, damit kleinere Kommunen mitwirken können.

Dank der Grünen wird der Druck auf eine Bebauung des bisher nicht genehmigten Windeignungsgebietes 34 im Wald dicht (1000 m) bei Neuendorf, Hohenbruch und Beetz/Sommerfeld nach dem jetzigen Koalitionsvertrag wohl bleiben.

Hartmut Rakow

 


 

Ausgezeichnet

  • Arbeitseinsatz-fledermausquartier-Wall
Eine Ehrung der besonderen Art wird am 08.11.2019 unserem langjährigen Vereinsmitglied Hans Remek zuteil werden. An diesem Tag wird ihm in Hennigsdorf der Barbara-Zürner-Umweltschutzpreis des Landkreises Oberhavel für seine bereits seit Jahrzehnten andauernden Bestrebungen, den Natur- und Umweltschutz im Land weiter voranzubringen, verliehen.

Neben seiner immer noch regen Tätigkeit im Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch, insbesondere bei der Teilnahme an den zahlreichen Arbeitseinsätzen, ist Hans Remek u.a. weiterhin im NABU-Regionalverband Oranienburg aktiv und kümmert sich mit seinen Mitstreitern beispielsweise auch um die Pflege von Biotopen im Naturschutzgebiet "Kremmener Luch". Mit dem Verein Natur Hennigsdorf e.V. realisierte er zuletzt ein umfangreiches Projekt zur Schaffung eines Überwinterungsquartiers für Fledermäuse in einem ehemaligen Bunker auf dem in früheren Zeiten genutzten Flugplatz in Schönwalde-Glien. Somit ist und war sein Engagement für die Natur nicht nur auf den Landkreis Oberhavel beschränkt, sondern auch auf die Nachbarkreise Havelland und Ostprignitz-Ruppin. Der Preis ist mit 1.500 Euro dotiert.

Der Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch e.V. gratuliert dem würdigen Preisträger für seine vielfältigen Verdienste auf´s Herzlichste!

Sebastian Partzsch

 


 

Angepackt

  • 01-auf-geht's-zum-Arbeitseinsatz_D500279
  • 03-passt-doch-noch-durch-die-Lücke
  • 04-trotz-Nieselregen-viel-gute-Laune_D500301
  • 05-jetzt-geht's-los_D500304
  • 06-Blick-auf-die-noch-ungemähte-Fläche_D500313
  • 07-zusammenharken-und-D500323
  • 08-und-wegtragen_D500308
  • 10-Personalwechsel-am-Mähgerät_D500346
  • 11-unser-Kraftpaket-hat-noch-viel-power_D500417
  • 12-unsere-Sensenfrau_D500385
  • 15-Zeit-für-ein-Schwätzchen_D500448
  • 16-Pause_D500480
  • 17-Klaus-meint-der-Baum-muss-von-der-Straße_D500472
  • 18-weiter-geht's-mit-Schneiden-und-Harken_D500398
  • 19-fertig_D500483
  • 20-eine-tolle-Truppe-noch-mehr-gute-Laune-nach-der-Arbeit_D500512
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Anstatt den "Tag der Deutschen Einheit" am 3. Oktober im stillen Kämmerlein zu begehen, vereinten sich an diesem Tag die Kräfte von gut ein Dutzend Freiwilligen zum Arbeitseinsatz im Luch. Am sogenannten "Potsdamer Platz" nahe Linumhorst stand die Schilfmahd rund um das im Rahmen des EU-life-Projektes des Landschaftsfördervereins vor Jahren angelegte Kleingewässer an. Das hauptsächlich als Amphibienlaichgewässer genutzte Gewässer war kaum noch auffindbar und drohte zuzuwachsen und seiner Bestimmung als geeignete Wohnstätte für Moorfrosch & Co. nicht mehr gerecht zu werden. Durch die zunehmende Verschilfung wurde der Uferbereich, der vordergründig als Landlebensraum und zur Nahrungssuche von den Amphibien genutzt wird, immer mehr zurückgedrängt. Dem sollte und musste Abhilfe geschaffen werden. Gesagt, getan und ran an die Sensen! Das gewöhnungsbedürftige Geräusch der Motorsense hallte durch das weite Luch, was die über uns ziehende Schar von mehreren hundert Graugänsen jedoch nicht weiter störte. Aber auch die klassische Handsense kam beim Schilfschnitt zum Einsatz: Nostalgie trifft auf Moderne, Stille auf Lärm.

Innerhalb eines kurzweiligen Vormittags war der größte Teil des Uferbereichs vom Aufwuchs befreit und es bot sich wieder ein einwandfreier Blick auf unser Kleingewässer. Das angefallene Mähgut wurde zusammengetragen und von Landwirt Sebastian Petri aufgenommen, um dem Nährstoffeintrag im Gewässer entgegen zu wirken. Eine tolle "Brotzeit" vor Ort rundete den gelungenen Arbeitseinsatz ab. Allen Beteiligten sei ein herzliches "Dankeschön" ausgesprochen!

Sebastian Partzsch

 


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+++ LFV Ticker 2019-10-01 +++

 

Kraniche im Nebel

  • 01-Es-macht-wirklich-Spasz
  • 02_am-fruehen-Morgen
  • 03_die-vielen-Kraniche-zu-zählen
  • 04-Wunderschönes-Sauwetter
  • 05-Regenkraniche
  • 06-gut-gelaunte-Kranichzählerin

 

Am 24.9.2019 fand die erste Kranichzählung in diesem Jahr statt.

