2018-04-17 LFV Ticker

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+++ LFV-Ticker 2018-04-17 +++

 

 

Ausstellung im Kremmener Spargelhof eröffnet

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Fotos: Sebastian Partzsch + Detlef Hase

Bereits zum vierten Mal seit Juli 2017 eröffneten wir unsere Foto- und Informationsausstellung „Rettet diesen Wald“.

Nach der Museumsscheune Kremmen, dem Gemeindehaus Neuendorf und dem Gemeindehaus Hohenbruch macht unsere Wanderausstellung mit Bildern aus dem potenziellen Wald-Windeignungsgebiet nunmehr im Spargelhof Kremmen halt.

Über 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten sich bereits am Sonntag, 08.04.2018, in Schrift und Bild im Spargelzelt „Stangenwirt“ vom notwendigen Schutz dieses schönen Waldes überzeugen. Nach der offiziellen Begrüßung der anwesenden Naturfreunde durch den Geschäftsführer des Spargelhofes, Malte Voigts, folgten zwei Reden von Detlef Hase und Sebastian Partzsch über die unabsehbaren Folgen von Windkraftanlagen im Wald und der damit einhergehenden Naturzerstörung. Außerdem wurden interessante Informationen zum Windeignungsgebiet 34 sowie die bisher erfolgten Aktivitäten des Landschaftsfördervereins mitgeteilt.

Redebeitrag Detlef Hase als PDF - in einem extra Fenster
Redebeitrag Sebastian Partzsch als PDF - in einem extra Fenster

Besonders hervorzuheben sind noch die vier riesigen Wandbilder mit schönen Rhinluch-Motiven, die Detlef Hase zur Verfügung gestellt hat und die der Spargelhof eigens für unsere Ausstellung hat anfertigen lassen. Sie sind ein echter Hingucker und ziehen die Blicke vieler Gäste sicherlich wie magisch auf sich.

Neugierig? Dann nichts wie hin ins Spargelzelt!

Die Ausstellung wird dort noch bis Ende Juni 2018 zu sehen sein. Als krönender Abschluss ist eine Podiumsdiskussion zum Thema „Windkraftanlagen und Wald“ geplant.

Wir dürfen bereits jetzt gespannt sein!

Unser Flyer zu dieser Ausstellung als PDF.

Sebastian Partzsch

 


 

 

Erfolgreiche Kontaktaufnahme mit der Deutschen Wildtier Stiftung

Im März bekam der LFV eine Nachricht von der Deutschen Wildtier Stiftung mit der Bitte, mehr über unser Engagement gegen das geplante WEG 34 zu berichten.

Durch Presseartikel war die Stiftung auf uns aufmerksam geworden. Sebastian Partzsch und Detlef Hase sind mit einem 6-seitigen Antwortschreiben dieser Bitte gefolgt.

Ziel der Stiftung ist der nachhaltige Schutz des Waldes, der dortigen Pflanzen- und Tierwelt. Aufgrund dieser Zielsetzung engagiert sich die Stiftung auch gegen die Errichtung der Windräder in den deutschen Wäldern.

Am 06.04. trafen sich Dietlind Senger, Hartmut Rakow, Sebastian Partzsch und Detlef Hase mit der Biologin Anna Binczik von der Deutschen Wildtier Stiftung. Nach einer mehr als dreistündigen Waldbesichtigung mit vielen Erklärungen zur aktuellen Situation setzten wir uns dann zusammen, um über Möglichkeiten einer gezielten Zusammenarbeit zu sprechen. Frau Binzcik war von dem sehr abwechslungsreich strukturierten Waldgebiet mit seinen Laub- und Mischwaldflächen positiv überrascht.

Dieser Wald ist erhaltens- und schützenswert und als Standort für Windräder völlig ungeeignet, so waren wir uns schnell einig. Bei Bedarf kann uns die Stiftung wie folgt weiterhelfen: Unterstützung bei Verfahrensfragen und rechtlichen Fragestellungen, finanzielle Unterstützung bei Rechtsstreitigkeiten, inhaltliche und methodische Unterstützung, z. B. bei der Bewertung von Sachverständigengutachten zum Gebiet.

Damit haben wir nun zu einer sehr professionell aufgestellten Organisation die ersten Kontakte geknüpft, die uns bei den zukünftig zu erwartenden Auseinandersetzungen mit den Windradbefürwortern und –investoren noch sehr nützlich sein werden.

Gemeinsame Pressemitteilung Deutsche Wildtierstiftung & Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch e.V. (als PDF) - in einem extra Fenster

Detlef Hase

 


 

 

Im Kremmener Frühlingswald

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Fotos: André Neumann + Detlef Hase

Nun kommt er also doch, der Frühling. Und mit ihm die vielen bunten Frühlingsblumen in unseren Wäldern und auf den Wiesen.

