Verein LFV-Ticker

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+++ LFV-Ticker 2018-03-21 +++

 

 

Mitgliederversammlung am  24.03.2018

Samstag, 09:30 Uhr beginnt unsere jährliche MV in der Museumsscheune Kremmen - Scheunenweg 49.

Für die Einstimmung werden wir eine sehr interessanten Bild-Vortrag über die Nutzungsgeschichte des Rhinluchs erleben. Bei Heißgetränken & Kleingebäck wird Herr D. Glase (Geschäftsführer a.D. beim Wasser- und Bodenverband Fehrbellin) illustrierend, neue und alte Informationen zur Region preisgeben.

Nach der Pause werden alle TOPs, entsprechend unserer Ankündigung besprochen.

Herzlich Willkommen.

 


 

 

Neue Wege bei der Schilfmahd /Probleme bei Wasserregulierung

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Fotograf: K-H. Sass  (15 Bilder)

Bekanntlich immer in den Wintermonaten müssen die über zwei Meter hohen Schilfhalme im vereinsgepachteten Obergrundkoppelteich („Unkenteich“) im Teichgebiet Linum entfernt werden, um eine Verlandung des Gewässers zu verhindern. Zu einer etwas ungewöhnlichen Art des Schilfschnitts entschloss sich der Landschaftsförderverein in diesem Jahr. Erstmals kam ein Kettenfahrzeug („Skipistenraupe“) mit Mähaufsatz zum Einsatz, um den Schilfmassen Herr zu werden. Besitzer und Landwirt Sebastian Petri unterstützte uns am 23.02.2018 mit seiner neuen technischen Errungenschaft. Dafür sind wir sehr dankbar, wäre es uns doch aufgrund personellen Engpasses und des größtenteils fehlenden Frostes in den Wintermonaten kaum möglich gewesen, einen ordnungsgemäßen Schilfschnitt im Teich durchzuführen. Lediglich leichte Nachbesserungsarbeiten mit der Motorsense mussten am darauffolgenden Samstag von einer Handvoll Unterstützer/innen erledigt werden. Mittlerweile konnte auch das Wasser in den Teich eingelassen werden. Dem frühlingshaften Treiben im Teich steht somit nichts mehr entgegen.

Probleme bei der notwendigen Wasserregulierung gab es allerdings in diesem Winter beim angrenzenden Untergrundkoppelteich. Ein Abfließen des Wassers aus diesem Teich in das ebenfalls vom Verein gepachteten Kleingewässer „Neubauer´s Koppel“ konnte zunächst nicht stattfinden. Ein Abflussrohr war mit Astwerk verstopft. Dabei wollten wir doch den ziehenden Watvögeln eine wundervolle Flachwasser- und Schlammfläche in unserem Untergrundkoppelteich als Nahrungshabitat anbieten. Zum Glück fiel dem stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Karl-Heinz Sass und seinen Mitstreitern eine geeignete Lösung ein, um die Rohrverstopfung umgehend zu beseitigen.

 


 

 

Wanderausstellung „Rettet diesen Wald“ nun in Hohenbruch

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Die 3. Eröffnung unserer Foto- und Informationsausstellung mit dem Titel „Rettet diesen Wald“ fand am 25.02.2018 in Hohenbruch im dortigen Gemeindehaus statt. Im Vorfeld gab es nach Kremmen und Neuendorf auch dieses Mal eine Protestversammlung, die sich mit dem potenziellen Windeignungsgebiet 34 auseinandersetzte. Diverse Redebeiträge widmeten sich dem Schützenswerten der Schleuener Heide, aber auch der gesamten Rüthnicker Heide als großes und komplexes Waldgebiet. Hohenbruchs Ortsvorsteher Arthur Förster machte ebenso wie Sebastian Partzsch klar, dass Windräder im Wald bei Beetz, Sommerfeld, Hohenbruch und Neuendorf abzulehnen sind.

(Die Rede des Vereinsvorsitzenden finden Sie hier:

Rede Sebastian Partzsch in Hohenbruch am 25.02.2018

Von der Bürgerinitiative „Neuendorfer Wald“ klärte uns Peter Hofmann über die Absichten der Errichtung einer Bauschuttdeponie im Wald bei Neuendorf auf. Hartmut Rakow von der vereinseigenen Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit legte in Vertretung des Fotografen Detlef Hase den Zweck der Ausstellung dar, bevor Sebastian Partzsch seine Schlussworte an das Publikum richtete und die Ausstellung offiziell eröffnete.

Die Veranstaltung war mit ca. 100 Besuchern recht gut besucht.

 


 

Windräder und die Wutbürger

Da fasst das Land in seiner Energiestrategie den Beschluss, 2-% der nutzbaren Landesfläche für Windenergie zu verwenden. Als diese Flächen nicht mehr ausreichen, sollen auch Windräder in den Wald gebaut werden. Proteste von Bürgern wegen der Zerstörung von schutzwürdigem Wald und der Verletzung von Artenschutzbelangen werden abgewiegelt. Aber versprochen wird: Windräder sollen nur in grundwasserfernen, monostrukturierten Kiefernforsten geplant werden. Nicht das Land, sondern die vor Ort zuständigen Regionalen Planungsgemeinschaften sollen Lösungen finden und die Bürger an der Planung beteiligen.