Im Morgengrauen, gegen 6:30 Uhr, und bei teilweise dichtem Nebel besetzten die Kranichzähler und -zählerinnen  ihre Zählsektoren in der Nähe der Kranichschlafplätze.  Das Rufen der Kraniche  war schon zu hören. Die ersten  Trupps tauchten bald auf. Im Nebel waren sie an einigen Orten oft nur schemenhaft oder fast gar  nicht zu erkennen. In gut zweieinhalb Stunden wurden an diesem Morgen immerhin 11.814 Kraniche erfasst.

Traditionell stärkten sich die Zähler und Zählerinnen anschließend bei einem Frühstück und tauschten sich über ihre Eindrücke aus.

Gezählt wird den ganzen Oktober durch, immer dienstags früh. Wer sich nicht abschrecken lässt von zeitigem Aufstehen, morgendlichem Nebel oder Regen sowie ungemütlichem Wind, ist  in der Zählerrunde herzlich willkommen. Manchmal wird das frühe Aufstehen mit fliegenden Kranichen vor einem phantastischen Sonnenaufgang belohnt.

Wir freuen uns über jeden, der Zeit und Lust hat, sich uns anzuschließen.

NACHTRAG

Bei herrlich tollem Regenwetter wurden heute 32.231 Kraniche gezählt. Den Kranichen scheinen die Regenschauer nix auszumachen (Bild 05) und die Kranichzähler lassen sich die gute Laune auch nicht verderben (Bilder 04 + 06).

 

Nächster Termin: 8. Oktober 2019 

Uhrzeit:   06:30 Uhr
Treffpunkt:   Naturschutzstation Rhinluch,
Nauener Straße 68, 16833   Linum
(gegenüber der Kirche)

 

Text: Helga Müller-Wensky, Bilder: Detlef Hase

 


 

Veranstaltungshinweis - „Vogelparadies am Steppensee“

  • 01-Weiter-Blick-vom-Beobachtungsturm
  • 02-Landschaft-mit-Salzlacke
  • 03-Libelle-erbeutet
  • 04-Balzflug
  • 05-Futtersuche-in-der-Frühlingswiese
  • 06-Gefiederpflege
  • 07-Säbelschnäbler-am-Nest
  • 08-Rotschenkelbalz

Der Landschaftsförderverein startet für naturbegeisterte Menschen eine neue Vortragsreihe. Wir beginnen mit einem Bildvortrag über den österreichischen Nationalpark „Seewinkel“ im Burgenland. Eintritt frei!

WANN: Samstag, 09.11.2019; Beginn 16:30 Uhr; Dauer ca. 90 Minuten.

WO: In der „Kombüse“ im Kremmener Scheunenviertel, direkt neben dem Theater „Tiefste Provinz“, Scheunenweg 11, 16766 Kremmen.

Zwischen der ungarischen Steppenlandschaft und den Ausläufern der Alpen befindet sich eine sehr abwechslungsreiche Landschaft mit einer unglaublich vielfältigen Vogelwelt. Bienenfresser und Großtrappen, Säbelschnäbler, Rotschenkel und Kampfläufer, Uferschnepfen und Kiebitze, ... - Fotomotive in Hülle und Fülle!

Vereinsmitglied und Buchautor* Detlef Hase bereiste das Gebiet in den Jahren 2012 und 2019 jeweils im Wonnemonat Mai. Die schönsten Aufnahmen wurden für diesen Vortrag zusammengestellt. Wir freuen uns, interessierte Vereinsmitglieder sowie Naturfreunde aus nah und fern zu begrüßen.

Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit

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* „Vögel fotografieren – Ein praktischer Ratgeber“ München 2016, Franzis Verlag

 


 

Ablehnung der Windradplanung Beetz-Neuendorf nun klarer

  • Keine-Windraeder-im-Wald-Oberes-Rhinluch
Während im letzten Ticker noch über die Ablehnugsgründe der Windradplanung im Wald zwischen Neuendorf, Hohenbruch und Beetz-Sommerfeld gerätselt wurde, hat sich der Nebel inzwischen etwas gelichtet.

Danach waren Teile des zur Genehmigung eingereichten Regionalplanes „Freiraum und Windenergie“ im Juli 2019 genehmigt worden. Nicht so der Teil „Windenergie“. Bei der Herstellung des Einvernehmens der Landesministerien hatte das für die Umwelt zuständige Ministerium sein Einvernehmen an die Bedingung geknüpft, dass 4 geplante Windeignungsgebiete ausgenommen werden. Darunter das Gebiet Beetz-Neuendorf. Grund waren Belange des Artenschutzes. Die Genehmigungsbehörde sah jedoch keine Möglichkeit einzelne Gebiete von der Planung auszuschließen und erteilte daraufhin für den gesamten vorgelegten Regionalplan keine Genehmigung. Gegen diese Entscheidung hat die Regionale Planungsgemeinschaft Rechtsmittel eingelegt und Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht.

Interessant ist, dass das Umweltministerium die artenschutzrechtlichen Bedenken nicht an einzelne Brutstätten geschützter Arten koppelt, sondern flächendeckende Verbotstatbestände nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz als Grund für eine Ablehnung angibt. Der LFV hatte immer wieder auf den gesamten schützenswerten Lebensraum der selten Arten bei uns im Wald hingewiesen.

Hartmut Rakow

 


 

Hoffest in der Mosterei in Linum

Unser Vereinsmitglied Regine Scholz-Berg lädt ein zum jährlichen Hoffest am 03.10.2019 in der Mosterei Linumer Landhof (13:00 - 18:00 Uhr, Nauener Straße 50, 16833 Fehrbellin / OT Linum - http://www.linumer-landhof.de/home.html).