Besonders lohnenswert ist ein Spaziergang im „Kremmener Frühlingswald“, z. B. beim Verlorenorter Weg oder am Oranienburger Weg. Dort blühen vor allem zahlreiche weiße und rosafarbene Buschwindröschen und auch gelbe Windröschen. Gelb leuchtet auch der Huflattich an den Wegrändern oder auf den Wiesen die vielen kleinen „Wiesenprimeln“. Und an den sumpfigen Stellen im Wald, z. B. bei der Adderlake am Oranienburger Weg, zeigen sich die gelben Blüten der Sumpfdotterblume. Sogar Seltenheiten gibt es dort zu sehen, so z. B. der fleischfarbene Schuppenwurz und die streng geschützten Leberblümchen.

Es lohnt sich also, dort einmal mit einem guten Pflanzenbestimmungsbuch einen ausgiebigen Frühlingsspaziergang zu machen.

Detlef Hase

 


 

 

Wanderung zur Kremmener Hörste

Vorstandsmitglied Dietlind Senger bietet für Kurzentschlossene eine Wanderung durch den frühlingshaften Wald zur Kremmener Hörste an:

am Sonntag, 22.04.2018, um 09:30 Uhr.

Anmeldungen richten Sie bitte direkt an Frau Senger unter 033055/ 211 422.

 


 

 

Die Waldfunktionskarte der Landesforstbehörde wurde überarbeitet

Wir haben uns nicht geirrt, bei der Bestimmung des ökologischen Wertes des Waldes im geplanten WEG 34, denn: Für die Schleuener Heide, insbesondere das WEG 34, wurde das gesamte Gebiet als „Erholungswald Stufe 2“ ausgewiesen.

Und besonders bedeutsam: Ca. 50% des WEG 34 werden als "Schutzwald für Forschung und Kultur" ausgewiesen.

"Schutzwald für Forschung und Kultur" ist die Definition für einen "Wald mit hoher ökologischer Bedeutung".

Das deckt sich mit der Kartierung, die Dipl. Biologe Torsten Seeger für den LFV angefertigt hat und die wir mit unserem Widerspruch zur Planung des WEG 34 der Planungskommission zur Verfügung gestellt hatten. Nun wird rechtlich zu prüfen sein, ob die aktuelle Planung zum WEG 34 wegen grober Fehlerhaftigkeit anfechtbar ist. Denn die zuständige Planungskommission hat offensichtlich unsere fachlich fundierten Argumente ignoriert, von einer sachgerechten und angemessenen Güter- und Interessenabwägung kann da nicht die Rede sein.

Es wird spannend!

Sebastian Partzsch + Detlef Hase

 

 


 

 

Windradpolitiker in der Sackgasse

800 Unterschriften gegen die Windräder im Wald bei Neuendorf, Hohenbruch und Beetz/Sommerfeld im Jahr 2016.

3.000 Teilnehmer an der Windkraft-Petition gegen die Windräder im Wald im Jahr 2017. Davon 2.000 aus dem Landkreis Oberhavel.

Hat die Politik auf den Bürgerwillen reagiert?

Der Regionalvorstand der Regionalen Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel, in dem unser Landrat Vorsitzender ist, tagte am 21.03.2018. Ergebnis: Es kann keine Ausnahme in der Planung gemacht werden. Das Windeignungsgebiet 34 in unserem Wald bleibt in der Planung.

Übergabe der Petition an den Kreistag Oberhavel. Ergebnis: Nachdem bereits der Landrat in der Sitzung mitgeteilt hat, er wird nicht gegen das WEG 34 stimmen, teilt der Kreistagsvorsitzende nun mit, der Kreistag sei für die Planung von Windrädern im Landkreis nicht zuständig. Die Fraktionen im Kreistag haben zwar Regionalräte aus ihrer Mitte benannt und diese könnten auf die vielen Bürgermeinungen hören und in der Regionalversammlung das Windeignungsgebiet 34 in unserem Wald ablehnen, aber sie sind ja nicht zuständig. Auch nicht, wenn 2.000 Bürger aus dem Kreis etwas von Ihnen wollen. Oder sie verstehen die Bürgerwünsche sogar, aber sie sind trotzdem hilflos.

Sie können das Windeignungsgebiet in unserem Wald gar nicht ablehnen, weil dann der ganze Regionalplan noch mal neu in die Bürgerbeteiligung müsste. Dies hätte zur Konsequenz, dass dann die Windradinvestoren ohne festgelegte Windeignungsgebiete freie Standortwahl hätten. Dies will natürlich keiner.

Aber wozu dann die Bürgerbeteiligung überhaupt?

Wozu dann eine parlamentarische Begleitung der Planung, wenn auch unser Landrat und die von uns gewählten Kreistagsabgeordneten als delegierte Regionalräte keinen Entscheidungsspielraum haben und der Planung nur noch zustimmen können?

Hintergrund hierfür, aber keine Entschuldigung, ist der zeitliche Ablauf der Planung. Der gegenwärtig noch gültige sachliche Teilplan Windenergienutzung stammt aus dem Jahre 2003. Der Versuch einer Fortschreibung in 2006 endete mit einer nur teilweisen Genehmigung des neuen Planes in 2010. Das Kapitel „Windenergienutzung“ wurde von der Genehmigung ausgenommen. Gerichtliche Auseinandersetzungen lassen eine Gültigkeit des alten Planes aus 2003 nur noch bis Ende 2018 zu. Folge: Bei Ablehnung des WEG 34 in der Regionalversammlung müsste ein neues Beteiligungsverfahren (in 2019) durchgeführt werden. Ab 2019 gäbe es keine gültige Planung. So erklären es Landrat und Regionalplaner.                                                                                        

Somit ist das Verfahren dermaßen in die Sackgasse gefahren worden, dass unsere Kreis- und Regionalpolitiker handlungsunfähig sind. Dies entlässt die Politik natürlich nicht aus der Verantwortung.