Die Regionale Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel legt daraufhin in ihrer Planung 60 gerichtsfeste Kriterien fest, nach denen Windeignungsgebiete vom Computer abgegrenzt werden. Kriterien sind zum Beispiel: Einzuhaltende Abstände zur Wohnbebauung oder zu Kliniken. Die Kriterien sind allerdings für den gesamten Planungsraum anzuwenden und betreffen nicht konkrete Einzelstandorte.

Die Kriterien werden demokratisch von den Regionalräten beschlossen. Eine Diskussion über einzelne Standorte findet nicht statt.

Nach Fertigstellung des Planungsentwurfs erfolgt die Ausweisung der zukünftigen Windeignungsgebiete und das WEG 34 im Wald bei Beetz-Sommerfeld-Hohenbruch-Neuendorf ist geboren. Anschließend findet die Bürgerbeteiligung statt. Für den einzelnen Standort kommen wieder der schutzwürdige Wald und der Schutz von Arten ins Spiel. Da, wo standortbezogene Argumente der Bürger und die gerichtsfesten Argumente der Planer vor Ort aufeinander treffen, wird abgewogen. Durch den Druck, die 2-%-Vorgabe einzuhalten, endet jedoch die Abwägung zu Lasten der Naturschutzargumente beteiligter Bürger und zu Gunsten der Flächenausweisung für Windräder. Im 2. Entwurf der Planung wurde nach der Bürgerbeteiligung kein einziges der beabsichtigten Windeignungsgebiete aus der Planung herausgenommen.

Bleibt noch die demokratische Einflussnahme über die Regionalräte, das sind Kreistagsabgeordnete, die von den im Landkreistag Oberhavel vertretenen Parteien in die Regionalversammlung delegiert wurden. Kein einziger der Regionalräte hat seinen Wohnort in der Nähe des geplanten Windeignungsgebietes 34. Ob sie jemals die Beschlussfassung über die 60 Kriterien vor Ort am Windeignungsgebiet 34 nachvollzogen haben, ist fraglich. Aber selbst wenn sie sich der Bürgermeinung von fast 3000 online und handschriftlich gesammelten Petitionsstimmen (davon annähernd 2000 aus den betroffenen Gemeinden) gegen das Windeignungsgebiet 34 anschließen würden, könnten sie das in politisches Handeln kaum umsetzen. Üblicherweise wird, wie bei den Kriterien, nur über den Gesamtplan mit allen geplanten 34 Windeignungsgebieten und nicht über jedes geplante WEG einzeln abgestimmt.   Der Landrat hat es auf der letzten Kreistagssitzung deutlich ausgesprochen, er lehnt die vom Landschaftsförderverein im Namen der 2000 Oberhaveler Petitionsstimmen geforderte Einzelabstimmung über das WEG 34 ab. Auch bei den von uns gewählten Regionalräten wird der 2000-stimmige Ruf nach Ablehnung dieses Windeignungsgebietes wohl verhallen.

Dann sollen sie es doch laut und deutlich sagen. Auf Landesebene: Dieser Standort ist für die Windenergie ungeeignet, ein Fehler im System. Auf Ebene der Regionalen Planungsgemeinschaft: Standort juristisch einwandfrei ausgewählt, aber der politische 2-%-Druck des Landeswirtschaftsministeriums und der Windradlobby zur Ausweisung von mehr Flächen lässt eine stärkere Berücksichtigung von Bürgerwünschen nach Natur- und Artenschutz nicht zu. Auf kommunaler Ebene des Landkreises: Wir haben verstanden, aber wir können leider nichts für die betroffenen, protestierenden Bürger tun.

Ein Fehler im System und ohnmächtige Kommunalpolitiker, die politisch nicht handeln, können so aus engagierten Bürgern Wutbürger machen.

Hartmut Rakow

 


 

Petitionsunterschriften überreicht

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Fotograf: A. Neumann

Die im Rahmen unserer Petition „Naturschutz statt Naturzerstörung - Keine Windräder in unserem Wald!“ gesammelten fast 3.000 Unterschriften konnten wir mittlerweile an die entsprechenden Adressaten übergeben. Den Anfang machte die Übergabe an den Leiter der Regionalen Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel in Neuruppin am 16.02.2018. Neben unserem Hauptanliegen, das Windeignungsgebiet 34 komplett zu streichen, forderten wir von dem Leiter Ansgar Kuschel, dass die Regionalräte, die letztendlich in der Regionalversammlung über die Ausweisung aller Windeignungsgebiete in den drei Landkreisen entscheiden, von unserem Bürgerprotest ausdrücklich informiert werden. Eine weitere Forderung unserseits lautete, dass über die einzelnen Windeignungsgebiete durch die Regionalräte in der Regionalversammlung einzeln abzustimmen sei. Gängige Praxis ist es nämlich bislang, dass alle Windeignungsgebiete „im Block“ beschieden werden. Denn fällt auch nur eines der insgesamt 34 Windeignungsgebiete in den Landkreisen Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel aus welchen Gründen auch immer aus dem Regionalplan heraus, gilt der gesamte Plan als gescheitert. Dies hätte zur Folge, dass eine erneute Auslegung des überarbeiteten Planes mit Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgen müsste. Hiermit ist jedoch nicht zu rechnen, ergo steht das Ergebnis der im späten Frühjahr stattfindenden Regionalversammlung schon so gut wie fest!

Des Weiteren äußerten wir Kritik darüber, dass der Landkreis Oberhavel der größte Flächenbesitzer im Windeignungsgebiet ist und zugleich mit dem Landrat Ludger Weskamp den Vorsitzenden der Regionalversammlung stellt.