Dort kann man/frau hausgemachte Obstsäfte verkosten und auch unseren neuen LFV-Kalender "Im Oberen Rhinluch - 2020" sowie das LFV-Naturfotobuch "Im Oberen Rhinluch - Unser schönes Naturerbe" erwerben.

Ein Programmpunkt ist der Vortrag von DR. Kristina Hühn "Kraniche zwischen Landwirtschaft und Tourismus." Start 14 Uhr.
Es sind bereits sehr viele Kraniche zur Herbstrast bei uns, es bietet sich also an, am Abend den Einflug der Kraniche zu den Schlafplätzen am Ortsrand Linum zu beobachten.

Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit

 


 

Störungen durch Ballonfahrer 

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Die Störungsarten am Rastplatz Linum sind vielfältig.

Hervorzuheben sind Ballonfahrten (Luftsport), die bei der Nichteinhaltung von Mindesthöhen oder Flugrouten, zu einer massiven Störung des Rastplatzgeschehens führen.

Rastende Kranichgruppen werden in großer Panik aufgescheucht und Familien werden auseinandergerissen, die oftmals erst wesentlich später wieder zusammenfinden. Die Auswirkungen auf die Vögel durch jegliche Störungen verursachen einen erhöhten Energieumsatz. Energie die sie dringend für ihren Weiterflug benötigen.
Bild 2 zeigt deutlich das Aufbrechen der typischen V - Flugformation (Bild 1).

Am 20.09.2019, 18:32 Uhr, wurde im NSG Oberes Rhinluch, nähe Linumhorst, ein Ballon gesichtet, der in ca. 120 Meter Flughöhe den Kranich-Rastplatz überflog. Wenigen Minuten später befand sich der Flugkörper auf ca. 25 Meter über einer Fläche (ebenfalls NSG), die als Vorsammelplatz der Kraniche genutzt wird.

Wir apellieren an Ballonfahrt-Unternehmen und Ballonfahrer während der Rastzeit die bekannten Rastplätze für Kraniche & Gänse zu meiden bzw. die vorgeschriebene Flughöhe von mind.  500 Meter einzuhalten.

Meldungen über Rastplatz-Störungen nehmen wir unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  entgegen.

Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit


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+++ LFV Ticker 2019-07-02 +++

 

Sommer im Luch

  • 11-Braunkehlchen-auf-dem-Ansitzzweig
  • 12-Weißstorch-in-der-Sommerwiese
  • 13-Erfolgreiche-Mäusejagd
  • 14-An-der-Wiedehopfhöhle
  • 15-Am-Beutelmeisennest
  • 16-Erfolgreiche-Turmfalkenbrut--Schon-fast-flügge
  • 17-Was-für-ein-faszinierendes-Tierchen--Die-Gartenkreuzspinne
  • 18-Brauner-Feuerfalter-im-Trockenrasen
  • 19-Der-Wasserdost-zieht-Schmetterlinge-wie-magisch-an
  • 20-Tagpfauenauge-auf-der-Wasserdostblüte
  • 21-Distelfalter
  • 22-Admiral
  • 23-Pollen-sammeln-bei-der-Schwanenblume
  • 24-Eine-kleine-Federlibelle-am-frühen-Morgen
  • 25-Heidelibelle-auf-abgeblühter-Grasnelke
  • 26-Libelle-erbeutet

Sommerzeit ist vor allem Schmetterlingszeit. Auch sind die blühenden Wasserdoststauden und Schwanenblumen zu sehen. So z. B. im Teichland Linum.

Bei diesen hohen Temperaturen fällt ein Spaziergang nicht leicht. Versuchen Sie es doch mal am frühen Morgen.

Die Libellen sitzen noch an den taunassen Halmen. Laut singen die Drosselrohrsänger im Schilf und die Störche jagen auf den Wiesen Mäuse, um ihre Jungen großzufüttern. Im Hausgiebel oder am Kirchturm warten die jungen Turmfalken auf das Futter.

Alle Bilder zu diesem Text sind aus unserem Buch: „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe.“ Aktuell bereiten wir eine zweite Auflage vor und hoffen, dass wir erneut einen Druckkostenzuschuss einwerben können, um den Preis von 12,00 Euro zu halten. Bitte Daumen drücken, dass das klappt.

Text: Detlef Hase

 

 


 

Wie in der Provence

  • 21-Distelfalter-auf-Lavendel-I
  • 22-Distelfalter-auf-Lavendel-II
  • 23-Distelfalter-auf-Lavendel-III
  • 24-Distelfalter-auf-Lavendel-IV

Die heißen Sommertage erinnern mich an einen Sommerurlaub vor vielen Jahren in der Provence, an die hitzflirrende Luft über den dortigen Lavendelfeldern.

Und ist es Ihnen schon aufgefallen? In diesem Jahr blüht in unseren Gärten und Parks der Lavendel besonders heftig. Das ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch eine Wohltat für viele Insekten. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge summen und schwirren dort so zahlreich, dass man es kaum glauben mag. Vielleicht haben Sie auf ihrem Balkon oder in Ihrem Garten auch Lavendel wachsen. Die wohlduftenden Pflanzen sollen sogar Blattläuse von den Rosen abhalten, deshalb wird Lavendel in vielen Gärten bei den Rosen gepflanzt. Und die getrockneten Blütenrispen gehören dann in den Wäscheschrank.

Wir alle können mit einer insektenfreundlichen Blumeninsel auf dem Balkon oder im Garten etwas gegen das Insektensterben unternehmen. Auf dem Berliner Pflaster habe ich bereits mehrmals tote Mauersegler liegen sehen, Jungvögel, die wahrscheinlich aus dem Nest geworfen wurden wegen Nahrungsmangel. Der blühfreudige und insektenfreundliche Lavendel ist also auch gut für unsere Sommervögel und den Erhalt der Nahrungskette.

