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Im Oberen Rhinluch - Unser schönes Naturerbe (1)


 

Eine typische Sommerpflanze im Luch: Der Gewöhnliche Wasserdost

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Das Obere Rhinluch ist bekanntlich ein Niedermoorgebiet mit vielen Gräben, kleinen und größeren Teichen, Fluss- und Seeufern und feuchten Senken. An solchen Stellen ist der Gewöhnliche Wasserdost zu finden, seine hellroten oder rosafarbenen Blütendolden sind von Juli bis September zu sehen. Diese Pflanze gehört zur Ordnung der Asternartigen und zur Familie der Korbblütler.

Ihr lateinische Name Eupatorium cannabinum deutet an, dass ihre Blätter jenen der Hanfpflanze ähnlich sehen, mit der der Wasserdost allerdings nicht näher verwandt ist. Wenngleich sie auch keine halluzinogene oder schmerzlindernde Wirkung hat, wird die mehrjährige, sommergrüne, giftige Staude doch seit langem auch als Heilpflanze genutzt. Ihre Substanzen sollen eine immunstabilisierende Wirkung haben und Beschwerden bei Rheuma und grippalen Infekten lindern.

Der Gewöhnliche Wasserdost wächst oft in größeren Gruppen und wird teilweise bis zu 170 cm hoch. Die handtellergroßen schirmartigen Blütendolden bestehen aus zahlreichen kleineren Blütenkörbchen, die wiederum 4 – 6 kleine Blüten haben. An Pollen und Nektar in den schmalen Blütenröhren kommen nur solche Insekten gut heran, die über einen ziemlich langen Rüssel zur Nahrungsaufnahme verfügen.

Bei schönem Wetter ist oft zu beobachten, dass zahlreiche Bienen, Hummeln und Schwebfliegen die Blüten des Wasserdostes aufsuchen. Vor allem aber ist der Gewöhnliche Wasserdost nicht nur eine hübsch blühende einheimische Staude, sondern auch ein wahrer Schmetterlingsmagnet. Viele verschiedene Schmetterlinge können auf den Blütendolden beobachtet werden, wie sie an den schmalen Blüten ihre Nahrung suchen, so z. B. das Tagpfauenauge, der Admiral, der Distelfalter, der Kleine Fuchs, verschiedene Perlmuttfalter oder das Landkärtchen, um nur einige unserer leider immer seltener werdenden Edelfalter zu nennen.

Folglich sollten Schmetterlingsfreunde im Sommer nach dieser blühenden Staude in unseren Feuchtgebieten Ausschau halten. Wenn die Staude hoch genug gewachsen ist, dann lassen sich die Schmetterlinge gut gegen den Himmel fotografieren, eine nicht ganz gewöhnliche Perspektive. Dabei sollten Sie am besten eine Brennweite von 200mm oder noch etwas mehr verwenden, damit Sie nicht zu nah an die Stauden und Falter herantreten müssen.

In den letzten Jahren haben wir einen nicht unerheblichen Rückgang dieser Staude beobachten müssen. Denn der typische Lebensraum, die feuchten Hochstaudenfluren, nehmen leider ab. Gründe dafür sind fehlende Niederschläge in den letzten Jahren - mal abgesehen von den Sintfluten im Juli 2017 - und eine Bewirtschaftung, die zu nahe an die Uferbereiche und Grabenränder heranreicht. Erforderlich zum Schutz der feuchten Hochstaudenfluren sind etwas breitere und unbewirtschaftete Gewässerrandstreifen, um die spezifische Vegetation in diesen Lebensräumen zu bewahren. Das würde nicht nur dem Wasserdost gut tun sondern auch dem Blutweiderich und der hübschen Schwanenblume. Diese beiden Arten, die bei uns im Oberen Rhinluch ebenfalls vorkommen, werden wir in dieser Artikelserie auch noch vorstellen.

Detlef Hase

Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch e. V.

Der Artikel zum Thema Wasserdost erschien am 29. September 2017 ARTIKEL (PDF in einem extra Fenster).

 

 

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