Am Mittwoch, 07.03.2018, konnten wir im Rahmen der Kreistagssitzung Oberhavel in Oranienburg dem Landrat Ludger Weskamp sowie dem Kreistagsvorsitzenden Karsten Peter Schröder (stellvertretend für alle Kreistagsabgeordneten) unsere Unterschriftenlisten samt Kommentare der Petitionsunterstützer überreichen. Im Vorfeld der Sitzung hatten wir bereits zahlreiche Fragen zum angedachten Windeignungsgebiet in der Schleuener Heide, gerichtet an Landrat und Kreistagsvorsitzenden, eingereicht, die sodann in der Sitzung größtenteils beantwortet wurden. Überhaupt nicht eingegangen wurde jedoch auf unsere Frage, wie der Landrat und die in der Sitzung anwesenden Regionalräte, die letztendlich über alle Windeignungsgebiete mitentscheiden, auf den Protest von fast 3.000 Bürgerinnen und Bürgern, darunter 2.000 aus dem Landkreis Oberhavel, reagieren und welche Schlüsse sie hieraus im weiteren Verfahren ziehen.

Das ist sehr unbefriedigend! Nimmt man etwa auf Kreisebene die Sorgen der Bürger/innen nicht mehr wahr?

 

Übersicht publizierter Presse-Beiträge zu diesem Thema:   http://www.oberes-rhinluch.de/windkraft

 


 

Pilot-Projekt Windschutz Renaturierung

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Vorbereitend für die Wildzaun-Aufstellung in der letzten März-Woche, wurde die zukünftig eingezäunte Fläche gemulcht. Unmittelbar danach werden die Baum- und Strauchpfanzungen in allen drei Projektbereichen folgen.

Das Projekt entwickelt sich, nimmt mehr und mehr Gestalt an. Umgestürzte Bäume aus dem Windschutzstreifen wurden zusammengeschoben und geben u.a. Insekten ein schützendes Quartier (2. Foto).

Bitte zeigt Bereitschaft, um uns Anfang April bei den Pflanzungen zu unterstützen - schreibt an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Danke.

 


 

 

Liebe Rhinluchfreunde/freundinnen und Rhinluchfotografen/fotografinnen

Bekanntlich ist nach dem Kalender vor dem Kalender. Bereits jetzt müssen wir in die Vorbereitungen gehen für den Kalender 2019. Im Mai wollen wir die Motivauswahl für diesen neuen Kalender in der AG Öffentlichkeitsarbeit besprechen. Deshalb nun diese Zeilen. Wir brauchen Ihre/Eure Unterstützung.

Denn wir brauchen „frisches“ Bildmaterial aus dem Oberen Rhinluch. Vor allem für die Wintermonate gehen uns allmählich die Motive aus. Winterlandschaften mit Frost und Schnee, Höckerschwäne auf dem Eis, Rehe auf verschneiten Feldern und all die vielen anderen schönen Wintermotive verschwinden allmählich aus unserer Region. Nun haben wir die herzlich Bitte, doch mal in den Archiven zu forschen, ob da nicht doch noch schöne Motive vorhanden sind, die in unseren Naturfotokalender „Im Oberen Rhinluch“ gut passen würden.

Natürlich nehmen wir auch gerne schöne Bilder aus anderen Jahreszeiten entgegen. Per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.   nehmen wir Ihre/Eure Naturbilder gerne in Empfang.

Bilder bitte im Querformat, einer Auflösung von mind. 3600 x 2500 pixel und in einem gängigen Bilddateiformat zusenden.

 

Wir brauchen auch noch die Angabe eines Bildtitels und der Aufnahmeort im Oberen Rhinluch ist auch zu nennen. Schöne Aufnahmen aus der näheren Umgebung des Oberen Rhinluchs nehmen wir ebenfalls an, also z. B. Kranichaufnahmen aus dem Havelländischen Luch, weil das gesamte Rastgebiet ja größer ist als das Obere Rhinluch. Den bunten Herbstwald aus der Schorfheide würden wir aber nicht mehr akzeptieren wollen.

Das Einsenden eines Bildes gilt zugleich als Zustimmung zur unentgeltlichen Veröffentlichung in unserem Kalender. Für die im Kalender veröffentlichten Bilder erhält jeder Fotograf bzw. jede Fotografin ein kleines Danke in Form von drei Gratiskalender.

Vielen Dank.

 


 

Zugvögel in Gefahr?

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Fotografen: D.Hase (1,2) & A. Neumann (3-5)

Das zunehmend milde Winterklima veranlasst immer mehr Zugvögel zu beobachtbaren Verhaltensänderungen.

Die einen versuchen, in der Brutregion zu überwintern, so z. B. zahlreiche Kraniche. Die anderen kommen immer früher aus den Überwinterungsgebieten zurück. Diese Verhaltensweisen können für die Populationsentwicklung vorteilhaft sein. Ein früher Brutbeginn bietet die Chance, bei einem Brutverlust - z. B. durch Beutegreifer - einen zweiten Brutversuch zu wagen. Auch verlängert sich für die Jungvögel die Zeit zwischen dem Schlupf aus dem Ei bis zum Start in den ersten Abzug in das Winterquartier, so dass die Jungvögel kräftiger sind und so die Zuganstrengungen besser bewältigen können.