Text und Bilder: Detlef Hase

 


 

 

 

+++ LFV Ticker 2019-08-17 +++

 

Die Kranichsaison steht vor der Tür

  • Auf Insektensuche
  • Einen Maiskolben ergattert
  • Futtersuche im sandigen Boden
Aufnahmen: Anstrengende Futtersuche 2018

Im August machen sich die Kraniche langsam auf den Weg aus ihren Brutgebieten in Skandinavien, Polen und dem Baltikum in Richtung Süden in die Überwinterungsquartiere.  Auf ihrem Weg nach Südfrankreich und Spanien rasten hoffentlich viele Vögel des Glücks im Rhinluch. Im Frühjahr und Sommer hatten wir leider wenig Regen in der Region. Trotzdem gehen wir davon aus, dass den Kranichen ihre traditionellen Schlafplätze  zur Verfügung stehen werden. Bei der Futtersuche sind die Vögel sehr offen, finden sie nicht genug auf den Maisstoppelfeldern, weichen sie auf Felder mit Düngerpflanzen aus. An Senf- und Rettichgewächsen sitzen kleine Insekten, die die Kraniche mit ihren langen Schnäbeln „abzupfen“.  Wie immer -  gespannt dürfen wir auch in diesem Jahr auf die Kranichsaison sein.

Zwischen Ende September und Mitte November ermitteln wir wöchentlich, wie viele Kraniche  im Rhinluch eine Rast einlegen. Wie gewohnt werden wir uns dienstags vor Sonnenaufgang  in der Naturschutzstation in Linum - gegenüber der Kirche - treffen.

Geplant ist mit den Zählungen am 24.9.2019 zu beginnen. Treffpunkt ist um 6:00 Uhr.

Noch schöne spätsommerliche Tage,

Text & Bild: Helga Müller-Wensky

 


 

Artenvielfalt und Klimawandel

  • 01-Wiedehopf-bei-der-Futtersuche
  • 02-Hübsche-Federhaube
  • 03-Ein-kleiner-Trupp-Bienenfresser
  • 04-Bienenfresser-auf-dem-Ansitzast
  • 05-Gottesanbeterin-in-Lauerstellung
  • 06-Fliege-erbeutet
  • 07-Feuerlibelle
  • 08-Seerose-mit-Grünfrosch
  • 09-Schönes-schlechtes-Wetter-I
  • 10-Schönes-schlechtes-Wetter-II

Immer wieder liest man in den Zeitungen, dass durch die zunehmend heißen Sommer in Deutschland auch viele Tiere bei uns heimisch werden, die es früher nur in südlicheren Gefilden gab.

Das ist ein ganz spannendes Thema. So ist auf den wenigen Brachflächen, die am Rande des Rhinluchs noch verblieben sind, immer öfter der Wiedehopf zu entdecken (Bilder 1 + 2).

Im Spätsommer wurden in den letzten Jahren sogar mehrmals einige Bienenfresser im Oberen Rhinluch beobachtet (Bilder 3 + 4). In den Zeitungen ist häufig zu lesen, dass neue Mücken- und Zeckenarten entdeckt werden, die auch Krankheiten verbreiten können. Völlig ungefährlich hingegen sind andere Insekten, die nun bei uns in Brandenburg neue Lebensräume erobern.

So z. B. die Gottesanbeterin, die man in einem Wiesengebiet in der Nähe von Wittstock/Dosse findet (Bilder 5 + 6). Die Gottesanbeterin ist eine Fangheuschrecke, die mit ihren Dornen bewehrten Vorderbeinen blitzschnell andere Insekten fängt, die in den Blüten ihre Nahrung suchen. Und in einer kleinen Sandgrube bei Tietzow fliegt in diesem Jahr die Feuerlibelle (Bild 7).

Diese Libelle ist eine typische Art des Mittelmeerraumes, die als Wanderlibelle in heißen Sommermonaten auch zunehmend mitteleuropäische Länder aufsucht. Mal sehen, ob sie - ähnlich wie die Gottesanbeterin - bei uns heimisch wird und im nächsten Jahr wieder zu entdecken ist. Wie diese Veränderungen zu bewerten sind, das ist eine ganz andere Frage. Es werden mit der deutlichen Zunahme der sommerlichen Temperaturen sicherlich auch einheimische Arten gefährdet.

Die andauernde Trockenheit bedroht beispielsweise unsere Amphibien (Bild 8), denn in den ausgetrockneten Gräben und Tümpeln können Kaulquappen von Grünfrosch und Moorfrosch, Erdkröte und Knoblauchkröte nicht überleben. Und auch der Wald leidet, wie die Diskussion um "das neue Waldsterben" zeigt. "Ohne Wasser kein Leben", so sagt man. Also wünschen wir uns mal ein großes Tief, das uns fünf Tage Landregen schenkt.

Das angebliche "Schlechtwetter" (Bilder 9 + 10) ist dann eigentlich "Gutwetter", wenn es denn kein Unwetter ist.

Sollten Sie auch große oder kleine "Exoten" entdecken, für eine Information sind wir dankbar: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Text + Bilder: Detlef Hase

 


 

Gemütliches Beisammensein

  • MCK_0716
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  • MCK_0725
  • MCK_0738

---> weitere Bilder

Zum mittlerweile 17. Vereinsfest versammelten sich traditionell am 2. Samstag im August im Linumer Teichgebiet an unserem vereinseigenen Turm wieder zahlreiche Mitglieder und Freunde.