Leidtragende sind die schützenswerte Natur und der erhaltungswürdige Wald.

Leidtragende sind die vielen Bürger deren Meinungen nicht zum Tragen kommen. Dafür werden wir die Politik nicht aus ihrer Verantwortung entlassen. Leidtragend sind auch Kreistagsabgeordnete, die als Regionalräte unter Umständen gegen ihre Überzeugung in dieser Sackgassensituation der Planung zustimmen müssen.

Dass sie nicht anders handeln können, dafür haben wir sie nicht gewählt.

Hartmut Rakow

 


 

 

Wichtige Weichen auf Mitgliederversammlung gestellt

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Am 24.03.2018 fand unsere alljährliche Mitgliederversammlung in der Museumsscheune Kremmen statt.

Gleich zu Beginn der fast dreieinhalbstündigen Sitzung erfreute die mehr als 30 anwesenden Vereinsmitglieder ein sehr interessanter und kurzweiliger Vortrag vom ehemaligen Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes „Rhin-/Havelluch“, Detlef Glase, über die Nutzungsgeschichte des Oberen Rhinluchs.

Anschließend wurden über die Arbeitsschwerpunkte des Vorstandes und der Arbeitsgruppen im Jahr 2017 ausführlich berichtet, der Kassenbericht sowie Kassenprüferbericht vorgestellt und der Vorstand für das Geschäftsjahr 2017 einstimmig entlastet. Aufgrund des berufsbedingten Ausscheidens von Torsten Seeger (der auf der Mitgliederversammlung für sein jahrelanges Vorstandsengagement mit einem herzlichen „Dankeschön“ verabschiedet wurde) sowie des im vergangenen Jahr plötzlich verstorbenen Ekkehard Hinke stand eine Vorstands-Nachwahl an. Ergebnis: Manfred Wolf aus Berlin sowie Axel Radtke aus Beetz komplettieren nun den achtköpfigen Vereinsvorstand bis zur ordentlichen, d. h. planmäßigen Vorstandswahl im nächsten Jahr.

Wichtige Beschlüsse wurden ebenfalls gefasst: So hat sich die Mitgliederversammlung einstimmig dafür ausgesprochen, dass sich der Landschaftsförderverein an das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg wendet, um in Erfahrung zu bringen, wie der Erhalt der Linumhorster Brücke über den Alten Rhin für die ortsansässige Landwirtschaft und für einen sich entwickelnden Tourismus doch noch (von Seiten des Landes Brandenburg) realisiert werden kann. Ebenfalls ohne Gegenstimme und Enthaltung hat die Mitgliederversammlung beschlossen, dass der Vereinsvorstand bei Bedarf eine/n Geschäftsführer/in einsetzen kann, der/die im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses den Vorstand entlasten und ihm zuarbeiten soll.

Der Vorstand wird nun einen Aufgaben- und Kriterien-Katalog erarbeiten sowie eine entsprechende „Ausschreibung“ veranlassen.

Sebastian Partzsch

 


 

 

Entwässerung im Rhinluch heute

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Foto: Detlef Hase

Einen sehr interessanten Vortrag hielt Detlef Glase auf unserer Mitgliederversammlung am 24.03.2018. Glase war viele Jahre Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes Rhin-/Havelluch. Jetzt, im Ruhestand, konnte er in seinem Vortrag mit einem gewissen Abstand auf die Gesamtentwicklung der Entwässerung im Rhinluch zurückblicken. Neben dem Bericht über technische Höhepunkte und der Funktion der Rhinluchentwässerung ist für mich das Resümee interessant: Wie wird sich die gegenwärtige Entwässerungssituation langfristig auf die Natur im Rhinluch auswirken?

Das ursprüngliche Ziel der Entwässerung zu einer Verbesserung der landwirtschaftlichen Nutzung im Rhinluch beizutragen wird heute nicht mehr erreicht. Nicht nur, dass die Art der Nutzung und der technische Einsatz in der Landwirtschaft die Bodensituation verändert hat, auch die fehlende Bewirtschaftung der Bauwerke schränkt die jetzige Entwässerungsfunktion stark ein. Die geänderte Bodenbewirtschaftung lässt auch die Entwässerungsgräben nicht mehr voll funktionieren. Die ursprüngliche Konzeption ist nach der Wende quasi zusammengebrochen. Dies zeigt nicht erst der letzte Sommer mit seinen Starkregenfällen. Eine Entwicklung, die nur schwer umkehrbar ist. Langfristig wird der jetzige Trend der Landbewirtschaftung des Rhinluchs auch zu ihrem Ende führen.

Hartmut Rakow

 

 

 

 


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