Allerdings birgt das geänderte Zugverhalten auch erhebliche Risiken, wenn dann ein später und harter Wintereinbruch die Hiergebliebenen oder die Frühankömmlinge überrascht. So wurde bereits am 18.02.2018 in Linum ein Storch von unserem Vereinsmitglied Detlef Hase auf dem Dach der alten Schule gegenüber der Kirche fotografiert (Bilder 1 + 2). Herr Heigel, Storchenbeauftragter des Landkreises OHV vermutet, dass dieser Storch ein Hierbleiber aus Schleswig Holstein war. Das herrlich weiße Gefieder ist wohl ein Indiz dafür, dass es sich bei diesem Storch nicht um einen Langstreckenzieher handelte.

Während des Kälteeinbruchs in der Woche vom 24.02. bis zum 02.03. ist dieser Storch wieder verschwunden. Wir wissen nicht, ob er erfroren oder verhungert oder nur in eine andere Region geflogen ist. Die Kremmener Störche, die oft schon Ende Februar den Horst in der Straße Am Markt / Ecke Dammstraße besetzen, sind diesmal mit erheblicher Verspätung angekommen. Wahrscheinlich haben sie den Rückgang des heftigen Frostes in einer milderen Region abgewartet und sind dann mit einer wärmeren Luftströmung (bis zu 400 km am Tag) zu uns gekommen. Erst am 05.03. um 16.30 Uhr konnte Vereinsmitglied André Neumann den ersten Storch auf dem Nest beobachten. Nur eine Stunde später traf auch der zweite Storch ein und es dauerte gar nicht lange, da begannen die beiden bereits „heftig zu störcheln“, wie seine tollen Bilder zeigen (Bilder 3 - 5).

Detlef Hase

 

 


 

 

 


Sollten Sie Aufnahmen auf unserer Website entdecken, die das Persönlichkeitsrecht verletzen, bitten wir um eine Information an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.


 

 

+++ LFV-Ticker 2018-02-03 +++

 

 

Erste Protestunterschriftenübergabe vereinbart

Am Freitag, 16.02.2018, 15:00 Uhr, werden wir dem Leiter der Regionalen Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel, Ansgar Kuschel, die im Rahmen unserer Petition „Naturschutz statt Naturzerstörung - Keine Windräder in unserem Wald!“ gesammelten knapp 3.000 Unterschriften und Unterstützerkommentare überreichen.

Für die Übergabe wünschen wir uns ein engagiertes Publikum.

Wir würden uns deshalb freuen, wenn an dieser Unterschriftenübergabe auch Vereinsmitglieder und interessierte Bürger teilnehmen.

Die Presse werden wir von diesem Übergabetermin ebenfalls unterrichten. Bei Teilnahmeinteresse wären wir für eine kurze Mitteilung unter der E-Mail-Anschrift Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. dankbar.

Die Übergabe der Unterschriften findet am Sitz der Regionalen Planungsgemeinschaft in Neuruppin statt. Die genaue Anschrift lautet: Fehrbelliner Straße 31, 16816 Neuruppin.

Sebastian Partzsch

 


 

Vorstandskolleginnen / -kollegen gesucht

Wie Sie bereits als aufmerksame Leser unseres aktuellen Mitgliederrundbriefes mitbekommen haben, suchen wir bis zur nächsten Wahl in einem Jahr zwei neue nachrückende Kräfte für den Vorstand. Wer sich eine ehrenamtliche Tätigkeit im Vorstand vorstellen kann, möge sich bitte per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. wenden.

Die Wahl findet am 24.03.2018 im Rahmen unserer Mitgliederversammlung statt.

Sebastian Partzsch

 


 

Die Wanderausstellung wandert durch die Region

Über das geplante Windeignungsgebiet 34 im Wald bei Beetz, Sommerfeld, Hohenbruch und Neuendorf haben wir ja oft und detailliert berichtet.

Noch gibt es keine endgültigen Beschlüsse. Aktuell werden die zahlreichen Widersprüche zum neuen Regionalplan Windenergie für die Region geprüft.

Eine Entscheidung ist wohl im Frühjahr des Jahres zu erwarten. Hinweise, wie unsere Gegenargumente zu dem geplanten WEG 34 bewertet werden, haben wir noch keine. Aber unser Protest geht weiter.

Am 02.07.2017 eröffneten wir in Kremmen unsere Ausstellung „Rettet unseren Wald.“ Und es gab sehr viele positive Reaktionen zu unseren Informationstexten und den schönen Waldbildern aus dem betroffenen Waldgebiet. Dann haben wir am 16.09.2017 dieselbe Ausstellung im Gemeindezentrum in Neuendorf zusammen mit der dortigen Bürgerinitiative präsentiert.

Nun geht die Ausstellung in den dritten Ort in unserer Region, nämlich nach Hohenbruch. Wir werden am Sonntag den 25.02. im dortigen Gemeindezentrum - Kirchring 8, 16766 Kremmen / OT Hohenbruch - um 14.00 Uhr die Ausstellung erneut zeigen und planen, dies ebenfalls mit einer öffentlichkeitswirksamen Protestaktion zu verbinden.