Nach der Begrüßung der Gäste durch den Vorsitzenden sowie die Geschäftsführerin und deren kurzen Ausblick auf kommende Aktivitäten, der Vorstellung des brandneuen Vereinskalenders „Im Oberen Rhinluch 2020“ durch Detlef Hase sowie mit neuesten Informationen zur ab September anstehenden Kranichzählsaison versorgt durch Rastplatzbetreuerin Helga Müller-Wensky blieb reichlich Zeit für interessante Gespräche in der und natürlich rund um die Natur. Schließlich begann unser Fest dieses Mal bereits eine Stunde früher. 

Wer zwischendurch eine kleine Gesprächspause benötigte oder sich nach dem vielfältigen Buffet, bestehend aus Obst, Gemüse, diverser Kuchenangebote etc. und selbstverständlich der schmackhaften Vereinsuppe, ein wenig bewegen wollte, konnte sich u.a. auf den Vereinstum begeben. Dort war es möglich, mittels eines Spektivs das muntere Treiben der Wasservögel auf dem Untergrundkoppelteich aus direkter Nähe zu beobachten und seine Beobachtungsergebnisse in eigens ausgelegte Listen einzutragen.

Doch auch für die (Hobby-)Botaniker gab es ein interessantes Angebot: So konnten diverse (aus wilden, heimischen Gärten mitgebrachte) Pflanzen bestimmt und bestaunt werden. Ein Blick auf die angefertigten und den Pflanzen zugeordnete Karteikarten gab schließlich Aufschluss darüber, ob man mit seiner Pflanzenbestimmung richtig lag - oder noch etwas mehr üben muss, um ein echter Pflanzenkenner zu werden.

Selbstverständlich konnte am Info-Stand des Vereins auch der neue Kalender erworben werden, wovon zahlreiche Gäste sogleich Gebrauch machten. Sogar einige der letzten Exemplare der erfolgreichen 1. Buchauflage unseres schönen Rhinluch-Buches wechselten den Besitzer.

Alles in allem war es wieder ein wunderschönes Vereinsfest in gemütlicher Atmosphäre. Allen Beteiligten, die zum Gelingen des Festes in irgendeiner Form beigetragen haben, sei mein herzlicher Dank ausgesprochen.

Text: Sebastian Partzsch, Bilder: Klaus Michalek

 

 


 

Info-Stand-Betreuer gesucht

 Für die noch im August anstehenden Infostände sucht unser Info-Stand-Organisator Axel Radtke dringend die eine oder andere Unterstützung. Der Landschaftsförderverein präsentiert sich zunächst zum Hoffest auf dem "Karolinenhof" in Flatow am 24. und 25. August 2019. Insbesondere für Sonntag, 25.08.2019, wird noch tatkräftige Unterstützung benötigt.

Am Samstag, 31. August 2019, ist unser Verein zu Gast auf dem Kremmener Erntefest. Zur Entlastung der bereits eingeteilten Standbetreuer wäre es wünschenswert, wenn noch eine "zweite Schicht" an Betreuern zur Verfügung stünde.

Wer Interesse und Freude an einem Engagement hat, möchte sich bitte umgehend mit Axel Radtke unter der Telefonnummer 0171/ 956 53 09 in Verbindung setzen, um nähere Auskünfte zum Ablauf zu erhalten. Vielen Dank!

 Ihre Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit 

 


 

Überraschende Ablehnung der Windradplanung

Eigentlich hatte der Landschaftsförderverein mit einer Genehmigung des Windeignungsgebietes im Wald bei Hohenbruch, Neuendorf und Beetz/Sommerfeld gerechnet und sich auf ein Klageverfahren eingestellt.

Zumal die Planung im vorigen November trotz aller Proteste, Stellungnahmen und einer Petition von der Regionalversammlung in Neuruppin beschlossen wurde. Dass jetzt die fehlende Zustimmung des Umweltministeriums zu 4 der insgesamt 34 beplanten Windeignungsgebiete die Planung zu Fall brachte, überraschte nicht nur die Regionalplaner, sondern auch uns. Weil Artenschutzbedenken bzw. vorhandene Brutstätten von Schwarzstorch und Seeadler mit ihren Schutzbereichen bisher nicht den Bau von Windrädern in vielen anderen Gebieten verhindern konnten.

Ob man im Land jetzt wirklich mehr für den Artenschutz tun will? Ob der Klimawandel oder die unmittelbar bevorstehende Landtagswahl eine Begründung für das Umdenken ist, wissen wir nicht. Die Begründung der Landesverwaltung liegt noch nicht vor. Ein Bild kann man sich nur aus der aktuellen Presseberichterstattung machen. Dazu die folgenden Links:

https://www.maz-online.de/Lokales/Oberhavel/Kremmener-Landschaftsfoerderverein-begruesst-Veto-gegen-Windkraft-im-Wald-zwischen-Sommerfeld-und-Neuhof

https://www.moz.de/landkreise/ostprignitz-ruppin/neuruppin/neuruppin-artikel/dg/0/1/1744961/

https://www.prignitz-oberhavel.de/news/oeffentlich/presseinformation-rep-fw.html

https://www.erneuerbareenergien.de/brandenburg-leitet-zweites-moratorium-gegen-windparks-ein

Hartmut Rakow

 


 

LFV Kalender 2020 - vom Landschaftsförderverein Oberers Rhinluch e.V.

  • 01-jan
  • 03-maerz
  • 04-april
  • 06-juni

Er ist schon wieder da - unser Kalender für das Jahr 2020.

Seine Sichtpremiere feierte er am 10. August zu unserem 17. Vereins (Turm) Fest.

Danke den Fotografen und der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit für diese Arbeit.

Unser Kalender kann unkompliziert in einem Abonnement bezogen werden. Sie senden uns eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit ihrem Wunsch und erhalten damit (fast) druckfrisch jedes Jahr unaufgefordert den Kalender.

