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Im Oberen Rhinluch - Unser schönes Naturerbe (3)


 

Eleganz in weiß - Silberreiher bei uns im Luch

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Vor vielen Jahren am Gülper See im „Naturschutzgebiet Untere Havel Nord“ standen auf einem Beobachtungsturm einige Vogelbeobachter aufgeregt bei einem großen Spektiv. Weit entfernt am Seeufer waren durch dieses Riesenfernrohr zwei kleine weiße Pünktchen zu sehen, die Ursache für die Aufregung - seltene Silberreiher! Eines der Hauptbrutgebiete und Hauptdichtezentren der Silberreiher ist der „Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel“ an der österreich-ungarischen Grenze, der auf der ungarischen Seite „Fertö-Hansag Nemzeti Park“ heißt.

In den riesigen Flachwasserzonen und Schilfflächen dort sind die Nester der großen weißen Vögel gut geschützt. Aber in dem unzugänglichen und weitläufigen Gebiet sind kaum gute Beobachtungen aus der Nähe möglich. Umso schöner, dass wir nun diese schlanken eleganten Reiher „vor unserer Haustür“ beobachten können. Denn seit einigen Jahren kommen regelmäßig zahlreiche Silberreiher ab August zu uns nach Deutschland, vor allem in die nordöstlichen Landesteile. Oft halten sich mehr als 100 Silberreiher im Linumer Teichgebiet auf. Vor allem in den frühen Morgenstunden sind die weißen Reiher mit dem langen Hals gut zu entdecken. Später am Tage, wenn zu viele Besucher auf den Wegen dort sind, ziehen sich die ziemlich scheuen Reiher gerne in die nicht zugänglichen Teile des Teichgebietes zurück.

Das Hauptverbreitungsgebiet der Silberreiher erstreckt sich vom Neusiedlersee in Österreich südostwärts in Richtung Ungarn und Rumänien. Ziemlich große Brutkolonien soll es inzwischen aber auch in Polen, in Russland und in der Ukraine geben. 2012 wurde die erste erfolgreiche Brut zweier Silberreiherpaare in Mecklenburg-Vorpommern dokumentiert. Über Silberreiherbruten in Brandenburg gibt es bisher keine gesicherten Erkenntnisse. Aber es ist davon ausgehen, dass auch bei uns zukünftig Silberreiher brüten werden. Nicht auszuschließen, dass die Verschiebung der Brutgebiete auch eine Folge des Klimawandels ist.

Nach der Brut ziehen viele Silberreiher Richtung Nord-West und erobern sich so allmählich neue Lebensräume. Unsere gewässerreiche Wiesen- und Weidelandschaft ist für diese Reiher als Nahrungshabitat offensichtlich bestens geeignet. Selbst in den Wintermonaten kann man immer noch Silberreiher hier beobachten. Da in den osteuropäischen Regionen die Winter viel härter sind als bei uns, ist anzunehmen, dass es sich bei den Silberreihern, die im Herbst und im Winter bei uns verweilen, um Teilzieher handelt, die dem Eis und dem Schnee im Osten Europas ausweichen.

Besonders gerne erinnere ich mich an den 14.11.2012. In Linum war bei mehreren Teichen einige Tage zuvor das Wasser abgelassen worden. Nur die Senken im Teichgrund waren noch mit Wasser gefüllt und die Fische dort waren für die Reiher eine leichte Beute. In einer solchen Senke standen mindestens 20 Silberreiher und einige Graureiher, um ihren Hunger zu stillen. Ich hatte mich ins hohe Schilf am Teichrand hingekauert, um die Vögel vorsichtig zu beobachten. Plötzlich flogen alle Silberreiher ärgerlich krächzend auf. Ein Mitarbeiter der Teichwirtschaft machte sich gerade am Ablauf des Teiches zu schaffen. Die meisten Silberreiher flüchteten in einen unzugänglichen Teil des Teichgebietes, einige Vögel setzten sich jedoch für ein paar Minuten sehr fotogen auf die oberen Zweige einer herbstlichen Birke. Ist es nicht toll, dass bei uns solche schönen Naturerlebnisse möglich sind?

 

Detlef Hase

Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch e. V.

Der Artikel zum Thema Silberreiher erschien am 03. November 2017 ARTIKEL (PDF in einem extra Fenster).

Titelseite der Zeitung:  (PDF in einem extra Fenster).

 

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