Sie sind herzlich eingeladen, uns bei dieser Auftaktveranstaltung in Hohenbruch zu unterstützen. Steter Tropfen höhlt den Stein, heißt es. Deshalb ist auch schon ein vierter Ausstellungsort in der Region in der Planung. Dazu wird aber noch nix verraten. (Bilder zu dem Waldgebiet sehen Sie hier: http://www.oberes-rhinluch.de/windkraft)

Detlef Hase

 


 

Nach dem Kalender ist vor dem Kalender

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So schön kann Winter sein.
Foto: K.-H. Sass (1), D. Hase (2-5)

Wir haben unseren LFV-Kalender 2018 erfolgreich unter die Leute gebracht und finanziell hat sich der Aufwand für unseren Verein auch wieder gelohnt. Einige wenige Exemplare sind noch übrig geblieben und können per E-Mail bei uns bestellt werden. Kaum ist das neue Jahr gestartet, schon denken wir in der AG Öffentlichkeitsarbeit über den Kalender 2019 nach. Wir möchten alle Vereinsmitglieder und Rhinluchfreunde bitten, uns zunächst per Mail (1024 Pixel Lange Kante, 300 dpi/Zoll, JPEG hohe Qualität) ihre schönen Rhinluchbilder zuzusenden.

Dafür nutzen Sie bitte folgende E-Mail-Anschrift: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. Die Angabe eines Bildtitels und die Angabe des Aufnahmeortes sind sinnvoll, denn es geht uns ja um schöne Naturfotos aus der Region. Und wir haben da noch ein kleines Problem: Wir brauchen vor allem Winterfotos für die Kalendermonate Dezember, Januar und Februar.

Aber wie macht man solche Fotos, wenn der Winter auch dies mal wohl wieder ausfällt? Vielleicht hat der eine oder andere von Ihnen noch ein schönes Winterfoto in seinem Archiv.

Dann bitte zusenden, wir bedanken uns schon mal im Voraus.

Detlef Hase

 


 

PVA im SPA? - Ohne uns!

Bereits im Oktober 2017 wurden im Ortsbeirat Sommerfeld die Pläne eines Mecklenburger Investors zur Errichtung einer Photovoltaikanlage an der Bahnstrecke zwischen Sommerfeld und Kremmen diskutiert.

Im Ergebnis wurde keine Empfehlung des Ortsbeirats gegenüber der Stadt Kremmen zur Weiterverfolgung der Angelegenheit ausgesprochen. Die Sommerfelder Entscheidung hatten wir seinerzeit ausdrücklich begrüßt. Begründet wurde unsere ablehnende Haltung damit, dass sich die für die Sonnenkollektoren ausgewählte Fläche zumindest zu großen Teilen noch im SPA Rhin-/Havelluch befindet und eine Errichtung mit den Schutzzielen dieses Gebietes nicht vereinbar ist. Auch unmittelbar an das europäische Vogelschutzgebiet angrenzende Photovoltaikanlagen reichen mit ihrer Wirkung bis in dieses hinein und sind daher nicht zu befürworten.

Trotz der ablehnenden Haltung des Ortsbeirats hat sich der Investor an die Stadt Kremmen gewandt, um das Projekt ggf. doch noch durchführen zu können. Nun stand zu Beginn des Jahres das Thema „Photovoltaik entlang der Bahnstrecke“ erneut auf der Tagesordnung des Sommerfelder Ortsbeirats.

Eine Hamburger Firma meldet ihr Interesse an der Nutzung von Sonnenenergie im „Besonderen Vogelschutzgebiet“ an. Der Vereinsvorsitzende war in der Ortsbeiratssitzung anwesend und klärte die Abgeordneten über die Wichtigkeit des Vogelschutzgebietes auf. Vor allem wies er auf die Gefahren von Solarmodulen für Großvögel hin, insbesondere für Kraniche und Gänse, die bei Nebel- und Schlechtwetterlagen die Module mit Wasserflächen verwechseln und sich somit teils tödlich verletzen könnten.

Wie bereits im Oktober 2017 geschehen, wurde erneut keine Empfehlung des Beirats zur Weiterverfolgung der Angelegenheit ausgesprochen. Es bleibt abzuwarten, ob auch dieser Investor Kontakt mit der Stadtverwaltung Kremmen aufnimmt. Wir bleiben dran!

Sebastian Partzsch

 


 

Kraniche ohne Landeplatz

Abends mit dem Fahrrad unterwegs. Mit Licht sieht man im dichten Nebel weniger, als ohne.

So eine graue Suppe! Über mir, vielleicht sogar über dem Nebel, der verhaltene Reiseruf der Kraniche zum Kontakthalten im Dunkeln. Ein junges Fiepen antwortet. Sicherlich eine Kranichfamilie. Die kehren um diese Zeit von der Nahrungssuche zurück, um draußen im Luch auf den durchnässten Wiesen zu übernachten.

Tatsächlich, der durchdringende Kontaktruf durchschneidet den Nebel. „Kraniche, wo seid ihr?“ Der Ruf wiederholt sich. Immer wieder, der suchende Ruf. Aber im schwarzen Luch: Keine Antwort. Seltsam, hatten doch in den letzten Wochen Hunderte dort regelmäßig übernachtet. Inzwischen schien die Kranichfamilie laut rufend über der trüben Beleuchtung des nächsten Ortes zu kreisen.

Manchmal als kurzzeitiger Nebelschatten in Schornsteinhöhe. So, als suchten sie Bodenkontakt. Ein weiterer Flug zurückkehrender Kraniche schloss sich der Kranichfamilie an. Die auf- und abschwellenden Rufe der kreisenden Gruppe nahmen den Charakter von Hilfeschreien an.