Ebenso einfach kann die Bestellung über folgenden Link laufen: Klick zu einer Bestellung

 

 

 


Sollten Sie Aufnahmen auf unserer Website entdecken, die das Persönlichkeitsrecht verletzen, bitten wir um eine Information an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

+++ LFV Ticker 2019-06-05 +++

 

Erfolgreiche Kranichbruten

 

  • 01 Erfolgreiche Kranichbrut im Oberen Rhinluch I
  • 02 Erfolgreiche Kranichbrut im Oberen Rhinluch II

„Den Kranichen fehlt das Wasser zum Brüten“, so berichtet der international bekannte Kranichexperte Carl-Albrecht von Treuenfels über das diesjährige Brutgeschehen.

Der trockene Sommer 2018, die folgende Wintertrockenheit und das ebenfalls viel zu trockene Frühjahr im Norden und im Osten Deutschlands haben einen erheblichen Wassermangel verursacht, der nicht nur Landwirte beunruhigt, sondern auch vielen Vogelfreunden Sorgenfalten auf die Stirn zeichnet. Kraniche brüten am liebsten im flachen Wasser in unseren Mooren und Erlenbrüchen. Ist das Kranichnest von knietiefem Wasser umgeben, fühlen sich die Vögel bei der Brut sicher. Menschen, Marderhunde, Waschbären und Wildschweine können sich so dem Nest nicht unbemerkt annähern. Und vor den als wasserscheu bekannten Rotfüchsen sind die Kraniche und ihre Küken dann auch sicher.

Viele Kraniche haben in diesem Frühjahr erst gar nicht mit der Brut begonnen oder diese vorzeitig abgebrochen, berichtet von Treuenfels. Hinzu kommen Befürchtungen, dass es aufgrund der Trockenheit auch weniger Insekten und weniger andere Nahrung, wie Kaulquappen und kleine Frösche, geben wird. Die jungen Kraniche brauchen tierisches Eiweiß, denn nur mit dieser Kost kann sich das Knochengerüst so entwickeln, dass die Jungvögel nach zehn bis zwölf Wochen flügge werden und vor dem herbstlichen Start in den Süden ein Gewicht von vier bis sieben Kilogramm erreichen. Bei uns im Oberen Rhinluch waren einige Kranichpaare erfolgreich. Sie führen jetzt ihre Jungvögel. Wir drücken folglich die Daumen, dass genügend Nahrung vorhanden ist, damit sie groß und stark werden.

Text und Bilder: Detlef Hase

 


 

 

Ökologischer Totalschaden bei Ludwigsaue

  • Bild 1 Trockenrasenfläche bei Ludwigsaue im Mai 2019_D509189
  • Bild 2 viele Sandgrasnelken im Trockenrasen
  • Bild 3 Heidenelken mit Dickkopffalter
  • Bild 4 Bergsandglöckchen mit Grünwidderchen

Trockenrasenflächen sehen im Frühjahr nicht besonders hübsch aus (Bild 1), ihren wahren Wert zeigen sie erst im Hochsommer, wenn die zahlreichen Wildblumen blühen. Trockenrasenfluren entstehen auf nährstoffarmen Sandböden, wie z. B. zwischen Ludwigsaue und Rüthnick. Der Nährstoff- und Wassermangel führt zu einer besonderen, trockenresistenten Vegetation. So wachsen dort z. B. Sand-Grasnelken (Bild 2), Heidenelken (Bild 3) oder Bergsandglöckchen (Bild 4).

  • Bild 05 Gemeine Sandwespe am Grashalm
  • Bild 06 Großer-Wollschweber am Schalfhalm
  • Bild 07 Schachbrettfalter
  • Bild 08 Gemeine Sichelschrecke auf Grasnelke
  • Bild 09 Gemeiner Grashüpfer auf Grasnelke
  • Bild 10 Hummel im Morgentau
  • Bild 11 Auch der Admiral besucht den Trockenrasen
  • Bild 12 Heidelerche hat eine Raupe erbeutet
  • Bild 13 Wiedehopf bei der Futtersuche im Trockenrasen

Die auf solchen Flächen lebenden Schrecken, Grillen, Schmetterlinge, Libellen, Schwebfliegen, Hummeln und Bienen ziehen natürlich viele Vögel an, da sie hier ausreichend Nahrung für die Aufzucht ihrer Jungen finden. In der krautigen Trockenrasenvegetation füttert die Heidelerche ihr Junges (Bild 12) und auch der seltene Wiedehopf nutzt solche Flächen, um am Boden Nahrung für seinen Nachwuchs zu suchen (Bild 13). Wir haben in unserem Naturfotobuch „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe“ ausführlich über diesen interessanten Lebensraum berichtet. Wir haben darauf hingewiesen, dass immer mehr der trockenen Flächen unter den Pflug genommen werden, obwohl es im Kreisentwicklungskonzept des Landkreises Oberhavel heißt: „Vorhandene wertvolle Trockenrasenstandorte sind zu erhalten, an geeigneten Standorten sollten sie zur Erhöhung der Struktur- und Biotopvielfalt vergrößert werden.“ (Quelle: 1. Fortschreibung 2012, Kapitel 9)

  • Bild 14 Aus dieser Sandwüste soll nun ein Maisfeld werden
  • Bild 15 Deutliche Spuren für chemische Unkrautvernichtung

Leider ist das genaue Gegenteil festzustellen: Am Ortsrand von Ludwigsaue wurde im Frühjahr eine ökologisch wertvolle Trockenrasenfläche in eine riesige Sandwüste verwandelt (Bilder 14 und 15). Es wurde ein ökologischer Totalschaden an einem wertvollen Lebensraum angerichtet, weil dort Mais wachsen soll.

