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Im Oberen Rhinluch - Unser schönes Naturerbe (17)


 

Unsere großen Greifvögel:: See- und Fischadler bei uns im Luch

 

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(Foto: Karl-Heinz Sass/ Seeadler in der Abendsonne 

 

Das Obere Rhinluch ist eine gewässerreiche Region: Die Fischteiche im Linumer Teichland, der Kremmener See, der Bützsee, der Rhin und zahlreiche große, wasserführende Gräben. Auch der Ruppiner See ist nicht weit entfernt. Zugleich ist die Region dünn besiedelt und zahlreiche Flächen sind nur schwer zugänglich. Das sind ideale Bedingungen für unsere großen, Fische jagenden Greifvögel, für Seeadler und Fischadler.

Der Seeadler ist ein gewaltiger Greifvogel, der mit seinen breiten, brettartigen Flügeln und 240 cm Flügelspanne beeindruckt. Er hat einen großen gedrungenen Körper mit kurzen, weißen Schwanzfedern bei den älteren Vögeln. Die Männchen sind ca. 4 kg schwer, die Weibchen sind mit 5 – 7 kg deutlich schwerer und größer. Besonders auffällig ist der mächtige gelbe Schnabel der Altvögel. Die jüngeren Seeadler sind die ersten vier Jahre eher dunkelbraun gefärbt, auch an Kopf, Schnabel und Schwanz.

Im Oberen Rhinluch und in den Randbereichen brüten mehrere Seeadlerpaare. Die Horststandorte werden geheim gehalten, damit es keine Störungen während der Brutzeit und auch keine mutwilligen Zerstörungen des Horstes gibt. Denn die geschützten Standorte der Seeadlerhorste können unter Umständen die Errichtung von Windkraftanlagen oder die Ausweisung von Windeignungsgebieten verhindern.

Vor allem in Herbst und Winter, wenn die vielen Kraniche hier rasten und große Gänsescharen überwintern, kann man die eindrucksvollen Greifvögel ziemlich häufig im Rhinluch fliegen sehen. Trotz ihrer Größe und Schwere sind Seeadler erstaunlich wendige Jäger, die sogar Gänse und Kraniche im Flug erbeuten können. Seeadler ernähren sich im Sommer überwiegend von Fischen, die sie zielsicher ergreifen, sobald sich die Fische zu sehr der Wasseroberfläche nähern. Der Fang kann bis zu 8 kg schwer sein. Im Winter ernähren sich die Seeadler überwiegend von Wasservögeln, aber auch von „Fallwild“ und Aas. Aufgrund dieser breiten Ernährungsweise können Seeadler in ihrem Gebiet bleiben, auch wenn die Gewässer zugefroren sind.

Der Fischadler hingegen ist ein „weitreisender“ Zugvogel, der in Afrika überwintert und bei uns in den Monaten April bis September sein Brutrevier besetzt. Ein einmal angelegter Horst wird bei guten Bedingungen jahrelang genutzt. Anders als der Seeadler ernährt sich der Fischadler fast ausschließlich von Fischen, die maximal 2 kg wiegen dürfen, meistens aber erheblich kleiner sind. Denn der im Vergleich zum Seeadler viel kleinere und leichtere Fischadler, der etwas größer als ein Mäusebussard ist, könnte gar keine größeren Fische aus dem Wasser ziehen.

Der dunkelbraune Fischadler ist auf seiner hellen Unterseite weiß gefärbt und seine schmalen und schlanken Flügel erinnern an den Flug großer Möwen. Während seiner Beuteflüge fliegt er langsam und möwenartig über die Wasserfläche. Dabei bleibt er häufig im Rüttelflug auf der Stelle in der Luft stehen, wenn er einen Fisch entdeckt hat. Dann stürzt sich der Fischadler fast senkrecht mit angelegten Flügeln und den weit vorgestreckten Fängen in das Wasser, um den Fisch mit seinen langen scharfen Krallen zu greifen. Bei so einem Sturzflug taucht der Fischadler oft völlig in das Wasser ein. Wenn er einmal zugepackt hat, hat der Fisch keine Chance zu entkommen. Bei großen, schweren Fischen in den Fängen wird die Mühe deutlich, wieder aufzufliegen. Der gefangene Fisch wird dann zum Kröpfen zu einem versteckten Platz oder zum Horst transportiert.

Der Adlerhorst wird oft auf hohen Bäumen in Wassernähe errichtet, häufig auf knorrigen, alten Kiefern. Das Gelege besteht aus drei bis vier Eiern, die ab Anfang Mai ungefähr 35 Tage bebrütet werden. Nach dem Schlupf dauert es ungefähr sieben bis acht Wochen, bis die jungen Fischadler flügge sind. In den Monaten Juni und Juli können die Fischadler folglich am besten über den regionalen Wasserflächen beobachtet werden. Denn in diesen Monaten müssen sie besonders viele Fische fangen, um ihre Jungen ausreichend zu ernähren. Häufig zu sehen sind Fischadler im Teichland Linum und auch bei Wustrau am Ruppiner See.

Detlef Hase

Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch e. V.

Der Artikel zum Thema Greifvögel erschien im Juni 2018

 

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