Offensichtlich fanden sie im dichten Nebel die glitzernden Wasserflächen im Luch nicht. Die Straßenbeleuchtung zeigte zwar im Grau an wo unten ist, aber Landeplatz? Fehlanzeige. Die kreisenden Kraniche lärmten panikartig noch Stunden in die Nacht hinein.

So mancher späte Nachbar mit Hund blickte verdutzt in den diffus beleuchteten Nebelhimmel. „Was ist bloß mit den Kranichen los?“ Kein Wunder, wenn nach so einem nächtlichen Irrflug ermattete Kraniche am nächsten Nebelmorgen auf der nahen Autobahn landen ( So, wie 2015). Nicht nur anhaltender Wintereinbruch kann für hiergebliebene Kraniche tödlich enden. Auch dichter Nebel ist für überwinternde Kraniche eine ungewohnte Gefahr. Das ist Natur!

Hartmut Rakow

 


 

Besonderheiten im Oberen Rhinluch

Wir möchten noch einmal auf unsere im Oktober 2017 gestartete Zeitungsserie „Besonderheiten im Oberen Rhinluch“ hinweisen.

In Kooperation mit dem Ruppiner Anzeiger werden ca. alle 14 Tage Artikel zur schönen Natur im Oberen Rhinluch zusammen mit ein oder zwei schönen Bildern veröffentlicht. Bisher sind es sieben Artikel. Wer an der Zeitungsserie interessiert ist, die veröffentlichten Artikel und zugehörigen Bilder werden auf unserer Webseite nach ihrem Erscheinen zeitnah eingestellt.

Alle Texte und Bilder finden Sie hier: www.oberes-rhinluch.de/naturerbe .

Wir wollen mit dieser Artikelserie für den Erhalt unserer Naturbesonderheiten und für unseren Landschaftsförderverein werben. Mitglieder im LFV-Autoren- und Fotografenteam sind: André Neumann, Detlef Hase, Dietlind Senger, Helga-Müller Wensky, Jana Albrecht, Karl-Heinz Sass, Klaus Michalek, Sebastian Partzsch, Torsten Seeger.

Für den September 2018 ist ein Naturfotobuch „Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe“ geplant. Herausgeber wird der Landschaftsförderverein sein. Wir wollen zeigen, was zu schützen ist und zugleich eine Werbekampagne für den Landschaftsförderverein starten. Denn wir müssen dringend unsere Mitgliederbasis stärken und verjüngen. Wir werden auf der kommenden Mitgliederversammlung über das Projekt berichten.

Detlef Hase

 


 

Windschutzstreifen-Pilotprojekt Linumhorst

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Wir konnten es nicht lassen. Die Weihnachststerne standen so günstig ;-)

Am 28. Dezember arbeiteten wir fröhlich und zielbewußt an einer weiteren Stufe zur Fertigstellung unseres Windschutzstreifen-Pilotprojektes.

Mit der Unterstützung der Naturschutzstation Rhinluch (LfU Brandenburg) in Linum (Erdbohrer), gruben, sägten, hämmerten und nagelten wir bis zur eintretenden Dämmerung.

Alle Robinien-Stämme konnten wir verarbeiten und die Schwartenbretter daran befestigen. Damit ist ein Abschnitt des Gesamtprojektes eingezäunt und wir werden im März die Baum- und Strauchpflanzungen vornehmen. Das Datum wird rechtzeitig bekannt gegeben und Mitstreiter sind herzlich willkommen.

Das alles für eine Renaturierung des Windschutzstreifens.

Von unsem Einsatz wurde in der Zeitung berichtet --> http://www.oberes-rhinluch.de/presse2017/n-2017-12-29-windschutz-streifen-OGA.pdf 

 


 

 

 


Sollten Sie Aufnahmen auf unserer Website entdecken, die das Persönlichkeitsrecht verletzen, bitten wir um eine Information an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.


 

 

+++ LFV-Ticker 2017-12-02 +++

 

 

November-Blues im Teichland Linum

Der November ist eine licht- und wettertriste Jahreszeit. Trotzdem hat es durchaus seine Reize, mal einen Spaziergang zu wagen, auch wenn es neblig ist oder sogar regnet.

Es ist eine wunderbare Erholung nach dem herbstlichen Kranichtrubel wieder alleine dort unterwegs zu sein. Fast einsam sind die Wege und der Rundgang um die Teiche gleicht einer stillen Meditation. Und Natur pur gibt es an den Novemberschlechtwettertagen – man/frau muss sich nur nach draußen wagen. Und der warme Tee hinterher (mit oder ohne Schuss) ist ja auch nicht zu verachten.

Es gibt also viele gute Gründe, sich auch im November in das Obere Rhinluch und in das Teichland Linum zu trauen. Sie werden auch einen Schlechtwetterausflug nicht bereuen.

Wenn Sie skeptisch sind, vielleicht überzeugen Sie die Motive auf meiner Web-Seite: www.detlef-hase-naturfotos.de/november-im-teichland.html

Detlef Hase

 


 

Im Oberen Rhinluch – Unser schönes Naturerbe

Das Naturerbeprojekt mit der Tageszeitung „Ruppiner Anzeiger“ nimmt langsam Fahrt auf. Bereits vier Artikel sind veröffentlicht worden.