Zu fragen ist: Was nutzen die ganzen politischen Sonntagsreden über Biodiversität und Artenvielfalt, wenn es rechtens ist, solche wertvollen Lebensräume einfach zu vernichten? Was nutzt uns die scheinheilige Bestürzung über das Sterben der Wildbienen und unzähliger Insektenarten, wenn wirtschaftliche Interessen immer wieder vorrangig sind.

Zu fordern ist deshalb, dass Natur- und Artenschutz endlich ernst genommen werden. Zu fordern ist, dass die flächenorientierte landwirtschaftliche Subventionspolitik in der EU durch eine ökologisch orientierte Subventionspolitik ersetzt wird. Landwirtschaft ist vorrangig Privatwirtschaft, und wer will es dem Landwirt übel nehmen, in diesem System seine Einnahmen so zu steigern, wie es ihm von der Agrarpolitik angeboten wird?

Zu fordern ist deshalb, dass Landwirte großzügig subventioniert werden, wenn sie sich dafür entscheiden, ökologisch wertvolle Flächen durch extensive Bewirtschaftung zu bewahren und zu pflegen.

Eine solche Weichenstellung ist sogar durch das Grundgesetz, dessen 70. Geburtstag gerade gefeiert wurde, gedeckt. So heißt es in Artikel 20a: „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“

Wenn man unser Grundgesetz ernst nimmt, dann ist es höchste Zeit, damit zu beginnen, die natürlichen Lebensgrundlagen einschließlich aller Pflanzen- und Tierarten besser zu schützen.

Text Detlef Hase

Bilder 1 - 4 und 9 - 15 Detlef Hase; Bilder 5 - 8 André Neumann


 

 

Wir brauchen Ihre Beobachtungen

Was ist los im Oberen Rhinluch? Welche Ereignisse oder Beobachtungen gibt es in unseren Naturräumen? Viele Mitglieder des Landschaftsfördervereins sind häufig im Oberen Rhinluch unterwegs, weil es in der Natur viel zu entdecken gibt. Mal sind es schlimme Entdeckungen, wie z. B. der ökologische Totalschaden bei Ludwigsaue. Manchmal sind es schöne Entdeckungen, wie z. B. die erfolgreichen Kranichbruten. Für unsere LFV-Vorstandsarbeit brauchen wir zeitnahe Informationen: Was entwickelt sich positiv, was entwickelt sich negativ? Worum müssen wir uns kümmern? Was sollten wir fördern? Was sollten wir nach Möglichkeit nicht zulassen und verhindern?

Wir können nicht jeden Tag draußen vor Ort sein, um das Naturgeschehen zu beobachten. Deshalb möchten wir Sie herzlich bitten, uns Ihre positiven/negativen Beobachtungen und Informationen per E-Mail mitzuteilen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Das kann unsere Informationsgrundlage für die Vorstands- und Vereinsarbeit verbessern. So können wir Problemfelder früher erkennen. Mit Ihren Informationen können Sie so zu einer noch effektiveren Vereinsarbeit beitragen. Aktuell würde uns z. B. sehr interessieren, wann und wo Sie in der Region Kranichpaare mit Jungvögeln, die noch nicht fliegen können, gesehen haben. Wir bedanken uns für Ihre Zusendungen schon mal im Voraus.

Text: Detlef Hase


 

 

Großflächige Stromproduktion oder europäischer Vogelschutz?

"Keine Photovoltaik-Anlagen im SPA-Gebiet ´Rhin-Havelluch´" lautete die eindeutige Forderung in der Überschrift unseres vorangegangenen Vereinstickers. Unserer diesbezüglichen Positionierung hatten wir mit einer Pressemitteilung Nachdruck verliehen --> Download Pressemitteilung.

Hintergrund sind die in den letzten Monaten vielfach im Bereich des nach EU-Recht gesicherten Vogelschutzgebietes (SPA) "Rhin-Havelluch" gestellten Anfragen und Anträge von auswärtigen Investoren an die Gemeinden Fehrbellin und Kremmen, Bebaungspläne für die Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen aufzustellen. Bevorzugt werden sollen Gebiete, die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz förderungsfähig sind. Hierbei handelt es sich um bis zu 110 m breite Streifen entlang von Autobahnentrassen oder Schienenwegen.

In der Gemeinde Fehrbellin befindet sich derzeit ein Bebauungsplan für eine Freiflächenanlage in der "Luchstraße" in Aufstellung. Die für die Erzeugung regenerativer Energien vorgesehene Fläche ragt zu großen Teilen in das Vogelschutzgebiet hinein. Widerspruch war daher geboten. Der Vorstand hatte sich mit dem unter dem Link Download Stellungnahme abrufbaren Schreiben vom 12.05.2019 an die Gemeindeverwaltung Fehrbellin gewandt und gefordert, vom Vorhaben Abstand zu nehmen. Auch das Landesbüro der anerkannten Naturschutzverbände lehnt diesen Bebaungsplan aus Natur- und Vogelschutzgründen ab.

Im Bereich der Gemeinde Kremmen stehen bzw. standen in diesem Jahr der Bau von Photovoltaik-Anlagen ebenfalls zur Debatte. Während der Bau- und Wirtschaftsausschuss den Stadtverordneten die Empfehlung gab, das Vorhaben an der A24 bei Flatow "ad acta" zu legen (die Projektfläche befindet sich vollständig im Vogelschutzgebiet) und die Stadtverordneten dieser Empfehlung auch gefolgt sind, durfte ein Projektierer einer Hamburger Firma seine Pläne für eine 12 ha große Fläche im und direkt angrenzend an das SPA "Rhin-Havelluch" bei Sommerfeld den Bau- und Wirtschaftsausschussmitgliedern "unverbindlich" vorstellen.

Eine weitreichende Entscheidung über das Sommerfelder Vorhaben ist noch nicht gefallen - getroffen wird sie wahrscheinlich in dieser Form auch nicht mehr! Denn in der letzten Stadtverordnetenversammlung vor der Wahl wurde durch Vereinsmitglied Dr. Stefanie Gebauer der Antrag gestellt, die Verwaltung damit zu beauftragen, ein Planungsbüro für die Erarbeitung eines Konzeptes zur Untersuchung ggf. geeigneterer Flächen im Gemeindegebiet zur Errichtung von Photovoltaik-Anlagen außerhalb des Vogelschutzgebietes einzusetzen. Die Stadtverordneten stimmten dieser bereits im März vom Umweltbeirat initiierten Vorgehensweise mehrheitlich zu, der Auftrag für den Bürgermeister ist somit klar formuliert.

Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung für den Erhalt des Vogelschutzgebietes ohne Photovoltaik-Freiflächenanlagen!

Text: Sebastian Partzsch


 

 

Windräder:  Still ruht der See?

Könnte man meinen. Einige Bürger glauben  schon, das Vorhaben sei beerdigt, weil man hierüber nichts mehr hört.

Tatsächlich ist Anfang des Jahres bundesweit der Ausbau der Windenergie an Land  fast zum Erliegen gekommen.

Ursache für den Rückgang sind die Ausschreibungen von Stromkontingenten aus dem Jahr 2017. Zuschläge hatten zu 90 % Bürgerenergiegesellschaften bekommen, obwohl noch keine Planungen und Genehmigungen für den Bau von Windrädern vorlagen. Das Fehlen genehmigter Planungen und zahlreiche Klagen verhindern bisher den Bau.  Auch bei uns haben zwei  Bürgerenergiegesellschaften Zuschläge von der Bundesnetzagentur erhalten und warten auf die Genehmigungen. Einmal die „Umweltgerechte Bürgerenergie Gemeinde Löwenberger Land / Stadt Kremmen GmbH & Co. KG“ mit 5 Windrädern und die „Regenerative Stromerzeugung Löwenberger Land GmbH & Co. KG“ mit 4 Windrädern.  Auf Landes- und Regionalplanungsebene wird  jedoch an den fehlenden Genehmigungsvoraussetzungen intensiv gearbeitet.

„Fragen des Umweltministeriums verhinderten eine Genehmigung des Planes“, hört man von der zuständigen Regionalen Planungsgemeinschaft in Neuruppin zu der  im November 2018 beschlossenen Planung bei uns. Die Fragen müssen erst beantwortet werden. Zu den bereits beschlossenen 34 Windeignungsgebieten gehört auch das 452 ha große Gebiet im Wald bei Neuendorf, Hohenbruch und Beetz/Sommerfeld. Inzwischen hat die Genehmigungsbehörde auf Landesebene das Umwelt- und Wirtschaftsministerium zu einem Erörterungstermin nach Potsdam eingeladen. Ob die jetzt beschlossene Fläche für Windräder immer noch nicht ausreicht? Der Beschluss legt insgesamt 1,5 % der Regionsfläche der Planungsgemeinschaft in den drei Landkreisen Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel fest. Vorgabe sind jedoch 2 %. Das Wirtschaftsministerium hatte wiederholt auf Einhaltung dieser Vorgabe gedrungen.

Am 30.04.2019 hat die Regionalversammlung jetzt zusätzlich den Aufstellungsbeschluss zu einem weiteren Regionalplan Prignitz-Oberhavel gefasst, der die zukünftigen Planungsaufgaben des Landesentwicklungsplanes Hauptstadtregion (LEP HR) u.a. im Bereich der Gebiete für die Windenergienutzung umsetzen soll.  Vorher hat es dazu am 18.04.2019 eine Informationsveranstaltung für die Kommunen im Landkreis Oberhavel gegeben. Nach dem Inkrafttreten des LEP HR im Juli 2019 muss die Regionalplanung die konkreten Handlungsaufträge der Landesplanung für die Region u.a. im Bereich der Windenergie umsetzen. Deshalb erfolgte jetzt schon der Beschluss der Regionalversammlung im April. Man kommt hier insbesondere auch den Anforderungen der aktuellen Rechtsprechung an ein „schlüssiges gesamträumliches Planungskonzept“ nach. „Insbesondere soll der neue Plan die Planungsabsichten und die voraussichtlichen Kriterien für ein schlüssiges gesamträumliches Planungskonzept zur Steuerung der Windenergienutzung beschreiben“. Die formale Beschlusslage wird also für spätere Klageverfahren gegen die Planungen wasserdicht gemacht. 

Gleichzeitig liegt mit dem Beschluss der Regionalversammlung vom 30.04.2019 formal ein in Aufstellung befindlicher Raumordnungsplan vor. Das bedeutet, dass bei weiteren Anträgen der Windindustrie zur Aufstellung von Windrädern eine 2-jährige Veränderungssperre ausgesprochen werden kann. Also kein umfassendes Moratorium für 2 Jahre zur Überarbeitung der Planung, wie sie das neue Regionalplanungsgesetz vom 10.04.2019 in Brandenburg vorsieht und von vielen Bürgerinitiativen auch bei uns gefordert wird. Stattdessen:  Weitere Vorbereitung zur gerichtsfesten Umsetzung der Planungen zum Bau der Windräder. Der still ruhende See ist diesmal trügerisch.

 

Text: Hartmut Rakow