Die Artikelserie dient dem Zweck, die schützenswerte Natur im Oberen Rhinluch der regionalen Öffentlichkeit zu präsentieren. Zugleich soll das auch eine Werbung für unseren Landschaftsförderverein sein. Alle Artikel plus veröffentlichte Fotos werden auch auf unserer Homepage gezeigt.

Schauen Sie auf   NATURERBE Rhinluch

Ungefähr alle zwei Wochen soll ein neuer Artikel erscheinen. In diesem Jahr wird es noch Texte geben zu den Themen „Herbstrast der Kraniche“, „Bartmeisen im Teichland Linum“, „Biber im Oberen Rhinluch“. Im neuen Jahr 2018 werden wir starten mit einem Artikel über „Das Obere Rhinluch“ und zum Thema „Niedermoor“. Intakte Moore haben u. a. eine wichtige Klimaschutzfunktion.

Für den Februar sind zwei weitere Artikel geplant: „Singschwäne bei uns im Luch“ und „Frühjahrzug der Kraniche“.

Wenn Ihnen die Artikelserie gefällt, teilen Sie es nicht nur uns mit sondern auch als Leserbrief der Tageszeitung „Ruppiner Anzeiger“. Vielen Dank dafür.

Detlef Hase

 


 

Unterschriftenaktion in heißer Endphase

Die vom Landschaftsförderverein initiierte Petition „Naturschutz statt Naturzerstörung - Keine Windräder in unserem Wald!“ nähert sich schnellen Schrittes ihrem Abschluss. Nur noch bis zum 4. Dezember 2017 können Unterstützerunterschriften geleistet werden. Hierzu muss man lediglich die Vereinswebseite (www.oberes-rhinluch.de) aufrufen, um dann auf der Startseite eine Verlinkung zur Petition zu erhalten. Alternativ kann man folgende Verknüpfung nutzen:

www.openpetition.de/naturschutz-statt-naturzerstoerung-keine-windraeder-in-unserem-wald

Über 2.500 Naturschützer haben uns bereits ihre Stimme gegeben.

Unser Ziel ist es, vor Beendigung der Petition noch möglichst viele Unterschriften zu erhalten, um das Quorum von 1.800 Stimmen aus dem Landkreis Oberhavel zu erreichen. Dies entspricht ca. 1 % der stimmberechtigten Personen. Sollte das Quorum erreicht werden, unterstützt uns die Petitionsplattform und fordert schriftliche Stellungnahmen der Entscheidungsträger ein.

Also, liebe Natur- und Rhinluchfreunde, macht bitte nochmals kräftig Werbung für unser Anliegen und leitet die Petition über euren privaten und geschäftlichen E-Mail-Verteiler weiter. Wir zählen auf euch!

Sebastian Partzsch für den Vorstand

 


 

Auf die Bäume, Ihr Affen, der Wald wird gefegt

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Am 18. November hat der LFV sein Eigentum erhöht - und zwar um einen halben Kubikmeter Hausmüll und um jede Menge Altglas (welches allerdings umgehend der Wiederverwertung zugeführt wurde).

Das alles war das Ergebnis unserer Müllsammelaktion im Kremmener Forst nahe dem Oranienburger Weg. Immerhin 9 Mitglieder und Freunde unseres Vereins hatten sich dort eingefunden, um den Altablagerungen an einem kleinen Weg zu Leibe zu rücken, der sich mitten durch die wohl schönste und naturschutzfachlich wertvollste Laubwaldpartie der Stadt Kremmen zieht.

Folgerichtig sind in diesem Bereich Bilder von der im Frühling reich blühenden Bodenflora für LFV-Postkarten und -Kalender entstanden und auch unsere Frühlingswanderung hatte dort vorbei geführt. Damals war auch die Idee von der „Säuberungsaktion“ geboren worden, die nun in die Tat umgesetzt wurde.

Die geländemäßig gekleideten und mit allerlei Müllsäcken, Eimern und Werkzeugen ausgerüsteten Müllsammler/-innen ließen sich weder vom erst stürmischen und dann regnerischen Novemberwetter noch vom Weg abschrecken, den wohl Holztransporter derart zerfahren haben, dass er für PKW stellenweise unpassierbar ist. Also wurde der Autoanhänger kurzerhand in’s Einsatzgebiet geschoben. Die eigentliche Aktion dort lief dann bei guter Laune wie am Schnürchen und so war der Anhänger schon nach einer knappen Stunde randvoll.

Den eifrigen Mitmachern sei herzlich gedankt – besonders auch Familie Förster aus Grüneberg und Frau Senger, die mit ihren Fahrzeugen den Abtransport des „Sammelgutes“ sicherten!

Die zeitweilige Besitzerhöhung ergibt sich übrigens laut Rechtsbelehrung durch die zuständige Forstbehörde aus der Tatsache, dass der bislang herrenlose Unrat durch die Sammelaktion zu unserem Müll geworden ist, für dessen Entsorgung wir zu sorgen haben.

 


 

Kalender 2018

Ein kleines feines Geschenk - unser Kalender "Im Oberen Rhinluch". 

Aber bitte nicht in einen Nikolaus-Schuh stecken. Es wäre schade um den verknitterten Anblick der prächtigen Einblicke in das Rhinluch :-)

Bestellen Sie für Freunde, Bekannte und natürlich für sich, die Fauna & Flora "hautnah".


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Neues und Altes zu den Windradplänen

1800 Stellungnahmen waren zum 2.Entwurf des Regionalplanes „Freiraum und Windenergie“ bei der Regionalen Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel eingegangen. Zwei Büros sind mit der Auswertung beauftragt, wovon eines inzwischen geliefert hat. Die Zuarbeit des zweiten Büros soll noch im November erfolgen. Während nach Erstellung des 1.Entwurfes noch das Wirtschaftsministerium protestiert hatte, weil die 2 Prozent Landesflächenvorgabe für Windräder nicht eingehalten worden war, hat man nach Bearbeitung des 2. Entwurfes die jetzt erreichten 1,5 Prozent wohl akzeptiert. Noch mehr Naturraumzerstörung und noch dichter an die Wohnbebauung heran geht eben nicht. Am 19.Dezember muss jedoch die Regionalversammlung noch einmal tagen, weil ein Mitglied dieser Versammlung den Antrag gestellt hat, den Abstand zur Wohnbebauung auf 3000 Meter zu erhöhen. Dem wird sicherlich nicht gefolgt.

Über die eingegangenen Stellungnahmen werden der Regionalvorstand und der Planungsausschuss im Januar 2018 beraten. Die endgültige Planung mit Festlegung eines Windeignungsgebietes für über 20 Windräder im Wald bei Neuendorf, Hohenbruch und Beetz/Sommerfeld wird durch die Regionalversammlung im Frühjahr 2018 beschlossen werden.

Überraschend konnten wir von der Bundesnetzagentur erfahren, dass die öffentliche Ausschreibung der Vergaben an Firmen der Windindustrie für dieses Windeignungsgebiet jedoch schon vor der Beschlussfassung der Regionalversammlung im Frühjahr 2018 erfolgt. Die Zuschläge durch die Bundesnetzagentur erfolgten per 01.08.2017 sowie 01.11.2017 an zwei Firmen aus Südbrandenburg sowie Sachsen für die Errichtung von jeweils 6 Windkraftanlagen mit 18 MW Leistung, ohne dass vorher von der Netzagentur überhaupt geprüft wurde, ob bereits die entsprechenden (baulichen) Voraussetzungen (endgültige Entscheidung über das Windeignungsgebiet durch die Planungskommission) vorliegen.

Eigentlich benötigt man bei einer Ausschreibung doch festgelegte Leistungen, um die eingehenden Angebote vergleichen und bewerten zu können. Das in diesem Jahr überarbeitete ErneuerbareEnergienGesetz sieht ab dem Jahr 2018 auch die Vorlage einer Baugenehmigung bei Bewerbung um den Bau von Windrädern vor, diese sinnvolle Regelung führt jedoch jetzt zum Endspurt im Bewerbungsverfahren. Es werden auch horrende Vertragsstrafen mit einkalkuliert, die den Windkraftfirmen auferlegt werden, sollte es aus welchen Gründen auch immer nicht zur Errichtung der Windkraftanlagen kommen.

Wie viel Geld (von uns Stromkunden) muss da im Spiel sein, wenn man mögliche, die Wirtschaftlichkeit einschränkende Vorgaben im Baugenehmigungsverfahren bei dem abgegebenen Angebot unberücksichtigt lassen kann.

Oder spielen mögliche Höhenbeschränkungen für Windräder, geschützte Laubwaldbereiche oder Schutzbereiche gefährdeter Tiere keine Rolle mehr?

Hartmut Rakow

 


 

Immer mehr Kraniche bleiben

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Kranichzählung in Linum. An diesem Dienstag ist es besonders neblig und frisch. So taucht eine Zählgruppe nach dem anderen aus dem dichten Nebel wieder auf und liefert die Zählergebnisse ab. Endresultat aller gezählten Kraniche an diesem Dienstag: Null. Kein einziger Kranich konnte beim Flug vom morgendlichen Schlafplatz zu den Nahrungsflächen beobachtet werden. Schuld war jedoch nicht nur der Nebel. Die starken Regenfälle in diesem Jahr und die feuchten Wiesen der Umgebung machten es den Kranichen bequem.

Wie in alten Zeiten als Luch Wiesen noch überschwemmt oder feucht waren, gab es viele Alternativen zum Übernachten im Umland von Linum. Zum Leidwesen der Zähler. Aber es waren sicherlich nicht weniger Kraniche zugezogen. Ein bequemer Alternativstandort, bei dem sich fressen und übernachten günstig verbinden lässt, ist das Schleuener Luch entlang des Ruppiner Kanals zwischen den Straßen Kremmen/Sommerfeld und Johannisthal/Döringsbrück südlich der L 191. Übrigens nicht weit vom zukünftigen Windradstandort WEG 34. Hier sind sie, die Tausende nicht gezählte Kraniche aus Linum. Tag und Nacht hört man ihre Rufe aus dem Luch.

Fast auf der gesamten Breite von Döringsbrück bis Kremmen wird der Himmel silbriggrau, wenn die hiergebliebenen aufsteigen, um den Futterplatz zu wechseln. Den großen Abflug in den Süden haben sie verpasst. Aber Nahrung zumindest gibt es auch hier genug.

Viele Maisfelder konnten wegen der starken Regenfälle nicht abgeerntet werden. Weil es ja eigentlich keine Ackerflächen, sondern feuchte Wiesen sind. Wenn der Winter jetzt noch klimawechselgemäß mild wird, haben die bequemen Kraniche Glück gehabt.

Hartmut Rakow

 

 

 

 


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